1. Einleitung
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie kommen abends aus dem Büro nach Hause und werden von Ihrer Lieblingsmusik begrüßt. Der Fernseher weist auf interessante Sendungen am Abend hin; auf dem Fernsehbildschirm blinken Nachrichten: ,,Amazon liefert das bestellte Buch schon morgen; Ihr Aktienfonds ist heute um 2 % gestiegen." Dann kommt eine Videobotschaft via Handy des Tennispartners herein: ,,Lust auf ein Spiel am Abend?" Auf dem Weg zum Tennisplatz meldet das Display im Auto ,,Claudia hat eine Mail geschickt. Jetzt vorlesen?" Nach dem Sport ein Bier - bezahlt mit einem Tastendruck auf dem Mobiltelefon. Dann zeigt das Handy an, dass sich gerade zwei gute Freunde der Kneipe nähern. Also lieber noch bleiben. Das verpasste Fußballspiel lässt sich auf Knopfdruck jederzeit später anschauen und per Multimedia-Nachricht auf das Handy wird sowieso jedes Tor sofort angezeigt. 1
Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Ausschnitt aus einem Science-Fiction-Film, ist teilweise heute schon realisierbar und wird vor allen Dingen durch die Einführung von UMTS in naher Zukunft selbstverständlich werden - so wie heute SMS-Nachrichten per Handy zu verschicken. ,,Universal Mobile Telecommunications System" (kurz: UMTS) soll dies u.a. durch schnellere Datenübertragungen auf unterschiedliche mobile Endgeräte, wie z. B. das Mobiltelefon oder den Bordcomputer im Auto möglich machen.
[...]
_____
1 Vgl. Mit dem Handy das Bier bezahlen, http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=event/content.asp&doc={34B3B040-891D-4FD6-902C-C3A2824D1CDA}&rub={61B09561-8321-4702-9D99-1D1652E0C519, 18.03.02
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. UMTS – UNIVERSAL MOBILE TELECOMMUNICATIONS SYSTEM
2.1 WAS IST UMTS?
2.2 DIE ENTWICKLUNG VON UMTS
2.3 WIE FUNKTIONIERT UMTS? – DIE TECHNIK
2.4 NACHTEILE UND PROBLEME VON UMTS
2.5 ALTERNATIVEN ZU UMTS
2.5.1 HSCSD - High Speed Circuit-Switched Data
2.5.2 GPRS -General Packet Radio Service
2.5.3 EDGE - Enhanced Data for Global Evolutions
2.5.4 Fazit
2.6 UMTS-ZEITPLAN
2.7 UMTS-AUSBLICK
3. LOKALISIERUNGS- UND SERVICETECHNOLOGIEN
3.1 LOKALISIERUNGSTECHNOLOGIEN – LOCATION BASED SERVICES
3.2 SERVICETECHNOLOGIEN
3.2.1 Short Message Service (SMS)
3.2.2 Multimedia Messaging Service (MMS)
3.2.3 WAP - Wireless Application Protocol
3.2.4 I-Mode
4. ANWENDUNGSGEBIETE
4.1 BUSINESS TO CUSTOMER (B2C)
4.1.1 Mobile Finanzdienstleistungen
4.1.2 Mobiles Einkaufen
4.1.3 Mobile Werbung
4.1.4 Mobiles Informationsmanagement
4.1.5 Mobile Unterhaltung
4.1.6 Mobile Telematik - Dienste
4.2 BUSINESS TO BUSINESS (B2B)
4.2.1 Supply Chain Integration
4.2.2 Telemetrie
4.2.3 Job Dispatch - Koordination von Außendienstmitarbeitern
4.2.4 Flottenmanagement
5. AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die technologischen Grundlagen des Mobilfunkstandards UMTS. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie UMTS mobile Anwendungen effizienter gestaltet und welche neuen Geschäftsmöglichkeiten durch die permanente Internetverfügbarkeit für Privat- und Geschäftskunden entstehen.
- Technologische Grundlagen von UMTS und dessen Evolution
- Vergleich von UMTS mit bestehenden Alternativen (GPRS, HSCSD, EDGE)
- Anwendungsbereiche im Endverbrauchermarkt (B2C) wie Banking und Shopping
- Anwendungsmöglichkeiten im Geschäftskundenbereich (B2B) wie Supply Chain Integration
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie kommen abends aus dem Büro nach Hause und werden von Ihrer Lieblingsmusik begrüßt. Der Fernseher weist auf interessante Sendungen am Abend hin; auf dem Fernsehbildschirm blinken Nachrichten: „Amazon liefert das bestellte Buch schon morgen; Ihr Aktienfonds ist heute um 2 % gestiegen.“ Dann kommt eine Videobotschaft via Handy des Tennispartners herein: „Lust auf ein Spiel am Abend?" Auf dem Weg zum Tennisplatz meldet das Display im Auto „Claudia hat eine Mail geschickt. Jetzt vorlesen?" Nach dem Sport ein Bier - bezahlt mit einem Tastendruck auf dem Mobiltelefon. Dann zeigt das Handy an, dass sich gerade zwei gute Freunde der Kneipe nähern. Also lieber noch bleiben. Das verpasste Fußballspiel lässt sich auf Knopfdruck jederzeit später anschauen und per Multimedia-Nachricht auf das Handy wird sowieso jedes Tor sofort angezeigt.
Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Ausschnitt aus einem Science Fiction-Film, ist teilweise heute schon realisierbar und wird vor allen Dingen durch die Einführung von UMTS in naher Zukunft selbstverständlich werden – so wie heute SMS-Nachrichten per Handy zu verschicken. „Universal Mobile Telecommunications System“ (kurz: UMTS) soll dies u.a. durch schnellere Datenübertragungen auf unterschiedliche mobile Endgeräte, wie z. B. das Mobiltelefon oder den Bordcomputer im Auto möglich machen.
Mit UMTS werden bereits bekannte und bewährte mobile Anwendungen für den Handybenutzer schneller, komfortabler, effizienter und kostengünstiger, z. B. wird die Entwicklung vom derzeitigen Internetzugang per Wap bis hin zu neuen UMTS-Anwendungstechniken für den mobilen Internetzugang meiner Meinung nach vergleichbar sein mit der Entwicklung vom Commodore C64 zum Personalcomputer mit Windows-Oberfläche.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Vision einer mobilen Zukunft ein, in der UMTS als Standard für schnelle Datenübertragung dient und bekannte sowie neue Anwendungen ermöglicht.
2. UMTS – UNIVERSAL MOBILE TELECOMMUNICATIONS SYSTEM: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von UMTS, vergleicht es mit Alternativen wie GPRS oder EDGE und analysiert den Zeitplan sowie Ausblicke für die Einführung.
3. LOKALISIERUNGS- UND SERVICETECHNOLOGIEN: Es wird dargestellt, wie verschiedene Lokalisierungstechnologien und Messaging-Dienste (SMS, MMS, WAP) als notwendige Basis für fortgeschrittene mobile Anwendungen fungieren.
4. ANWENDUNGSGEBIETE: Dieser Hauptteil analysiert konkrete Einsatzszenarien für Privatkunden (B2C) wie Finanzdienste und Entertainment sowie für Geschäftskunden (B2B), beispielsweise in der Logistik und im Fuhrparkmanagement.
5. AUSBLICK: Das abschließende Kapitel diskutiert kritisch die Zukunftsaussichten von UMTS im europäischen Markt, vergleicht sie mit internationalen Erfahrungen und bewertet das Potenzial für die sogenannte „Killer-Applikation“.
Schlüsselwörter
UMTS, Mobile Business, M-Commerce, Mobilfunk, WCDMA, Location Based Services, Internetzugang, Breitbandtechnologie, Datenübertragung, B2C, B2B, Mobiltelefonie, Online-Dienste, Zukunftstechnologie, Netzbetreiber
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die technologischen Grundlagen von UMTS und dessen Anwendungs- und Entwicklungspotenziale für den privaten sowie den geschäftlichen Bereich.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die UMTS-Technik, ein Vergleich mit konkurrierenden Standards (GPRS, HSCSD, EDGE) sowie spezifische Anwendungen wie M-Payment, mobiles Shopping und Fuhrparkmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie UMTS durch verbesserte Datenraten mobile Anwendungen effizienter macht und den Grundstein für die nächste Ära des mobilen Business legt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die auf aktuellen Marktstudien, technischen Fachbeiträgen und Internetquellen basiert, um die Potenziale von UMTS zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Technik, Probleme und Alternativen beschrieben, danach folgen detaillierte Kategorisierungen der Anwendungsmöglichkeiten für Business-to-Customer und Business-to-Business.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie UMTS, Mobile Business, Breitbandtechnologie, Location Based Services und die Differenzierung zwischen B2C- und B2B-Anwendungen charakterisiert.
Wie bewertet die Autorin die Rolle von UMTS im Vergleich zu GPRS oder EDGE?
Sie betrachtet GPRS und EDGE als notwendige Zwischenlösungen oder Ergänzungen, betont jedoch, dass UMTS aufgrund seiner technologischen Überlegenheit (insbesondere Bandbreite) langfristig der entscheidende Standard sein wird.
Welche Bedeutung hat das "Vernetzte Auto" für die Untersuchung?
Das vernetzte Auto dient als prominentes Beispiel für die Konvergenz von Multimedia, Navigation und Internetanwendungen, die durch die UMTS-Integration im Fahrzeug massiv an Komfort und Effizienz gewinnt.
- Quote paper
- Michaela Bruells (Author), 2002, Technologie und Anwendungspotentiale von UMTS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5201