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Die Wirkung des Figurentheaters auf Kinder

Theaterpädagogische Forschung über das Figurentheater

Titre: Die Wirkung des Figurentheaters auf Kinder

Extrait , 2019 , 10 Pages

Autor:in: Barbara Klimo (Auteur)

Théâtrologie, Danse
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Antworten auf die Frage, welche Wirkmechanismen walten, wenn Menschen mit Figuren oder Objekten interagieren – sei es während eines zweckfreien Spiels oder eines szenischen Vorgangs – sind ansatzweise in verschiedenartigen Denkmustern aus der frühen Psychologie und Psychoanalyse sowie der Kulturwissenschaft (Semiotik) zu finden und werden in dieser Arbeit beleuchtet.

Von eigener Hand manipulierte Puppen haben auf Kinder und ihr Innenleben eine starke suggestive Wirkung und die von professionellen Figurenspieler manipulierten Artefakte erzeugen eine in diesem Sinne potenzierte Wirkung auf ihr junges Publikum. Akteure aus der Psychologie, Kunstwissenschaft sowie Semiotik weisen auf die Kommunikationsfähigkeit des Mediums auf mehreren Ebenen hin und erkennen somit das Figurenspiel als ein wichtiges und die Entwicklung von Zu-Erziehenden förderndes Kulturphänomen an.

Figuren wie beispielsweise Puppen gehören längst nicht mehr nur in Kinderstuben. Sie haben sich als eine nicht zu marginalisierende Theaterform ihren Platz auf renommierten Bühnen erkämpft und begeistern Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Theoretische Modelle

Kerngedanken bei Jentsch

Freuds Kritik und Ergänzungen

Ein wegweisendes Modell von Donald W. Winnicott

Sichtweise der Semiotik – ein Schlaglicht

Le métathéâtre – die pädagogische Wirkung des Figurentheaters

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und kulturwissenschaftlichen Wirkmechanismen, die bei der Interaktion von Menschen, insbesondere Kindern, mit Figuren und Objekten im Figurentheater entstehen. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie durch den theatralen Rahmen sowie durch symbolische und semiotische Prozesse eine emotionale und kognitive Verarbeitung stattfindet.

  • Psychoanalytische Grundlagen des «Unheimlichen» bei Jentsch und Freud
  • Winnicotts Modell der Übergangsobjekte und des Übergangsraums
  • Semiotische Analyse der synergetischen Beziehung zwischen Puppe, Puppenspieler und Rezipierenden
  • Theatralpädagogische Perspektiven auf die kindliche Zeichendecodierung
  • Das Figurentheater als Metatheater zur Verarbeitung von Entbehrungsprozessen

Auszug aus dem Buch

Ein wegweisendes Modell von Donald W. Winnicott

Der Kinderpsychologe und Kinderarzt Donald W. Winnicott, der sich immer wieder auf Freud stützte, um im Anschluss Neuerungen an dessen Theorien zu vollziehen, konstruierte modellhaft Phänomene wie das Übergangsobjekt in einem Übergangsraum. Das Heimliche wurde dem Heim zugesprochen, von dem jeder Mensch eines Tages aufbrechen muss, um in die Welt zu gehen. Daher muss laut Winnicott besagter Ort als Ausgangspunkt für weitere Entwicklungsschritte verstanden werden. In dieser Entwicklung sei eine Bewegung als Übergang von einer Entwicklungsstufe zur nächsten mitzudenken; so entstehe ein fiktiver, intermediärer Raum. Dieser intermediäre Raum befähige besonders Kinder, in der Phase der Ablösung von ihren Bezugspersonen sich mit andersartigen, dem eigenen Ich nicht zugehörigen Eigenschaften von Menschen (die durch Figuren repräsentiert werden können) auseinanderzusetzen. Deren befremdende Charaktereigenschaften würden vom Zögling in die eigene Identität integriert, oder derselbe grenze sich nötigenfalls von ihnen ab. Winnicotts Theorie muss als ein Konstrukt nahe an Freuds theoretischem Gedankenmodell verstanden werden, das Figuren ebenfalls in ihrer Andersartigkeit wahrnimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

Theoretische Modelle: Dieses Kapitel führt in die psychoanalytische und kulturwissenschaftliche Betrachtung des Puppenspiels ein, indem es die historische Entwicklung der Forschung von Jentsch bis Winnicott skizziert.

Kerngedanken bei Jentsch: Hier wird Jentschs Abhandlung über das «Unheimliche» analysiert, wobei der Fokus auf der Wirkung anthropomorpher Figuren und dem Gefühl der Verwirrung bei Rezipierenden liegt.

Freuds Kritik und Ergänzungen: Freud revidiert Jentschs Thesen und erweitert das Verständnis des «Unheimlichen» durch eine etymologische Herleitung und die Einordnung von Spielzeug als Spiegel für nicht gelebte Facetten des Ichs.

Ein wegweisendes Modell von Donald W. Winnicott: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des Übergangsobjekts und des intermediären Raums, das Kindern hilft, Trennungserfahrungen und Identitätsbildungsprozesse spielerisch zu bewältigen.

Sichtweise der Semiotik – ein Schlaglicht: Der Fokus liegt hier auf der semiotischen Analyse von Kavrakova-Lorenz, die das Puppenspiel als synergetische Interaktion zwischen Puppe, Spieler und Publikum definiert.

Le métathéâtre – die pädagogische Wirkung des Figurentheaters: Abschließend wird das Figurentheater als Metatheater beschrieben, das es Kindern ermöglicht, durch theatrale Codes und performative Figuren eigene Entwicklungsprozesse und emotionale Entbehrungen zu verarbeiten.

Schlüsselwörter

Figurentheater, Psychoanalyse, Unheimliches, Übergangsobjekt, Semiotik, Puppenspiel, Performative Figur, Theaterpädagogik, Rezipierende, Identitätsentwicklung, Anthropomorphismus, Interaktion, Zeichendecodierung, Metatheater, Objektspiel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wirkmechanismen des Figurentheaters auf Kinder und Erwachsene aus einer interdisziplinären Sichtweise, die Psychologie, Psychoanalyse und Semiotik verbindet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die menschliche Anziehungskraft gegenüber anthropomorphen Objekten, die psychoanalytische Bedeutung von Spielzeug in der Entwicklungsphase und die semiotische Struktur der Theateraufführung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum und wie Menschen mit Figuren interagieren und welche psychischen Prozesse – insbesondere bei Kindern in Loslösungsphasen – durch dieses Medium angestoßen werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt einen geisteswissenschaftlichen Ansatz, der Theorien der Psychoanalyse (Freud, Winnicott) mit semiotischen Ansätzen der Theaterwissenschaft (Kavrakova-Lorenz) synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch klassische psychoanalytische Texte und eine anschließende Übertragung dieser Erkenntnisse auf die Theaterpraxis und die semiotische Zeichenlehre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind das «Unheimliche», der Übergangsraum, die performative Figur, das Puppenspiel und die synergetische Beziehung im theaterpädagogischen Kontext.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Freud von der von Jentsch bezüglich Puppen?

Während Jentsch die Menschenähnlichkeit als Hauptursache für Irritation durch Puppen sah, argumentierte Freud, dass das Befremden gerade aus der Erkenntnis der Andersartigkeit (der Puppe als Nicht-Mensch) resultiert.

Was versteht man unter dem Begriff «performative Figur» in diesem Kontext?

Die performative Figur ist ein Produkt der Interaktion zwischen Puppe und Puppenspieler, die als Stellvertreter für komplexe Ideen, Visionen oder psychische Entbehrungsprozesse dient.

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Résumé des informations

Titre
Die Wirkung des Figurentheaters auf Kinder
Sous-titre
Theaterpädagogische Forschung über das Figurentheater
Cours
Geschichte und Theorie des Figurentheaters
Auteur
Barbara Klimo (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
10
N° de catalogue
V512396
ISBN (ebook)
9783346096401
ISBN (Livre)
9783346096418
Langue
allemand
mots-clé
wirkung figurentheaters kinder theaterpädagogische forschung figurentheater
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Barbara Klimo (Auteur), 2019, Die Wirkung des Figurentheaters auf Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512396
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Extrait de  10  pages
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