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Depression aus systemischer Perspektive

Titre: Depression aus systemischer Perspektive

Dossier / Travail , 2020 , 31 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Johannes Storch (Auteur)

Psychologie - Psychologie Clinique, Psychopathologie, Prévention
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Diese Arbeit soll das Störungsbild der Depression, ihre Häufigkeit in der Bevölkerung und ihren Ursachen untersuchen. Als Ursachen werden sowohl die biologischen, wie auch die psychosozialen Aspekte aufgezeigt. Bei den psychosozialen Aspekten wird der Fokus auf den Beziehungsmustern aus systemischer Sicht liegen. Im Weiteren werden das systemische Konzept „Lebensproblem/Problemsystem“ von Ludewig vorgestellt und diskutiert sowie ein Fragebogen entwickelt, der die Risikofaktoren zur Entstehung einer Depression aus systemischer Sicht erfassen, und einer ersten Einschätzung zur weiteren Therapie dienen soll.

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Bei Einbeziehung aller depressiver Störungen erkrankt ein Drittel der Bevölkerung einmal im Leben an einer Depression. Als Ursache kommen genetische und biologische Faktoren einer Depression in Frage, aber auch die psychosozialen Umstände können eine Auslöser sein. Nach Kobler und Stotland (1964) können „Emotionale Störungen, selbst die schwersten, nur verstanden werden, wenn das Gebiet, in dem sie sich entwickeln und existieren, untersucht wird“ (Reich 2003). Hier bietet die systemische Sicht auf die Depression, da nicht nur die Krankheit an sich, sondern auch die interaktionellen Muster in den Beziehungssystemen untersucht und in die Therapie mit einbezogen werden.

Zu Beginn der Arbeit wird das Krankheitsbild der Depression anhand der Klassifizierung des ICD-10 erläutert. Im Anschluss sollen statistische Daten die Prävalenz und die Verteilung innerhalb der Bevölkerung aufzeigen. Im Weiteren sollen mögliche Ursachen aus systemischer Sicht und der Zusammenhang zwischen Patient und Umwelt dargestellt werden. Im Anschluss folgt eine Übersicht über die systemische Theorie und ihre Sicht auf das Krankheitsbild der Depression sowie ein Einblick in Ludewigs Kritik an dem rein kommunikativen Vorgehen des systemischen Ansatzes und seines Konzeptes Lebensproblem/Systemproblem als Lösungsansatz dieser Problematik.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Depressive Störungen

2.1 Bipolare affektive Störung

2.2 Depressive Episode

3. Depressionen in der Statistik

4. Die Systemtheorie

4.1 Die systemische Sicht auf die Depression

4.2 Beziehungsmuster

5. Risikofaktoren zur Entstehung einer Depression aus systemischer Sicht

5.1 Untersuchung in der Praxis durch einen Fragebogen

5.2 Gütekriterien

6. Diskussion

6.1 Lebensproblem / Problemsystem

9. Fragebogen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Krankheitsbild der Depression unter Berücksichtigung biologischer und insbesondere psychosozialer Aspekte, wobei der Fokus auf den Beziehungsmustern aus systemischer Sicht liegt. Ziel ist die Vorstellung des Konzepts "Lebensproblem/Problemsystem" sowie die Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung systemischer Risikofaktoren für eine Depression.

  • Systemtheoretische Grundlagen der Depression
  • Analyse relevanter Beziehungsmuster
  • Statistische Daten zur Prävalenz und Verteilung
  • Entwicklung eines systemorientierten Diagnose-Fragebogens

Auszug aus dem Buch

4.2 Beziehungsmuster

Systeme können durch die Art, wie über ein Verhalten oder ein Thema kommuniziert wird, Probleme erschaffen und dadurch zu einem Problemsystem werden. Aus systemischer Sicht muss dann nicht das System verändert werden, sondern die Kommunikation um das Problem. Als Problem gilt in diesem Sinne ein unerwünschter und veränderungsbedürftiger Zustand, der von jemandem entdeckt und beschrieben wird und als veränderbar gilt. Wenn eine oder mehrere Personen bei einem oder mehreren anderen Menschen eine Beobachtung machen, die ihrer Meinung nach „nicht in Ordnung“ ist, führt die Kommunikation über diese Beobachtung zur Fokussieren auf „das Problem“, bezieht immer mehr Menschen in diese Beobachtung ein und verengt die kollektive Aufmerksamkeit auf das „was nicht in Ordnung ist“.

Es wird gemeinsam nach Erklärungen gesucht und solche gefunden und so untereinander ausgehandelt, dass sie einerseits plausibel ist und andererseits keinen Lösungsweg anbieten. In Frage kommen hier Erklärungen die in der Vergangenheit zu finden sind (frühkindliche Traumatisierungen, genetische Defekte, Unfallfolgen), individuelle Eigenschaften eines Beteiligten (ein böses Kind, im Kern schlecht, ein absolut unfähiger Kollege), oder Erklärungen, die alle Beteiligten für hilflos erklärt, da die Lösungsmacht in den Händen einer dritten Partei liegt, auf die man keinen Einfluss hat (die Gesellschaft, der Markt, Gott). Diese Erklärungen führen zu einem problemstabilisierenden Verhalten, das sich wechselseitig verstärkt (vgl. Schlippe / Schweitzer 2019, S. 29-33).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz der Depression und führt in das systemische Verständnis ein, das biologische mit psychosozialen Faktoren verknüpft.

2. Depressive Störungen: Dieses Kapitel erläutert die medizinische Klassifikation depressiver Störungen anhand der ICD-10 und differenziert zwischen bipolaren und unipolaren Episoden.

3. Depressionen in der Statistik: Hier werden weltweite Prävalenzdaten, statistische Verteilungen und die gesundheitsökonomische Relevanz der Depression dargelegt.

4. Die Systemtheorie: Das Kapitel führt in die systemtheoretischen Grundlagen ein und überträgt diese auf das Verständnis der Depression sowie die Bedeutung von Beziehungsmustern.

5. Risikofaktoren zur Entstehung einer Depression aus systemischer Sicht: Es werden systemische Risikofaktoren identifiziert, ein entsprechender Fragebogen zur Praxisuntersuchung entworfen und die wissenschaftlichen Gütekriterien diskutiert.

6. Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Eignung standardisierter Fragebögen für die Erfassung tiefgreifender systemischer Lebensprobleme und deren therapeutischen Nutzen.

9. Fragebogen: Der Anhang enthält das entwickelte Instrument zur Erfassung von Risikofaktoren innerhalb von Beziehungsmustern.

Schlüsselwörter

Depression, Systemtheorie, Beziehungsmuster, Psychosoziale Faktoren, ICD-10, Lebensproblem, Problemsystem, Risikofaktoren, Fragebogen, Systemische Therapie, Psychische Erkrankungen, Kommunikation, Familienbeziehung, Arbeitsunfähigkeit, Krankheitsbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Depressionen aus einer systemischen Perspektive und hinterfragt, wie interaktionelle Beziehungsmuster zur Entstehung und Aufrechterhaltung dieser psychischen Erkrankung beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Einordnung der Depression, der Systemtheorie, der Analyse dysfunktionaler Beziehungsmuster und der praktischen Diagnostik durch einen Fragebogen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Verbindung von theoretischen systemischen Ansätzen mit der Entwicklung eines praktischen Fragebogens, um systemische Risikofaktoren bei Betroffenen frühzeitig einzuschätzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Literaturanalyse und die methodische Konstruktion eines Fragebogens basierend auf systemtheoretischen Prinzipien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Definition von Depression, die Systemtheorie, die Analyse von Beziehungsmustern sowie die Entwicklung und Gütekriterien des Fragebogens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Depression, Systemtheorie, Problemsystem, Beziehungsmuster und Risikofaktoren.

Warum wird die klassische klinische Sicht durch eine systemische erweitert?

Die systemische Sicht ergänzt die klinische Diagnose um die Dimension der Interaktion, da psychische Störungen oft nicht nur im Individuum, sondern in den Beziehungssystemen verwurzelt sind.

Was besagt das Konzept des "Lebensproblems" nach Ludewig?

Ludewig beschreibt Lebensprobleme als subjektiv leidvolle Phänomene, die oft unaussprechbar sind und soziale Problemsysteme erschaffen, welche in der Therapie behutsam thematisiert werden müssen.

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Résumé des informations

Titre
Depression aus systemischer Perspektive
Université
University of Applied Sciences Riedlingen  (Psychologie)
Cours
Theorie der systemischen Beratung
Note
1,7
Auteur
Johannes Storch (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
31
N° de catalogue
V520320
ISBN (ebook)
9783346120359
ISBN (Livre)
9783346134721
Langue
allemand
mots-clé
Depression ICD 10 Systemtheorie Beziehungsmuster
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Johannes Storch (Auteur), 2020, Depression aus systemischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520320
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Extrait de  31  pages
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