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Populismus als Korrektiv oder Gefahr für die repräsentative Demokratie?

Eine Gegenüberstellung populistischer Strömungen in Deutschland

Título: Populismus als Korrektiv oder Gefahr für die repräsentative Demokratie?

Ensayo , 2017 , 9 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Vanessa Beyer (Autor)

Política - Principios básicos y general
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Der vorliegende Essay setzt sich daher mit der Frage der Korrektivfunktion populistischer Strömungen innerhalb der repräsentativen Demokratie in Deutschland auseinander. Wird von Populismus gesprochen, wird im gleichen Moment eine Assoziation zum Rechtspopulismus und aktuellen rechtspopulistischen Parteien geknüpft. Dann erscheinen Persönlichkeiten wie Geert Wilders, Marien Le-Pen oder Björn Höcke vor dem geistigen Auge. Liberale und Demokraten geraten ins Schwitzen bei diesem Gedanken. Auch Sozialdemokraten und Linkspartei fühlen sich zunehmend bedroht von den aufkommenden erfolgreichen rechtspopulistischen Parteien. Vor allem Parteien wie die "Nationale Front" in Frankreich, die "Partei für die Freiheit" in den Niederlanden, die "PiS-Partei" in Polen oder die "Bewegung für ein besseres Europa", kurz "Jobbik" in Ungarn verzeichnen hohe Erfolge in den jeweiligen Ländern und stellen somit die repräsentative Demokratie sowie ihre politischen Akteure vor neue Herausforderungen.

Doch Populismus, besonders Rechtspopulismus, ist kein neues Phänomen innerhalb Europas, welches erst im Zuge der Flüchtlingsdebatte aufkam. Seit den 1970er Jahren ist ein Aufschwung populistischer Bewegungen in Westeuropa zu verzeichnen. In Zusammenhang damit zeigt sich, dass populistische Tendenzen im Zuge einer wirtschaftlichen und sozialen Umbruchphase auftauchen, welche politische Desillusionierung und den Verlust des Vertrauens in die Kompetenzen der Eliten hervorruft. Vor allem in Zeiten europäischer Krisen wird das Gefüge der Europäischen Union zusätzlich durch erstarkende populistische Formationen auf die Probe gestellt. Gleichzeitig blendet hierbei die allgegenwärtige Präsenz des Rechtspopulismus die Existenz einer anderen populistischen Strömung aus, den Linkspopulismus. Doch einprägende Erfahrungen hat der europäische Kontinent mit linkspopulistischen Parteien nicht mehr in Erinnerung.

Dabei drängt sich die Frage auf, ob Europa wieder einen stärkeren Linkspopulismus braucht, um den Einfluss rechtspopulistischer Parteien einzudämmen? Benötigt Europa den linken Populismus als Korrektiv oder ist dieser genauso negativ zu betrachten wie sein rechter Pedant? Stellt Populismus generell eine Notwendigkeit zur Erkennung tiefergreifender Funktionsdefizite innerhalb der demokratischen Politik dar oder ist er nur eine weitere Herausforderung, welche zu einer Gefahr für Liberalismus und Demokratie heranwächst?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen und Merkmale des Populismus

3. Rechtspopulismus in Europa und Deutschland

4. Linkspopulismus als Gegenpol

5. Zusammenfassende Betrachtung der Korrektivfunktion

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle populistischer Strömungen als potenzielle Korrektive innerhalb der repräsentativen Demokratie in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwiefern sowohl rechts- als auch linkspopulistische Bewegungen auf Funktionsdefizite des politischen Systems reagieren und ob sie als notwendiges Korrektiv fungieren oder eine Gefahr für den demokratischen Rechtsstaat darstellen.

  • Grundlagen und Wesensmerkmale des Populismus
  • Differenzierung zwischen Rechts- und Linkspopulismus
  • Die Entwicklung rechtspopulistischer Parteien in Deutschland
  • Die Rolle der PDS als Beispiel für Linkspopulismus
  • Populismus als "Agenda Setter" und Krisensymptom der Demokratie
  • Herausforderungen für die politische Mitte und repräsentative Demokratie

Auszug aus dem Buch

Die Institutionsfeindlichkeit von populistischen Akteuren

Die Institutionsfeindlichkeit von populistischen Akteuren erschließt sich aus der Berufung auf den common sense, welcher die direkte Artikulation des politischen Willens des Volkes verkörpert und ohne die „Bevormundung“ durch intermediäre Organe bekundet werden soll, da diese den wahren Willen des Volkes verfälschen (vgl. Priester, 26.01.2012; Spier, 2006). Das Volk ist der Souverän der Demokratie, doch wird die Volkssouveränität, ein wesentlicher Pfeiler der Demokratie, von den Populisten als bedroht betrachtet. Folglich ist das Ziel populistischer Bewegungen eine direkte Demokratie. Jedoch sieht sich die vorhandene Interessensvielfalt in einer mehrheitsdemokratischen Entscheidungsbefugnis, sprich in einer populistisch-plebiszitäre Demokratie, als aufgehoben an (vgl. Decker, 2006: 26). Somit beruht diese „Demokratie“ auf Ausgrenzung und Vereinheitlichung, welche eine Polarisierung innerhalb des Landes bewirkt. In Zusammenhang damit steht die homogene Identitätskonstruktion „des Volks“ als eine Einheit gegenüber den herrschenden Eliten, welche gleichzeitig als Einheit gegenüber anderen Nationen oder Völkern steht und daher als anti-liberale Ideologie bezeichnet werden kann (vgl. Rosenberger, 2001: 106f.). Dies kann kein erstrebenswertes Ziel in einem demokratischen Staat Europas sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Debatte um den Populismus ein und stellt die Forschungsfrage nach der Korrektivfunktion populistischer Strömungen in der deutschen Demokratie.

2. Begriffsdefinitionen und Merkmale des Populismus: Das Kapitel erarbeitet ein theoretisches Verständnis des Populismus durch die Identifikation universeller Merkmale wie der Dichotomie von "Volk" und "Eliten".

3. Rechtspopulismus in Europa und Deutschland: Hier wird die Entwicklung und Verankerung rechtspopulistischer Parteien, insbesondere der AfD, unter Berücksichtigung ihrer gesellschaftspolitischen Strategien analysiert.

4. Linkspopulismus als Gegenpol: Dieses Kapitel untersucht den Linkspopulismus und seine Abgrenzung zum Rechtspopulismus anhand historischer Beispiele wie der PDS.

5. Zusammenfassende Betrachtung der Korrektivfunktion: Das Kapitel bewertet, inwieweit Populismus als "Agenda Setter" zur Aufdeckung demokratischer Defizite beitragen kann, ohne die Grundpfeiler des Rechtsstaats zu gefährden.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Populismus keine dauerhafte Lösung darstellt, sondern eine stärkere Besinnung auf die parlamentarische Mitte und inklusive Politik erfordert.

Schlüsselwörter

Populismus, Rechtspopulismus, Linkspopulismus, repräsentative Demokratie, Volkssouveränität, Identitätspolitik, Parteiensystem, Agenda Setting, Anti-Establishment, politische Partizipation, politische Kultur, AfD, PDS, Krisensymptome, Korrektivfunktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen des Populismus und seine Auswirkungen auf die moderne repräsentative Demokratie in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Populismus, die Unterscheidung zwischen rechts- und linkspopulistischen Tendenzen sowie deren Rolle als Krisensymptom der Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob populistische Strömungen notwendige Korrektive für Funktionsdefizite im politischen System darstellen oder ob sie eine Gefahr für den demokratischen Rechtsstaat bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung aktueller populistischen Parteien und Bewegungen im europäischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Populismus, die spezifische Entwicklung des Rechts- und Linkspopulismus in Deutschland sowie deren jeweilige Wirkung als "Agenda Setter".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Populismus, Demokratie, Volkssouveränität, Identitätspolitik, Agenda Setting und politisches Korrektiv.

Inwiefern unterscheidet sich die AfD von anderen rechtspopulistischen Vorgängern in Deutschland?

Der Autor arbeitet heraus, dass die AfD im Vergleich zu früheren Parteien wie der Schill-Partei eine deutlichere Radikalisierungstendenz zeigt und sich als reale politische Konkurrenz etablieren konnte.

Wie bewertet der Autor die Rolle der PDS im Linkspopulismus?

Die PDS wird als Beispiel dafür angeführt, wie linkspopulistische Akteure durch geschickte Selbstinszenierung die Unzufriedenheit ostdeutscher Bürger gegen westdeutsche Institutionen mobilisierten.

Warum sieht der Autor den Populismus als "Agenda Setter" kritisch?

Obwohl Populisten reale Probleme benennen, lehnt der Autor die populistische Methode ab, da sie auf Polarisierung und einer anti-pluralistischen Ideologie beruht, die das System eher gefährdet als konstruktiv verbessert.

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Detalles

Título
Populismus als Korrektiv oder Gefahr für die repräsentative Demokratie?
Subtítulo
Eine Gegenüberstellung populistischer Strömungen in Deutschland
Universidad
Technical University of Chemnitz
Calificación
1,0
Autor
Vanessa Beyer (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
9
No. de catálogo
V511524
ISBN (Ebook)
9783346083753
Idioma
Alemán
Etiqueta
Populismus rechts links korrektiv demokratie BRD Deutschland Gefahr Rechtspopulismus Linkspopulismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Vanessa Beyer (Autor), 2017, Populismus als Korrektiv oder Gefahr für die repräsentative Demokratie?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511524
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