Gegebenheiten spiegeln die aus der Vergangenheit gewachsene Wirklichkeit wider. In dieser Wirklichkeit haben wir uns auf der Grundlage tragfähiger Grundpositionen zu bewähren und Perspektiven für die Zukunft zu schaffen.
Angesichts der bestehenden sozialen und gesellschaftlichen Mitverantwortung muss uns dieser Zusammenhang gerade in einer Zeit dynamischen Wandels und fortlaufender Veränderungen beschäftigen. Uns ist bewusst, dass die Zukunft Überraschungen bereithält und doch haben wir drohende Risiken zu begrenzen und sich auftuende Chancen wahrzunehmen.
Vorliegende Überlegungen dienen der Orientierung. Sie sind gegen Relativierung, Lethargie, Ismen, Hass und Herdentrieb gerichtet und sollen Hoffnung stärken.
Inhaltsverzeichnis
Bestehende Gegebenheiten
Zukunftsangst und subjektiv wahrgenommene Bedrohung
Normenflut, ausufernde Bürokratie und Gefühl der Ohnmacht
Unvertretbares Verhalten als Hypothek des Glaubens
Orientierungslosigkeit und schwindende oder überfordernde Perspektiven
Fragile Ordnungen als pädagogische Herausforderung
Bestehender Vertrauensverlust und Erfordernis eines Aufbruchs zur Sicherung von Zukunftsfähigkeit
Mehr offene Fragen als greifbare Antworten in einer Zeit des Wandels
Eingenommene Grundpositionen
Zielvorstellung vergleichbarer Lebensverhältnisse und zunehmend auftretende Diskrepanzen
Vorurteile, Phänomene zwischen Notwendigkeit und ernst zu nehmender Gefahr
Angst, eine lähmende Form der Selbstblockade, aber auch eine Triebfeder für Bewältigung
Toleranz, eine sinnvolle und ethisch gebotene Grundeinstellung mit Voraussetzungen und Grenzen
Aggressivität, eine fragwürdige Form der Kompensation von Verlustängsten
Grundüberlegungen zur Legitimität, Macht, Machtstreben und Machtanspruch
Eigenwohl- und Gemeinwohlorientierung als gleichberechtigte Gegensatzpaare
Absehbare Perspektiven
Innerer Friede als Aufgabe und Geschenk
Fairer Interessensausgleich als langfristiges Lösungskonzept
Marktwirtschaft und Wahrnehmung sozialer Verantwortung
Altersarmut, eine reale Gefahr und Herausforderung
Inklusion, ein notwendiger Bestandteil von Teilhabe
Gemeinsame Bewältigung als Aufgabe und zu leistende Notwendigkeit
Zeichen der Hoffnung durch soziales und gesellschaftliches Engagement
Gesamtzusammenfassung
Anhang
Der Mensch als Individuum, soziales Wesen und Geschöpf in seiner Verantwortung
Fragen zur persönlichen Beantwortung
Bisherige Publikationen des Autors im GRIN-Verlag
Über den Autor
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen und dynamischer Wandlungsprozesse Orientierungshilfen zu bieten. Der Autor untersucht, wie der Einzelne trotz subjektiv wahrgenommener Bedrohungen, Ohnmachtsgefühlen gegenüber bürokratischen Strukturen und gesellschaftlicher Orientierungslosigkeit handlungsfähig bleiben und Verantwortung für sich und das Gemeinwohl übernehmen kann.
- Analyse gesellschaftlicher Herausforderungen wie Zukunftsangst und Normenflut.
- Reflexion ethischer Grundpositionen im Umgang mit Macht, Vorurteilen und Toleranz.
- Untersuchung der Rolle von Pädagogik und sozialem Engagement bei der Bewältigung von Veränderungen.
- Entwicklung langfristiger Perspektiven durch einen fairen Interessensausgleich und soziale Teilhabe.
- Stärkung der Eigenverantwortung und des persönlichen Vertrauens in Zeiten des Wandels.
Auszug aus dem Buch
Normenflut, ausufernde Bürokratie und Gefühl der Ohnmacht
Rechtsbindung und Bürokratie waren einstmals ein echter Fortschritt. Deren extreme Ausprägung wurde im Laufe der Zeit jedoch zu einem Problem, da es zu einer Vernachlässigung anderer grundlegender Orientierungsgrößen kam. Es ergab sich ein Verlust an Durchblick und Nachvollziehbarkeit, sowie des Gemeinschaftsempfindens. Die Vereinnahmung wuchs und Freiheit nahm ab. Dass dies zu einem Rückzug von Mitmenschen führte, kann da kaum verwundern. Recht und Administration stellt in ihrer heutigen Ausprägung ein Phänomen dar, das zwischen Macht und Gerechtigkeit angesiedelt ist.
Deutlich wird die in allen zentralen Rechts- und Verwaltungsgebieten, in jeglichem staatlichen Handeln, aber auch im Gefühl des Ausgeliefertseins und der Ohnmacht der Menschen. Blicken wir angesichts des Wandels und der Dynamik der Entwicklung auf den Gegensatz von Beharrung und Prinzipientreue einerseits und notwendiger Reformfähigkeit, auf immer stärkere Entmündigungstendenzen, die Abkühlung des gesellschaftlichen Klimas und deren Konsequenzen, so zeigt sich eine wachsende Problematik.
Die Gefährdung langfristiger Konkurrenz- und Zukunftsfähigkeit, eine partielle Abkopplung nationaler Entwicklung, sowie die Entfremdung des Einzelnen vom Gemeinwesen und die Relativierung verbindender Grundüberzeugungen und Werte wirft die Frage auf, inwieweit die zunehmende Normierung und Bürokratie letztlich mehr Schaden als Nutzen anrichten. Erscheint hier nicht im Interesse der Menschen ein Zurückdrängen dieses Phänomens der ungebremsten Zunahme von Vorgaben angezeigt?
Zusammenfassung der Kapitel
Bestehende Gegebenheiten: Dieses Kapitel thematisiert die aktuelle gesellschaftliche Unsicherheit, hervorgerufen durch Zukunftsangst, Bürokratisierung und einen wahrgenommenen Vertrauensverlust in Institutionen.
Eingenommene Grundpositionen: Hier werden ethische Haltungen zu Macht, Angst, Toleranz und dem Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft dargelegt, um Handlungsspielräume in einer komplexen Welt zu definieren.
Absehbare Perspektiven: Das Kapitel bietet Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen, um durch soziales Engagement, fairen Interessensausgleich und eine stärkere Eigenverantwortung eine positive Zukunftsgestaltung zu ermöglichen.
Schlüsselwörter
Orientierung, Zukunftsangst, Bürokratie, Eigenverantwortung, Gemeinwohl, Soziale Marktwirtschaft, Macht, Toleranz, Teilhabe, Inklusion, Ethik, Gesellschaftlicher Wandel, Vertrauensverlust, Pädagogik, Verantwortung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit setzt sich mit den Gegebenheiten unserer Zeit auseinander, analysiert bestehende Grundpositionen und zeigt Perspektiven auf, um gegen Relativität, Lethargie und Herdentrieb gegenzusteuern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Felder sind die Analyse von Zukunftsangst, der Einfluss von Bürokratie auf das Individuum, die ethische Legitimität von Macht sowie die Bedeutung von sozialer Verantwortung und Inklusion.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, dem Einzelnen Orientierung zu bieten und aufzuzeigen, wie durch eine bewusste Haltung und ethisches Handeln Verantwortung für das Gemeinwesen übernommen werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen essayistischen, reflexiven Ansatz, der auf soziologischen, pädagogischen und ethischen Überlegungen basiert, um gesellschaftliche Phänomene in ihrem Kontext zu verstehen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung bestehender Gegebenheiten, die Darlegung grundlegender Positionen und die Erörterung konkreter Perspektiven für eine zukunftsfähige Gestaltung des Zusammenlebens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eigenverantwortung, Gemeinwohlorientierung, Orientierungslosigkeit und ethische Verantwortung charakterisiert.
Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Macht und Legitimität?
Der Autor betont, dass Machtausübung nur dann legitim ist, wenn sie dem Gemeinwohl dient, ethisch begründet ist und die unveräußerliche Würde des Menschen achtet.
Warum spielt die Pädagogik eine zentrale Rolle in der Argumentation?
Die Pädagogik wird als Wissenschaft der Führung und Entwicklung des Menschen betrachtet, die dazu dient, in Zeiten des Wandels Orientierung zu stiften und Teilhabe zu ermöglichen.
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- Prof. Dr. mult. Alfons Maria Schmidt (Author), 2020, Gegebenheiten, Grundpositionen, Perspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512508