Selbst- und Zeitmanagement im ambulanten Pflegedienst anhand der ALPEN-Methode


Hausarbeit, 2019

12 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Beschreibung der Methode

2. Test und Selbstreflexion
2.1 Tag 1: Beschreibung des Tagesablaufs
2.2 Tag 2: Beschreibung des Tagesablaufs
2.3 Tag 3: Beschreibung des Tagesablaufs
2.4 Tag 4: Beschreibung des Tagesablaufs
2.5 Tag 5: Beschreibung des Tagesablaufs
2.6 Tag 6: Beschreibung des Tagesablaufs

3. Literaturverzeichnis

1. Beschreibung der ALPEN-Methode

An meinem Arbeitsplatz in einem ambulanten Pflegedienst ist ein effektives Zeitmanagement von großer Bedeutung. Hier folgt beispielsweise die Tourenplanung zum Teil der ALPEN-Methode.

Die 1984 von Lothar Seiwert entwickelte ALPEN-Methode besteht aus fünf Schritten. (vgl. Inplace Personalmanagement GmbH 2018) Diese sind:

1. Aufgaben, Aktivitäten und Termine aufschreiben
2. Länge schätzen bzw. festlegen
3. Pufferzeit einplanen
4. Entscheidungen treffen
5. Nachkontrolle

Der Name dieser Methode ist aus dem jeweils ersten Buchstaben jeden Schrittes entstanden. Die­ses Vorgehen wird als Akronym bezeichnet. (vgl. DUDEN o.J.)

Zunächst wird für jeden Tag eine neue Liste mit allen zu erledigenden Aufgaben inklusive ihrer Pri­oritäten angelegt. Sie wird auch als „To-do-Liste" bezeichnet. Darauf werden auch die Termine des Tages vermerkt sowie anstehende Telefonate und Schriftverkehr. Werden an einem Tag nicht alle Aufgaben geschafft, so werden die verbleibenden Aufgaben auf eine neue Liste des nächsten T ages übertragen. Die Verschiebung nicht erledigter Aufgaben auf einen anderen Tag ist im Pflegebereich nur eingeschränkt möglich (nur bei bestimmten, für die Patienten nicht lebensnotwendigen Aufga­ben).

Anschließend soll eingeschätzt werden, wie lange man für die jeweilige Aktivität oder den Termin benötigt. Hierfür wird dann ein Zeitblock im Zeitplan reserviert. Auch dieses Element der ALPEN­Methode spielt in der Tourenplanung eines ambulanten Pflegedienstes eine wichtige Rolle. Die Schätzung soll möglichst realistisch sein und tendenziell lieber etwas zu lang als zu kurz gewählt werden. Hiermit kann man auch definieren, wie viel Zeit man für die Erledigung einer bestimmten Aufgabe aufwenden möchte. (vgl. Absolventa GmbH o.J.)

Idealerweise sollte man hierbei darauf achten, maximal 60 Prozent der zur Verfügung stehenden Zeit zu verplanen, da immer auch noch ein Zeitpuffer z.B. für unvorhergesehene oder spontan über­nommene Aufgaben benötigt wird. Dieser Zeitpuffer sollte ca. 20 Prozent der verfügbaren Zeit ent­sprechen. Die verbleibenden 20 Prozent stehen für soziale Aktivitäten, z.B. Gespräche mit Kollegen, zur Verfügung.3 Schritt drei und vier der ALPEN-Methode können allerdings nicht bzw. nur bedingt auf die Tourenplanung eines ambulanten Pflegedienstes angewendet werden. Zum Beispiel ist es hier wirtschaftlich nicht sinnvoll, nur 60 Prozent der verfügbaren Zeit zu verplanen.

In diesen 60 Prozent der Zeit müssen die wichtigsten Aufgaben erledigt werden. Dazu ist eine gute Prioritätenplanung notwendig. Diese kann etwa mithilfe der Eisenhower-Matrix vorgenommen wer­den. Spätestens an dieser Stelle sollte man auch über eine mögliche Delegation von Aufgaben z.B. an Kollegen nachdenken. (vgl. Absolventa GmbH o.J.)

Es ist wichtig, abends oder am nächsten Morgen kritisch den Erledigungsstand des Tages bzw. Vortages zu kontrollieren. Diese Nachkontrolle ermöglicht zukünftige Anpassungen der Zeitplanung. Sie erfolgt in ambulanten Pflegediensten oft mithilfe spezieller Computerprogramme oder Apps. (vgl. Stagge 2019 S. 61)

2. Test und Selbstreflexion

2.1 Tag 1: Beschreibung des Tagesablaufs Mittwoch, 02.10.2019

Ich werde nun sechs Tage lang meine Arbeits-, Studien- und Freizeit mithilfe der ALPEN-Methode strukturieren und diesen „Selbstversuch“ hier protokollieren.

Es ist jetzt acht Uhr und ich habe soeben gefrühstückt. Zuerst nehme ich mir Papier und Stift und notiere sämtliche anstehenden Aufgaben, Aktivitäten und Termine für heute.

Ich arbeite heute in der Spätschicht. Um rechtzeitig 14 Uhr bei der Arbeit zu sein, muss ich spätes­tens 13.15 Uhr losgehen, da ich noch mit der Straßenbahn fahren muss und einen langen Fußweg habe. Ich halte also „13.15 Uhr“ als Termin für den Aufbruch zur Arbeit fest. Die Dauer der Auf­gabe „Arbeit“ kann ich nicht genau festlegen, da die tatsächliche Arbeitszeit in einem ambulanten Pflegedienst je nach Verkehrslage und tagesformabhängigem Gesundheitszustand der Patienten leicht variieren kann. Ich schätze, dass ich gegen 22 Uhr wieder zu Hause sein werde, und schreibe dies ebenfalls auf.

Vor der Arbeit muss noch der Einkauf erledigt werden. Für diese Aufgabe plane ich 90 Minuten ein. Außerdem habe ich mir für heute Vormittag vorgenommen, die Kapitel 2.1 und 2.2 des Moduls „Medizin für Nichtmediziner I“ zu bearbeiten. Hierfür veranschlage ich 150 Minuten. Des Weiteren benötige ich 30 Minuten für meine Mittagspause.

Nun habe ich also meine Aufgaben/Termine festgehalten und deren Länge bestimmt. Da es nun schon 8.10 Uhr ist, plane ich insgesamt 30 Minuten Pufferzeit ein, falls ich beim Einkaufen doch länger benötige oder ich mich mit dem Skript länger als die festgelegte Zeit aufhalte.

Ich entscheide nun, meinen Tag folgendermaßen zu strukturieren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im weiteren Verlauf des Tages halte ich die tatsächlichen Zeiten fest, um später eine Nachkontrolle durchführen zu können. Ich habe dabei festgestellt, dass ich die Bearbeitung des geplanten Teils im Skript in der vorgegebenen Zeit geschafft habe, jedoch 100 statt 90 Minuten für den Einkauf be­nötigt habe. Diese Feststellung ist wichtig, damit ich beim nächsten Mal mehr Zeit für den Einkauf einplanen kann.

Von der Arbeit bin ich wider Erwarten schon 21.30 Uhr zurück, sodass ich früh schlafen gehe, um morgen hoffentlich erneut einen solch produktiven Tag haben zu können.

2.2 Tag 2: Beschreibung des Tagesablaufs

Donnerstag, 03.10.2019

Heute ist ein Feiertag, der „Tag der Deutschen Einheit". Zur Arbeit muss ich trotzdem. Es ist 7.45 Uhr und ich sitze erneut nach dem Frühstück am Küchentisch, um meinen Tag mithilfe der ALPEN­Methode zu planen.

Ich muss wieder 14 Uhr bei der Arbeit sein, da allerdings an Feiertagen ein anderer Straßenbahn­fahrplan gilt als an Werktagen, muss ich bereits 13 Uhr los. Heute Vormittag ist ein Besuch bei meinen Eltern geplant, dort werde ich auch zu Mittag essen. Für diesen Besuch plane ich inklusive der Fahrtzeiten 150 Minuten ein. Außerdem möchte ich das Kapitel 2.3 des Moduls „Medizin für Nichtmediziner I" bearbeiten und mir die insgesamt sechs Interactive Video Lectures zu den Kapitel 2.1 bis 2.3 ansehen. Hier rechne ich damit, maximal 120 Minuten zu benötigen. Außerdem nehme ich 30 Minuten Pufferzeit in meine Planung auf.

Mein Tagesplan für heute sieht also so aus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Besuch bei Eltern mit Mittagessen Arbeits- und Wegezeit

Wieder notiere ich mir für die Nachkontrolle die tatsächlich benötigten Zeiten.

Mit meinem Studium bin ich heute etwas früher als geplant fertig, schon 9.45 Uhr. Ich kann mich also entscheiden, ob ich früher zu meinen Eltern aufbreche oder meine Pause verlängere. Ich ent­scheide mich für die längere Pause und lese in dieser Zeit zur Entspannung etwas Zeitung.

Um 10.10 breche ich wie geplant zu meinen Eltern auf, bin aber aufgrund einer Zugverspätung erst 12.55 Uhr wieder zu Hause. Jetzt muss ich mich beeilen, da ich schon in fünf Minuten zur Arbeit muss.

Ich komme trotzdem pünktlich bei der Arbeit an und erhalte neben den Materialien einen fertigen Tourenplan, den die Pflegedienstleitung erstellt hat und an den ich mich möglichst genau halten muss. Trotzdem bin ich aufgrund mehrerer Baustellen auf meinem Weg erst 21.50 Uhr statt wie geplant 21.30 Uhr wieder in der Zentrale des Pflegedienstes. Wieder zu Hause bin ich kurz vor 23 Uhr. Nach einem langen Tag gehe ich ins Bett und freue mich darauf, morgen frei zu haben.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Selbst- und Zeitmanagement im ambulanten Pflegedienst anhand der ALPEN-Methode
Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
12
Katalognummer
V511710
ISBN (eBook)
9783346092229
ISBN (Buch)
9783346092236
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbst-, zeitmanagement, pflegedienst, alpen-methode
Arbeit zitieren
Lisa Maria Burkhardt (Autor), 2019, Selbst- und Zeitmanagement im ambulanten Pflegedienst anhand der ALPEN-Methode, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511710

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