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Computerspielsucht. Risikofaktoren, Genese, Symptome und Behandlung aus medizinischer Sicht

Title: Computerspielsucht. Risikofaktoren, Genese, Symptome und Behandlung aus medizinischer Sicht

Term Paper , 2015 , 10 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Joey Lukas (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Eine Abhängigkeit (umgangssprachlich Sucht) kann stoffgebunden sein, also von chemischen Substanzen vermittelt werden, oder aber auch verhaltensvermittelt (stoffungebunden). Eine solche Abhängigkeit ist die Computerspielsucht.
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entstehung einer Computerspielabhängigkeit, beschreibt deren psychosoziale Folgen und geht auf Therapie- und Präventionsmöglichkeiten ein. So bietet zum Beispiel die Suchtambulanz der Unimedizin Mainz ein Präventiosprogramm an, in dessen Zuge Lehrern und Medizinern die Gefahren der Computerspielabhängigkeit bewusst gemacht wird.
Weiterhin wird erarbeitet, inwiefern eine Computerspielabhängigkeit medizinisch bewertet, definiert und diagnostiziert werden kann. Insbesondere stellt sich die Frage, ob die Diagnose „Computerspielsucht“ im aktuellen Diagnoseklassifikationssystem überhaupt gelistet ist.
Da Computerspielsucht ein Phänomen ist, das aktuell besonders junge Menschen zu treffen scheint, ist es durchaus sinnvoll sich als (angehende/r) Lehrer/in mit dieser Thematik zumindest in groben Zügen vertraut zu machen und weiterführende Anlaufstellen zu kennen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.1 Medizinische Grundlagen zur Computerspielsucht

1.2 Risikofaktoren für die Ausprägung einer Computerspielsucht

1.3 Genese. Wie entsteht eine Computerspielsucht

1.4 Symptome und Folgen der Computerspielsucht

1.5 Behandlung und Therapie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung, Symptomatik und Behandlungsmöglichkeiten der Computerspielsucht aus einer medizinischen Perspektive und analysiert dabei insbesondere die aktuelle diagnostische Einordnung dieses Störungsbildes.

  • Medizinische Definitionen und Diagnoseklassifikationssysteme (ICD-10, DSM-5)
  • Einflussfaktoren bei der Entstehung von Computerspielabhängigkeit
  • Psychosoziale, physische und berufliche Folgen für Betroffene
  • Therapeutische Ansätze und Präventionsstrategien

Auszug aus dem Buch

1.3 Genese. Wie entsteht eine Computerspielsucht

Der Begriff Sucht bezeichnete primär eine physiologische Abhängigkeit des Körpers von körperfremden, auf die körpereigene Physiologie wirkenden Substanzen (z.B. Alkohol oder Opiate).

Anders als bei der substanzgebundenen Abhängigkeit durch psychotrope Stoffe ist die substanzungebundene Abhängigkeit nicht an das Einnehmen von Substanzen gebunden. Das exzessiv ausdehnende Verhalten stimuliert das limbische System und führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Neurotransmittern wie dem „Glückshormon“ Endorphin. Exzessives Spielen sensibilisiert das Belohnungszentrum im Mittelhirn. Es bildet sich das sogenannte Suchtgedächtnis, bei dem das Gehirn spielassoziierte Reize unmittelbar mit Belohnungserwartung verbindet.

Analog zu der suchtgebundenen Abhängigkeit kommt es zur einer Toleranzentwicklung. Das bedeutet, es ist immer mehr Input notwendig, um dieselbe Schwelle der Reizleitung und damit der Intensität des Belohnungsgefühls zu erhalten. Dies steigert den Umfang und die Intensität des exzessiven Verhaltens.

Abhängigkeit ist das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Bei einer Sucht wiegt dieses Verlangen stärker als die bewusste Impulskontrolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Medizinische Grundlagen zur Computerspielsucht: Dieses Kapitel erläutert die Einordnung des Störungsbildes in aktuelle Diagnoseklassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-5 sowie die damit verbundenen Herausforderungen bei der Diagnose.

1.2 Risikofaktoren für die Ausprägung einer Computerspielsucht: Es werden soziale, psychische, individuelle und mediale Faktoren identifiziert, die die Entstehung einer Abhängigkeit begünstigen können.

1.3 Genese. Wie entsteht eine Computerspielsucht: Hier wird der suchtbiologische Prozess der Entstehung beschrieben, insbesondere die Stimulation des Belohnungszentrums und die Bildung eines Suchtgedächtnisses.

1.4 Symptome und Folgen der Computerspielsucht: Dieses Kapitel beschreibt typische Entzugserscheinungen sowie die schwerwiegenden physischen, sozialen und beruflichen Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen.

1.5 Behandlung und Therapie: Der abschließende Teil stellt verhaltenstherapeutische Ansätze zur Verhaltensänderung sowie präventive Maßnahmen von spezialisierten Einrichtungen wie der Suchtambulanz Mainz vor.

Schlüsselwörter

Computerspielsucht, Internet Gaming Disorders, Suchtgedächtnis, Verhaltenstherapie, Prävention, DSM-5, ICD-10, Belohnungszentrum, Eskapismus, Mediensucht, soziale Bindungen, Entzugssymptomatik, Diagnose, Adoleszenz, psychische Gesundheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Computerspielsucht, wobei der Fokus auf den medizinischen Hintergründen, den Ursachen sowie den Folgen und Behandlungsmöglichkeiten liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die diagnostische Klassifizierung, die Risikofaktoren (sozial, medial, psychisch), der neurologische Entstehungsprozess und die klinische Intervention.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, Lehrern und Medizinern einen Überblick über die Gefahren der Computerspielsucht zu verschaffen und aufzuzeigen, wie Betroffene medizinisch bewertet und therapiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis bestehender Literatur, medizinischer Klassifikationssysteme und Forschungsberichte die aktuelle Datenlage zur Computerspielsucht zusammenfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Einordnung, die Analyse von Risikofaktoren, die biologischen Prozesse bei der Suchtentstehung, die Symptombeschreibung und die Vorstellung therapeutischer Ansätze.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Computerspielsucht, Suchtgedächtnis, Verhaltenstherapie, Internet Gaming Disorders und Prävention.

Ist Computerspielsucht bereits offiziell als Störung anerkannt?

Laut der Arbeit ist dies schwierig, da in der ICD-10 und dem DSM-IV keine eigenständige Diagnose existiert. Das DSM-5 führt „Internet Gaming Disorders“ lediglich als Forschungsdiagnose auf.

Welche Rolle spielt die Prävention laut dem Autor?

Prävention wird als zentral angesehen, insbesondere durch Programme, die sich an Eltern, Lehrer und Mediziner richten, um die Kompetenz im Umgang mit exzessivem Spielverhalten zu fördern.

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Details

Title
Computerspielsucht. Risikofaktoren, Genese, Symptome und Behandlung aus medizinischer Sicht
College
University of Koblenz-Landau  (Bildungswissenschaften)
Course
Generation Zocker? Digitale Spiele - Gesellschaft - Schule.
Grade
2,3
Author
Joey Lukas (Author)
Publication Year
2015
Pages
10
Catalog Number
V511760
ISBN (eBook)
9783346091833
ISBN (Book)
9783346091840
Language
German
Tags
Spielsucht Zocker
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joey Lukas (Author), 2015, Computerspielsucht. Risikofaktoren, Genese, Symptome und Behandlung aus medizinischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511760
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