“I am I, and I wish I weren't.” Ein Zitat aus Aldous Huxley Werk „Brave New World“. Zu deutsch bedeutet es so viel wie „Ich bin ich, ich wünschte ich wäre nicht ich“. Das Zitat, dass erste Einblick in eine neues Zeitalter des Menschen gibt, in dem der Mensch nicht mehr in seiner natürlichen Form existieren kann, um im globalen Wettbewerb zu überleben oder mit Aldous Huxley Worten „A love of nature keeps no factories busy.“ Zu Deutsch: Eine Laune der Natur, unterhält keine Fabriken. Als Laune der Natur kann hierbei der Mensch gesehen werden, der in den direkten Vergleich zu den Maschinen gestellt wird, bzw. seine Arbeitsleistung zum Aufrechterhalten einer Produktionsstätte ausreicht. Nachdem Aldous Huxley Werk „A brave new world“ bereits aus dem Jahr 1932 stammt, haben sich seitdem weitere Änderungen im menschlichen Umfeld entwickelt. Neben dem immer noch bestehenden Vergleich zu Maschinen, der sich durch die Technologisierung sogar verstärkt hat, kommt eine stetige Bringschuld des Einzelnen hinzu, die ihn dazu veranlasst, sein Leben und seinen Fähigkeiten stetig zu verbessern und auch sehr flexibel zu sein. Mit der Aussage und dem dazugehörigen Buch und Essay „Du musst dein Leben ändern“ fasst der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk die Anforderungen an das Individuum zusammen.
Auf Grundlage der Aussage Sloterdijks beschäftigt sich vorliegende Studienarbeit mit der Forschungsfrage: „Die erschöpfte Gesellschaft: Human Enhancement als Folge einer chronischen Überforderung?“. Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden u.a. die Begriffe Anthropologie, Anthropotechnik und Human Enhancement definiert. Der Fokus liegt auf der ausführlichen Betrachtung und Bewertung des Human Enhancements. Weiter wird versucht die Forschungsfrage anhand von gesellschaftlichen und persönlichen Anforderungen an das Individuum auszuarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2 AUFBAU, METHODE UND RELEVANZ DER ARBEIT
2. GRUNDLAGEN
2.1 DEFINITION VON ANTHROPOLOGIE UND ANTHROPOTECHNIK
2.2 DEFINITION VON HUMAN ENHANCEMENT
2.3 POSITION DES HUMAN ENHANCEMENT
3. DIE EINTEILUNG DES HUMAN ENHANCEMENT
3.1 GENETISCHES HUMAN ENHANCEMENT
3.2 PHYSISCHEN HUMAN ENHANCEMENT
3.3 NEUROLOGISCHES HUMAN ENHANCEMENT
3.4 KRITIK ZU HUMAN ENHANCEMENT
4. DISKUSSION
4.1 GESELLSCHAFTLICHE UND PERSÖNLICHE ANFORDERUNGEN AN DAS INDIVIDUUM
4.2 URSACHEN CHRONISCHER ÜBERFORDERUNG: DIE ERSCHÖPFTE GESELLSCHAFT
4.3 PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME
5. FAZIT
6. AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit untersucht die Forschungsfrage, ob "Human Enhancement" als direkte Folge einer chronischen Überforderung in einer sogenannten "erschöpften Gesellschaft" zu betrachten ist. Dabei werden anthropologische Grundlagen und verschiedene Formen der Leistungsoptimierung analysiert, um den Druck auf das heutige Individuum kritisch zu hinterfragen.
- Grundlagen des Human Enhancement und Anthropotechnik
- Klassifizierung in genetisches, physisches und neurologisches Enhancement
- Gesellschaftliche Anforderungen und der "neue Mensch"
- Ursachen für chronische Überforderung in einer 24/7-Leistungsgesellschaft
- Kritische Analyse und ethische Implikationen von Optimierungsstrategien
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
“I am I, and I wish I weren't.” Ein Zitat aus Aldous Huxley Werk „Brave New World“. Zu deutsch bedeutet es so viel wie „Ich bin ich, ich wünschte ich wäre nicht ich“. Das Zitat, dass erste Einblick in eine neues Zeitalter des Menschen gibt, in dem der Mensch nicht mehr in seiner natürlichen Form existieren kann, um im globalen Wettbewerb zu überleben oder mit Aldous Huxley Worten „A love of nature keeps no factories busy.“ Zu Deutsch: Eine Laune der Natur, unterhält keine Fabriken. Als Laune der Natur kann hierbei der Mensch gesehen werden, der in den direkten Vergleich zu den Maschinen gestellt wird, bzw. seine Arbeitsleistung zum Aufrechterhalten einer Produktionsstätte ausreicht.
Nachdem Aldous Huxley Werk „A brave new world“ bereits aus dem Jahr 1932 stammt, haben sich seitdem weitere Änderungen im menschlichen Umfeld entwickelt. Neben dem immer noch bestehenden Vergleich zu Maschinen, der sich durch die Technologisierung sogar verstärkt hat, kommt eine stetige Bringschuld des Einzelnen hinzu, die ihn dazu veranlasst, sein Leben und seinen Fähigkeiten stetig zu verbessern und auch sehr flexibel zu sein. Mit der Aussage und dem dazugehörigen Buch und Essay „Du musst dein Leben ändern“ fasst der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk die Anforderungen an das Individuum zusammen.
Auf Grundlage der Aussage Sloterdijks beschäftigt sich vorliegende Studienarbeit mit der Forschungsfrage: „Die erschöpfte Gesellschaft: Human Enhancement als Folge einer chronischen Überforderung?“. Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden u.a. die Begriffe Anthropologie, Anthropotechnik und Human Enhancement definiert. Der Fokus liegt auf der ausführlichen Betrachtung und Bewertung des Human Enhancements. Weiter wird versucht die Forschungsfrage anhand von gesellschaftlichen und persönlichen Anforderungen an das Individuum auszuarbeiten. Ziel der Arbeit ist die Beantwortung der Forschungsfrage und das Aufzeigen von zukünftigen Forschungsfeldern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema durch Huxley und Sloterdijk sowie Darlegung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise.
2. GRUNDLAGEN: Definition der zentralen Begriffe Anthropologie, Anthropotechnik und Human Enhancement sowie Einordnung der verschiedenen Positionen dazu.
3. DIE EINTEILUNG DES HUMAN ENHANCEMENT: Detaillierte Vorstellung der drei Disziplinen genetisches, physisches und neurologisches Enhancement inklusive kritischer Betrachtung.
4. DISKUSSION: Analyse der gesellschaftlichen Anforderungen und Ursachen der chronischen Überforderung sowie persönliche Einschätzung der Autorin.
5. FAZIT: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage unter Einbeziehung der theoretischen Grundlagen.
6. AUSBLICK: Reflexion über den aktuellen Forschungsstand und Notwendigkeit zukünftiger Untersuchungen.
Schlüsselwörter
Human Enhancement, Anthropotechnik, Anthropologie, Leistungsgesellschaft, Erschöpfte Gesellschaft, Neuroenhancement, Genetisches Enhancement, Physisches Enhancement, Selbstoptimierung, Leistungsdruck, Ethik, Mensch-Maschine-Verhältnis, Chronische Überforderung, Peter Sloterdijk, Aldous Huxley.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Human Enhancement im Kontext einer leistungsorientierten Gesellschaft und prüft, ob die technologische oder biologische Selbstoptimierung als direkte Antwort auf chronische Überforderung zu verstehen ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Anthropotechnik, die verschiedenen Arten des Human Enhancement (genetisch, physisch, neurologisch) sowie die soziologische Analyse des aktuellen Leistungsdrucks.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: "Die erschöpfte Gesellschaft: Human Enhancement als Folge einer chronischen Überforderung?".
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine Theorie- bzw. Literaturarbeit, die systematische Literaturrecherche mit der sogenannten Schneeballmethode kombiniert hat.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Begriffe definiert, die drei Formen des Enhancement detailliert beschrieben und im Diskussionsteil die gesellschaftlichen Ursachen der Überforderung beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Human Enhancement, Leistungsgesellschaft, Anthropotechnik, Neuroenhancement und Selbstoptimierung.
Was bedeutet "promethischer Scham" in dieser Arbeit?
Dieser Begriff beschreibt das Gefühl des Menschen, gegenüber seinen selbst erschaffenen, oft "perfekteren" Maschinen (z.B. Computern) unterlegen zu sein, was zu einem Identitätskonflikt führt.
Wie bewertet die Autorin die Rolle von Koffein?
Die Autorin stuft Koffein als weit verbreitete, aber umstrittene Form der Leistungssteigerung ein, die im Alltag von Studierenden und Angestellten genutzt wird, um dem Leistungsdruck standzuhalten.
Ist Human Enhancement laut Arbeit derzeit ein Massenphänomen?
Nein, die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Human Enhancement (außer im Bereich Koffeinkonsum) noch kein Massenphänomen ist, sondern bisher eher in spezifischen Berufsgruppen mit hohem Vergleichsdruck auftritt.
- Quote paper
- Sophie Schnieders (Author), 2019, Die erschöpfte Gesellschaft. Human Enhancement als Folge einer chronischen Überforderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514880