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Aspekte eines Risiko-Management-Systems für Lebensversicherer

Title: Aspekte eines Risiko-Management-Systems für Lebensversicherer

Research Paper (undergraduate) , 2005 , 31 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Sascha Kwasniok (Author)

Business economics - Controlling
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Gewinnmaximierung und Existenzsicherung - diese beiden Maximen stellen die obersten Ziele einer Unternehmung dar. ( vgl. Wagner, F.: Risk Management im Erstversicherungsunternehmen, Karlsruhe, 2000, S. 271) Letzteres wird neben internen Einflussfaktoren in starkem Maß durch die zunehmende Umweltdynamik beeinflusst. Dies betrifft insbesondere Lebensversicherungsunternehmen. Die Kombination aus langfristigen Verträgen und garantierten Kapitalleistungen erzeugt nur schwer kalkulierbare Risiken. Unvorhersehbare interne und externe Einflussfaktoren, wie beispielsweise volatile Aktienmärkte, verschärfen diese Risiken. Diese Faktoren greifen die Eigenkapitalausstattung der Lebensversicherer an und bedrohen somit das Erreichen ihrer Existenz- und Sicherungsziele.
Aufgrund dessen, der zunehmenden Globalisierung sowie der Festlegung internationaler Standards wird der Ruf nach einer einheitlichen Vorschrift über die Eigenmittelausstattung und der Vermeidung der damit verbundenen Risiken laut. Im Bankensektor tritt mit dem Beschluss von "Basel II" eine vergleichbare Forderung bereits 2006 in Kraft. In der Versicherungsbranche werden die Inhalte des Pendants "Solvency II" derzeit heiß diskutiert.
Auf nationaler Ebene wurde bereits Ende des letzten Jahrtausends reagiert. Mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sollen existenzbedrohende Risiken frühzeitig erkannt werden um somit die rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht die Einrichtung eines Risiko-Management-Systems. Es stellt sich jedoch die Frage unter welchen Aspekten ein derartiges Risiko-Management-System aufgebaut und organisiert werden muss, damit es den Anforderungen, existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen, genüge tut.
Diese Aspekte sollen in der folgenden Arbeit diskutiert werden. Nach einer allgemeinen Betrachtung des Risiko-Managements und den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen soll dabei der Schwerpunkt auf die Anforderungen eines Risiko-Management-Systems für Lebensversicherer nach den Vorgaben des KonTraG gelegt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen des Risiko-Managements

2.1 Der Risikobegriff

2.2 Der Begriff des Risiko-Managements

2.3 Ziele des Risiko-Managements

2.4 Gesetzliche Rahmenbedingungen

2.4.1 Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)

2.4.2 Auswirkungen von Solvency II

3. Eigenschaften des KonTraG

3.1 Intention des KonTraG

3.2 Konsequenzen für die Unternehmensleitung

3.3 Auswirkungen auf die Jahresabschlussprüfung

4. Aspekte des Risiko-Managements unter Betrachtung des KonTraG

4.1 Risikoidentifikation

4.1.1 Wesen der Risikoidentifikation

4.1.2 Methoden der Risikoidentifikation

4.1.3 Die Checkliste als Instrumente der Risikoidentifikation

4.2 Risikobewertung

4.2.1 Einflussfaktoren der Risikobewertung

4.2.2 Risikoklassifikation

4.3 Risikohandhabung

4.3.1 Eigenschaften der Risikohandhabung

4.3.2 Ursachenbezogene Maßnahmen

4.3.3 Wirkungsbezogene Maßnahmen

4.3.4 Das Asset-Liability-Management als Instrument der Risikohandhabung

4.4 Einrichtung eines Berichtswesens

4.5 Organisatorische Eingliederung des Risiko-Management-Systems

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anforderungen und die notwendige Ausgestaltung eines Risiko-Management-Systems für Lebensversicherungsunternehmen unter Berücksichtigung nationaler gesetzlicher Vorgaben, insbesondere des KonTraG, sowie internationaler Entwicklungen wie Solvency II.

  • Grundlagen und Definitionen des modernen Risiko-Managements.
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen (KonTraG, Solvency II).
  • Methoden zur Risikoidentifikation, -bewertung und -klassifikation.
  • Strategien der Risikohandhabung inklusive Asset-Liability-Management.
  • Organisatorische Integration des Risikomanagements in die Unternehmensstruktur.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Wesen der Risikoidentifikation

Eine wesentliche Funktion des KonTraG liegt in der Früherkennung von Risiken. Die Risikoidentifizierung stellt daher die Basis für das Risiko-Management dar. Ihre Aufgabe ist die rechtzeitige und kontinuierliche Erkennung und Erfassung von Einfluss- und Störfaktoren, die eine negative Entwicklung bezüglich der Zielsetzung der Unternehmung beeinflussen.

Für die Erreichung einer wirksamen Risikoidentifikation gilt die Prämisse der Vollständigkeit, d.h. es müssen alle bestehenden als auch zukünftigen Risiken lückenlos erfasst werden. Zur rechtzeitigen Maßnahmenergreifung müssen die gegebenen Informationen zeitnah weitergeleitet werden. So wird eine Reaktion auf Risiken in frühen Stadien ermöglicht, die mit einem wesentlich geringeren (Kosten-)Aufwand zu bereinigen sind.

Dabei ist bei den ergriffenen Maßnahmen zur Risikoidentifikation stets die Wirtschaftlichkeit im Auge zu behalten, denn mit zunehmenden Präventivmaßnahmen steigen die Kosten für diese im Vergleich zu möglichen Schadenkosten überproportional an. Im Extremfall stehen daher die Aufwendungen für die Risikoidentifikation in einem unangemessenen Verhältnis zu dem drohenden Schadenereignis. Als letzte Voraussetzung für eine effektive Risikoidentifikation ist das Risikobewusstsein innerhalb der Unternehmung zu nennen. Jedem Organisationsmitglied muss die Relevanz und die Konsequenz von Risiken bewusst sein um sein Verhalten gegenüber dem Risiko-Management und speziell der Risikoidentifikation entsprechend auszurichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Notwendigkeit von Risiko-Management-Systemen für Lebensversicherer angesichts zunehmender Umweltdynamik und gesetzlicher Anforderungen wie dem KonTraG.

2. Grundlagen des Risiko-Managements: Dieses Kapitel definiert den Risikobegriff sowie das moderne Risikomanagement und beleuchtet gesetzliche Rahmenbedingungen.

3. Eigenschaften des KonTraG: Hier werden die Intention des KonTraG, seine Auswirkungen auf die Unternehmensleitung sowie auf die Jahresabschlussprüfung analysiert.

4. Aspekte des Risiko-Managements unter Betrachtung des KonTraG: Dieses Hauptkapitel erläutert detailliert die Prozesse der Risikoidentifikation, -bewertung, -handhabung sowie die organisatorische Eingliederung des Systems.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung eines integrierten Risiko-Management-Systems als Führungsinstanz zur Sicherung der Existenz und zur Wahrnehmung von Chancen zusammen.

Schlüsselwörter

Risiko-Management, Lebensversicherer, KonTraG, Solvency II, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikohandhabung, Asset-Liability-Management, Früherkennung, Überwachungssystem, Unternehmensführung, Gesamtrisikolage, Risikomatrix, Kapitalausstattung, Compliance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Strukturierung und Organisation eines Risiko-Management-Systems speziell für die Anforderungen von Lebensversicherungsunternehmen im Kontext des KonTraG.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die gesetzlichen Rahmenbedingungen (KonTraG, Solvency II), den Prozess des Risikomanagements (Identifikation, Bewertung, Handhabung) und dessen organisatorische Einbettung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erarbeitung von Aspekten, unter denen ein Risiko-Management-System für Lebensversicherer aufgebaut werden muss, um existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur, Gesetzen und betriebswirtschaftlichen Modellen zum Risikomanagement.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Prozessschritte des Risikomanagements und die organisatorische Integration der Risiko-Management-Systeme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Risikomanagement, KonTraG, Lebensversicherer, Risikoidentifikation, Risikohandhabung und Asset-Liability-Management.

Welche Rolle spielt das Asset-Liability-Management?

Es dient als spezielles Instrument zur Risikohandhabung, das finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Aspekte bei Lebensversicherern integriert.

Warum ist das KonTraG für Lebensversicherer relevant?

Das KonTraG verpflichtet Unternehmen zur Einrichtung von Frühwarnsystemen zur Identifikation existenzbedrohender Risiken, was auch für Versicherer von entscheidender Bedeutung ist.

Wie werden Risiken in der Arbeit klassifiziert?

Die Klassifikation erfolgt anhand von quantitativen Verlustbeträgen und Eintrittswahrscheinlichkeiten, um die Risiken in einer zweidimensionalen Matrix gegenüberzustellen.

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Details

Title
Aspekte eines Risiko-Management-Systems für Lebensversicherer
College
University of Cooperative Education Mannheim
Grade
1,6
Author
Sascha Kwasniok (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V51642
ISBN (eBook)
9783638475549
ISBN (Book)
9783638596541
Language
German
Tags
Aspekte Risiko-Management-Systems Lebensversicherer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Kwasniok (Author), 2005, Aspekte eines Risiko-Management-Systems für Lebensversicherer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51642
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