Das fiktive Vorhaben für den Transfernachweis beschäftigt sich mit der Planung, Organisation, Durchführung und Abschluss einer eintägigen Open Air Veranstaltung mit unter 10.000 Besuchern durch die fiktive Firma "PJM-Professional". Die reale existierende Veranstaltung namens "Grünanlage" findet jährlich am zweiten August Wochenende in der Nähe von Hamburg statt und dient dem Autor, aus persönlichem Interesse, als Rahmen für den Nachweis.
Oberziel: Die gut besuchte Open Air Veranstaltung „Grünanlage 2016“ ist professional und ohne wirtschaftlichen Verlust durchgeführt. Auf Basis dieses Oberziels wurde die Zielfindung in einem eingespielten Team verschiedener, unabhängiger Personen der PjM-Professional durchgeführt. Die Ziele basieren auf Ideen die das Projektteam im Zuge verschiedener Veranstaltungen gefunden hat.
Nach Auflistung aller Ziele erfolgte die Priorisierung zunächst intuitiv in den Kategorien Muss – Soll – Kann (Intuitive Priorisierung). Im Anschluss wurde eine analytische Methode (paarweiser Vergleich, (Analytische Priorisierung)) durchgeführt.
Der Vergleich der intuitiven und analytischen Priorisierung ergab einige Abweichungen. Ziele, die das Sicherheitskonzept oder die Einbindung von Behörden benötigen, sind im analytischen Vergleich wichtiger als bei der intuitiven Einschätzung. Für die Projektplanung ein Punkt von hoher Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis
1 Projekt / Projektziele
1.1 Projektbeschreibung
1.2 Zielbeschreibung / Zielhierarchie
2 Projektumfeld, Stakeholder
2.1 Projektumfeld, Umfeldfaktoren
2.2 Stakeholderanalyse
3 Risikoanalyse
3.1 Erfassung, Klassifizierung und Beschreibung der Risiken
3.2 Quantitative Bewertung der Risiken und Maßnahmen zur Risikobegegnung
4 Projektorganisation
4.1 Organisationsform des Projektes
4.2 Kommunikation
5 Phasenplanung
5.1 Beschreibung der Projektphasen und der Meilensteine
5.2 Veranschaulichung der Projektphasen
6 Projektstrukturplan
6.1 Darstellung und Codierung des PSP
6.2 Arbeitspaketbeschreibung
7 Ablauf- und Terminplanung
7.1 Vorgangsliste
7.2 Vernetzter Balkenplan und berechneter Netzplan
8 Einsatzmittel- /Kostenplanung
8.1 Einsatzmittelbedarf / Einsatzmittelplan
8.2 Projektkosten
9 Verhaltenskompetenz
9.1 Kreativität
9.2 Ergebnisorientierung
10 Wahlelemente
10.1 Qualitätsmanagement
11 Anhang
12 Anlagen
12.1 Anlagenverzeichnis
12.2 Anlage 1 (Projektreife)
12.3 Anlage 2 (Intuitive Priorisierung)
12.4 Anlage 3 (Analytische Priorisierung)
12.5 Anlage 4 (Erster Entwurf Stakeholder Monitor)
12.6 Anlage 5 (Grafischer PSP)
12.7 Anlage 6 (Berechneter Netzplan)
12.8 Anlage 7 (Vernetzter Balkenplan)
12.9 Anlage 8 (Stundensatz Personal)
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die beispielhafte Durchführung der zentralen Projektmanagementelemente für ein fiktives Open-Air-Veranstaltungsprojekt namens „Grünanlage 2016“, um die Projektreife sowie die Planungssicherheit unter Anwendung von IPMA-Standards zu demonstrieren.
- Strukturierte Ziel- und Stakeholderanalyse zur Identifizierung kritischer Erfolgsfaktoren.
- Detaillierte Risikoanalyse mit quantitativer Bewertung und Maßnahmenplanung.
- Erstellung eines Projektstrukturplans und Ableitung der zeitlichen Ablaufplanung.
- Ressourcen- und Kostenplanung inklusive kritischer Analyse der Wirtschaftlichkeit.
- Anwendung von Verhaltenskompetenzen wie Kreativität und Ergebnisorientierung.
Auszug aus dem Buch
2.2 Stakeholderanalyse
Im Anschluss an die Umfeldanalyse werden die direkten sozialen Einflussfaktoren (Stakeholder) genauer betrachtet. Stakeholder können einen Einfluss auf das Projekt haben und im Umkehrschluss auch vom Projekt (Projektleiter) beeinflusst werden. Stakeholder sollten dem Projektleiter daher genau bekannt sein.
In den frühen Phasen des Projektmanagements ist eine exakte Analyse der Stakeholder jedoch schwierig bzw. nicht möglich, da unter Umständen zu wenig über die Beteiligten bekannt ist. Der Autor wählt daher eine grobe Skalierung (dreistufig) der Stakeholder Eigenschaften in der ersten Version eines Stakeholder-Monitors.
Um die Auswirkungen der Stakeholder auf das Projekt zu beurteilen, werden die Eigenschaften „Einstellung zum Projekt“, „Macht“, „Konfliktbereitschaft“ und „Grad der Betroffenheit“ analysiert. Das Ergebnis der Analyse ist in Anlage 4 (Erster Entwurf Stakeholder Monitor) zu finden.
Für eine leichtere Einschätzung der Stakeholder und deren Bedeutung auf das Projekt fasst der Autor den Stakeholder Monitor in mehrere Portfolios zusammen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Projekt / Projektziele: Einführung in das fiktive Veranstaltungsprojekt und die Definition der übergeordneten Zielhierarchie.
2 Projektumfeld, Stakeholder: Analyse der internen und externen Einflussfaktoren auf das Projekt sowie Identifikation und Bewertung relevanter Stakeholder.
3 Risikoanalyse: Systematische Erfassung von Projektrisiken sowie deren quantitative Bewertung und Definition geeigneter Risikominimierungsmaßnahmen.
4 Projektorganisation: Definition der Organisationsform sowie Klärung von Verantwortlichkeiten und Kommunikationswegen innerhalb der Matrixorganisation.
5 Phasenplanung: Festlegung des zeitlichen Projektverlaufs mittels eines wasserfallbasierten Phasenmodells und Identifikation der Meilensteine.
6 Projektstrukturplan: Detaillierte Aufgliederung des Projekts in Arbeitspakete und deren funktionale Codierung.
7 Ablauf- und Terminplanung: Überführung der Arbeitspakete in eine logische Vorgangsfolge sowie Darstellung in Netzplänen und Balkenplänen.
8 Einsatzmittel- /Kostenplanung: Bedarfsplanung für Personal und Sachmittel sowie Kalkulation der anfallenden Projektkosten.
9 Verhaltenskompetenz: Anwendung von Kreativitätstechniken zur Problemlösung und Methoden zur Sicherstellung der Ergebnisorientierung.
10 Wahlelemente: Integration des Qualitätsmanagements als Querschnittsfunktion unter Anwendung des PDCA-Zyklus.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, IPMA, Projektsteckbrief, Stakeholderanalyse, Risikoanalyse, Phasenplanung, Projektstrukturplan, Terminplanung, Kostenplanung, Ressourcenmanagement, Qualitätsmanagement, Kreativitätstechniken, Ergebnisorientierung, Veranstaltungsplanung, Matrixorganisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die beispielhafte Anwendung professioneller Projektmanagement-Methoden auf ein fiktives Open-Air-Veranstaltungsprojekt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Zielanalyse, Umfeld- und Stakeholderbetrachtung, Risikomanagement, Phasen- und Strukturplanung sowie der Ressourcen- und Kostenkalkulation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist die detaillierte Durchführung der Projektmanagement-Elemente gemäß IPMA Level D, um die professionelle Planung einer Großveranstaltung unter Einhaltung wirtschaftlicher und qualitativer Vorgaben nachzuweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden klassische PM-Methoden wie Stakeholder-Portfolios, Risikoanalysen, PSP-Erstellung, Netzplantechnik und Kostenartenrechnungen verwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Projektinhalte, angefangen von der Zieldefinition bis hin zur detaillierten Kosten- und Einsatzmittelplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Projektmanagement, Risikomanagement, Stakeholderanalyse, Projektstrukturplan, Kostenplanung, Qualitätssicherung und Projektorganisation.
Warum ist die Analyse der Stakeholder für dieses spezielle Projekt so wichtig?
Bei einer Open-Air-Veranstaltung gibt es diverse Interessengruppen wie Anwohner, Behörden, Sponsoren und Künstler; deren unterschiedliche Anforderungen könnten den Projektverlauf gefährden, weshalb eine frühzeitige Einschätzung und Strategieanpassung notwendig ist.
Wie geht der Autor mit dem Risiko um, dass eine Veranstaltung bei schlechtem Wetter abgesagt werden muss?
Dieses Risiko wird im Rahmen der Risikoanalyse bewertet; als Maßnahme wird unter anderem die Ausweichmöglichkeit in einen befreundeten Nachtclub vorgesehen.
- Citation du texte
- Stefan Schroeder (Auteur), 2016, Projektplanung für ein Veranstaltungsprojekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512178