Mobile Endgeräte nehmen im Alltag eine immer wichtigere Rolle ein. Daher liegt auch mobiles Lernen mittlerweile im Trend und gewinnt an Hochschulen zunehmend an Bedeutung. Das birgt sowohl Chancen als auch Risiken.
Können Studierende komplexe Zusammenhänge mobil erlernen? Welche mobilen Endgeräte und Apps eignen sich überhaupt für das Mobile Learning und wie sieht der Stand der technischen Entwicklung aus? Kennen sich die Dozierenden mit den neuen Technologien aus?
Eugen Krinizin untersucht, welche Faktoren zum Erfolg oder Misserfolg des mobilen Lernens an Hochschulen führen. Er verdeutlicht, dass Studierende Mobile Learning nur als Ergänzung, aber nicht als Ersatz für die Präsenzlehre einsetzen sollten und plädiert an die Lehrenden, sich mit den Potenzialen zu befassen und die Lernanwendungen nicht vorschnell abzulehnen.
Aus dem Inhalt:
- Lerntheorien;
- Akzeptanz;
- Innovation;
- Smartphones;
- Flexibilität;
- Kontextualisiertes Lernen
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Technische Grundlagen
2.1 Mobile Endgeräte
2.2 Mobile Applikationen
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Theorien des Lernens
3.2 Technologieakzeptanzmodelle
4 Mobile Learning
4.1 Definition
4.2 Stand der Forschung – Ein Überblick
5 Mobile Learning an Hochschulen
5.1 Anwendungsbereiche
5.2 Ziele
5.3 Chancen und Risiken
5.4 Erfolgsfaktoren
6 Ablauf und Durchführung der empirischen Untersuchung
6.1 Forschungsfrage
6.2 Teilnehmerakquise
6.3 Auswertung der Interviews
7 Schlussfolgerung und Ausblick
7.1 Schlussfolgerung
7.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Potenziale und Herausforderungen von Mobile Learning im Hochschulkontext, um Erfolgsfaktoren für den Studien- und Lernerfolg von Studierenden zu identifizieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
- Technische Grundlagen mobiler Endgeräte und Applikationen
- Lerntheoretische Einordnung und Technologieakzeptanzmodelle
- Anwendungsbereiche, Chancen und Risiken des mobilen Lernens
- Empirische Analyse durch leitfadengestützte Experteninterviews
- Ableitung von Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen für die Hochschulpraxis
Auszug aus dem Buch
1.1 Motivation
Mobile Learning oder auch mobiles Lernen ist mittlerweile seit über einem Jahrzehnt ein großes Trendthema im deutschsprachigen Raum und zählt aktuell zu den spannendsten technologiegestützten Lernformaten. Unter dem inzwischen etablierten Begriff versteht man ein Lernen und Lehren mit mobilen Endgeräten, welches im Laufe der Zeit alle Bildungskontexte erreicht hat.
Mobile Endgeräte nehmen im Alltag eine immer wichtigere Rolle ein und werden von Studierenden daher auch an Hochschule genutzt. „Der hohe Verbreitungsgrad von Mobilgeräten unter Studierenden bietet grundsätzlich günstige Voraussetzungen für deren Einbindung in gängige Lehr- und Lernformate und damit für mobiles Lernen an Hochschulen.“ Insbesondere wegen der hohen Leistungsfähigkeit gewinnen die Smartphones in der studentischen Lernpraxis immer mehr an Bedeutung. Das Ergebnis einer Studie des Essener mmb Instituts (2016) zeigt, dass mobile Endgeräte und Lernapplikationen die aktuell wichtigsten technologischen Trends sind, die das Lernen in den nächsten Jahren prägen werden.
Der technologische Fortschritt wirkt sich nicht nur auf die Menge des vorhandenen Wissens, sondern auch auf den Lernprozess aus. Mit Mobile Learning können Lehrinhalte orts- und zeitunabhängig abgerufen werden und ermöglicht damit Leerlaufzeiten oder Pausen wirksam zu nutzen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Lernen wird der Lernende in den Mittelpunkt gestellt, der „zunehmend selbstverantwortlich, selbst gestaltend und vernetzt sein Wissen aufbaut.“
Je nach Kontext eignen sich verschiedene Medien für unterschiedliche Funktionen und Anwendungen. Somit bringt Mobile Learning im Hochschulkontext grundsätzlich ein enormes Potenzial mit sich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz des Themas Mobile Learning, Darstellung der Problemstellung und Definition der Forschungsfrage der Bachelorarbeit.
2 Technische Grundlagen: Überblick über die technischen Merkmale mobiler Endgeräte und die Klassifizierung mobiler Applikationen für den Bildungsbereich.
3 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der für Mobile Learning relevanten Lerntheorien sowie Vorstellung der wichtigsten Technologieakzeptanzmodelle (TAM und UTAUT).
4 Mobile Learning: Definition des Begriffs Mobile Learning und Einordnung des aktuellen Forschungsstandes.
5 Mobile Learning an Hochschulen: Analyse der Einsatzszenarien an Hochschulen, inklusive Anwendungsbereichen, Zielen, Chancen, Risiken und spezifischen Erfolgsfaktoren.
6 Ablauf und Durchführung der empirischen Untersuchung: Beschreibung der gewählten qualitativen Forschungsmethode, der Expertenauswahl sowie des Interviewleitfadens und der Auswertung der Interviews.
7 Schlussfolgerung und Ausblick: Synthese der theoretischen und empirischen Erkenntnisse sowie kritische Reflexion und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Mobile Learning, Mobiles Lernen, Hochschullehre, Studierende, E-Learning, Smartphone, Lernplattformen, Technologieakzeptanz, Blended Learning, Didaktik, Erfolgsfaktoren, Experteninterviews, Digitalisierung, Kontextualisiertes Lernen, Wissensvermittlung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Mobile Learning in das Hochschulstudium und analysiert, wie dessen Potenziale optimal für den Lernprozess der Studierenden genutzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören technische Grundlagen, lerntheoretische Fundierungen, Akzeptanzmodelle für neue Technologien sowie die Anwendung von Mobile Learning an Hochschulen unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren für den Studien- und Lernerfolg bei der Nutzung von Mobile Learning zu identifizieren und zu untersuchen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine fundierte theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Untersuchung, bestehend aus qualitativen, leitfadengestützten Experteninterviews.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Klärung von Begrifflichkeiten, die Darstellung von Anwendungsbereichen im Hochschulkontext sowie die detaillierte Auswertung empirischer Expertenbefragungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Mobile Learning, Hochschullehre, Studierende, E-Learning, Technologieakzeptanz, Didaktik und Erfolgsfaktoren.
Warum betrachten die Experten den Einsatz von Mobile Learning oft als problematisch in Lehrveranstaltungen?
Die Experten identifizieren insbesondere die Ablenkung durch private Smartphone-Nutzung als Hindernis, da sie Geräte häufig als „Störfaktor“ wahrnehmen, der die Konzentration in Vorlesungen mindert.
Welche Rolle spielt die Nachhaltigkeit beim Mobile Learning?
Nachhaltigkeit wird von den Experten als kritischer Erfolgsfaktor eingestuft. Sie betonen, dass eine App-Entwicklung aufwendig ist und langfristige personelle sowie finanzielle Ressourcen für Pflege und Betreuung erfordert, um nicht schnell zu scheitern.
- Citation du texte
- Eugen Krinizin (Auteur), 2020, Mobile Learning erfolgreich in das Hochschulstudium einbinden. Wie können die Potenziale optimal genutzt werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512783