Essstörung Bulimia nervosa. Symptome, körperliche Folgen und Prävention


Facharbeit (Schule), 2018

8 Seiten

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis-Bulimia Nervosa

1. Einleitung

2. Was passiert im Körper und wie verändert er sich?
2.1 Definition
2.2 Ursachen: Wie es zu der Krankheit kommt
2.3 Diagnostik: Körperliche Symptome
2.4 Veränderung des Gehirns und des Körpers

3. körperliche Folgen (zum Teil auch psychisch)
3.1 Gesellschaft
3.2 Äußere körperliche Folgen
3.3 Innere körperliche Folgen

4. praktische Untersuchung
4.1 Aufklärungsplakat
4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.3 Auswertung

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Projektarbeit habe ich mich mit der Essstörung Bulimia nervosa und der Frage „Wie ernsthaft ist diese Krankheit überhaupt?“ beschäftigt. Ich habe mir dieses Thema ausgesucht, da immer mehr Menschen, insbesondere Mädchen in der Pubertät, an einer Essstörung wie Bulimie erkranken und diese Krankheit oft nicht wahrhaben wollen, da sie ein falsches Selbstbild von sich selber haben. Deswegen ist es mir wichtig aufzuklären, wie gefährlich eine Essstörung sein kann, was dabei im Körper passiert und wie er sich verändert, da dieses Thema sehr relevant ist.

Im Allgemeinen ist die Essstörung eine psychisch bedingte Krankheit, jedoch werde ich mich eher auf den biochemischen Teil beziehen und erwähne nur nebenbei die psychologisch bedingten Prozesse. Zuerst werde ich mich mit der Frage „Was passiert im Körper und wie verändert er sich?“ befassen. Dabei werde ich die Krankheit erstmals definieren und auf die Ursachen eingehen. Anschließend werde ich erläutern, was die Symptome beziehungsweise Anzeichen für eine Essstörung sind und den Vorgang im Körper beschreiben.

Im zweiten Teil werde ich mich mit den äußeren als auch inneren körperlichen Folgen auseinandersetzen. Des Weiteren werde ich auch die Reaktion von nahestehenden Personen und die Wirkung des gesellschaftlichen Einflusses beschreiben. In diesem Teil werde ich auch teilweise die psychische Wissenschaft mit einbeziehen, um die Situation einer Person, die an Bulimie erkrankt ist besser verstehen zu können, da dieser Teil mit den biochemischen Prozessen zusammenhängt.

2. Was passiert im Körper und wie verändert er sich?

2.1 Definition

Bulimie ist hauptsächlich eine psychische Krankheit, bei der die betroffene Person konstant mit dem Thema Essen beschäftigt ist. Es kommt immer wieder zu unkontrollierten Heißhungerattacken, bei denen die Person sehr große Nahrungsmengen innerhalb kürzester Zeit zu sich nimmt und anschließend wieder erbricht (Vgl. Arens-Azêdo 2015:236). Oftmals sind junge Mädchen im Alter von 12-25 Jahren von dieser Krankheit betroffen, da sie in diesem Alter eine Veränderung ihres Körpers wahrnehmen und anfangen unzufrieden mit sich selbst zu sein. Obwohl sie normalgewichtig sind, fühlen sie sich dick und haben ein falsches Selbstbild von sich selber. Des Weiteren leiden Betroffene unter der Angst zuzunehmen, beschäftigen sich krankhaft mit ihrem Gewicht und nehmen sogar Abführmittel, Appetitzügler, Entwässerungsmittel etc., damit sie nicht zunehmen (Vgl. Onmeda-Redaktion 2017: o.S.). Die Ess-Brech-Sucht kann man nicht an dem Körpergewicht wie bei der Magersucht erkennen, weil Personen mit Bulimie häufig im Bereich des Normalgewichts sind und äußerlich nicht auffallen (Vgl. A. Simon o.J.: o.S.).

„Bulimie bedeutet sinngemäß Ochsenhunger. Das Wort nervosa deutet auf die psychische Komponente der Bulimie hin.“ (Simon o.J.: o.S)

Es gibt zwei Arten von der Bulimie, die man unterscheiden kann. Bei dem non-purging- Typ hat man Essanfälle, jedoch erbricht man das Essen im Nachhinein nicht wie beim purging-Typ, sondern man treibt Sport, oder hungert dabei, was jedoch dazu führt, dass man mehr solcher Heißhungerattacken bekommt, da der Körper denkt, er braucht mehr Energie durch den Sport.

2.2 Ursachen: Wie es zu der Krankheit kommt

Bei der Bulimie gibt es psychische als auch biologische Ursachen. Ein wichtiger Punkt bei den Ursachen ist das Selbstwertgefühl. Dieses ist bei erkrankten Personen sehr niedrig und wird durch andere Faktoren wie zum Beispiel familiäre Probleme, streben nach Anerkennung oder die heutigen Schönheitsideale ausgelöst. In vielen Fällen ist bereits eine psychische Belastung vorhanden (Vgl. Onmeda 2017: o.S.). Beispielsweise sind die betroffenen in einer Situation und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen oder haben keinen mit denen sie über ihre Probleme sprechen können. Öfters ist dies auch bei Leistungssportlern der Fall, da sie unter einem enorm hohen Leistungsdruck stehen und meistens nicht wissen was sie für die erwünschte zu hohe Leistung noch machen können. Ebenfalls sprechen auch biologische Faktoren für die Bulimie. Es hängt von der Genetik ab und auch davon, ob es in der Familie Personen gibt, die unter einer Essstörung leiden oder gelitten haben. Ist eine Person mit einer Bulimie erkrankten Person verwandt, so besteht durch das Erbgut ein höheres Risiko, ebenfalls an Bulimie zu erkranken (Vgl. Onmeda 2017: o.S.). Fehlfunktionen des Stoffwechsels, des Hormonsystems oder Störungen des Sättigungsgefühls sind ebenfalls biologische Faktoren, die für die Krankheit Bulimie sprechen. Jedoch kann man nicht immer klar entscheiden, ob es die Ursachen sind, die dazu führen. Es könnten auch die Folgen der Krankheit sein, die durch psychische Ursachen ausgelöst wurden. Des Weiteren stellen zusätzliche Belastungen die zum Beispiel psychisch bedingt sind, eine weitere Gefahr für die Essstörung dar. Außerdem könnte es auch an einer neurologischen Störung des Körpers liegen, die besonders bei Mädchen und Frauen auftritt. Das bedeutet, dass der Körper aus seinem Gleichgewicht geraten ist. Dies kann an einer längerfristigen und nicht ausgewogenen Ernährung liegen oder an Diäten, die nicht von einem Arzt verschrieben wurden (Vgl. Happel o.J.: o.S.).

2.3 Diagnostik: Körperliche Symptome

Um als Bulimie erkrankte Person diagnostiziert zu werden, spielt der Zeitraum dabei eine große Rolle. Es ist ein eindeutiges Zeichen, wenn die betroffene Person über drei Monate hinweg mindestens 2-3 Mal in der Woche unkontrollierte Heißhungerattacken hat und zusätzlich alles dafür tut, um nicht durch die Heißhungerattacken zuzunehmen. Dabei ergreift die Person extreme Maßnahmen wie zum Beispiel selbst herbeigeführtes Erbrechen, Einnahmen von Appetitzüglern, Zusatz von entwässernden Medikamenten und Abführmitteln. Bei den Heißhungerattacken verzehren die Personen am meisten kohlenhydratreiche Speisen, die bis zu insgesamt 10.000 Kalorien enthalten können. Durch den Verzehr dieser extremen Menge an Kalorien, fangen die Personen an Wut, Trauer und Scham zu empfinden, sodass sie sich bestrafen wollen und die oben genannten Maßnahmen ergreifen. Eine weitere Maßnahme ist auch, dass sie sich disziplinieren wollen, indem sie ihr Essverhalten zügeln und viel Sport treiben. Dies hält aber nicht lange an, da die Personen durch den Hunger, den sie verspüren, wieder anfangen eine Heißhungerattacke zu bekommen. Dieses Symptom stellt ein Suchtverhalten dar, aus dem man nur sehr schwer rauskommen kann. Ein weiteres typisches Symptom ist das Einkaufen in verschiedenen Supermärkten. Bulimiker kaufen in jedem Supermarkt nur eine kleine Menge an Essen ein, sodass nicht auffällt, dass sie krank sind, und große Mengen an Essen zu sich nehmen (Vgl. Onmeda 2017: o.S.). Des Weiteren erkennt man die Personen oft an ihrem Verhalten in der Öffentlichkeit. Sie wissen meistens sehr viel über Ernährungswissenschaften und ernähren sich in der Gegenwart von anderen Leuten gesund (Vgl. Voderholzer 2014: 2). Sie sind des Öfteren sehr ehrgeizig und erfolgreich im Leben, da sie sich in der Öffentlichkeit unter Kontrolle haben und sehr zielstrebig arbeiten.

2.4 Veränderung des Gehirns und des Körpers

„Essstörungen entstehen im Kopf. Denn die gedankliche Gleichung lautet: Traumgewicht = Traumleben. Und dann erwachen die Mädchen und Frauen im Alptraum Essstörungen.“ (Happel o.J.: o.S.)

In diesem Zitat wird erläutert, dass die Bulimie im Kopf stattfindet und auch anfängt. Während dieser Essstörung verändern sich viele Sachen im Körper wie zum Beispiel die Verdauung, das Blut und das Gehirn. Da die Verdauung bei Menschen schon im Mund beginnt, hat der Körper einer Bulimie erkrankten Person keine Möglichkeit das Essen, welches nicht richtig im Mund verarbeitet wird, zu verdauen. Die Magensäure, die beim erbrechen mit nach außen gefördert wird, zerstört die wichtigen Vitamine und Nährstoffe des Essens. Dadurch können keine Nährstoffe über das Blut an den Organismus weitergeleitet werden. Der Körper ist durch die unstrukturierten Essgewohnheiten irritiert und weiß nicht mehr was zutun ist. Wissenschaftler haben das Blut von 42 Bulimikern untersucht und es hat sich herausgestellt, dass jede Menge Antikörper in deren Blut vorhanden sind (Vgl. Ufen 2010: o.S.). Diese blockieren bestimmte Gehirn-Botenstoffe, die Neuropeptide heißen, unzwar besonders das Neuropeptid Alpha-MHS. Dieses sorgt eigentlich für ein Hunger- und Sättigungsgefühl, sodass der Körper sein Gewicht regulieren kann. Das Alpha-MHS Neuropeptid ist jedoch schwer unterscheidbar von Grippe Viren, weswegen die Antikörper im Blut denken, dass sie dieses Neuropeptid bekämpfen müssen. Dadurch weiß der Körper auch nicht, wann er satt ist oder wann er Hunger hat. Jedoch kann dies nur gefährlich werden, wenn sich die Antikörper vermehren und in das Gehirn gelangen. Dies kann durch ständigem Stress, Minderwertigkeitskomplexe, Probleme etc. verursacht werden, sodass sich in der Blut-Gehirn-Schranke Löcher bilden, wodurch die Antikörper in das Gehirn gelangen (Vgl. Ufen 2010: o.S.). Zudem kann man noch als typische Veränderung im Gehirn, die Körperschemastörung erkennen. Bei ihr haben Bulimiker ein verzerrtes Selbstbild von sich selber und sehen sich dicker, als sie eigentlich sind. Das liegt daran, weil die betroffenen Personen eine verringerte Anzahl an Neuronen in der Gehirnregion für visuelle Wahrnehmungen haben.

3. körperliche Folgen (zum Teil auch psychisch)

3.1 Gesellschaft

Heutzutage ist es in der Gesellschaft üblich, als beliebt zu gelten, wenn man eine schlanke Figur hat. Es ist für die Gesellschaft selbstverständlich, dass man dem Schönheitsideal entsprechen sollte. Man muss sich dessen bewusst sein, dass das Wort „Schönheitsideal“ nur ein erfundenes Wort der Gesellschaft ist. Personen die unter einer Essstörung wie Bulimie leiden, können sich nicht mit sich selber identifizieren, da sie unter dem Druck der Gesellschaft stehen, der sie dazu bringt eine falsche Wahrnehmung von sich selber zu haben. Häufig fangen Bulimiker aus schlechten Erfahrungen an, sich selber mit Essen zu trösten, da sie sich alleine fühlen. Außerdem setzen sie sich auch unter Druck nur um den anderen zu gefallen. Das Gefährliche daran ist, dass Außenstehende oft nicht merken, dass etwas mit der Person nicht stimmt. Die Krankheit wird von niemandem bemerkt, was dazu führt, dass die betroffene Person nicht mehr aus dem Teufelskreis der Bulimie rauskommen kann und sich immer mehr abgrenzt. Sie führen ein Doppelleben. Unter Bekannten verhalten sie sich normal und achten auch auf ihre Ernährung, aber sobald sie alleine sind, fangen sie an heimlich aus Frust zu essen. Den Personen geht es immer schlechter, bis auch Familie und Freunde etwas davon mitbekommen. Oftmals verleugnen Bulimiker ihre Krankheit, da es ihnen unangenehm ist sich Hilfe zu holen. Sie nehmen die Krankheit nicht ernst, bis meistens die Erziehungsberechtigten eingreifen und ihnen zwanghaft helfen.

(Verfasst von Chanelle Schlesiger, ohne Hilfe von anderen Quellen, Büchern etc.)

3.2 äußere körperliche Folgen

Die äußeren körperlichen Folgen sind bei Bulimikern erst nach einiger Zeit zu erkennen. Besonders auffällig sind ihre sozialen Verhaltensweisen nach einiger Zeit. Sie sind oft sehr launisch und lustlos, sodass sie vieles vernachlässigen und sich nur noch auf ihre Essstörung konzentrieren. Leistungen in der Schule oder beim Sport lassen erheblich nach, obwohl sie vorher sehr ehrgeizig waren. Häufig sind sie sehr gereizt, wenn man ihnen einfache Fragen stellt. Dadurch isolieren sie sich von anderen und haben nur noch sich selbst. Sie achten nicht mehr auf die wichtigen Sachen und sorgen sich nicht um sich selbst, sodass auch ihre Zimmer nicht ordentlich sind und überall Essensreste von ihren Anfällen liegen (Vgl. Lamers o.J.: o.S.). Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Betroffene stehlen, oder sich verschulden, um ihr Essen zu bezahlen welches sie für ihre Anfälle benötigen. Manchmal kommt es auch vor, dass Bulimiker sich selbst verletzen. Jedoch ist dies nicht immer bei einer Essstörung vorauszusetzen. Außerdem haben die Personen auch Angst abgestoßen zu werden, sodass sie sich von selber abwenden. Zu dem sind die betroffenen öfters in einer depressiven Stimmung, die in extremen Fällen zu Selbstmordgedanken führen können (Vgl. o.A. 2017: o.S.). Ein anderer Punkt der auch zu den äußeren Folgen gehört, sind die kalten Hände, die durch eine Durchblutungsstörung auftreten (Vgl. Nonnenmacher 2018: o.S.). Es kommt außerdem auch zu sprödem, glanzlosem Haar und rissiger und trockner Haut, die einen insgesamt schwach und ungepflegt wirken lassen.

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Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Essstörung Bulimia nervosa. Symptome, körperliche Folgen und Prävention
Jahr
2018
Seiten
8
Katalognummer
V520465
ISBN (eBook)
9783346120830
Sprache
Deutsch
Schlagworte
essstörung, bulimia, symptome, folgen, prävention
Arbeit zitieren
Anonym, 2018, Essstörung Bulimia nervosa. Symptome, körperliche Folgen und Prävention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520465

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