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Die Schlacht an der Milvischen Brücke. Entscheidend für Konstantins Bekehrung?

Titre: Die Schlacht an der Milvischen Brücke. Entscheidend für Konstantins Bekehrung?

Dossier / Travail , 2018 , 12 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Annika Königs (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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In dieser Arbeit möchte ich mich ebenfalls der Thematik um Konstantins Bekehrung widmen und die Frage untersuchen, ob Konstantin der Große tatsächlich als überzeugter Christ lebte. Dazu möchte ich die Schlacht an der Milvischen Brücke 312 n. Chr., welche bis heute als welthistorischer Sieg gilt, bei Laktanz und Eusebius genauer betrachten und mir ein eigenes Urteil bilden. Zunächst möchte ich einen kleinen Überblick über die Jugend des Kaisers schaffen. Darauffolgend werde ich mir Laktanz Sicht in seiner Schrift De mortibus persecuturum ansehen und anschließend die frühere Sicht und die spätere Sicht von Eusebius in der Vita Constantini untersuchen. Des Weiteren werde ich die eventuellen politischen Beweggründe für die Hinwendung zum Christentum aufzeigen. Bevor ich ein abschließendes Fazit zu der gestellten Frage ziehe, möchte ich noch Zeugnisse der Bekehrung anhand des Konstantinbogens und des Silbermedaillons von Ticinum beleuchten.

Konstantin der Große ist unumstritten der erste christliche Kaiser, der in die Kirchengeschichte eingeht. In der Zeit von 306 bis 337 n. Chr. regierte er das Imperium Romanum zunächst als Mitregent und später als alleiniger Herrscher. Aber es ergeben sich zu diesem Faktum auch viele Fragen, zum Beispiel, wie es nun in Wirklichkeit zur Hinwendung des Christentums von Konstantin dem Großen gekommen ist. Diese Frage ließ sich bis heute nicht eindeutig beantworten. Viele Historiker*innen haben sich mit dieser Forschungsfrage bereits auseinandergesetzt. War es die Schlacht an der Milvischen Brücke, nach der Konstantin den Blick auf den christlichen Glauben richtete, oder handelte es sich hierbei um einen längeren Entwicklungsprozess?

Ein Prozess, welcher sich erst im Laufe der Jahre 312 und 324 n. Chr. Entwickelte und eher politische Absichten verfolgte, als von religiöser Überzeugung geprägt zu sein. In der Historik spricht man hierbei von der sogenannten Konstantinischen Wende. Das Edikt von Mailand, welches Konstantin und Licinius 313 n. Chr. erlassen haben, leitete die Konstantinische Wende offiziell ein. Es gewährte den Christen erstmalig, nach dem Toleranzedikt des Kaisers Galerius, die freie Religionsausübung.

Extrait


Gliederung

1. Einleitung

2. Konstantins Kindheit und Jugend

3. Die Schlacht an der Milvischen Brücke

3.1 Sicht bei Laktanz in De Mortibus persecuturum

3.2 Sicht bei Eusebius in seiner Kirchengeschichte

3.3 Sicht bei Eusebius in der Vita Constantini

4. Politische Zielverfolgung durch die Hinwendung zum Christentum?

5. Zeugnisse der Bekehrung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob Konstantin der Große tatsächlich als überzeugter Christ lebte oder ob die Hinwendung zum Christentum primär politischen Motiven geschuldet war, wobei insbesondere die Schlacht an der Milvischen Brücke als Schlüsselereignis analysiert wird.

  • Die historische Einordnung von Konstantins Jugend und familiärer Prägung.
  • Vergleichende Analyse der Vision Konstantins in den Berichten von Laktanz und Eusebius.
  • Untersuchung potenzieller politischer Interessen hinter der Konstantinischen Wende.
  • Interpretation archäologischer und numismatischer Zeugnisse wie der Inschrift des Konstantinbogens.
  • Diskussion über die Glaubwürdigkeit antiker Quellen zur Bekehrung des Kaisers.

Auszug aus dem Buch

3.3 Sicht bei Eusebius in der Vita Constantini

Die spätere Fassung verfasste Eusebius erst nach Konstantins Tod. Was äußerst interessant ist, dass der Name Maxentius im Gegensatz zur früheren Fassung keine Erwähnung mehr findet. Es scheint als würde Eusebius mit allen Mitteln versuchen, so viele Informationen in seine Schilderung miteinließen zu lassen, dass es den Leser*innen noch glaubwürdiger erscheint. Eusebius schreibt, dass Konstantin sich dessen bewusst gewesen wäre, dass er ohne einen Gott, der ihm zur Hilfe kommen würde die Schlacht nicht gewinnen konnte. Er vertraue anders als sein tyrannischer Gegner - indem Fall sei hier Maxentius gemeint - nicht der Zauberei. Diese Tatsache mit der Zauberei stimmt mit der ersten Fassung überein.

Konstantin soll seine Hoffnung auf göttliche Hilfe gesetzt haben. Er habe darüber nachgedacht, welcher Gott am besten als Helfer dienen könne. Eusebius beschreibt, dass ihm der Gedanke gekommen sei, andere Kaiser hätten in der Vergangenheit auf mehrere Götter vertraut und ihre Gunst mit Opfern erbeten hätten. Hier folgt auch eine Anspielung auf den Fehler des Maxentius, wobei Konstantin dies zu diesem Zeitpunkt noch nicht hätte wissen können. Aber es handelt sich hierbei um die spätere Fassung Eusebius. Jedenfalls zeigt er auf, dass in der Vergangenheit die Kaiser durch Orakelsprüche keine guten Erfahrungen gemacht haben. Dies könnte auch eine Parallele zu Laktanz` Fassung sein, der über die zwei gescheiterten Orakelsprüche von Maxentius spricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Figur Konstantins des Großen ein, umreißt die Debatte um seine „Bekehrung“ und legt das methodische Vorgehen der Arbeit fest.

2. Konstantins Kindheit und Jugend: Dieses Kapitel skizziert die spärliche Quellenlage zu den frühen Lebensjahren Konstantins und bewertet seinen sozialen sowie religiösen Hintergrund.

3. Die Schlacht an der Milvischen Brücke: Hier werden die unterschiedlichen Überlieferungen der Visionen Konstantins durch Laktanz und Eusebius kritisch einander gegenübergestellt und analysiert.

4. Politische Zielverfolgung durch die Hinwendung zum Christentum?: Das Kapitel erörtert, inwiefern die Hinwendung zum Christentum als politisches Instrument zur Machtfestigung und Sicherung der Religionspolitik interpretiert werden kann.

5. Zeugnisse der Bekehrung: Hier erfolgt eine Untersuchung zeitgenössischer Belege wie des Konstantinbogens und des Silbermedaillons aus Ticinum hinsichtlich ihrer religiösen Symbolik.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion darüber, dass eine eindeutige Antwort zur inneren Überzeugung Konstantins zwar nicht möglich ist, seine positive Hinwendung zum Christentum jedoch historische Realität bleibt.

Schlüsselwörter

Konstantin der Große, Schlacht an der Milvischen Brücke, Konstantinische Wende, Christentum, Bekehrung, Laktanz, Eusebius, Vita Constantini, Maxentius, Konstantinbogen, Religionspolitik, Imperium Romanum, Kirchengeschichte, Spätantike, Vision.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Persönlichkeit Konstantin des Großen und dessen Hinwendung zum Christentum unter besonderer Berücksichtigung der Schlacht an der Milvischen Brücke.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Interpretation antiker Quellenberichte, die Analyse der Konstantinischen Wende sowie die Rolle von Religion und Politik im 4. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob Konstantins Hinwendung zum christlichen Glauben auf einer tiefen religiösen Überzeugung basierte oder politisch motiviert war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine historisch-kritische Analyse, indem sie zeitgenössische Quellen (Laktanz, Eusebius) vergleicht und mit archäologischen Zeugnissen in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Konstantins Jugend, einer detaillierten Quellenanalyse der Vision vor der Schlacht sowie der Auswertung von Münz- und Inschriftenfunden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Konstantin der Große, Schlacht an der Milvischen Brücke, christliche Bekehrung, Konstantinische Wende und historische Religionspolitik.

Warum gibt es von Eusebius zwei unterschiedliche Fassungen?

Eusebius verfasste die Kirchengeschichte kurz nach dem Ereignis, während die spätere Vita Constantini erst nach Konstantins Tod entstand und durch weitere Detailinformationen versucht, eine glaubwürdigere, teils ausschmückende Erzählweise zu etablieren.

Welche Rolle spielt das Silbermedaillon aus Ticinum für die These der Arbeit?

Das Medaillon dient als physischer Beweis für die christliche Symbolik, die unter Konstantin in die offizielle Selbstdarstellung des Kaisers einfloss, lässt jedoch Raum für Interpretationen bezüglich der Intensität seines persönlichen Glaubens.

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Résumé des informations

Titre
Die Schlacht an der Milvischen Brücke. Entscheidend für Konstantins Bekehrung?
Université
Free University of Berlin
Note
1,7
Auteur
Annika Königs (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
12
N° de catalogue
V512209
ISBN (ebook)
9783346093912
ISBN (Livre)
9783346093929
Langue
allemand
mots-clé
schlacht milvischen brücke entscheidend konstantins bekehrung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Annika Königs (Auteur), 2018, Die Schlacht an der Milvischen Brücke. Entscheidend für Konstantins Bekehrung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512209
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Extrait de  12  pages
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