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Sozialpädagogische Unterstützung bei den Initiationsriten männlicher Jugendlicher in der abendländischen Kultur

Título: Sozialpädagogische Unterstützung bei den Initiationsriten männlicher Jugendlicher in der abendländischen Kultur

Trabajo Escrito , 2001 , 36 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Diplom Sozialarbeiter/ -pädagoge, MBA Marc Ehlerding (Autor)

Trabajo social
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Initiationsriten scheinen etwas in historischen Kulturen gewesen oder heutigen Indianerstämmen zu sein. Bei genauer Betrachtung sieht der Betrachter jedoch Wurzeln davon noch in der Gegenwart und westlichen Welt. Wie die professionelle Sozialarbeit damit umgehen sollte, wird in dieser Hausarbeit untersucht.

Das Hinausschicken in den Urwald, um eine Aufgabe zu erfüllen, wie das Töten eines bestimmten Tieres, oder an den Jugendlichen sexuell-rituelle Praktiken auszuüben, wie es in einigen Naturvölkern üblich ist, sind für Initiationsriten sehr anschauliche Beispiele. Sie scheinen gerade in Naturvölkern eine nicht weg zu denkende Tradition zu sein. Außer von Berichten aus Literatur oder Fernsehen weiß die abendländische Kultur von solchen Geschehnissen nur wenig aus eigener Erfahrung.
Mit dieser Arbeit soll näher betrachtet werden, ob nicht doch solche Praktiken in abgeschwächter oder anderer Form auftreten. Nach einer beginnenden Definition und Bedeutungsklärung der Initiationsriten werden die Bedürfnisse der männlichen Jugendlichen nach ihnen aufgedeckt. Ob diese jedoch durch die bestehenden Riten gestillt werden können, oder ob die abendländischen Initiationsriten in ihrer Qualität und Häufigkeit Einbußen erlitten haben, soll im folgendem Klärung finden.
Aus dieser Diskussion und den kommenden Beispielen schält sich die weiterführende Frage heraus, welche bestehenden Riten zu Risiken unter den Heranwachsenden führen. Gerade Probleme und Gefahren machen erst eine professionelle Handlung der Sozialpädagogik notwendig.
Bevor die praktische Hilfe der sozialen Arbeit in dem abschließenden Schwerpunktthema zum Zuge kommt, müssen die Ziele der Riten erörtert werden. Ist das Ziel „die Männlichkeit“ für den Jugendlichen noch faßbar, oder verschwimmt dieser Begriff in der heutigen Zeit zusehends.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Initiationsriten für männliche Jugendliche in der abendländischen Kultur

2.1. Definition und Bedeutung

2.2. Bedürfnis der Jugendlichen nach Initiationsriten

2.3. Häufigkeit und Qualität von Ritualen

2.4. Risiken der abendländischen Initiationspraktiken

3. Ziel der Initiationsriten männlicher Jugendlicher

3.1. „Männlichkeit“

3.2. Entwicklungsaufgaben als eigenständiges Ziel

4. Möglichkeiten sozialpädagogischen Handelns

4.1. Mögliche Hilfe und Grenzen der Sozialpädagogik

4.2. Aktionsfelder

4.3. Die Rolle des/ der SozialpädagogIn

4.3.1. Der Beobachter

4.3.2. Korrigierende Funktion

4.3.3. Der Initiator

4.3.4. Der Mentor

4.3.5. Aufklärende und informierende Funktion

5. Ausblick und Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Initiationsriten für männliche Jugendliche in der abendländischen Kultur und erörtert, welche Rolle die Sozialpädagogik bei der Begleitung dieser Entwicklungsprozesse und der Bewältigung damit verbundener Risiken spielen kann.

  • Definition und Bedeutung von Initiationsriten in verschiedenen Kulturen.
  • Die psychologischen Bedürfnisse männlicher Jugendlicher nach ritueller Anerkennung.
  • Herausforderungen durch den Wandel oder das Fehlen traditioneller Riten und resultierende Risiken.
  • Die Definition von Männlichkeit und deren Konstruiertheit in der heutigen Gesellschaft.
  • Praktische Handlungsfelder der Sozialpädagogik, wie Beobachtung, Korrektur, Mentoring und Aufklärung.

Auszug aus dem Buch

2.1. Definition

Der Begriff „Initiation“ leitet sich vom lateinischen ‚initiare‘ = ‚hineinführen‘ ab. Schon dieser Begriff weist darauf hin, daß jemand durch eine Initiation in etwas neues gebracht wird.

Der Begriff „Ritus“, im lateinischen und deutschen gleich gebraucht, bedeutet heiliger Brauch oder religiöse Satzung.

In allen Kulturen der Welt gab und gibt es entsprechende Traditionen, bei denen Grenzerfahrungen bewußt inszeniert werden. Sie übernehmen allgemeingültige Symbolfunktion, die von der gesamten dort lebenden Gesellschaft akzeptiert und gesehen werden. Zu diesen Erfahrungen zählen die kultur-unterschiedlichen Initiationsriten.

Initiationsriten übernehmen generell sakrale und symbolische Funktion, in denen sehr oft magische oder religiöse Charakteren zu beobachten sind (Van Gennep 1986, S.84 ff.). Es wird das „Eintreten“ in die Rolle des Mann-Seins in anschauliche Gegenstände und Handlungen transferiert. Traditionell werden sie an jedem männlichen Jugendlichen der jeweiligen Gesellschaft vollzogen.

Wenn der Zeitpunkt für den Initianden gekommen ist, welches zum Eintreten der Geschlechtsreife in vielen unterschiedlichen Kulturkreisen beobachtet werden kann, wird das Initiationsritual vollzogen. Es ist tritt aber nicht immer zwingend gleichzeitig zur Pubertät auf, sondern das unterliegt den individuellen Handhabungen der jeweiligen Kulturen (vgl. van Gennep 1986, S.74 u.87).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Tradition von Initiationsriten in Naturvölkern und stellt die Frage, in welcher Form solche Praktiken in der abendländischen Kultur existieren und welche Rolle die Sozialpädagogik hierbei spielen kann.

2. Initiationsriten für männliche Jugendliche in der abendländischen Kultur: Dieses Kapitel definiert Initiationsriten, analysiert das Bedürfnis Jugendlicher danach sowie die Folgen von Qualitätsverlusten und identifiziert Risiken wie Suchtverhalten oder die Radikalisierung in Peer-Groups.

3. Ziel der Initiationsriten männlicher Jugendlicher: Es wird untersucht, wie Männlichkeit konstruiert ist und ob klassische Ziele durch individuelle Entwicklungsaufgaben ersetzt werden sollten, um Jugendlichen Orientierung im Erwachsenwerden zu bieten.

4. Möglichkeiten sozialpädagogischen Handelns: Das Hauptkapitel beschreibt konkrete Interventionsmöglichkeiten der Sozialpädagogik, unterteilt in Beobachtung, Korrektur, Initiierung, Mentoring und Aufklärung, um Jugendliche bei ihrer Entwicklung professionell zu begleiten.

5. Ausblick und Perspektiven: Der Autor resümiert die Notwendigkeit, dass sich Sozialpädagogik verstärkt mit Initiationsprozessen auseinandersetzt, um eine professionelle und sinnvolle Hilfestellung für Jugendliche leisten zu können.

Schlüsselwörter

Initiationsriten, Männlichkeit, Sozialpädagogik, Jugendliche, Identität, Ritualisierung, Entwicklungsaufgaben, Peer-Group, Erlebnispädagogik, Adoleszenz, Sozialisation, Mann-Werden, Mentoring, Jugendkultur, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Initiationsriten für männliche Jugendliche und der spezifischen Unterstützungsleistung durch die Sozialpädagogik in der abendländischen Kultur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernthemen zählen die historische und soziologische Einordnung von Initiationsriten, die Konstruktion von Männlichkeit sowie die praktischen Handlungsansätze der sozialen Arbeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie SozialpädagogInnen durch professionelles Handeln Jugendliche beim Übergang zum Erwachsenwerden unterstützen können, wenn traditionelle Riten fehlen oder problematische Formen annehmen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur zu Initiationsriten, Entwicklungspsychologie und sozialpädagogischen Handlungsfeldern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Risiken moderner Initiationspraktiken, die Definition von Männlichkeit sowie detaillierte Methoden wie Beobachtung, korrigierendes Handeln und Mentoring.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Initiationsriten, Männlichkeit, Sozialpädagogik, Entwicklungsaufgaben und Identitätsbildung.

Wie unterscheidet sich die Situation in Naturvölkern von der abendländischen Kultur laut dem Autor?

Während in Naturvölkern klare, oft einmalige Rituale den Übergang zum Mann-Sein definieren, sind diese in der westlichen Welt stark verblasst, was Jugendliche oft zu Ersatzhandlungen oder instabilen Ritualisierungen führt.

Warum spielt die Peer-Group eine so große Rolle für Jugendliche?

Die Peer-Group übernimmt oft die Funktion eines Ritualersatzes, in dem Jugendliche eigene Regeln und Mutproben entwickeln, um sich innerhalb der Gruppe zu behaupten und Männlichkeit zu definieren.

Welche Rolle spielt die Sozialpädagogik bei der Öffentlichkeitsarbeit?

Die Sozialpädagogik soll durch Aufklärung und Vernetzung – etwa an Runden Tischen oder durch Medienarbeit – Verständnis für jugendliche Entwicklungsbedürfnisse fördern und Vorurteilen entgegenwirken.

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Detalles

Título
Sozialpädagogische Unterstützung bei den Initiationsriten männlicher Jugendlicher in der abendländischen Kultur
Universidad
University of Applied Sciences Hanover  (Evangelische Fachhochschule Hannover)
Curso
Sozialarbeit
Calificación
2,0
Autor
Diplom Sozialarbeiter/ -pädagoge, MBA Marc Ehlerding (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
36
No. de catálogo
V512700
ISBN (Ebook)
9783346099884
ISBN (Libro)
9783346099891
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jugendhilfe Sozialpädagogik Initiationsriten Jugendarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplom Sozialarbeiter/ -pädagoge, MBA Marc Ehlerding (Autor), 2001, Sozialpädagogische Unterstützung bei den Initiationsriten männlicher Jugendlicher in der abendländischen Kultur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512700
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