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Bildungschancen von Menschen mit Migrationsgeschichte im Kontext Sozialer Arbeit

Titel: Bildungschancen von Menschen mit Migrationsgeschichte im Kontext Sozialer Arbeit

Hausarbeit , 2018 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Renate Dertinger (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Handlungsauftrag Sozialer Arbeit im Bildungsdiskurs in Verbindung mit dem Querschnittsthema Bildungschancen von Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland. Zuerst soll um Begriffsannäherungen gehen, die für diese Hausarbeit inhaltliche Relevanz besitzen. Mit Hilfe eines geschichtlichen Rückblicks soll der Frage nach dem Anfang des Handlungsauftrags der Sozialen Arbeit im Kontext des Themas Bildung nachgegangen werden. Ob und wenn ja wie, sich der Handlungsauftrag verändert hat, wird im weiteren Verlauf der Hausarbeit erörtert.

Der Schwerpunkt dieser Hausarbeit liegt auf der Sozialen Arbeit in Verbindung mit Menschen mit Migrationsgeschichte und ihren Bildungschancen in Deutschland. Das Zwischenfazit soll bei der Selbstreflexion der jeweils erarbeiteten Inhalte unterstützen und gegebenenfalls durch eine persönliche Stellungnahme ergänzt werden. Im Schlussfazit wird mit eigenen Worten den Erkenntnissen und Schlussfolgerungen aus der Auseinandersetzung mit der gewählten Thematik Raum geben. Der Ausblick umfasst in aller Kürze die Aktualität des Handlungsauftrages der Sozialen Arbeit im Kontext von Menschen mit Migrationsgeschichte und ihren Bildungschancen in Deutschland.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Fragestellung der Hausarbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Begriffsannäherungen

Bildung

Soziale Ungleichheit

Soziale Arbeit

Soziale Arbeit und Migration

Zwischenfazit

3. Geschichtlicher Rückblick auf die Entwicklung

Sozialer Arbeit und Bildung

Zwischenfazit

4. Migration, Bildung und Soziale Arbeit

4.1. Rassismuskritische Migrationsforschung

Zwischenfazit

5. Schulische Bildung und ihre Auswirkung

auf den sozialen Aufstieg

5.1. Migrationsspezifische Besonderheiten am Beispiel

türkeistämmiger Kinder

5.2. Bildungsphasen bezogene Herausforderungen

Zwischenfazit

5.3. Türkeistämmige männliche Schüler aus Sicht einer Lehrerin

5.4. Auf- Forderungen für mehr Förderung

6. Fazit

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Handlungsauftrag der Sozialen Arbeit im aktuellen Bildungsdiskurs, insbesondere unter der Fragestellung, wie die Bildungschancen von Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland durch professionelle Unterstützung verbessert werden können.

  • Handlungsauftrag der Sozialen Arbeit im Bildungssystem
  • Soziale Ungleichheit und ihre Verbindung zu Bildungschancen
  • Migrationsspezifische Herausforderungen und Sphärenlogiken
  • Rassismuskritische Perspektiven in der Sozialen Arbeit
  • Notwendigkeit interdisziplinärer Förderkonzepte

Auszug aus dem Buch

5.1. Migrationsspezifische Besonderheiten am Beispiel

Türkeistämmige Jugendliche weisen Besonderheiten auf, die empirisch bewiesen im eigenen Heimatland nicht auftreten so dass, von migrationstypischen Erfahrungen ausgegangen werden kann (vgl. El-Mafaalani, 2014, S. 31).

Türkeistämmige Kinder entwickeln zwei verschiedene Logiken mit welchen sie ihren jeweiligen Lebensraum bewältigen. Die verschiedenen Lebensräume werden als Sphären bezeichnet, welche mit dem Begriff Logik zu Sphärenlogiken verbunden werden. Es gibt einen äußeren und inneren Lebensraum (Sphären), wobei mit dem inneren Raum der familiäre gemeint ist und mit dem äußeren die Gesellschaft. Über die innere Sphäre sprechen Jugendliche mit Metaphern wie Liebe, Ehre und Respekt, welche sie ihrer Familie entgegenbringen. Es bestehen enge Bindungen zu ihrer Familie und ein hohes Maß an Loyalität. Diese bindet auch ihre ethnische Gemeinschaft mit ein. Den gelebten Ausdruck der inneren Sphäre finden die Jugendlichen in einem traditionell geprägten Zusammenleben (vgl. ebd., S. 31).

In der äußeren Sphäre spielen soziale Bindungen in Form flexibler Gruppenzugehörigkeit eine ebensolche Rolle, wie persönliche Anerkennung und den damit einhergehenden Spielregeln. Die Spielregeln oder Verhaltensnormen gehen mit impliziten Normen einher, die durchaus problematisch sein können. Beide Sphären gehören für die Jugendlichen zusammen und implizieren zugleich eine Differenz zwischen innerer und äußerer Sphäre (vgl. El-Mafaalani, 2014, S. 31). Die Schwierigkeit für die Jugendlichen ist, dass sie die Erfahrungen der inneren Sphäre nicht auf die äußere Sphäre übertragen können. Die Unterschiede sind zu groß. In der äußeren Sphäre machen die Jugendlichen Erfahrungen von Differenz und Fremdheit, die teilweise mit latenten oder offenen Diskriminierungserfahrungen einhergehen. Die Wahrnehmung der Jugendlichen ist, dass es keine Möglichkeit gibt beide Sphären miteinander zu verbinden. Während sie die innere Sphäre veraltet wahrnehmen, fehlt es in der äußere Sphäre an dem Gefühl der Zugehörigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Bildungsthemas ein und formuliert den Handlungsauftrag der Sozialen Arbeit in Bezug auf Bildungschancen von Menschen mit Migrationsgeschichte.

2. Begriffsannäherungen: Dieses Kapitel klärt zentrale Begriffe wie Bildung, Soziale Ungleichheit, Soziale Arbeit und deren spezifische Beziehung zum Themenfeld Migration.

3. Geschichtlicher Rückblick auf die Entwicklung: Ein historischer Abriss verdeutlicht, wie sich die Soziale Arbeit von der Familienfürsorge hin zur heutigen institutionalisierten Form entwickelte, um soziale Probleme zu adressieren.

4. Migration, Bildung und Soziale Arbeit: Das Kapitel analysiert die selektiven Mechanismen des deutschen Schulsystems und die Rolle der rassismuskritischen Migrationsforschung für die Soziale Arbeit.

5. Schulische Bildung und ihre Auswirkung: Hier stehen die sozialen Aufstiegsmöglichkeiten und die spezifischen Herausforderungen von türkeistämmigen Kindern sowie die Bedeutung von Bildungsphasen im Fokus.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die tief verwurzelte Entstehung sozialer Ungleichheit zusammen und betont die Notwendigkeit professioneller Haltungen und multidisziplinärer Zusammenarbeit.

7. Ausblick: Der Ausblick unterstreicht die anhaltende Relevanz des Themas und plädiert für multiprofessionelle Ansätze, um ein gleichberechtigtes Leben zu fördern.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Bildungschancen, Migration, Soziale Ungleichheit, Sphärenlogiken, Bildungsbenachteiligung, Rassismuskritische Forschung, Integration, Inklusion, Schulsystem, Habitus, Multidisziplinarität, Sozialpädagogik, Chancengleichheit, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit im deutschen Bildungssystem und analysiert, wie diese dazu beitragen kann, Bildungschancen für Menschen mit Migrationsgeschichte zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit, die Auswirkungen des selektiven Schulsystems, die Bedeutung von familiärer Sozialisation und Milieueinflüssen sowie diskriminierungskritische Perspektiven.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Handlungsauftrag der Sozialen Arbeit in einem von Ungleichheit geprägten Bildungssystem zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie Fachkräfte durch Reflexion und Unterstützung zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine wissenssoziologisch konstruktivistische Perspektive und stützt sich auf theoretische Modelle sowie die Auswertung relevanter Studien, etwa zur "Chancen(un)gleichheit" im Bildungserwerb.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der geschichtliche Rückblick, die Analyse von Migrationsprozessen, die Spezifika türkeistämmiger Schüler sowie die Bedeutung von Bildungsphasen und die Notwendigkeit von Förderkonzepten detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, Migrationsgeschichte, Sphärenlogiken, Diskriminierung, Inklusion, professionelle Haltung und Empowerment.

Warum spielt das Konzept der "Sphärenlogiken" eine wichtige Rolle?

Das Konzept erklärt, wie Jugendliche zwischen ihrem familiären Umfeld und der Mehrheitsgesellschaft vermitteln müssen, was oft zu Identitätskrisen führt, die im Bildungserwerb berücksichtigt werden müssen.

Welche Bedeutung kommt der Reflexionsfähigkeit von Fachkräften zu?

Fachkräfte müssen laut der Autorin ihre eigenen kulturellen und sozialen Prägungen sowie unbewusste Vorurteile dekonstruieren, um eine reziproke und vertrauensvolle Unterstützung der Adressatinnen zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildungschancen von Menschen mit Migrationsgeschichte im Kontext Sozialer Arbeit
Hochschule
Hochschule Esslingen
Note
1,3
Autor
Renate Dertinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V512518
ISBN (eBook)
9783346095701
ISBN (Buch)
9783346095718
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Bildungschance Rassismus Türkeistämmig Bildungsphasen Rassismuskritische Migrationsforschung Soziale Ungleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Renate Dertinger (Autor:in), 2018, Bildungschancen von Menschen mit Migrationsgeschichte im Kontext Sozialer Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512518
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Leseprobe aus  20  Seiten
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