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Die Sozialordnung der BRD 1949-1989 am Beispiel der Rentenpolitik

Titre: Die Sozialordnung der BRD 1949-1989 am Beispiel der Rentenpolitik

Dossier / Travail de Séminaire , 2004 , 28 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Antje Lehmann (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Après-guerre, La Guerre froide
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Februar 2004 veröffentlichte die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände ihre Stellungnahme zum Rentenversicherungs-Nachhaltigkeitsgesetz, das die Bundesregierung im Juli dieses Jahres verabschiedet hat. Darin drückt sie eine Befürchtung aus, die sie mit der Mehrheit der Bevölkerung besonders seit der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den letzten Jahren teilt: dass die Finanzierung der Rentenversicherung in Form von erhöhten Beitragssätzen allein auf die Erwerbstätigen abgewälzt wird. Was genau beinhaltet dieses Nachhaltigkeitsgesetz, und warum ist es verabschiedet worden? Um die Notwendigkeit des Gesetzes zu verstehen, hilft es, sich mit der Vergangenheit der Rentenversicherung zu befassen. Dann lässt sich auch erkennen, dass die Problematik, aus der es entstand, schon seit einigen Jahrzehnten besteht und bereits verstanden wurde, und dass es noch weitere problematische Aspekte gibt, die die Rentenversicherung in Deutschland betreffen.

Diese Arbeit befasst sich mit der Rentenversicherung als einem der wichtigsten Teilbereiche der deutschen Sozialordnung. Außer der Geschichte der Rentenversicherung müssen dabei auch die Herausforderungen betrachtet werden, die durch gesellschaftsstrukturelle und vor allem demografische Veränderungen auf die Sozialpolitik in Deutschland zukamen und noch heute zukommen. Deshalb ist die Geschichte der Rentenversicherung in dieser Arbeit zwar auf den Zeitraum vom Ende des zweiten Weltkrieges bis kurz vor der deutschen Wende beschränkt, die Relevanz der Geschehnisse zu heute wird dabei jedoch nicht außer acht gelassen, und ebenso wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben, um ein vollständigeres Bild zu schaffen.

Des weiteren soll in dieser Arbeit erörtert werden, welcher Strukturwandel in der bundesrepublikanischen Gesellschaft vonstatten ging, wie die Regierung bisher versucht hat, das Rentensystem an diese Entwicklungen anzupassen, welche Probleme es dabei gab und immer noch gibt. Zum Schluss werden verschiedene Lösungsansätze betrachtet. In den beiden letzten Kapiteln ist aus den oben genannten Gründen je ein Abschnitt „Ausblick“ enthalten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wichtige Daten für die Rentengesetzgebung

3. Reformbedarf: Normalarbeiter, Werte- und Strukturwandel, Demografie

3.1. Die „Normalarbeiterbiographie“ in der Realität

3.2. Wandel der Gesellschaftsstruktur

3.3. Demografische Veränderungen

3.4. Ausblick

4. Beurteilung verschiedener Lösungsansätze

4.1. Steuerfinanzierte Grundrente, Mindestrente, modifizierte Bruttolohnanpassung

4.2. Wechsel des Finanzierungsverfahrens

4.3. Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1989 vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Strukturveränderungen, um zu ergründen, warum das Rentensystem fortwährenden Anpassungsdruck erfährt und welche Lösungsansätze zur Bewältigung des Rentendebakels existieren.

  • Historische Entwicklung der Rentengesetzgebung in der BRD
  • Erosion der klassischen „Normalarbeiterbiographie“
  • Einfluss demografischer Veränderungen und Wertewandels
  • Kritische Beurteilung von Rentenreform-Lösungsansätzen
  • Analyse der Zukunftsfähigkeit des deutschen Rentenmodells

Auszug aus dem Buch

3.1. Die „Normalarbeiterbiographie“ in der Realität

Die Beschäftigungspolitik in der Bundesrepublik richtet sich vorrangig nach dem Bild der „Normalarbeiterbiographie“. Günther Schmid definiert sie in seinem Artikel „Flexibilität und Sicherheit im globalen Sozialstaat“ als „unbefristetes abhängiges Arbeitsverhältnis von Arbeitern und Angestellten in Vollzeit (also mindestens 36 Stunden die Woche)“.

Statistiken zufolge war aber bereits im Jahre 1985 der „Normalarbeiter“ nicht der Normalfall: Nur 54,4% aller Bürger gingen einem „nomalen“ Beschäftigungsverhältnis nach, Tendenz fallend. Diese Entwicklung ist laut Schmid eine Folge von drei Entwicklungstendenzen: Der Globalisierung, der Individualisierung und der zunehmnden Wichtigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologie, der „Informatisierung“. Schmid räumt ein, dass das Phänomen der „Erosion von ‚Normalarbeitsverhältnissen’ überwiegend (...) an den Rändern der Altersstufen“ sichtbar ist, und dass Frauen schon immer selten einer Normalarbeiterbiographie folgten. Der Normalarbeiter selbst entspricht inzwischen auch gar nicht mehr den allgemeinen Vorstellungen eines Bürgers, der nach Abschluss seiner Ausbildung einen Anstellungsvertrag bekam und daraufhin in Ruhe seinem geregelten Einkommen nachgeht: „Arbeitsverträge enthalten zunehmend Elemente von Kaufverträgen: Zielvereinbarungen, erfolgsabhängige Bezahlung, Beteiligung an den Kosten der Weiterbildung, Jobrotation, Arbeitszeitkonten, Kapitalbeteiligung.“ Normalarbeitsverhältnisse erwachsener Männer gehen laut Schmid auf Kosten von Jüngeren und Frauen, die häufig in „prekären Beschäftigungsverhältnissen“ angestellt sind. „Mehr Flexibilität bei den ‚normalen’ und mehr Sicherheit bei den ‚atypischen’ Beschäftigungsverhältnissen“ sind für Schmid zwingend notwendig für ein stabileres Geschlechter- und Altersgleichgewicht in der Arbeitswelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Problematik der Rentenfinanzierung im Kontext historischer Entwicklungen und definiert den Rentenversicherungssektor als essenziellen Bestandteil der deutschen Sozialordnung.

2. Wichtige Daten für die Rentengesetzgebung: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Überblick über die zentralen Rentenreformen und die damit verbundenen gesetzlichen Anpassungen von der Nachkriegszeit bis in die 1980er-Jahre.

3. Reformbedarf: Normalarbeiter, Werte- und Strukturwandel, Demografie: Hier werden die Ursachen für den Reformbedarf analysiert, insbesondere die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses, der Wandel von Familienstrukturen und die demografische Entwicklung.

4. Beurteilung verschiedener Lösungsansätze: Das Kapitel bewertet alternative Finanzierungs- und Rentenmodelle, wie steuerfinanzierte Renten oder das Kapitaldeckungsverfahren, hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit und ordnungspolitischen Eignung.

Schlüsselwörter

Rentenversicherung, Rentenpolitik, Normalarbeiterbiographie, Sozialordnung, Sozialpolitik, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, demografischer Wandel, Rentenniveau, Rentenreform, Generationenvertrag, Arbeitsmarkt, Strukturwandel, Agenda 2010, Lebensrisiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rentenpolitische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1949 und 1989 und die daraus resultierenden Herausforderungen für die soziale Sicherung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Schwerpunkte sind die historische Rentengesetzgebung, der Wandel gesellschaftlicher Strukturen, demografische Einflüsse sowie die Bewertung verschiedener Reformansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Gründe für den stetigen Reformbedarf in der Rentenversicherung aufzuzeigen und die Angemessenheit verschiedener Lösungsstrategien zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche, statistischen Daten und soziologischen Analysen zur Arbeitswelt und Sozialpolitik basiert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der historischen Genese des Rentensystems, dem Phänomen der schwindenden „Normalarbeiterbiographie“ sowie der demografischen Belastung der Rentenkassen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rentenversicherung, Umlageverfahren, demografischer Wandel und das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Stabilität und sozialem Anspruch geprägt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Umlageverfahrens?

Das Umlageverfahren wird trotz seiner Probleme als voraussichtlich fortbestehendes System angesehen, da ein Wechsel zum Kapitaldeckungsverfahren hohe systemische Risiken bergen würde.

Welchen Einfluss hat das Frauenbild auf das Rentensystem?

Die Arbeit betont, dass das Rentensystem stark auf dem Modell des männlichen Ernährers und der „Normalarbeiterbiographie“ beruht, was Frauen durch Diskontinuitäten in der Erwerbsbiografie benachteiligt.

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Résumé des informations

Titre
Die Sozialordnung der BRD 1949-1989 am Beispiel der Rentenpolitik
Université
LMU Munich  (Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte)
Cours
Hauptseminar: "Wirtschaftliche Entwicklung und Wirtschaftspolitik in der BRD 1949-89"
Note
1,0
Auteur
Antje Lehmann (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
28
N° de catalogue
V52156
ISBN (ebook)
9783638479400
ISBN (Livre)
9783638661027
Langue
allemand
mots-clé
Sozialordnung Beispiel Rentenpolitik Hauptseminar Wirtschaftliche Entwicklung Wirtschaftspolitik
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Citation du texte
Antje Lehmann (Auteur), 2004, Die Sozialordnung der BRD 1949-1989 am Beispiel der Rentenpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52156
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Extrait de  28  pages
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