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Der Ehestreit Lothars II. mit Königin Theutberga

Titre: Der Ehestreit Lothars II. mit Königin Theutberga

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 27 Pages , Note: 1

Autor:in: Gergely Kapolnasi (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Als Lothar II., ein Urenkel Karls des Großen, seine Königin Theutberga im Jahre 857 verstieß, konnte er wohl nicht voraussehen, welche weit reichenden Folgen dies nach sich ziehen würde. Der folgende Ehestreit zog das Interesse des gesamten Frankenreichs auf sich, der Papst, der Kaiser, Könige und Bischöfe aus den unterschiedlichsten Reichsteilen waren daran beteiligt. Jeder dieser Protagonisten verfolgte seine eigenen Ziele zur Durchsetzung der persönlichen Interessen. Sie interagierten in wechselnden Bündnissen und Konstellationen je nach Situation und Interessenlage. Vertreter des Adels und des Klerus schreckten weder vor Lügen und Täuschung noch vor propagandistischer Beeinflussung zurück. Es stand viel auf dem Spiel: Es ging um die legitime Nachfolge und damit auch um die Zukunft eines ganzes Königreiches, um das Schicksal Lotharingiens, wie das Reich nach Lothar II. benannt wurde, dem Herrscher, der diesen Landstrich von 855 bis 869 regierte. Es ging um die künftige Machtbalance im Frankenreich und es ging nicht zuletzt um den Einfluss der Kirche und insbesondere des Papstes auf die Ehepolitik und damit auch auf die Nachfolgesicherung der karolingischen Herrscher. Aber auch innerkirchliche Machtkämpfe zwischen den Erzbischöfen und dem Papst sowie Rivalitäten zwischen den Metropoliten selbst waren bestimmend für den Verlauf des Ehestreites.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Vorgeschichte bis zum Tode Lothars I.

2. Die Ereignisgeschichte des Ehestreites Lothars II.

3. Die Folgen des Ehestreites

4. Interessen und Motive der am Ehestreit beteiligten Personen

4.1. Lothar II.

4.2. Theutberga und Waldrada

4.3. Papst Nikolaus I.

4.4. Die Bischöfe

4.5. Karl der Kahle und Ludwig der Deutsche

Fazit

Bibliografie

Anhang

1. Rechtliche Aspekte

1.1. Eheformen

1.2. Erbrecht

2. Karten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe, die Ereignisgeschichte sowie die weitreichenden politischen Konsequenzen der Eheaffäre von König Lothar II. im 9. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie persönliche Motive der Beteiligten, machtpolitische Interessen des Adels und des Klerus sowie der Einfluss des Papstes die Stabilität des karolingischen Reiches maßgeblich beeinflussten.

  • Historische Entwicklung des Frankenreichs bis zum Tode Lothars I.
  • Die komplexen Ereignisse des Ehestreits Lothars II.
  • Machtpolitische Interessen und Motive der beteiligten Protagonisten
  • Rolle der Kirche und insbesondere von Papst Nikolaus I. in der Ehepolitik
  • Auswirkungen des Streits auf die territoriale Ordnung und die Nachfolge

Auszug aus dem Buch

4.1. Lothar II.

Der Grund, weshalb Lothar Theutberga 855 heiratete, wird nach Betrachtung der Ereignisgeschichte des Ehestreites deutlich. Zu dieser Zeit war es noch unklar, wie das Reich Lothars I. aufgeteilt werden würde. Lothar II. benötigte jede Unterstützung, die er bekommen konnte. Durch eine Heirat mit Theutberga konnte er sich den Beistand ihrer einflussreichen Familie sichern. Weshalb er jedoch seine Frau zugunsten Waldradas nach nur zwei Jahren wieder verstieß, ist nicht so einfach nachzuvollziehen. Allerdings müssen bei Interpretationsversuchen zwei mögliche Abläufe der Begebenheiten im Jahre 857 berücksichtigt werden. Wie Böhringer treffend bemerkt, sind zwei Ereignisse von Relevanz, die innerhalb des Jahres 857 nicht genau datiert werden können. Ein Ereignis ist die Verstoßung Theutbergas, das andere das Zerwürfnis Lothars mit Hukbert, gegen den der König am Ende des Jahres zu Felde zog. Nach der These Böhringers war Hukbert „ein selbständiger und rücksichtsloser Machthaber, der in den Gebieten, die in Nachbarschaft zu Lothars Herrschaftsbereich lagen, für erhebliche Unruhe sorgte“, was zum Konflikt zwischen ihm und Lothar geführt habe. In diesem Fall wäre also die Chronologie der Ereignisse die folgende: Die unerwünschten Aktivitäten Hukberts hatten die Feindschaft Lothars zur Konsequenz, der daraufhin Theutberga verstieß und zudem die Aachener Synoden als propagandistische Plattform zur moralischen Diffamierung seines Schwagers benutzte. Da die Ehe mit Theutberga kinderlos blieb, wurde die Sorge um die Nachfolge vermutlich im späteren Verlauf des Ehestreites ein weiterer Grund, die Scheidung voranzutreiben, war aber nicht Auslöser.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert die Ausgangslage der Eheaffäre um Lothar II. und definiert die forschungsleitenden Fragen zu Motiven und politischen Folgen.

1. Die Vorgeschichte bis zum Tode Lothars I.: Dieses Kapitel erläutert die karolingische Teilungspraxis und die machtpolitischen Konstellationen, die zum Zerfall der ursprünglichen Reichsordnung führten.

2. Die Ereignisgeschichte des Ehestreites Lothars II.: Hier wird der chronologische Verlauf der Bemühungen Lothars II. um eine Scheidung sowie die wechselhaften Reaktionen von Adel und Kirche dargestellt.

3. Die Folgen des Ehestreites: Dieses Kapitel analysiert die politischen Konsequenzen nach dem Tode Lothars II. und die Neuordnung der Grenzverhältnisse zwischen Ost- und Westfranken.

4. Interessen und Motive der am Ehestreit beteiligten Personen: Das Kapitel untersucht detailliert die persönlichen Ambitionen von Lothar, seinen Ehefrauen, dem Papst sowie den Bischöfen und karolingischen Verwandten.

Fazit: Das Fazit ordnet den Ehestreit in den größeren historischen Kontext ein und bewertet seine Bedeutung für die langfristige europäische Staatenbildung.

Anhang: Der Anhang liefert eine rechtliche Einordnung damaliger Eheformen und Erbrechtsprinzipien sowie ergänzendes Kartenmaterial.

Schlüsselwörter

Lothar II., Frankenreich, Ehestreit, Theutberga, Waldrada, Papst Nikolaus I., Karolinger, Ehepolitik, Reichsteilung, Machtkampf, Hinkmar von Reims, Inzestvorwurf, Scheidung, Nachfolgeregelung, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die politisch und kirchenrechtlich komplexe Eheaffäre des karolingischen Herrschers Lothar II. im 9. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Ehepolitik der Karolinger, die Machtkämpfe zwischen weltlichen Herrschern und dem Papsttum sowie die langfristigen Auswirkungen auf die Teilung des Frankenreichs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Motive der Protagonisten offenzulegen und zu untersuchen, wie diese die Ereignisse der Affäre und die daraus resultierende politische Neuordnung im Frankenreich beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse zeitgenössischer Dokumente sowie einer Auseinandersetzung mit der einschlägigen modernen Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ereignisgeschichte des Ehestreits, die Analyse der Folgen für das Reich sowie eine differenzierte Untersuchung der Interessen und Motive aller beteiligten Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lothar II., Ehestreit, Karolinger, Machtpolitik, Papst Nikolaus I. und Reichsteilung charakterisieren.

Welche Rolle spielten die Aachener Synoden in der Affäre?

Sie dienten Lothar II. als Plattform, um Theutberga durch erzwungene Geständnisse moralisch zu diffamieren und seine Scheidungspläne kirchenrechtlich legitimieren zu lassen.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der „Leidenschaft“ des Königs?

Der Autor diskutiert in der Forschung umstrittene Thesen und schließt daraus, dass persönliche Leidenschaft für Waldrada zwar ein Auslöser war, die Gewichtung machtpolitischer Interessen im Verlauf der Affäre jedoch zunahm.

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Résumé des informations

Titre
Der Ehestreit Lothars II. mit Königin Theutberga
Université
University of Heidelberg  (Historisches Seminar)
Cours
Proseminar: Ludwig der Deutsche
Note
1
Auteur
Gergely Kapolnasi (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
27
N° de catalogue
V51837
ISBN (ebook)
9783638477017
ISBN (Livre)
9783638661829
Langue
allemand
mots-clé
Ehestreit Lothars Königin Theutberga Proseminar Ludwig Deutsche Lothar II Ludwig der Deutsche Lothringen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gergely Kapolnasi (Auteur), 2006, Der Ehestreit Lothars II. mit Königin Theutberga, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51837
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Extrait de  27  pages
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