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Vertrauen versus Verträge in Geschäftsbeziehungen

Ein Überblick aus dem Jahr 2001

Title: Vertrauen versus Verträge in Geschäftsbeziehungen

Seminar Paper , 2001 , 22 Pages , Grade: 2.4

Autor:in: Frank Rottländer (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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1. Abgrenzung der Themenstellung

Im Rahmen von Geschäftsbeziehungen getätigte spezifische Investitionen bedingen für die beteiligten Unternehmen Abhängigkeiten, die durch geeignete Überwachungs- und Sicherheitsmechanismen vor opportunistischer Ausbeutung geschützt werden müssen. Zielsetzung dieser Arbeit ist es zu beleuchten, welche Rolle Vertrauen bzw. Verträge als Absicherungsmechanismus zuerkannt und ob diese dabei vor dem Hintergrund der Neuen Institutionenökonomie als komplementäre oder substitutive Institutionen betrachten werden können. Nachdem im Folgenden kurz erläutert wird, was unter dem Begriff Geschäftsbeziehungen zu verstehen ist, wird auf die Neue Institutionsökonomie, insbesondere auf die Transaktionskostentheorie eingegangen. Anschließend werden Vertrauen und Verträge definiert und ihre Wirkungsweise dargestellt. Zuletzt erfolgt eine kritische Würdigung und einige Schlußbemerkungen.

2. Zum Begriff der Geschäftsbeziehung

Eine Geschäftsbeziehung oder Zuliefer-Abnehmer Beziehung stellt keine Folge von einzelnen, unverbundenen Transaktionen dar. Vielmehr ist darunter die Gesamtheit der vor dem Hintergrund einer langfristigen Geschäftsperspektive, sozialen Normen und Werten, sowie persönlichen Kontakten stattfindenden Interaktionsprozesse und den damit verbundenen Investitionen zu verstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Abgrenzung der Themenstellung

2. Zum Begriff der Geschäftsbeziehung

3. Neue Institutionenökonomie

3.1 Die Transaktionskostentheorie

4. Herleitung und Definition von Vertrauen

5. Verträge

5.1 Explizite Verträge

5.2 Implizite Verträge

6. Koordination durch Vertrauen

7. Vertrauen versus Verträge: Kritische Würdigung

8. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Rolle von Vertrauen und Verträgen als Absicherungsmechanismen in Geschäftsbeziehungen zu untersuchen und zu analysieren, ob diese aus Sicht der Neuen Institutionenökonomie als komplementäre oder substitutive Institutionen zu betrachten sind.

  • Grundlagen der Neuen Institutionenökonomie und Transaktionskostentheorie
  • Ökonomische Definition und Herleitung von Vertrauen
  • Differenzierung zwischen expliziten und impliziten Verträgen
  • Untersuchung der Koordination durch Vertrauen in Austauschbeziehungen
  • Kritische Analyse des Verhältnisses von Vertrauen und Verträgen als Sicherheitsmechanismen

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Transaktionskostentheorie

Die Transaktionskostentheorie analysiert die Austauschbeziehungen zwischen den spezialisierten Akteuren arbeitsteiliger Wirtschaften unter dem Aspekt der Minimierung der damit verbundenen Kosten, den sogenannten Transaktionskosten. Diese umfassen alle Opfer und Nachteile, die die Tauschpartner bei der Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklung sowie Kontrolle und Anpassung des Leistungsaustausches zu tragen haben.

Darüber hinaus ermittelt die Transaktionskostentheorie Empfehlungen zur Gestaltung des vertikalen Integrationsgrades in Abhängigkeit der Spezifität einer Leistung. Der Begriff der Spezifität einer Leistung lässt sich am besten unter Berücksichtigung sogenannter Quasi-Renten erläutern.

Die Quasi-Rente ist die Wertdifferenz zwischen dem Wert einer Resource oder Investition in der beabsichtigten Verwendung im Rahmen einer Transaktion und dem Wert bei der zweitbesten Verwendung. Je größer die Wertdifferenz nun ausfällt, desto höher ist der Spezifitätsgrad einer Investition. Ein hoher Spezifitätsgrad führt zu monopolartigen Austauschbeziehungen und damit zu einseitigen oder wechselseitigen Abhängigkeiten.

Diese Abhängigkeiten aufgrund spezifischer Investitionen ermöglichen es den Akteuren Handlungsspielräume opportunistisch, das bedeutet zum Schaden eines anderen, auszunutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abgrenzung der Themenstellung: Einführung in die Problematik spezifischer Investitionen in Geschäftsbeziehungen und Zielsetzung der Arbeit.

2. Zum Begriff der Geschäftsbeziehung: Definition von Geschäftsbeziehungen als langfristige Interaktionsprozesse.

3. Neue Institutionenökonomie: Darstellung der Auswirkungen von Institutionen auf menschliches Verhalten und wirtschaftliche Prozesse.

3.1 Die Transaktionskostentheorie: Erläuterung der Minimierung von Transaktionskosten und der Bedeutung von Quasi-Renten für Abhängigkeiten.

4. Herleitung und Definition von Vertrauen: Ökonomische Herleitung von Vertrauen vor dem Hintergrund von Unsicherheit und Komplexität.

5. Verträge: Theoretische Einordnung des Vertragsbegriffs und der ökonomischen Konsequenzen.

5.1 Explizite Verträge: Analyse der Spezifikation und gerichtlichen Durchsetzbarkeit von klassischen Verträgen.

5.2 Implizite Verträge: Betrachtung privater Vereinbarungen, die durch Abhängigkeiten und soziale Normen durchgesetzt werden.

6. Koordination durch Vertrauen: Beschreibung des Prinzips der Risikoabsorption und der Senkung von Transaktionskosten durch Vertrauen.

7. Vertrauen versus Verträge: Kritische Würdigung: Diskussion des Verhältnisses von Vertrauen und Verträgen als komplementäre oder substitutive Mechanismen.

8. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Bewertung der Einsatzmöglichkeiten beider Absicherungsmechanismen.

Schlüsselwörter

Geschäftsbeziehungen, Neue Institutionenökonomie, Transaktionskostentheorie, Vertrauen, Explizite Verträge, Implizite Verträge, Opportunismus, Spezifität, Quasi-Rente, Risikoabsorption, Transaktionskosten, Reputation, Absicherungsmechanismus, Austauschbeziehungen, Institutionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse der Absicherungsmechanismen in Geschäftsbeziehungen zwischen Zulieferern und Abnehmern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Neuen Institutionenökonomie, die Transaktionskostentheorie sowie die theoretische Gegenüberstellung von vertraglicher Absicherung und Vertrauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu beleuchten, welche Rolle Vertrauen und Verträge einnehmen und ob sie als komplementäre oder gegenseitig ersetzende (substitutive) Mechanismen fungieren.

Welcher wissenschaftliche Rahmen wird genutzt?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Neue Institutionenökonomie und die Transaktionskostentheorie.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und ökonomische Bedeutung von Vertrauen, die Klassifizierung von expliziten und impliziten Verträgen sowie eine kritische Würdigung ihres Zusammenspiels.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Vertrauen, Opportunismus, Transaktionskosten, spezifische Investitionen und unvollständige Verträge.

Was versteht die Arbeit unter dem Begriff der Quasi-Rente?

Eine Quasi-Rente ist die Differenz zwischen dem Wert einer Investition in der geplanten Verwendung und ihrem Wert bei der zweitbesten Verwendung; sie ist entscheidend für die Analyse von Abhängigkeiten.

Warum reicht ein expliziter Vertrag in langfristigen Beziehungen oft nicht aus?

Aufgrund begrenzter Rationalität und unvorhersehbarer Komplexität können Verträge selten alle Eventualitäten abdecken, was zu Sicherheitslücken führt, die durch Vertrauen geschlossen werden müssen.

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Details

Title
Vertrauen versus Verträge in Geschäftsbeziehungen
Subtitle
Ein Überblick aus dem Jahr 2001
College
University of Paderborn  (Lehrstuhl für Marketing)
Course
Seminar in Marketingtheorie
Grade
2.4
Author
Frank Rottländer (Author)
Publication Year
2001
Pages
22
Catalog Number
V5130
ISBN (eBook)
9783638131223
ISBN (Book)
9783638917865
Language
German
Tags
Vertrauen Verträge Geschäftsbeziehungen Seminar Marketingtheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Rottländer (Author), 2001, Vertrauen versus Verträge in Geschäftsbeziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5130
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