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Herausforderungen und Chancen des Shared-Leadership-Modells in der Sozialwirtschaft

Titel: Herausforderungen und Chancen des Shared-Leadership-Modells in der Sozialwirtschaft

Hausarbeit , 2019 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Judit Costa-Patry (Autor:in)

Führung und Personal - Führungsstile
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit die sich mit Shared-Leadership-Modellen befasst, dem Führen in einer Doppelspitze. Was sind die Chancen und Herausforderungen für das Führen in einer Doppelspitze? Shared-Leadership-Modelle verteilen Führung auf zwei oder mehr Personen. Die Chancen und Herausforderungen eines solchen Aufteilens von Führungsaufgaben auf mehrere Personen sollen hier untersucht werden.

Organisationstheorien und Managementwissen haben inzwischen in die Sozialwirtschaft Einzug gehalten, doch ist das eine relative neue Entwicklung. Die Gestaltung und Steuerung von Organisationen sind über lange Zeit lediglich als eine formal hierarchische Größe betrachtet worden. Steuerung wurde beschränkt auf eine "Ein-Personen-Führung" und stand damit in einem Spannungsverhältnis zum favorisierten Teamgedanken. Mit dem Einzug des Managementdenkens werden in der Sozialen Arbeit nun auch die für Organisationen erforderlichen Steuerungsleistungen betrachtet und es wird nun reflektiert, ob und wenn ja mit welchen Modifizierungen man die Organisationslehre aus der Betriebswirtschaft auf Einrichtungen der Sozialen Arbeit übertragen kann. Mit einer zunehmenden Öffnung gegenüber betriebswirtschaftlichem Denken werden Führungsmodelle auch einer genaueren Betrachtung unterzogen und die klassische "Great-Man-Theorie" eines einzelnen charismatischen Führers an der Spitze einer Organisation wird hinterfragt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Forschungsstand

1.2 Definitionen

2. Formen der Doppelspitze

3. Entstehung

3.1 Intendierte Doppelspitze

3.2 Nicht-intendierte Doppelspitze

3.3 Konsequenzen der Intention oder Nicht-Intention in der Praxis

4. Chancen der Führung in einer Doppelspitze

4.1 Chancen für die Doppelspitze bildenden Personen

4.2 Chancen für das Umfeld der Doppelspitze

5. Herausforderungen der Führung in einer Doppelspitze

5.1 Konflikte in der Doppelspitze

5.2 Konflikte mit der Umwelt der Doppelspitze

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Chancen und Herausforderungen des Führens in einer Doppelspitze im Kontext der Sozialwirtschaft, wobei der Fokus auf einem deskriptiv-analytischen Ansatz liegt, um Organisationen und Führungskräften Orientierung bei diesem Führungsmodell zu bieten.

  • Strukturelle Formen der geteilten Führung (Shared-Leadership).
  • Entstehungsbedingungen von intendierten und nicht-intendierten Doppelspitzen.
  • Chancen für die Führungskräfte und das organisatorische Umfeld.
  • Konfliktpotentiale im Innenverhältnis und gegenüber der Umwelt.
  • Managementaspekte für eine erfolgreiche Doppelspitze.

Auszug aus dem Buch

3.2 Nicht-intendierte Doppelspitze

Nicht-intendierte Doppelspitzen sind eine Konsequenz von Entscheidungen, die in einem anderen Bedeutungszusammenhang gefällt wurden. Wenn beispielsweise ein Abteilungsleiter in eine neu geschaffene aktuelle Projektaufgabe abgeordnet wird, die mit 50 Stellenprozenten zu besetzen war, werden 50 Prozent seiner Leitungsstelle zeitlich befristet frei und können mit einer anderen Person besetzt werden (Ellwart/Russell/Blanke 2016). Eine ähnliche Entstehungsgeschichte hat die Doppelspitze der Autorin. Hier wandelte sich eine Referentinnenstelle, die während vieler Jahre im Jobsharing hälftig von zwei Referentinnen ausgefüllt wurde, im Verlauf der Trennung des Projektes vom Projektträger und der Gründung eines eigenen Vereins zu einer Führungsposition. Es folgten eine Aufstockung des Arbeitspensums auf insgesamt 150 Stellenprozente und neue Aufgaben, sodass nach und nach de facto eine Doppelspitze entstand, die die Geschäfte des neuen Vereins führt.

Auch die zu Beginn in Zusammenhang mit Doppelspitzen bereits zitierte Situation von Schulleitungen kann eine nicht-intendierte Doppelspitze darstellen. Schreyögg nennt sie deshalb "Quasi-Doppelspitzen" (vgl. Schreyögg 2005, S. 67). In Schulleitungen handelt es sich bei dem oder der stellvertretenden Schulleitung oft nicht nur um eine Person, die tatsächlich die Schulleitung beispielsweise im Krankheitsfall vertritt, sondern die stellvertretende Schulleitung hat parallel eigene Aufgaben, Zuständigkeiten und manchmal Weisungsbefugnisse.

Quasi-Doppelspitzen können sowohl bewusst oder unbewusst geschaffen werden. Schreyögg beschreibt aus ihrer Coachingerfahrung, wie solche Quasi-Doppelspitzen die Arbeit aufteilen: Dabei muss die stellvertretende Person oft die der Schulleitung eher missliebigen Aufgaben übernehmen. Die Schulleitung nimmt in dem Beispiel eher die außenwirksamen Aufgaben wahr, während die stellvertretende Schulleitung sozio-emotionale Aufgaben übernimmt und zum Beispiel Streitigkeiten zwischen Lehrkräften schlichten soll. Hier entstehen Konflikte, falls der stellvertretende Direktor von den Lehrkräften in seiner Funktion als weniger legitimiert angesehen wird als die Direktorin (vgl. Schreyögg 2005, S. 67).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Führungskultur in der Sozialwirtschaft und führt das Konzept der Doppelspitze als Alternative zur klassischen Ein-Personen-Führung ein.

2. Formen der Doppelspitze: Dieses Kapitel erläutert grafische Modelle von Doppelspitzen und unterscheidet diese vom Einlinienprinzip durch koordinierte oder geteilte Aufgabenerteilung.

3. Entstehung: Hier werden die Gründe für die Entstehung von Doppelspitzen auf verschiedenen Ebenen (Makro, Meso, Mikro) analysiert, wobei zwischen bewusst geplanten (intendierten) und organisch gewachsenen (nicht-intendierten) Formen differenziert wird.

4. Chancen der Führung in einer Doppelspitze: Die Chancen werden für die beteiligten Führungskräfte sowie das Umfeld herausgearbeitet, wobei Innovationsfähigkeit und Stressmanagement im Vordergrund stehen.

5. Herausforderungen der Führung in einer Doppelspitze: Das Kapitel analysiert die Konfliktfelder, insbesondere die Dynamiken innerhalb des Führungstandems sowie mögliche Reibungspunkte mit der organisationellen Umwelt.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Doppelspitze ein effektives, aber anspruchsvolles Führungsmodell ist, das ein hohes Maß an Kommunikation und gegenseitiger Loyalität erfordert.

Schlüsselwörter

Doppelspitze, Shared Leadership, Sozialwirtschaft, Co-Leitung, Führungskräfte, Aufgabenteilung, Konfliktmanagement, Organisationstheorie, Jobsharing, Teamführung, Management, Führungskompetenz, Innovationsmanagement, Führungsmodelle, Teilzeitführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Führungsmodell der Doppelspitze, insbesondere dessen Chancen und Herausforderungen innerhalb der Sozialwirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen geteilter Führung, die verschiedenen Entstehungsformen von Doppelspitzen sowie die Analyse von Konfliktdynamiken in diesem Modell.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt eine deskriptiv-analytische Fragestellung: Was sind die Chancen und Herausforderungen für das Führen in einer Doppelspitze?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis bestehender Organisationstheorien und empirischer Studien das Modell der Doppelspitze untersucht und systematisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Formen und Entstehungsweisen von Doppelspitzen, ihre Vorteile für Führungskräfte und das Umfeld sowie eine tiefgehende Analyse potenzieller Konfliktkonstellationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Doppelspitze, Shared Leadership, Sozialwirtschaft, Führungskultur und Konfliktmanagement.

Wie unterscheidet sich eine "intendierte" von einer "nicht-intendierten" Doppelspitze?

Eine intendierte Doppelspitze ist bewusst gewählt, etwa um Fachwissen zu ergänzen oder Teilzeitmodelle zu ermöglichen, während nicht-intendierte Formen oft unbewusst durch betriebliche Umstrukturierungen entstehen.

Warum ist das "Innenverhältnis" der Doppelspitze für den Erfolg entscheidend?

Das Innenverhältnis bestimmt, ob Synergieeffekte wie Innovation durch komplementäres Wissen entstehen können oder ob die Führungskraft durch rivalisierende Dynamiken blockiert wird.

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Details

Titel
Herausforderungen und Chancen des Shared-Leadership-Modells in der Sozialwirtschaft
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Note
1,0
Autor
Judit Costa-Patry (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V513956
ISBN (eBook)
9783346104601
ISBN (Buch)
9783346104618
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Führungsmodelle Shared-Leadership Coaching
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Judit Costa-Patry (Autor:in), 2019, Herausforderungen und Chancen des Shared-Leadership-Modells in der Sozialwirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513956
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Leseprobe aus  22  Seiten
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