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Ernährungsphysiologische Bewertung von Heilfasten

Titel: Ernährungsphysiologische Bewertung von Heilfasten

Bachelorarbeit , 2016 , 49 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Alexander Seifried (Autor:in)

Gesundheit - Ernährungswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Fasten hat eine jahrtausendealte Geschichte und findet schon in Schriften des griechischen Arztes Hippokrates von Kos Erwähnung. Dieser empfahl kleine körperliche Leiden durch Fasten zu kurieren. Seitdem entwickeln sich bis heute verschiedenste Praktiken der Nahrungsrestriktion mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Beweggründen.
Neben dem Fasten aus gesundheitlichen Gründen ist hier vor allem das religiös motivierte Fasten, wie die christliche Fastenzeit oder der muslimische Fastenmonat Ramadan, zu nennen. Historisch bedingt war ursprünglich keine klare Trennung zwischen den beiden genannten Motivationen möglich. Das medizinische Fasten rückte bis zu Publikationen von naturheilkundlich geprägten Ärzten im 19. Jahrhundert in den Hintergrund.
In den 50er- und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das therapeutische Fasten besonders für die Therapie der Adipositas geschätzt.
Das Heilfasten ist eine alternativmedizinische, multidisziplinäre Praktik. Diese geht auf den deutschen Arzt Otto Buchinger (1878-1966) zurück.
Heilfasten wird in erster Linie stationär und unter Aufsicht durchgeführt. In seinen Ausführungen schildert Buchinger unter anderem, wie er allein durch das Fasten multiple Beschwerden gelindert habe.
Die physischen Aspekte werden durch psychosoziale und spirituelle Elemente ergänzt.
Fastenbefürworter suggerieren, dass eine phasenweise durchgeführte Energierestriktion evolutionär gesehen die Normalität darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrund des Fastens in Deutschland

3. Definition des Heilfastens nach Buchinger und Begriffsabgrenzungen

4. Mechanismen des Hungerstoffwechsels

5. Das Risiko des Eiweißkatabolismus und der Erhalt der Leistungsfähigkeit

6. Wissenschaftliche Bewertung des Heilfastens bei ausgewählten Indikationen laut ÄGHE

6.1 Adipositas

6.2 Diabetes Mellitus Typ 2

6.3 Diabetes Mellitus Typ 1

6.4 Hypertonie

6.5 Hyperlipidämie

6.6 Rheumatoide Arthritis

6.7 Entschlackung

6.8 Fasten für Gesunde

7. Weitere mögliche Anwendungsbereiche des Heilfastens

7.1 Auswirkungen einer Kalorienrestriktion auf Alterungsprozesse

7.2 Effekte des Fastens in der Therapie der Epilepsie

8. Kontraindikationen gegen das Heilfasten und mögliche Risiken

9. Zusammenfassung

10. Fazit

11. Abstract

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die medizinische Wirksamkeit und wissenschaftliche Evidenz des Heilfastens nach Otto Buchinger kritisch zu untersuchen, um dessen Eignung als therapeutische Maßnahme bei verschiedenen Krankheitsbildern zu bewerten. Dabei werden sowohl die physiologischen Mechanismen als auch die potenziellen gesundheitlichen Risiken und Kontraindikationen beleuchtet.

  • Wissenschaftliche Analyse der Stoffwechselprozesse während des Heilfastens
  • Bewertung der therapeutischen Wirksamkeit bei chronischen Zivilisationskrankheiten
  • Untersuchung des Eiweißkatabolismus und dessen Risiken für die Leistungsfähigkeit
  • Kritische Gegenüberstellung von Fastenbefürwortern und evidenzbasierter Leitlinien
  • Identifikation von Kontraindikationen und notwendigen Sicherheitsvorkehrungen

Auszug aus dem Buch

4. Mechanismen des Hungerstoffwechsels

Um die Auswirkungen des Fastens auf den menschlichen Körper verstehen und bewerten zu können, sollen die zugrunde liegenden Veränderungen des Stoffwechsels bei starker bis totaler Kalorienrestriktion beleuchtet werden.

Bei negativer Energiebilanz verschiebt sich die Oxidation der einzelnen Makronährstoffe abhängig von der Dauer der kalorienreduzierten Diät (Cahill, JR 2006).

Um obligat Glucose abhängige Gewebe wie die Erythrozyten und das Nervensystem auch ohne exogen zugeführte Energie versorgen zu können, mobilisiert der Körper in den ersten 24h hauptsächlich Glucose aus Glykogenolyse des Leberglykogens (Cahill, JR 2006).

Nach der Depletion des Leberglykogens wird Energie durch Gluconeogenese aus glucogenen Aminosäuren gewonnen (Heinrich et al. 2014). Diese stammen aus muskulären Eiweißspeichern. Weitere Substrate der Gluconeogenese stellen die Intermediate des Glucosestoffwechsels Lactat und Pyruvat, sowie Glycerin als Zwischenprodukt der Glykolyse bzw. der beta-Oxidation dar (Heinrich et al. 2014).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Historischer Überblick über die Entwicklung des Fastens und dessen Etablierung als alternativmedizinische Methode nach Otto Buchinger sowie Abgrenzung zur Laienliteratur.

2. Hintergrund des Fastens in Deutschland: Analyse der Beweggründe für den Verzicht auf Nahrung, wobei gesundheitliche Motive vor religiösen dominieren.

3. Definition des Heilfastens nach Buchinger und Begriffsabgrenzungen: Detaillierte Darstellung des klassischen Buchinger-Fastens sowie Unterscheidung zu anderen Entgiftungskonzepten.

4. Mechanismen des Hungerstoffwechsels: Erläuterung der biochemischen Anpassungsprozesse wie Glykogenolyse, Gluconeogenese und Fettstoffwechsel bei Energiedefizit.

5. Das Risiko des Eiweißkatabolismus und der Erhalt der Leistungsfähigkeit: Untersuchung der Problematik des Muskelabbaus während der Fastenkur und des Einflusses von körperlicher Aktivität.

6. Wissenschaftliche Bewertung des Heilfastens bei ausgewählten Indikationen laut ÄGHE: Kritische Indikationsprüfung bei Adipositas, Diabetes, Hypertonie, Hyperlipidämie, Rheuma, Entschlackung und für Gesunde.

7. Weitere mögliche Anwendungsbereiche des Heilfastens: Diskussion ergänzender Studien zu Alterungsprozessen und epileptischen Erkrankungen.

8. Kontraindikationen gegen das Heilfasten und mögliche Risiken: Identifikation kritischer Krankheitsbilder und Risikoprofile, bei denen vom Fasten abzuraten ist.

9. Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Limitation des Heilfastens bei diversen Krankheiten.

10. Fazit: Abschließende Einordnung des Heilfastens als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für eine konventionelle, evidenzbasierte Therapie.

Schlüsselwörter

Heilfasten, Buchinger-Methode, Hungerstoffwechsel, Stoffwechselanpassung, Adipositas, Rheumatoide Arthritis, Eiweißkatabolismus, Kalorienrestriktion, Gewichtsreduktion, Kontraindikationen, Evidenzbasierte Medizin, Diabetes Typ 2, Hypertonie, Fastentherapie, Lebensstiländerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ernährungsphysiologischen Bewertung des Heilfastens nach Otto Buchinger und prüft kritisch, wie dieses bei verschiedenen Indikationen nach aktueller Studienlage einzuschätzen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die biochemischen Prozesse des Hungerstoffwechsels, der Eiweißverlust während der Fastenzeit, die Auswirkungen auf Krankheiten wie Adipositas und Rheuma sowie die Abgrenzung zu medizinisch notwendigen Therapien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die wissenschaftliche Haltbarkeit der Fastenthesen zu untersuchen und zu klären, ob Heilfasten eine evidenzbasierte Behandlungsmethode für diverse chronische Erkrankungen darstellen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, bei der aktuelle Studien und medizinische Leitlinien zum Heilfasten ausgewertet und in Bezug auf ihre therapeutische Evidenz bewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Stoffwechselmechanismen, die Problematik des Muskelabbaus und die indikationsspezifische Bewertung, beispielsweise bei Diabetes, Bluthochdruck und entzündlichen Erkrankungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Heilfasten, Buchinger-Methode, Hungerstoffwechsel, Eiweißkatabolismus, Evidenzbasierte Medizin und Kontraindikationen aus.

Warum wird Heilfasten bei Typ-1-Diabetes als Kontraindikation eingestuft?

Aufgrund des absoluten Insulinmangels und der Gefahr einer sauren Stoffwechsellage während des Fastens besteht ein erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche Ketoazidose.

Inwieweit ist der "Entschlackungseffekt" medizinisch belegbar?

Der Begriff ist wissenschaftlich schwer zu fassen; eine tatsächliche selektive "Entschlackung" von Stoffen ist nicht nachweisbar, wenngleich eine Reduktion von Blutfett- und Glukosewerten durch das Fasten erreicht werden kann.

Warum ist das Fasten für Sportler oder ältere Menschen kritisch zu sehen?

Es besteht die Gefahr des Proteinabbaus (Eiweißkatabolismus) und bei älteren Menschen ein erhöhtes Risiko für Untergewicht und Sarkopenie, was den physiologischen Anforderungen an eine gesunde Ernährung widerspricht.

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Details

Titel
Ernährungsphysiologische Bewertung von Heilfasten
Hochschule
Universität Hohenheim
Note
2,3
Autor
Alexander Seifried (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
49
Katalognummer
V520392
ISBN (eBook)
9783346120038
ISBN (Buch)
9783346120045
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ernährung Ernährungswissenschaft Fasten Heilfasten Science Nutrition Gesundheit Bachelorarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Seifried (Autor:in), 2016, Ernährungsphysiologische Bewertung von Heilfasten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520392
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Leseprobe aus  49  Seiten
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