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Die Volkspartei im freien Fall. Gründe für die Wahlverluste der SPD

Título: Die Volkspartei im freien Fall. Gründe für die Wahlverluste der SPD

Tesis (Bachelor) , 2019 , 39 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Janny Hochheim (Autor)

Política - Principios básicos y general
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In dieser Arbeit wird untersucht, ob die SPD noch eine Volkspartei im theoretischen Kontext ist und welche Ursachen die neuerlichen Wahlverluste haben. Fraglich ist, ob die Gründe der Verluste eher in einem generellen gesellschaftspolitischen Wandel zu finden sind, denn auch in anderen Ländern Europas verlieren die sozialdemokratischen und europafreundlichen Parteien immer mehr an Zuspruch. Und trägt die SPD eine wesentliche Mitverantwortung für den markanten Rückgang an Wählerstimmen für ihre Partei?

Um sich der Thematik zu nähern, erfolgt im zweiten Kapitel zuerst einmal eine theoretische Darstellung der Kriterien, die eine Volkspartei ausmachen. Anschließend werden diese Kriterien auf die SPD angewandt und analysiert, ob die SPD die Voraussetzungen einer Volkspartei noch erfüllt.

In Kapitel drei wird dann detailliert auf die einzelnen Gründe eingegangen, die bei allen Volksparteien, nicht nur in Deutschland, sondern europaweit, zu einem Rückgang der Wählerschaft geführt haben. Als Stichpunkte sind hier die Angst vor der Globalisierung, aber auch die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft zu nennen. Auch die Flüchtlingspolitik und ihre Auswirkungen auf die Stimmenverteilung und Parteienverschiebung, insbesondere durch den Wahlerfolg der AfD, werden betrachtet.

In Kapitel vier wird dann im Einzelnen auf die Gründe für die Wahlverluste eingegangen, die ihren Ursprung in der SPD selbst haben. Zur erwähnen ist hier beispielsweise die Agenda 2010, mit deren Auswirkungen die SPD heute noch zu kämpfen hat. Auch die aktuelle Personalbesetzung und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft wird behandelt. Außerdem erfolgt eine Analyse des Phänomens der „ewig“ großen Koalition und welche negativen Folgen diese stetige Koalitionsbereitschaft für die Partei nach sich gezogen hat.

Im letzten Kapitel wird dann ein Fazit aus der Analyse gezogen und es soll zusammenfassend festgestellt werden, ob die SPD per Definition noch eine Volkspartei ist und ob eher parteiinterne oder externe, dem nationalen und europäischen Wandel zugrunde liegende Ursachen für den horrenden Stellungs- und Stimmenverlust verantwortlich sind.

Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Stand der SPD als Volkspartei herauszuarbeiten und die Gründe für den gegenwärtigen Zustand aufzuzeigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die SPD als Volkspartei

2.1 Kriterien einer Volkspartei

2.2 Kriterien angewandt auf die SPD

3. Allgemeine Ursachen der Wahlverluste

3.1 Gesellschaftlicher Wandel

3.2 Kritik am Parteiensystem

3.3 Globalisierungsängste

4. SPD-spezifische Ursachen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die SPD unter Berücksichtigung theoretischer Modelle noch den Status einer Volkspartei erfüllt, und analysiert die Ursachen für ihre signifikanten Wahlverluste seit 2005 durch eine Gegenüberstellung allgemeiner gesellschaftlicher Trends und spezifischer parteiinterner Entwicklungen.

  • Theoretische Definition und Bestimmungskriterien einer Volkspartei
  • Analyse der Mitglieder-, Wähler- und Parlamentarierstruktur der SPD
  • Gesellschaftlicher Wandel, Individualisierung und Politikverdrossenheit
  • Auswirkungen der Agenda 2010 und der langjährigen Regierungsbeteiligung
  • Einfluss der Globalisierung und aufkommender rechtspopulistischer Strömungen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Spätestens seit der Bundestagswahl 2005 stecken die deutschen Volksparteien in einer Krise. Kamen die großen Volksparteien CDU/CSU und SPD seit 1957 jeweils stets über 30 Prozent der Zweitstimmenanteile, so ist spätestens seit dem Wahljahr 2005 ein eklatanter Abwärtstrend der Wählerstimmen zu erkennen, den die SPD in besonders hohem Maße trifft. In den Siebziger Jahren konnten die Union und die SPD zusammengerechnet noch über 90 Prozent der Wählerschaft für sich gewinnen.

Es stellt sich die Frage, wieso die einstige Massenpartei SPD, die im Jahr 1972 ihren Höhepunkt der Stimmanteile mit 45,8 Prozent erreichte, im Wahljahr 2017 lediglich 20,5 Prozent der Wählerschaft davon überzeugen konnte, sie zu wählen und aktuelle Bundesumfragen die Partei sogar bei nur rund 15 Prozent sehen.

Im Folgenden wird untersucht, ob die SPD noch eine Volkspartei im theoretischen Kontext ist und welche Ursachen die neuerlichen Wahlverluste haben.

Fraglich ist, ob die Gründe der Verluste eher in einem generellen gesellschaftspolitischen Wandel zu finden sind, denn auch in anderen Ländern Europas verlieren die sozialdemokratischen und europafreundlichen Parteien immer mehr an Zuspruch oder ob die SPD eine wesentliche Mitverantwortung für den markanten Rückgang an Wählerstimmen für ihre Partei trägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den krisenhaften Abwärtstrend der großen Volksparteien in Deutschland seit 2005 und definiert die Forschungsfrage, ob die SPD noch den theoretischen Kriterien einer Volkspartei entspricht.

2. Die SPD als Volkspartei: In diesem Kapitel werden theoretische Kriterien für eine Volkspartei erarbeitet und auf die aktuelle SPD-Struktur hinsichtlich Mitgliedern, Wählern und Parlamentariern angewandt.

3. Allgemeine Ursachen der Wahlverluste: Das Kapitel beleuchtet externe Faktoren wie den gesellschaftlichen Wandel, die zunehmende Individualisierung und Kritik am Parteiensystem sowie die Rolle der Globalisierung.

4. SPD-spezifische Ursachen: Hier werden parteiinterne Gründe wie die Agenda 2010, die Auswirkungen der Großen Koalition und die Personalauswahl detailliert analysiert.

5. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die SPD die Kriterien einer Volkspartei nicht mehr vollumfänglich erfüllt und das deutsche Parteiensystem vor einem grundlegenden Umbruch steht.

Schlüsselwörter

SPD, Volkspartei, Wahlverluste, Agenda 2010, Große Koalition, Globalisierung, Parteiensystem, Individualisierung, Mitgliederstruktur, Politische Krise, Rechtspopulismus, Wählerstimmen, Sozialdemokratie, Parteienlandschaft, Politische Repräsentation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Bedeutungsverlust der SPD und untersucht, ob sie nach politikwissenschaftlichen Definitionen noch als Volkspartei bezeichnet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die zentralen Felder umfassen die soziologische Struktur von Parteien, die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels und die internen politischen Entscheidungen der SPD.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Kernfrage lautet, ob die SPD im theoretischen Kontext noch eine Volkspartei ist und welche Ursachen für ihren Stimmenrückgang – unterteilt in externe und interne Faktoren – ausschlaggebend sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse, wertet vorhandene Studien und Datensätze zur sozialen Struktur aus und zieht aktuelle Publikationen von Politikforschern heran.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zuerst werden theoretische Kriterien für Volksparteien definiert und auf die SPD geprüft; danach folgen Analysen allgemeiner gesellschaftlicher Ursachen sowie spezifischer parteiinterner Probleme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Analyse wird vor allem durch Begriffe wie Volkspartei, Agenda 2010, Politische Krise und Parteiensystem geprägt.

Welche Rolle spielt die „Agenda 2010“ für die Argumentation?

Die Agenda 2010 wird als zentraler SPD-spezifischer Grund für den langanhaltenden Wählerschwund angeführt, da sie zum Vertrauensverlust beim traditionellen Kernklientel führte.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Großen Koalition?

Die Autorin sieht in der "ewig" großen Koalition einen wesentlichen Faktor für die mangelnde programmatische Abgrenzung, was dazu führt, dass die Parteien für Wähler zunehmend weniger unterscheidbar werden.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung bezüglich des Volkspartei-Status?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die SPD die Kriterien einer Volkspartei (insbesondere das dauerhafte Wählerpotenzial von über 35 Prozent) nicht mehr erfüllt und somit aus theoretischer Sicht keine Volkspartei mehr ist.

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Detalles

Título
Die Volkspartei im freien Fall. Gründe für die Wahlverluste der SPD
Universidad
University of Applied Sciences Wildau
Calificación
1,1
Autor
Janny Hochheim (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
39
No. de catálogo
V516643
ISBN (Ebook)
9783346112255
ISBN (Libro)
9783346112262
Idioma
Alemán
Etiqueta
SPD Wahlverluste CDU Volksparteien Volkspartei Andrea Nahles Martin Schulz Globalisierung Parteiensystem Parteienstruktur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Janny Hochheim (Autor), 2019, Die Volkspartei im freien Fall. Gründe für die Wahlverluste der SPD, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516643
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