Eine Abhängigkeit (umgangssprachlich Sucht) kann stoffgebunden sein, also von chemischen Substanzen vermittelt werden, oder aber auch verhaltensvermittelt (stoffungebunden). Eine solche Abhängigkeit ist die Computerspielsucht.
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entstehung einer Computerspielabhängigkeit, beschreibt deren psychosoziale Folgen und geht auf Therapie- und Präventionsmöglichkeiten ein. So bietet zum Beispiel die Suchtambulanz der Unimedizin Mainz ein Präventiosprogramm an, in dessen Zuge Lehrern und Medizinern die Gefahren der Computerspielabhängigkeit bewusst gemacht wird.
Weiterhin wird erarbeitet, inwiefern eine Computerspielabhängigkeit medizinisch bewertet, definiert und diagnostiziert werden kann. Insbesondere stellt sich die Frage, ob die Diagnose „Computerspielsucht“ im aktuellen Diagnoseklassifikationssystem überhaupt gelistet ist.
Da Computerspielsucht ein Phänomen ist, das aktuell besonders junge Menschen zu treffen scheint, ist es durchaus sinnvoll sich als (angehende/r) Lehrer/in mit dieser Thematik zumindest in groben Zügen vertraut zu machen und weiterführende Anlaufstellen zu kennen.
Inhaltsverzeichnis
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Medizinische Grundlagen zur Computerspielsucht
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Risikofaktoren für die Ausprägung einer Computerspielsucht
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Genese. Wie entsteht eine Computerspielsucht
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Symptome und Folgen der Computerspielsucht
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Behandlung und Therapie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entstehung einer Computerspielabhängigkeit, beschreibt deren psychosoziale Folgen und geht auf Therapie- und Präventionsmöglichkeiten ein. Darüber hinaus wird erörtert, wie Computerspielsucht medizinisch bewertet, definiert und diagnostiziert werden kann, insbesondere im Kontext der aktuellen Diagnoseklassifikationssysteme.
- Medizinische Grundlagen der Computerspielsucht
- Risikofaktoren für die Entwicklung einer Computerspielsucht
- Genese und Entstehung der Computerspielsucht
- Symptome und Folgen der Computerspielsucht
- Behandlung und Therapieansätze
Zusammenfassung der Kapitel
Medizinische Grundlagen zur Computerspielsucht
Das Kapitel beleuchtet die Einordnung der Computerspielsucht in die medizinischen Diagnoseklassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV/DSM-5. Es wird festgestellt, dass Computerspielsucht in diesen Systemen bisher nicht als eigenständiges Störungsbild aufgeführt ist, was die Diagnose und Therapie erschwert.
Risikofaktoren für die Ausprägung einer Computerspielsucht
Dieses Kapitel identifiziert verschiedene Risikofaktoren, die die Entwicklung einer Computerspielsucht begünstigen können. Es werden soziale, psychische, individuelle und mediale Faktoren betrachtet.
Genese. Wie entsteht eine Computerspielsucht
Dieses Kapitel behandelt den Entstehungsprozess der Computerspielsucht, indem es die verschiedenen Faktoren und Mechanismen beleuchtet, die zur Entwicklung dieser Abhängigkeit führen können. Es wird auf die Rolle von Risikofaktoren, die Entstehung von Suchtverhalten und die psychologischen und sozialen Einflüsse eingegangen.
Symptome und Folgen der Computerspielsucht
Dieses Kapitel untersucht die Symptome und Folgen der Computerspielsucht. Es wird die Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit, die sozialen Beziehungen und den Alltag des Betroffenen beleuchtet. Es werden die verschiedenen Grade der Sucht und die möglichen Folgen beschrieben.
Schlüsselwörter
Computerspielsucht, Abhängigkeit, ICD-10, DSM-IV, DSM-5, Risikofaktoren, Genese, Symptome, Folgen, Behandlung, Therapie, Prävention, Diagnoseklassifikationssystem, Internet Gaming Disorders.
Häufig gestellte Fragen
Ist Computerspielsucht eine anerkannte medizinische Diagnose?
In klassischen Systemen wie ICD-10 war sie lange nicht eigenständig gelistet; neuere Ansätze (DSM-5) führen sie jedoch als „Internet Gaming Disorder“ auf.
Welche Risikofaktoren begünstigen eine Computerspielabhängigkeit?
Dazu zählen soziale Isolation, psychische Probleme, mangelndes Selbstwertgefühl sowie bestimmte Spielmechaniken, die Belohnungssysteme im Gehirn aktivieren.
Was sind typische Symptome einer Computerspielsucht?
Symptome sind Kontrollverlust über die Spielzeit, Vernachlässigung von Alltagspflichten und sozialen Kontakten sowie Entzugserscheinungen bei Spielverbot.
Welche psychosozialen Folgen kann die Sucht haben?
Betroffene leiden oft unter Leistungsabfall in Schule oder Beruf, gesundheitlichen Problemen durch Bewegungsmangel und einer zunehmenden sozialen Entfremdung.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Es gibt spezialisierte Suchtambulanzen (z. B. in Mainz), die Verhaltenstherapien und Präventionsprogramme für Betroffene und deren Umfeld anbieten.
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- Joey Lukas (Autor), 2015, Computerspielsucht. Risikofaktoren, Genese, Symptome und Behandlung aus medizinischer Sicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511760