Die Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung des Gender Pay Gap, Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern. Durch eine kurze Darstellung der Situation der Frau in der Gesellschaft ab dem 19. Jahrhundert wird versucht, auf die Unterschiede in der Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann einzugehen. Nach Ausführungen zu den Grundlagen des Gender Pay Gap für Deutschland und die Führungskräfte in Deutschland werden die wesentlichen Ursachen benannt, die die Differenzen in den Löhnen hervorgerufen haben. Aufgrund der Komplexität des Themas kann hier keine allumfassende Betrachtung stattfinden, es werden Kurzumrisse sowie Ansätze von Erklärungen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Die Situation der Frau in der Gesellschaft
Gender Pay Gap (GPG)
Gesetzliche Grundlage – Grundgesetz
Berechnung des Gender Pay Gap (GPG)
Gender Pay Gap in Deutschland
Gender Pay Gap in Deutschland für Führungskräfte
Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit dem sogenannten Gender Pay Gap, also den strukturellen Lohnunterschieden zwischen den Geschlechtern, und analysiert deren historische Wurzeln sowie aktuelle Ursachen mit einem besonderen Fokus auf Führungspositionen.
- Historische Entwicklung der Rolle der Frau in der Gesellschaft
- Gesetzliche Rahmenbedingungen und das Grundgesetz
- Methodik der Berechnung des Gender Pay Gap
- Analyse des Lohngefälles in verschiedenen Wirtschaftsbranchen
- Spezifische Faktoren für den Lohnunterschied bei Führungskräften
Auszug aus dem Buch
Die Situation der Frau in der Gesellschaft
In der Kaiserzeit sollte die gute deutsche Hausfrau viele Kinder bekommen, nur für den Mann da sein und dessen Wünsche erfüllen. Frauen durften nicht wählen und hatten kein Recht auf Bildung. Nicht die Intelligenz sollte entwickelt werden, sondern das Gemüt der Frau. So waren die Bildungsmöglichkeiten für Frauen stark eingeschränkt. In Preußen durften Mädchen bis 1908 kein Abitur machen – frei nach dem Motto: „Jedes Mädchen lernt nur von dem Mann, den es liebt und es lernt dasjenige was und soviel wie der geliebte Mann durch seine Liebe als ihn erfreuend haben will.“ Daher kommt auch der Satz in Bezug auf Frauen: „Kirche, Küche, Kinderstube.“, geprägt von Kaiser Wilhelm II.
Berufliche Tätigkeiten von Frauen waren insbesondere beschränkt auf soziale Bereiche, wie Krankenschwester oder das familiäre Umfeld, wie Kindermädchen oder Küchenhilfe bzw. Magd. Eine Entlohnung erfolgte durch freie Kost und Unterkunft sowie ein Taschengeld. Als der erste Weltkrieg vorbei war und das Deutsche Kaiserreich verloren hatte, musste die Frau die Rolle des Mannes übernehmen, da viele Männer im Krieg gestorben waren. Jetzt musste die Frau Männerarbeit ausüben, um die Familie zu ernähren. In der Zeit des Nationalsozialismus unter Hitler wurden den Frauen die bis dahin erkämpften Rechten genommen. Die Emanzipation der Frau wurde von Hitler als jüdisches Gedankengut beurteilt und hatte so keinerlei Grundlage auf Existenz.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung der geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede ein und benennt historische sowie strukturelle Ursachen als Grundlage der Untersuchung.
Die Situation der Frau in der Gesellschaft: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Wandel der Frauenrolle vom 19. Jahrhundert bis zur modernen Ära nach und verdeutlicht die Entwicklung der Gleichberechtigung.
Gender Pay Gap (GPG): Hier werden die theoretischen Grundlagen, die gesetzliche Verankerung im Grundgesetz sowie die mathematische Methodik zur Berechnung der Lohnlücke erläutert.
Gesetzliche Grundlage – Grundgesetz: Erläutert die verfassungsrechtliche Garantie der Gleichberechtigung von Mann und Frau gemäß Artikel 3 des Grundgesetzes.
Berechnung des Gender Pay Gap (GPG): Definiert den unbereinigten Gender Pay Gap als Indikator für Einkommensdifferenzen zwischen den Geschlechtern auf Basis der Bruttostundenverdienste.
Gender Pay Gap in Deutschland: Analysiert statistische Daten zu Lohnunterschieden nach Regionen und stellt fest, dass berufliche Segregation und Diskriminierung weiterhin relevante Faktoren sind.
Gender Pay Gap in Deutschland für Führungskräfte: Untersucht das Lohngefälle in Managementebenen, welches signifikant höher ausfällt als im allgemeinen Durchschnitt und stark von individueller Berufserfahrung abhängt.
Schlussbetrachtung: Führt aus, dass trotz rechtlicher Fortschritte strukturelle Hürden sowie veraltete Rollenbilder den Abbau des Gender Pay Gap verzögern und politische sowie unternehmerische Maßnahmen erforderlich sind.
Schlüsselwörter
Gender Pay Gap, Lohnunterschiede, Gleichberechtigung, Führungspositionen, Frau in der Gesellschaft, Grundgesetz, Bruttostundenverdienst, Diskriminierung, Erwerbstätigkeit, Berufserfahrung, Rollenbilder, Entgelttransparenzgesetz, Management, Teilzeit, Vollzeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Phänomen des Gender Pay Gap, also die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, und beleuchtet dabei sowohl historische als auch aktuelle Hintergründe.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Frauenrolle, den gesetzlichen Grundlagen der Gleichberechtigung sowie einer detaillierten statistischen Betrachtung der Lohnlücken in verschiedenen Sektoren.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Ursachen für ungleiche Entlohnung zu identifizieren und aufzuzeigen, warum insbesondere in Führungspositionen weiterhin ein signifikantes Lohngefälle existiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes und des DIW, um die ökonomischen Differenzen empirisch zu belegen.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Ausgangslage, die Definition und Berechnung des GPG sowie eine spezifische Analyse für den deutschen Arbeitsmarkt und das Management.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Gender Pay Gap, Gleichberechtigung, Führungskräfte, Lohndiskriminierung und strukturelle Barrieren geprägt.
Warum ist der Gender Pay Gap bei Führungskräften höher als in anderen Bereichen?
Laut der Untersuchung liegt dies vor allem an der individuellen Gehaltsverhandlung und der Bedeutung langjähriger, lückenloser Vollzeiterfahrung, die oft als ungeschriebene Norm für Führungspositionen gilt.
Welche Rolle spielt die historische Situation der Frau für das heutige Lohngefüge?
Die Arbeit verdeutlicht, dass veraltete Rollenbilder wie "Kirche, Küche, Kinderstube" zwar rechtlich überwunden sind, aber als soziale Stereotype in der Wirtschaftswelt weiterhin nachwirken.
Welche politischen Maßnahmen werden als Lösungsansätze genannt?
Es werden Instrumente wie das Entgelttransparenzgesetz, das Mindestlohngesetz sowie Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie (z.B. Betriebskindergärten) hervorgehoben.
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- Anonym (Autor), 2020, Gender Pay Gap. Die Gehälter von Frauen in Führungspositionen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520403