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Transfer Pricing in internationalen Unternehmen. Chancen und Risiken

Titre: Transfer Pricing in internationalen Unternehmen. Chancen und Risiken

Thèse de Master , 2017 , 183 Pages , Note: 5.4

Autor:in: Nadeem Wain (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Das erste Ziel dieser Arbeit ist es, für eine Unternehmensgruppe Grundlagen zu erarbeiten, damit ihre Firmen gesetzeskonform arbeiten und die Risiken in diesem Bereich minimieren können. Das zweite Ziel ist eine Analyse von Funktionen eines Unternehmens, damit ein Konzept erstellt werden kann, mit dem die Kosten dieser Stellen betriebswirtschaftlich korrekt über alle Gruppengesellschaften, welche diese Leistungen beziehen, verteilt werden können. Darauf aufbauend wurde ein transparentes Konzept mit Cost-Plus Methode erarbeitet. Das dritte Ziel ist eine allgemeine Funktions- und Risikoanalyse mit dem Verwaltungsrat eines Unternehmens sowie deren Integration im Transfer Pricing Manual.

Diese Ziele werden anschaulich anhand der Bomatec Group erreicht. Bomatec AG ist seit 1993 auf dem Markt präsent. 2007 wurde einerseits durch einen Spaltungsvertrag eine neue Firma Bomatec Automotive AG gegründet und andererseits wurde der Grundstein für eine Holdingsstruktur angelegt. Bomatec ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Im Laufe der Zeit wurden weitere zwei Firmen in China und Kanada gegründet. Ende 2014 kam es zu einer Übernahme eines Grosslieferanten von Bomatec im Magnetbereich in Malaysia.

Durch diese Übernahme hat Bomatec die Wertschöpfungskette ihrer Position gesichert. Die Bomatec Group hat sich aber damit auch neuen internationalen Herausforderungen ausgesetzt. Die Transaktionen in den Bereichen der Güter, Dienstleistungen, Lizenzen und Finanzierung zwingen die Gruppe, ein Konzept sowie ein Manual im Bereich der Verrechnungspreise zu erstellen und dieses dann umzusetzen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract / Management Summary

2. Einleitung

2.1. Motivation / Problematik / Thesen

2.1.1. Motivation

2.1.2. Problematik

2.1.3. Thesen

2.2. Zielsetzung dieser Arbeit und Abgrenzung

3. Methodik / Vorgehen

3.1. Beobachtung

3.2. Experiment

3.3. Befragung

4. Transfer Pricing

4.1. Das Drittvergleichsprinzip bzw. Arm’s length Prinzip

4.2. Gegenstand des Transfer Pricing und gewisse Missverständnisse

4.3. Relevante Bereiche des Transfer Pricing

4.4. Verrechnungspreisregime und betriebswirtschaftliche Steuerungsprobleme

4.5. Funktionen der Verrechnungspreise und Grundproblematik

4.6. Die Wahl der Verrechnungspreismethode und die Angemessenheit

4.6.1. Preisvergleichsmethode

4.6.2. Wiederverkaufspreismethode

4.6.3. Kostenaufschlagsmethode

4.6.4. Transaktionsbezogene Nettomargenmethode (TNMM)

4.6.5. Gewinnaufteilungsmethode

4.7. Gewinnberichtigungsmethode

4.7.1. Primary Adjustment

4.7.2. Secondary bzw. Corresponding Adjustment

4.8. Verständigungsverfahren

4.9. Schiedsverfahren

4.10. Auswahl der Methode für Verrechnungspreisfestlegung

4.11. Advance Pricing Agreement (APA)

4.12. «9-Steps» in BEPS gemäss OECD-Richtlinien

4.13. Funktions- und Risikoanalyse

4.14. BEPS und Vergleichbarkeits- und Verrechnungspreisanalyse

4.15. Charakterisierung der beteiligten Parteien

4.15.1. Routineunternehmen

4.15.2. Entrepreneur (Unternehmer) / Strategieträger

4.15.3. Mittelunternehmen oder Hybridgesellschaften

4.15.4. Eigenhändler – «fully flegded distributor»

4.15.5. Lizenzfertiger/ Vollproduzent – «fully flegded manufacturer»

4.16. Unternehmenscharakterisierung und Gewinn- / Verlustpotenzial

5. Gesetzliche Grundlagen zum Transfer Pricing

5.1. Gesetzliche Grundlagen zum Transfer Pricing – National

5.1.1. Neue obligatorische internationale OECD-Standards bei der Unternehmensbesteuerung

5.1.2. Berechnung des steuerbaren Reingewinns gemäss Art. 58 Abs. 1 DBG

5.1.3. Gewinnsteuer nach Art. 24 Abs. 1 StHG

5.1.4. Weitere Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen

5.1.5. Verdeckte Gewinnausschüttung und Gewinnvorwegnahme

5.1.6. Pflicht zur Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher nach OR 957 I

5.1.7. Geschäftsbücher Verordnung (GebüV) Art. 1

5.1.8. Ordnungsmässigkeit der Geschäftsbücher (GebüV) Art. 2

5.1.9. Ordnungsmässigkeit der Geschäftsbücher nach OR 958I

5.1.10. Geschäftsmässig begründeter Aufwand – Kreisschreiben Nr. 9

5.1.11. Steuerliche anerkannte Zinssätze - Rundschreiben vom 23.02.16

5.1.12. Verrechnungssteuer

5.1.13. Mehrwertsteuergesetz und Drittvergleich

5.1.14. Steuerliche Folgen bei Nichtachten der Gesetze

5.1.15. Aufgaben des Verwaltungsrats nach OR 716a

5.1.16. Sorgfalts- & Treuepflicht der Unternehmensleitung nach OR 717 I

5.1.17. Erstellen des Geschäftsberichts; Eine Aufgabe des VR nach OR

5.1.18. Strafbarkeit nach StGB (Strafgesetzbuch) Art. 102 I

5.1.19. Vertretungsverhältnisse nach StGB Art. 29

5.2. Gesetzliche Grundlagen zum Transfer Pricing – International

6. Funktions- und Risikoanalyse

6.1. Funktionsanalyse

6.1.1. Forschung und Entwicklung

6.1.2. Produktentwicklung

6.1.3. Prozessentwicklung

6.1.4. Patentwesen

6.1.5. Normen

6.1.6. Beschaffung/Einkauf

6.1.6.1. Beschaffung

6.1.6.2. Einkauf

6.1.7. Qualitätswesen

6.1.7.1. Strategisches Qualitätswesen

6.1.7.2. Operatives Qualitätswesen

6.1.8. Marketing / PR

6.1.8.1. Markenbildung und –pflege

6.1.8.2. Investor Relations und Öffentlichkeitsarbeit

6.1.8.3. Werbung und Verkaufsunterstützung

6.1.8.4. Unterstützung des Aussendiensts

6.1.8.5. Marktforschung und -analyse

6.1.8.6. Vertrieb/Service

6.1.8.7. Verkaufs- und Konditionsverhandlungen mit Kunden

6.1.8.8. Innendienst

6.1.8.9. Massnahmen zur Kundenbindung

6.1.8.10. Kundendienst / After Sales Service

6.1.9. Verwaltung

6.1.9.1. Informatik

6.1.9.2. Buchhaltung/ Bilanzierung

6.1.9.3. Steuern/Recht/Versicherung

6.1.9.4. Controlling und Reporting

6.1.9.5. Personalwesen

6.1.10. Sonstiges

6.2. Risiken

6.2.1. Definition des Risikos

6.2.2. Typische Risikofelder

6.2.3. Bewertung der Risiken

6.2.4. Risikostrategien

6.3. Risiken im Rahmen einer Funktionsanalyse

6.3.1. Forschung und Entwicklung

6.3.2. Beschaffung/ Einkauf

6.3.3. Fertigung

6.3.4. Qualitätswesen

6.3.5. Logistik/ Transport

6.3.6. Marketing/ PR

6.3.7. Vertrieb/ Service

6.3.8. Verwaltung

6.4. Zusammenfassende tabellarische Darstellung

6.5. Wertschöpfungsanalyse

6.6. Charakterisierung der beteiligten Parteien

7. Transfer Pricing Dokumentation

7.1. Inhalte der Transfer Pricing Dokumentation

7.2. Sanktionsmöglichkeiten bei fehlender oder unverwertbarer Dokumentation

7.3. TP Dokumentation in Kanada, China und Malaysia

7.4. Formen der Dokumentationsstrategie

7.4.1. Dezentrale Dokumentationserstellung

7.4.2. Zentrale Dokumentationserstellung

7.4.3. Zentrale Dokumentationserstellung unter zentraler Koordination

7.4.4. Matrix für Zentrale versus Dezentraler und Dezentraler mit zentraler Koordination

8. Relevante Bereich des Transfer Pricing

8.1. Sachgüter

8.2. Dienstleistungen

8.2.1. Abgrenzung zur gesellschaftlichen Veranlassung

8.2.2. Verrechenbarkeit dem Grunde nach

8.2.3. Angemessenheit der Verrechnungsmethode

8.2.3.1. Direkte Einzelabrechnung

8.2.3.2. Indirekte Einzelabrechnung (Leistungsumlage)

8.2.3.3. Pool-Konzept

8.2.4. Verrechenbarkeit der Höhe nach

8.3. Immaterialgüter

8.3.1. Ermittlung des Verrechnungspreises anhand der Lizenzanalogie

8.3.2. Wertbestimmung anhand des intern erfassbaren betrieblichen Nutzens

8.3.3. Immaterielle Wertbestimmung anhand einer ertragsorientierten Methode

8.3.4. Bestimmung des Wertes anhand einer kostenorientierten Methode

8.4. Finanzierungen

8.4.1. Konzerninterne Darlehen

8.4.2. Factoring

8.4.3. Cash-Pooling

8.4.3.1. Zero-Balancing

8.4.3.2. National-Cash-Pooling

8.4.4. Hedging / Devisenmanagement

8.5. Personalentsendung

8.5.1. Auslandeinsätze im Rahmen von Dienstleistungsverträgen

8.5.2. Auslandeinsätze im Rahmen von Entsendeverträge

8.5.2.1. Arbeitgeberbegriff

8.5.2.2. Betriebsstättenbegründung

8.5.2.3. Fremdübliche Vergütung

8.5.2.4. Entsendekosten

8.5.2.5. Allokation der Personalkosten

8.5.2.6. Know-how-Transfer

8.5.3. Dokumentation und Angemessenheitsnachweise

9. Aktuelle Entwicklungen im Bereich des Transfer Pricing

9.1. Digitale Wirtschaft (Digital Economy)

9.2. Hybride Gestaltungen (Hybrid Mismatch Arrangements)

9.3. Hinzurechnungsbesteuerung (CFC-Regelungen)

9.4. Zinszahlungen (Interest Deductions)

9.5. Schädliche Steuerregime (Harmful Tax Practices)

9.5.1. Key Factors

9.5.2. Other Factors

9.6. Verhinderung von «Treaty Shoping» (Preventing Tax Treaty Abuse)

9.7. Betriebsstättenproblematik (Avoidance of Permanent Establishment Status)

9.7.1. Kommissionsstruktur

9.7.2. Begrenzung der Aktivitäten auf vorbereitende und Hilfsaktivitäten

9.7.3. Aufteilung von Aktivitäten zwischen verbundenen Unternehmen

9.8. Immaterialgüter (TP Aspects of Intangibles)

9.9. Risiken und Kapital (Risk and Capital)

9.10. Transaktionen mit höheren Risiken (High Risk Transactions)

9.11. Datenerfasssung und Analyse (Measuring BEPS)

9.12. Offenlegungs-Modelle (Disclosure Rules)

9.13. TP-Dokumentation und Länderreporting (CbCR)

9.14. Verständigungsverfahren (Dispute Resolution)

9.15. Multilaterale Instrumente (Multilateral Instruments)

9.16. Unternehmenssteuerreform III in der Schweiz

10. Fazit und Schlussfolgerung aus der Theorie

10.1. Transfer Pricing – Ein Compliance Instrument

10.2. Transfer Pricing – Verhinderung von Risiken

10.3. Transfer Pricing – Ein betriebswirtschaftliches Führungsinstrument

11. Funktionsanalyse für «Shared Services»

11.1. Executive 1 – Person 1

11.2. Executive 2 – Person 2

11.3. Engineering & Development

11.4. Finance & Controlling

11.5. Quality Management

11.6. ERP Support & IT

12. Inhalt der Transfer Pricing Dokumentation

13. Weisungen

13.1. Weisung Nr. 1 - Grundanweisung

13.1.1. Vorgaben

13.1.2. Grundsätze

13.1.3. Weisungen

13.2. Weisung Nr. 2 – Zusammenfassende Übersicht

13.2.1. Umfang der Dokumentation

13.2.2. Grundlegendes

13.2.3. Vertrieb von materiellen Gütern

13.2.4. Management Fees (Shared Services Costs)

13.2.5. Lizenzen

13.2.6. Darlehen und Zinsen

13.2.7. Steuern und Rechnungsstellung

13.2.8. Verträge (Anschlussvereinbarungen)

14. Bomatec Group

14.1. Die Firmen-Leitidee

14.2. Unternehmensstrategie

14.3. Marktleistung

14.3.1. Magnete

14.3.2. Sensorik

14.3.3. Situation heute in beiden SGF

14.4. Strategische Erfolgsfaktoren

14.5. Stellung der Bomatec im Markt (Image)

14.6. Bedürfnismix der Bomatec

14.7. Die Rolle der seltenen Erden

15. Organisation der Bomatec Group

16. Grundinformation der Bomatec Group

16.1. Bomatec Holding AG (BHCH)

16.2. Bomatec Management AG (BOMA)

16.2.1. Wahrgenommene Funktion durch Bomatec Management AG

16.2.2. Verrechnungsmethodik der Bomatec Management AG

16.2.3. Shareholderkosten der Bomatec Management AG

16.3. Bomatec AG (BOCH)

16.4. Bomatec Automotive AG (BACH)

16.5. Bomatec (Ningbo) Trading Co., Ltd. (BOCN)

16.6. Bomatec International Corporation (BICA)

16.7. Bomatec (Malaysia) SDN. BHD. (BOMY)

16.8. Beteiligungen nach Funktionen

17. Funktions- und Risikoanalyse nach Tätigkeit

18. Konzerninterne Transaktionen und Vergütungsreglung

18.1. Allgemeine Regel

18.2. Anwendung des Fremdvergleichsgrundsatzes

18.3. In Betracht gezogene Methoden

18.3.1. Austausch materieller Güter

18.3.2. Austausch von Dienstleistungen

18.3.3. Austausch von immateriellen Gütern

18.3.4. Umlagemethode und die Beteiligung aller Parteien

18.4. Dokumentationsanforderungen

18.5. Anzuwendende Methode für die verschiedenen Geschäftsarten

18.5.1. Materielle Güter

18.5.2. Dienstleistungen

18.5.3. Lizenzen

18.5.4. Darlehensvergabe

18.6. Empfehlung (Best Method Rule)

18.6.1. Grundsätzlich

18.6.2. Vertrieb (Materielle Güter)

18.6.3. Dienstleistungen

18.6.4. Lizenzen

18.6.5. Darlehen und Zinsen

19. Steuern und Rechnungstellung

19.1. Quellensteuer nach DBA zwischen Schweiz und China

19.2. Quellensteuer nach DBA zwischen Schweiz und Kanada

19.3. Quellensteuer nach DBA zwischen Schweiz und Malaysia

20. Gesamtfazit und Ausblick

20.1. Bestätigung der 1. These

20.2. Bestätigung der 2. These

20.3. Zielerreichung dieser Master Thesis

20.4. Ausblick und weiteren Forschungsbedarf

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Master Thesis ist es, für die Bomatec Group ein fundiertes Transfer Pricing System zu konzipieren und zu implementieren, um die Gruppe steuerlich compliant zu halten und betriebswirtschaftliche Transparenz bei der internen Leistungsverrechnung zu schaffen. Die Forschungsarbeit analysiert hierzu die gesetzlichen Anforderungen sowie die Funktions- und Risikostrukturen der einzelnen Konzerngesellschaften, um eine adäquate Dokumentationsstrategie und ein operatives Verrechnungsmodell zu entwickeln.

  • Entwicklung und Implementierung von Transfer Pricing Richtlinien für einen wachsenden internationalen Konzern
  • Analyse der Funktions- und Risikostrukturen (Funktions- und Risikoanalyse) für sämtliche Konzerneinheiten
  • Konzeption eines transparenten Kostenverteilungssystems für "Shared Services" mittels "Cost-Plus" Methode
  • Erstellung eines rechtssicheren Transfer Pricing Manuals zur Harmonisierung der internen Verrechnung
  • Bewertung von Chancen und Risiken internationaler Transaktionen unter Berücksichtigung aktueller OECD-Standards

Auszug aus dem Buch

1. Abstract / Management Summary

Bomatec AG wurde 1993 in der Schweiz gegründet. 2007 wurde einerseits durch einen Spaltungsvertrag eine neue Firma Bomatec Automotive AG ins Leben gerufen und andererseits wurde der Grundstein für eine Holdingsstruktur angelegt. Bomatec Group ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Im Laufe der Zeit wurden weitere zwei Firmen in China und Kanada gegründet. Ende 2014 hat Bomatec einen Grosslieferanten in Malaysia übernommen. Durch die neue Grösse hat Bomatec Group sich neuen internationalen Herausforderungen ausgesetzt. Die Transaktionen in den Bereichen Sachgüter, Dienstleistungen, Lizenzen und Finanzierung zwangen die Bomatec Group, ein Konzept sowie ein Manual im Bereich der Verrechnungspreise zu erstellen und dieses dann umzusetzen.

Das erste Ziel dieser Arbeit war, aufgrund der Erkenntnisse aus Theorie, Praxis und Compliance-Vorgaben für Bomatec Group Grundlagen zu erarbeiten, damit die Bomatec Firmen gesetzeskonform arbeiten und die Risiken in diesem Bereich verhindert bzw. minimiert werden können. Dieses Ziel wurde aufgrund der Theorie, zahlreicher Hinweise aus der Praxis und geltenden Gesetze erreicht.

Das zweite Ziel dieser Arbeit war, alle Funktionen der Bomatec Management AG mit den Mitarbeitern dieser Firma zu analysieren, damit ein Konzept erstellt werden kann, mit dem die Kosten dieser Stellen betriebswirtschaftlich korrekt über alle Gruppengesellschaften, welche diese Leistungen beziehen, verteilt werden können. Dieses Ziel wurde erreicht, in dem man diese Personen persönlich über ihre Funktion und Tätigkeiten befragte. Aufgrund dieser Befragungen wurde dann ein transparentes Konzept mit «Cost-Plus» Methode erarbeitet und bereits in die Bomatec Group umgesetzt. Durch den Einsatz dieses «Cost-Plus» Konzept konnte die Bomatec Group die Ergebnisse einzelner Gruppengesellschaften betriebswirtschaftlich schon im Jahr 2016 korrekt ausweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

Abstract / Management Summary: Bietet einen Überblick über die Unternehmensentwicklung der Bomatec Group und fasst die drei zentralen Ziele der Arbeit zusammen, welche die Etablierung eines Transfer Pricing Manuals sowie die Analyse und Verrechnung von Shared Services beinhalten.

Einleitung: Beschreibt das Wachstum der Bomatec Group und die daraus resultierende Notwendigkeit für ein konzernweites Transfer Pricing System zur Sicherstellung der Compliance.

Methodik / Vorgehen: Erläutert den Forschungsansatz, der eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse vorhandener Verträge und mündlicher Befragung von Mitarbeitern zur Funktionsanalyse umfasst.

Transfer Pricing: Definiert die Grundlagen des Transfer Pricing inklusive des Fremdvergleichsprinzips (Arm’s length) und stellt die verschiedenen OECD-anerkannten Methoden zur Preisermittlung vor.

Gesetzliche Grundlagen zum Transfer Pricing: Analysiert nationale und internationale gesetzliche Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung von BEPS-Richtlinien und Dokumentationspflichten für Schweizer Unternehmen.

Funktions- und Risikoanalyse: Detailliert die methodische Herangehensweise zur Identifikation und Zuordnung von Funktionen, Risiken und Wirtschaftsgütern innerhalb der Konzerngesellschaften zur Vorbereitung der Transferpreisbestimmung.

Transfer Pricing Dokumentation: Beschreibt die inhaltlichen Anforderungen an eine TP-Dokumentation und diskutiert verschiedene Strategien (zentral vs. dezentral) für multinationale Gruppen.

Relevante Bereich des Transfer Pricing: Behandelt die spezifische Anwendung von Verrechnungspreisen auf verschiedene Transaktionsarten wie Sachgüter, Dienstleistungen, Immaterialgüter und Finanzierungen.

Aktuelle Entwicklungen im Bereich des Transfer Pricing: Diskutiert die Auswirkungen von BEPS-Aktionspunkten auf die digitale Wirtschaft, hybride Gestaltungen und Transparenz-Reporting.

Fazit und Schlussfolgerung aus der Theorie: Fasst zusammen, dass die Einführung von Transfer Pricing Richtlinien ein notwendiges Instrument für Compliance, Risikovermeidung und Unternehmenssteuerung darstellt.

Funktionsanalyse für «Shared Services»: Präsentiert die konkrete Funktionsanalyse der Bomatec Management AG und das daraus abgeleitete Kostenverteilungssystem für Shared Services.

Inhalt der Transfer Pricing Dokumentation: Listet die strukturierte Übersicht der im Transfer Pricing Manual enthaltenen Themen auf.

Weisungen: Definiert die konkreten internen Weisungen zur Umsetzung der Transfer Pricing Vorgaben innerhalb der Bomatec Group.

Bomatec Group: Porträtiert die Bomatec Gruppe und ihre strategische Ausrichtung als internationaler Lösungsanbieter für Magnete und Sensorik.

Organisation der Bomatec Group: Visualisiert die Konzernstruktur mit den verschiedenen Beteiligungsgesellschaften und deren Funktionen.

Grundinformation der Bomatec Group: Definiert die Unternehmensabkürzungen und die konzerneinheitlichen Rechnungslegungsgrundsätze.

Konzerninterne Transaktionen und Vergütungsreglung: Legt die verbindlichen Regeln und Methoden für konzerninterne Leistungsverrechnungen fest.

Steuern und Rechnungstellung: Bietet einen Überblick zu Quellensteuerfragen bei DBA-Anwendungen zwischen der Schweiz und China, Kanada sowie Malaysia.

Gesamtfazit und Ausblick: Bestätigt die im Rahmen der Arbeit aufgestellten Thesen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der Rolle interner Revision.

Schlüsselwörter

Transfer Pricing, Verrechnungspreise, OECD-Standards, Funktionsanalyse, Risikoanalyse, BOMATEC, Shared Services, Cost-Plus Methode, Compliance, BEPS, Konzerninterne Verrechnung, Fremdvergleichsprinzip, Steuerrecht, Dokumentationsstrategie, Internationales Steuerrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Implementierung eines Transfer Pricing Systems für die international wachsende Bomatec Group, um steuerliche Konformität zu erreichen und betriebswirtschaftliche Transparenz bei der internen Leistungsverrechnung zu schaffen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentrale Schwerpunkte sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Verrechnungspreise, die Funktions- und Risikoanalyse der Konzerneinheiten, die Dokumentationspflichten sowie die spezifischen Methoden zur Verrechnung von Sachgütern, Dienstleistungen und Shared Services.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, für die Bomatec Group gesetzeskonforme Grundlagen zu erarbeiten, ein transparentes Kostenverteilungssystem für Shared Services zu implementieren und die Funktions- und Risikostrukturen innerhalb des Konzerns zu dokumentieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die Auswertung bestehender Verträge sowie auf die persönliche Befragung von Funktionsverantwortlichen bei der Bomatec Management AG, um eine fundierte Funktionsanalyse durchzuführen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung des Transfer Pricing, die detaillierte Funktions- und Risikoanalyse, eine Darstellung der Dokumentationsanforderungen sowie konkrete Weisungen und Rahmenverträge für die Konzerninterne Leistungsverrechnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Transfer Pricing, Funktionsanalyse, Compliance, Shared Services, OECD-Standards und Konzernsteuerung definiert.

Wie werden "Shared Services" innerhalb der Bomatec Group verrechnet?

Die Kosten für Shared Services werden nach einer Funktionsanalyse der Bomatec Management AG mittels eines transparenten Konzepts unter Anwendung der "Cost-Plus" Methode auf die Gruppengesellschaften verteilt.

Welche Rolle spielt die Risikoanalyse für das Transfer Pricing der Bomatec Group?

Die Risikoanalyse ist ein Kernstück der Dokumentation. Sie identifiziert und bewertet die von den Einheiten getragenen Risiken, um sicherzustellen, dass die Verrechnungspreise den wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechen und somit den OECD-Richtlinien zum Fremdvergleich standhalten.

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Résumé des informations

Titre
Transfer Pricing in internationalen Unternehmen. Chancen und Risiken
Université
Kalaidos University of Applied Sciences Switzerland  (Institute für Accounting und Controlling)
Note
5.4
Auteur
Nadeem Wain (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
183
N° de catalogue
V520673
ISBN (ebook)
9783346114549
ISBN (Livre)
9783346114556
Langue
allemand
mots-clé
Transfer Pricing Verrechnungspreise Preisvergleichsmethode Wiederverkaufspreisemethode Kostenaufschlagsmethode Cost-Plus method TNMM Transaktionsbezogene Nettomargenmethode Gewinnaufteilungsmethode Primary Adjustment Secondary Adjustment Corresponding Adjustment Verständigungsverfahren Schiedsverfahren APA Advance Pricing Agreement 9-Steps in BEPS OECD-Richtlinien für BEPS Funktions- und Risikoanalyse Entrepreneur Strategieträger Hybridgesellschaften Eigenhändler fully flegged distributor Lizenzfertiger fully flegged manufacturer Verdeckte Gewinnausschüttung Gewinntransfer Direkte Einzelabrechnung Indirekte Einzelabrechnung Leistungsumlage Pool-konzept Konzerninterne Darlehen Factoring Cash-Pooling Zero-Balancing Betriebsstättenbegründung Fremdübliche Vergütung Entsendekosten Allokation der Personalkosten Konw-how-Transfer Digital Economy Digitale Wirtschaft CFC-Ruling Schädliche Steuerregime Harmful Tax Practices Preventing Tax Treaty Abuse Avoidance of Permanent Establishment Status Disclosure Rules CbCR Dispute Resolution Multilateral Instruments Shared Services
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Citation du texte
Nadeem Wain (Auteur), 2017, Transfer Pricing in internationalen Unternehmen. Chancen und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520673
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