Die Arbeit behandelt die Thematik der Produktverpackung als Kommunikationsinstrument. Zunächst werden die Aufgabenfelder, die einer Verpackung zukommen, erklärt und die Verpackung definiert. Darauf folgt eine Analyse der Vorder- und Rückseite einer Verpackung. Auf Grundlage dieser allgemein gehaltenen Analyse werden die verschiedenen Bausteine, aus welchen sich das Design zusammensetzt, genauer untersucht und beschrieben. Des Weiteren folgen noch besondere Nutzungsbeispiele für eine Verpackung. Abschließend wird noch ein Blick in die Zukunft der Verpackung gegeben, sowohl aus technischer wie auch ökologischer Sichtweise.
Jeden Tag halten wir Dutzende von ihnen in den Händen, sie lassen die Regale in Geschäften regelrecht in allen Farben leuchten und das alltägliche Leben wäre ohne sie nicht mehr denkbar, die Rede ist von Verpackungen jeglicher Art. Wie schon bei oberflächlichem Betrachten ins Auge fällt, sind die verschiedenen Verpackungen in ihrem Aussehen völlig unterschiedlich, auch wenn es sich um die gleiche Produktart handelt. Hinter der Vielzahl an Farben und Formen steckt aber mehr Kalkül als man auf den ersten Blick erkennen mag. Jede Verpackung erzählt auf ihre eigene Art und Weise eine Geschichte, man kann behaupten, dass die Verpackung mit ihren Käufern spricht.
Da eine Verpackung natürlich nicht in der Lage ist verbal zu kommunizieren, muss sie dies über sogenannte Codes tun, um was es sich bei diesen Codes handelt und was diese im Einzelnen ausdrücken und bedeuten wird im Laufe dieser Arbeit näher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition
2.1 Schutz-, Dimensionierungs-, und Gebrauchsunterstützungsfunktion
2.2 Kommunikations- und Informationsfunktion
2.3 Rationalisierungs- und Umweltschonungsfunktion
3 Informationen einer Verpackung
3.1 Die Vorderseite
3.2 Die Rückseite
4 Die Basiscodes
5 Die materiellen Basiscodes
5.1 Material
5.1.1 Natürliche Materialien
5.1.2 Künstliche Materialien
5.2 Größe
5.3 Form
5.4 Farbe
6 Die sozialen Basiscodes
6.1 Geschlechtercodes
6.2 Alterscodes
6.3 Positionierung in Raum und Zeit
7 Besondere Nutzung von Verpackungen
7.1 Cross-Selling & Up-Selling
7.2 Verpackung als Gebrauchsanweisung
7.3 Andere Verwendungszwecke von Verpackungen
8 Zukunft der Verpackung
8.1 Smart Packaging
8.2 Nachhaltiges Verpacken
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Verpackung als ein zentrales, nicht-verbales Kommunikationsinstrument. Im Fokus steht dabei die Analyse der "Codes", durch die Verpackungen Informationen vermitteln, Zielgruppen adressieren und Markenwerte repräsentieren.
- Die funktionale Einteilung und Definition von Verpackungen
- Die Analyse materieller Basiscodes wie Material, Form und Farbe
- Die Bedeutung sozialer Basiscodes im Kontext von Geschlecht und Alter
- Innovative Nutzungen von Verpackungen als Marketing- und Informationsträger
- Zukunftsperspektiven durch Smart Packaging und ökologische Nachhaltigkeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Vorderseite
Es werden genauere Angaben zu dem Produkt geliefert. Auch am Beispiel der Schokoladenpackung kann zwischen Pflichtangaben und freiwilligen Angaben unterschieden werden. Durch die Vorderseite einer Verpackung repräsentiert sich in erster Linie die Marke, da es nur wenige verpflichtenden Informationen gibt, die auf der Vorderseite sichtbar sein müssen, werden die restlichen Informationen auf der Rückseite abgedruckt. Es gibt lediglich zwei Information die man der Verpackungsfront sehen muss.
Dazu gehören der Marken- und Fantasiename, bei dem gewählten Beispiel mit der Schokolade handelt es sich um die Marke Milka, der Fantasiename wäre in diesem „ZARTHERB“. Des Weiteren muss die Verkehrsbezeichnung des Produktes gut sichtbar auf der Verpackung zu sehen sein, bei dieser Bezeichnung handelt es sich um den genauen Produkttyp, so handelt es sich bei dem Beispiel um dunkle Alpenmilch Schokolade. Mehr Pflichtinformationen sind gesetzlich nicht auf der Vorderseite vorgeschrieben, weshalb der Produzent die freie Fläche nutzt um seine Marke zu inszenieren. So werden Markenname und Firmenemblem in den Mittelpunkt gestellt und durch die Verwendung weiterer Codes und Zeichen, wird der Wiedererkennungswert der Verpackung geschaffen und an eine bestimmte Zielgruppe adressiert. Mehr dazu folgt im nächsten Kapitel, doch zuvor wird die mit Informationen versehene Rückseite genauer betrachtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Verpackung als Kommunikationsinstrument ein und erläutert den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2 Definition: Hier werden die grundlegenden Funktionen von Verpackungen von Schutz- bis hin zur Kommunikationsfunktion definiert.
3 Informationen einer Verpackung: Dieses Kapitel analysiert die Informationsvermittlung auf der Vorder- und Rückseite einer Produktverpackung am Beispiel einer Schokoladentafel.
4 Die Basiscodes: Einführung in das Konzept der Basiscodes als Sprache der Verpackung, basierend auf der linguistischen Unterscheidung von Langue und Parole.
5 Die materiellen Basiscodes: Untersuchung der haptischen und optischen Gestaltungselemente wie Material, Größe, Form und Farbe.
6 Die sozialen Basiscodes: Analyse der gesellschaftlichen Einflüsse auf das Verpackungsdesign, insbesondere hinsichtlich Geschlechter- und Alterscodes.
7 Besondere Nutzung von Verpackungen: Erläuterung unkonventioneller Anwendungen, wie etwa Cross-Selling, Gebrauchsanweisungen oder soziale Kampagnen.
8 Zukunft der Verpackung: Ausblick auf technologische Entwicklungen wie Smart Packaging sowie ökologische Lösungsansätze im Design.
9 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Rolle der Verpackung als unverzichtbares und zukunftsträchtiges Kommunikationsinstrument.
Schlüsselwörter
Verpackungsdesign, Kommunikationsinstrument, Basiscodes, Markenrepräsentation, Produktverpackung, Smart Packaging, Nachhaltigkeit, Konsumentenpsychologie, Verpackungsfunktionen, Materialwahl, Zielgruppenadressierung, Informationsvermittlung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Verpackungen nicht nur als Transportschutz, sondern als essentielles Instrument der non-verbalen Kommunikation zwischen Hersteller und Konsument.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Definition der Verpackungsfunktionen, die Semiotik der Verpackung (Codes), materialbezogene Gestaltungsmittel sowie soziale und zukünftige Trends.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Verpackungen durch bewusste Gestaltung (Design und Codes) Markenwerte vermitteln und den Käufer beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von Fachliteratur sowie einer strukturierten Untersuchung von Verpackungsbeispielen und deren Wirkung auf Basis semiotischer Konzepte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Basiscodes, die Differenzierung von materiellen und sozialen Codes sowie eine Untersuchung spezieller Einsatzmöglichkeiten von Verpackungen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Verpackungsdesign, Basiscodes, Kommunikationsinstrument, Nachhaltigkeit und Smart Packaging charakterisieren.
Was unterscheidet "Natürliche Materialien" von "Künstlichen Materialien" in der Verpackung?
Natürliche Materialien wie Holz oder Papier vermitteln oft Tradition und Handwerklichkeit, während künstliche Materialien wie Kunststoff oder Aluminium eher technisierte, moderne oder spezifische Image-Botschaften transportieren.
Wie beeinflussen "Soziale Basiscodes" das Design?
Sie spiegeln gesellschaftliche Rollen wider, indem sie Produkte spezifisch für bestimmte Altersgruppen oder Geschlechter markieren und so eine direkte Identifikation ermöglichen.
Welche Rolle spielt das "Zeit-Raum-Schema" bei der Positionierung von Marken?
Es dient dazu, Marken durch die Dimensionen Vergangenheit/Zukunft und Nähe/Ferne in ein bestimmtes Kontextverhältnis zur Lebenswelt des Konsumenten zu setzen.
- Citar trabajo
- Maximilian Illing (Autor), 2019, Verpackung als Kommunikationsinstrument. Wie Produktverpackungen mit Hilfe von Codes kommunizieren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516532