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Neuromarketing im E-Business

Implikationen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für das Online-Marketing

Titre: Neuromarketing im E-Business

Texte Universitaire , 2019 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anne Hölbing (Auteur)

Gestion d'entreprise - marketing en ligne et marketing hors ligne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeit zeigt Potenziale des Neuromarketings für Unternehmen und Werbetreibende auf und entwickelt anhand neurowissenschaftlicher Forschungsergebnisse anwendungsorientierte Implikationen für das Online-Marketing. Die wichtigsten Ergebnisse und Schlussfolgerungen sind in Form eines Leitfadens zusammengefasst, der direkte Handlungsempfehlungen für Werbetreibende enthält.

Unternehmen sehen sich heutzutage einer starken gegenseitigen Konkurrenz um die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe ausgesetzt. Der Mensch wird täglich mit tausenden Werbebotschaften konfrontiert, die in Summe zur Reizüberflutung, dem so-genannten "Information Overload", führen können. Über verschiedenste Maßnahmen und Kommunikationskanäle versuchen Firmen, ihre Werbung dennoch effizient zu streuen und ihre Kunden zu erreichen – immer beliebter wird dabei das Internet. Laut einer aktuellen Studie von ARD und ZDF ist der deutsche Internetuser täglich fast dreieinhalb Stunden online.

Eine Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse zur Nutzung des Internets hat des Weiteren gezeigt, dass ein Viertel der Deutschen das Internet täglich zur Informationssuche heranzieht. Allein in Anbetracht dieser beiden Ergebnisse wird deutlich, dass dies ein idealer Kanal für Unternehmen ist, ihre Marke sowie ihr Angebot zu positionieren und durch intelligentes Online-Marketing eine hohe Beeinflussung des Kunden möglich sein kann. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitorische Grundlagen

3. Aktueller Forschungsstand

4. Implikationen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für das Online-Marketing

4.1 Der Einfluss unbewusster Entscheidungen

4.1.1 Priming-Effekt

4.1.2 Starke Marken

4.2 „The Big 3“ – Motive des Kaufentscheidungsprozesses

4.2.1 Balance-System

4.2.1 Stimulanz-System

4.2.3 Dominanz-System

4.3 Die vier Codes der Markenkommunikation

4.3.1 Sprache

4.3.2 Geschichten

4.3.3 Symbole

4.3.4 Sensorik

5. Handlungsempfehlungen

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale des Neuromarketings für den Bereich des Online-Marketings. Ziel ist es, neurowissenschaftliche Erkenntnisse über unbewusste Entscheidungsprozesse im Gehirn auf die Online-Praxis zu übertragen und konkrete Handlungsempfehlungen für Werbetreibende abzuleiten, um Kunden effektiver anzusprechen.

  • Unbewusste Steuerung des Konsumentenverhaltens durch den "Autopiloten".
  • Die Bedeutung von Priming und starken Marken für die Entscheidungsfindung.
  • Einfluss des Zürcher Modells der sozialen Motivation ("The Big 3") auf die User Experience.
  • Die vier zentralen Codes der Markenkommunikation (Sprache, Geschichten, Symbole, Sensorik).
  • Optimierung von Online-Marketing-Maßnahmen durch Erkenntnisse der Hirnforschung.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Priming-Effekt

Nach Raab, Gernsheimer und Schindler versteht man unter Priming „die unbewusste Aktivierung von Assoziationen in unserem Gedächtnis, die zu einer manipulierenden Verhaltensreaktion … führt.“ (Raab/Gernsheimer/Schindler, 2009, S. 223). Das bedeutet: Menschliches Handeln ist durch implizite Signale in eine bestimmte Richtung steuerbar, ohne dass die Menschen sich dessen bewusst sind.

So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass sichtbare Kreditkartenlogos am Eingang eines Restaurants zum einen dazu führen, dass die Gäste großzügiger sind, was das Trinkgeld angeht, und zum anderen generell mehr Geld für ihr Essen ausgeben (vgl. Scheier/Held, 2006, S. 55). Außerdem wurde gezeigt, dass die Art der Hintergrundmusik während des Einkaufserlebnisses Einfluss auf die gewählten Produkte hat. Wurden in der Weinabteilung eines Supermarktes französische Lieder gespielt, kauften die Kunden signifikant mehr französische Weine. War deutsche Musik zu hören, griffen sie tendenziell eher zu deutschen Weinen. Keiner der Kunden ist sich dessen bewusst gewesen (vgl. Scheier/Held, 2006, S. 16). Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie sich bestimmte Verhaltensreaktion durch gezielte Beeinflussungsmethoden steuern lassen.

Im Online-Marketing hat der Priming-Effekt ebenfalls Einsatzpotenzial. Auch hier kann der User durch eine multisensuale Präsentation der Produkte beeinflusst werden. Anknüpfend an das Supermarkt-Beispiel ist es genauso möglich, diese Methode in einem Online-Shop anzuwenden, um den Verkauf von Produkten aus ausgewählten Regionen anzukurbeln. Ein Negativ-Beispiel von Priming ist im Internet bei diversen Anmeldeformularen zu finden. Hinweise wie „100 % sicher, wir schicken dir keinen Spam“ lösen nicht wie erhofft eine Zunahme an Registrierungen aus, sondern gehen nachgewiesenermaßen mit einem Rückgang der Anmeldezahl einher. Die Ursache wird darin vermutet, dass viele Kunden in diesem Moment gar nicht an Spam-Nachrichten denken. Ist ihre Aufmerksamkeit jedoch einmal darauf gelenkt worden, werden sie skeptisch und tendieren eher dazu, den Anmeldevorgang abzubrechen (vgl. Häusel, 2012b, S. 96–98).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz des Neuromarketings vor dem Hintergrund der zunehmenden Reizüberflutung im Internet dar und definiert das Ziel, Erkenntnisse der Hirnforschung für das Online-Marketing nutzbar zu machen.

2. Definitorische Grundlagen: Hier werden die zentralen Fachbegriffe wie Neuroökonomie, Neuromarketing, Online-Marketing und Marke erläutert, um eine gemeinsame Basis für die weiteren Ausführungen zu schaffen.

3. Aktueller Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Entwicklung des Neuromarketings, angefangen beim bahnbrechenden "Pepsi-versus-Coca-Cola-Experiment" bis hin zu modernen technischen Verfahren wie fMRT und EEG.

4. Implikationen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für das Online-Marketing: Der Hauptteil analysiert, wie unbewusste Entscheidungsprozesse, das limbische Motivsystem und verschiedene Kommunikations-Codes gezielt zur Optimierung digitaler Marketingstrategien eingesetzt werden können.

5. Handlungsempfehlungen: Basierend auf den vorherigen Erkenntnissen werden konkrete Tipps für die Praxis gegeben, etwa zur emotionalen Aufladung von Marken, Usability-Optimierung und zum gezielten After-Sales-Marketing.

6. Ausblick: Der abschließende Teil betrachtet die Zukunft des Neuromarketings, insbesondere im Hinblick auf den technologischen Fortschritt und die fortwährende Konstanz des menschlichen Gehirns in einer sich wandelnden digitalen Welt.

Schlüsselwörter

Neuromarketing, Online-Marketing, Hirnforschung, Kaufentscheidungsprozess, Autopilot, Priming-Effekt, Starke Marken, Limbic Map, User Experience, Usability, Markenkommunikation, Storytelling, Sensorik, Multisensorik, Konsumentenverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse auf das Online-Marketing, um zu verstehen, wie das menschliche Gehirn Kaufentscheidungen unbewusst trifft und wie Unternehmen dies für ihre Zwecke nutzen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Rolle unbewusster Prozesse beim Online-Kauf, die verschiedenen Motivsysteme des Gehirns (Balance, Stimulanz, Dominanz) sowie die vier Codes der Markenkommunikation: Sprache, Geschichten, Symbole und Sensorik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Potenziale des Neuromarketings für Unternehmen aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, mit denen Online-Marketing-Maßnahmen gehirngerecht gestaltet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, bei der bestehende neurowissenschaftliche Studien und Forschungsergebnisse zum Konsumentenverhalten ausgewertet und für das Online-Marketing interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Einflusses unbewusster Entscheidungen, die Anwendung der "Big 3"-Motive auf die User Experience und die detaillierte Analyse der vier Bedeutungsträger für erfolgreiche Markenkommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Neuromarketing, Autopilot, Priming, Limbic Map, User Experience, Starke Marken und Multisensorik.

Warum ist das "Pepsi-versus-Coca-Cola-Experiment" für die Arbeit wichtig?

Das Experiment dient als historischer Beleg für die Bedeutung des Neuromarketings, da es aufzeigte, dass Markenwissen unbewusste emotionale Areale im Gehirn aktiviert und damit die geschmackliche Wahrnehmung überlagern kann.

Wie kann Usability aus neurowissenschaftlicher Sicht verbessert werden?

Aus neurowissenschaftlicher Sicht sollte Usability "Easy Web"-Prinzipien folgen, um den kognitiven Aufwand für den Nutzer zu minimieren, da Überlastung zu negativem Stress und Kaufabbruch führt.

Welche Rolle spielen negative Emotionen beim Online-Marketing?

Negative Emotionen sollten vermieden werden, da sie sich nachweislich hartnäckiger im Gedächtnis verankern als positive. Ein schneller, lösungsorientierter Kundenservice ist daher essenziell für den Aufbau von Vertrauen.

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Résumé des informations

Titre
Neuromarketing im E-Business
Sous-titre
Implikationen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für das Online-Marketing
Université
University of applied sciences, Nürnberg
Note
1,3
Auteur
Anne Hölbing (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
25
N° de catalogue
V518538
ISBN (ebook)
9783346259899
ISBN (Livre)
9783346259905
Langue
allemand
mots-clé
Neuromarketing Neuromarketing Online-Marketing Neuromarketing Online Neuromarketing Internet Neuromarketing Werbung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne Hölbing (Auteur), 2019, Neuromarketing im E-Business, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/518538
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Extrait de  25  pages
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