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Die neurowissenschaftliche Lerntheorie. Neue Erkenntnisse für die Schulpraxis?

Title: Die neurowissenschaftliche Lerntheorie. Neue Erkenntnisse für die Schulpraxis?

Term Paper , 2018 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Tom Schäfer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Neurowissenschaft im Kontext Schule. Was genau passiert in unserem Gehirn, wenn wir lernen? Was machen die Nervenzellen? Die neurowissenschaftliche Forschung (Hirnforschung) beschäftigt sich seit einiger Zeit mit dieser Frage, wie Lernen und Erinnern im Zusammenhang mit dem Gedächtnis und dem Gehirn stehen. Vielmehr ist es das Ziel, diese Erkenntnisse auf den schulischen Kontext zu transferieren, da der Lehr-Lern-Begriff im Hessischen Kultusministerium fest verankert ist – sowohl Lernende als auch Lehrende sollen ein optimales Lernklima aufbauen und gemeinsam am Wissens- und Kompetenzaufbau arbeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau des Nervensystems

2.1 Neuronen

2.2 Gliazellen

3. Wie lernen wir?

3.1 Gedächtniseinteilung

4. Neurowissenschaft im Kontext Schule

5. Bietet die Neurowissenschaft neue Denkansätze?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und der schulpraktischen Anwendung, um zu klären, inwieweit die Hirnforschung neue Impulse für die pädagogische Arbeit liefern kann.

  • Grundlagen des menschlichen Nervensystems und deren Einfluss auf den Lernprozess.
  • Die funktionale Einteilung des Gedächtnisses und deren Bedeutung für das Lernen.
  • Die Rolle von Botenstoffen wie Dopamin und emotionalen Faktoren im schulischen Unterricht.
  • Der Vergleich zwischen neurowissenschaftlichen Befunden und etablierten pädagogischen Lehrmethoden.
  • Die kritische Reflexion des Nutzens der Neurodidaktik für Lehrkräfte im Schulalltag.

Auszug aus dem Buch

3. Wie lernen wir?

Nachdem nun die Funktion der Nervenzelle vorgestellt wurde, ist nun deren Auswirkung auf das Lernen zu untersuchen. Die Nervenzelle verarbeitet Informationen und gibt diese weiter an andere. Gerade diese Verbindungen zwischen den Neuronen, die sich zu ganzen Netzten entwickeln, bilden unser Lernen. Im Alter von drei Jahren haben sich unsere Netze zu einer maximalen Population entwickelt, sodass unser Gehirn nicht mehr für weitere Reize offen ist. Danach nimmt es wieder ab, was symbolisiert, dass wir bereits erlernte Bahnen bevorzugen. Lernen erweist sich als komplexer Prozess im menschlichen Gehirn. Sogenannte Neuronenverbände werden plastisch (Axon) miteinander vernetzt. Ein Lernerfolg hingegen kann durch die Generierung und Modulation dieser Neuronenverbände in Verbindung gebracht werden. Durch ein Wiederholen der gleichen Inhalte werden diese Neuronenverbände gestärkt. Je stärker das Netz ist, desto schneller suggeriert uns das Gehirn den Inhalt, auch wenn nur ein Teil des Netzes aktiviert ist. Donald Hebb hat bereits in den 1940er Jahren neuronale Teilnetze erforscht („neuronale Assemblys“). Am Beispiel Hund ist das recht schnell erklärt. Anfänglich sehen wir den Hund und fangen an den Hund nach Charakteristika in ein neuronales Netz zu integrieren (Neuronales Netz: Tier). Je öfter wir Hunde sehen oder hören, wird dieses Netz weiter gepflegt und gestärkt, sodass irgendwann nur noch das Sehen eines Hundekopfes dazu ausreicht, dieses Netz zu aktivieren und wir wissen, dass es sich um einen Hund handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein, indem sie das Gehirn als Basis des Lernens definiert und die Zielsetzung der Arbeit, Erkenntnisse der Hirnforschung auf den Schulalltag zu transferieren, formuliert.

2. Aufbau des Nervensystems: Dieses Kapitel erläutert die zellulären Bestandteile des Nervensystems, insbesondere Neuronen und Gliazellen, und deren fundamentale Rolle bei der Informationsübertragung.

3. Wie lernen wir?: Hier wird der Lernprozess als Vernetzung von Neuronen beschrieben, ergänzt durch eine detaillierte Differenzierung der Gedächtnissysteme nach Zeit und Inhalt.

4. Neurowissenschaft im Kontext Schule: Das Kapitel analysiert die Bedeutung von Dopamin, Emotionen und Vorwissen für den Schulerfolg und betont die Notwendigkeit aktivierender Lernumgebungen.

5. Bietet die Neurowissenschaft neue Denkansätze?: Es wird kritisch hinterfragt, ob die Neurowissenschaft tatsächlich neue pädagogische Ansätze liefert oder lediglich bestehende psychologische und pädagogische Theorien naturwissenschaftlich untermauert.

6. Fazit: Das Fazit schließt mit der Erkenntnis, dass moderne Unterrichtsmethoden zwar ihre neurobiologische Begründung durch die Hirnforschung erfahren, diese jedoch die traditionelle Didaktik ergänzen und nicht ersetzen.

Schlüsselwörter

Neurowissenschaft, Neurodidaktik, Nervensystem, Neuronen, Lernprozess, Gedächtnis, Schulpraxis, Hirnforschung, Dopamin, Neuroplastizität, Pädagogik, Lernklima, Synapsen, Wissensaufbau, Unterrichtsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen der neurowissenschaftlichen Forschung und der praktischen Anwendung im Schulalltag.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der biologische Aufbau des Nervensystems, die Prozesse des Lernens und Erinnerns sowie deren Relevanz für pädagogische Konzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Lehrkräfte Erkenntnisse aus der Hirn- und Gedächtnisforschung nutzen können, um Unterricht effektiver zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender neurowissenschaftlicher, psychologischer und pädagogischer Fachquellen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil thematisiert die neuronale Funktionsweise, die Gedächtniseinteilung und die praktische Anwendung didaktischer Prinzipien vor dem Hintergrund neurobiologischer Erkenntnisse.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Neurodidaktik, Lernprozesse, neuronale Vernetzung und die Verknüpfung von pädagogischem Handeln mit biologischen Fakten.

Welche Rolle spielt das Dopamin im Unterricht?

Dopamin fungiert als Botenstoff für Motivation und Belohnung, was einen zellulären Kreislauf anstößt, der die Lernbereitschaft der Kinder fördern kann.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Hardware" und "Software" wichtig?

Der Vergleich verdeutlicht, dass das Nervensystem zwar bei allen Menschen biologisch gleich ("Hardware") funktioniert, die individuellen Erfahrungen und das Wissen ("Software") jedoch den entscheidenden Unterschied im Lernverhalten ausmachen.

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Details

Title
Die neurowissenschaftliche Lerntheorie. Neue Erkenntnisse für die Schulpraxis?
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2,3
Author
Tom Schäfer (Author)
Publication Year
2018
Pages
15
Catalog Number
V515005
ISBN (eBook)
9783346106247
ISBN (Book)
9783346106254
Language
German
Tags
lerntheorie neue erkenntnisse schulpraxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Schäfer (Author), 2018, Die neurowissenschaftliche Lerntheorie. Neue Erkenntnisse für die Schulpraxis?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/515005
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