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Geschichte der Wissenschaften. Von der Entstehung der Wissenschaften in Abgrenzung zur Religion bis heute.

Wissenschaft zwischen Ideologie und Irrtum: Können die Wissenschaftler unsere Ansprüche erfüllen?

Titre: Geschichte der Wissenschaften. Von der Entstehung der Wissenschaften in Abgrenzung zur Religion bis heute.

Dossier / Travail , 2005 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sonja Lindenberg (Auteur)

Histoire - Divers
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Die Lage ist ruhig und scheinbar entspannt. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Naturwissenschaft und Theologie kämpferisch und gegenseitig die Richtigkeit ihrer Ansätze absprachen. Heute handele es sich viel mehr um ein Verhältnis „friedlichuninteressierter Koexistenz“ zweier Lager. Im Laufe der Geschichte ist die Wissenschaft zu einem immer wichtigeren Bestandteil unseres Lebens geworden. Schon seit den Anfängen der Wissenschaften durch Galilei, Keppler und Newton ist mit wissenschaftlichen Erkenntnissen eine zentrale Hoffnung verbunden: „Dies war vor allem eine grandiose Versprechung, die Ungewißheit der Weltläufe, die Unvorhersagbarkeit der künftigen Ereignisse durch Einsicht in die Naturgesetze zu überwinden, das, was sich ereignen könnte, berechenbar, das heißt vor allem vorausberechenbar und damit beherrschbar zu machen.“

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Aufstieg der Wissenschaften

2.1 Der Kampf mit der Kirche

2.2 Die Parole: Wissenschaft als Weltgesinnung

3. Das Dogma der Wissenschaften

3.1 Popularisierung der Wissenschaft

3.2 Ungetrübter Fortschrittsglaube

3.3 Szientismus – wenn Wissenschaft zur Ideologie wird

3.4 Wissenschaft als Irrweg?

4. Der Autoritätsverlust

4.1 Die Ambivalenz des Fortschritts

4.2 Der Wunsch nach Irrtumslosigkeit

4.3 Das Risiko des Nichtwissens

5. Auf dem Weg zu einer besseren Wissenschaft?

5.1 Der Umgang mit wissenschaftlichem Nichtwissen

5.2 Pluralisierung des Wissens

5.3 Wissenschaft im politischen Prozess

6. Gegenentwurf und Warnung: Kreationismus

6.2 Der alte Glaubensstreit heute

6.3 Geht es nicht ohne Wissenschaft?

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht retrospektiv das sich wandelnde Verhältnis zwischen Gesellschaft und Wissenschaft. Dabei wird die Forschungsfrage beantwortet, welche Ansprüche die Gesellschaft an die Wissenschaft stellt, wie sich diese mit den wissenschaftlichen Möglichkeiten vereinbaren lassen und wie eine moderne Gesellschaft mit den durch Forschung entstehenden Risiken und dem Phänomen des Nichtwissens umgehen sollte.

  • Historische Entwicklung des Konflikts zwischen Naturwissenschaft und Religion.
  • Entstehung und Kritik des szientistischen Fortschrittsglaubens.
  • Die Problematik von Nichtwissen und Risiko in der Wissensgesellschaft.
  • Bedeutung von Erfahrungswissen und Pluralisierung von Wissensformen.
  • Herausforderung durch den modernen Kreationismus als Gegenentwurf zur Wissenschaft.

Auszug aus dem Buch

3.3 Szientismus – wenn Wissenschaft zur Ideologie wird

Der Szientismus hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert und geht davon aus, das es möglich sei, so verlässliche und voraussagbare Erkenntnisse wie über Sterne und Atome auch über das Verhalten der Menschen machen zu können. Die Naturwissenschaften würden demnach eine „Methode liefern, mit der sich die Geheimnisse sowohl des menschlichen Herzens als auch des Werdegangs der Gesellschaft lüften lassen“ (Postman, 1991, 158). Und somit auch ihre Probleme lösen.

Für Postman (a.a.O., 159) besteht einer der Grundpfeiler des Szientismus darin, „dass der Glaube an die Wissenschaft zu einem neuen Fundament umfassender Überzeugungen werden kann, die dem Leben einen Sinn geben und den Menschen ein Gefühl von Wohlbefinden, eine Ethik und sogar Unsterblichkeit schenken“. Wie aber kam es dazu? Hier soll noch eine andere Definiton von Szientismus dienen:

„Scientism is the belief that science, especially natural science, is much the most valuable part of human learning – much the most valuable part because it is much the most authoritive, or serious, or beneficial.” (Sorell, 1991, 1)

Wissenschaft ist also nach Sorell eine Autorität, sie ist maßgebend. Der Grund:

“At least five claims about science seem to be characteristic of the scientific empiricists: (1) science is unified; (2) there are no limits to science; (3) science has been enourmously successful at prediction, explanation and control; (4) the methods of science confer objectivity on scientific results; and (5) science has been beneficial for human beings.” (a.a.O., 4)

Daraus ergab sich der Gedanke, dass “science, or at least scientific empiricism, could be spread to areas such as far outside its sphere as the arts.” (a.a.O., 16) Dies führte zu dem Glauben, dass ein wissenschaftliches Verständnis dieser Welt wichtig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sowie Erläuterung der Zielsetzung und chronologischen Struktur der Arbeit.

2. Der Aufstieg der Wissenschaften: Analyse der historischen Konfliktlinie zwischen Kirche und Naturwissenschaft sowie der Begründung der Wissenschaft als prägendes Leitbild der Moderne.

3. Das Dogma der Wissenschaften: Untersuchung der Popularisierung der Wissenschaft, des ungetrübten Fortschrittsglaubens und der Entstehung des Szientismus als ideologische Ersatzreligion.

4. Der Autoritätsverlust: Erörterung der Ambivalenz wissenschaftlichen Fortschritts, des Scheiterns des Anspruchs auf absolute Irrtumslosigkeit und der zunehmenden Bedeutung des Risikobewusstseins.

5. Auf dem Weg zu einer besseren Wissenschaft?: Diskussion über den Umgang mit Nichtwissen, die Notwendigkeit der Pluralisierung von Wissensformen und die Integration wissenschaftlicher Erkenntnisse in politische Aushandlungsprozesse.

6. Gegenentwurf und Warnung: Kreationismus: Darstellung des Kreationismus als fundamentalistischer Gegenentwurf zur modernen Wissenschaft und Untersuchung der Motive für diese Rückbesinnung auf Glaubenswahrheiten.

7. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse über die notwendige Anerkennung der Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis und das Plädoyer für einen bewussten Umgang mit Nichtwissen als gesellschaftliche Aufgabe.

Schlüsselwörter

Wissenschaft, Naturwissenschaft, Religion, Szientismus, Fortschrittsglaube, Nichtwissen, Risikogesellschaft, Kreationismus, Wissensgesellschaft, Erfahrungswissen, Ideologie, Moderne, Wissenschaftsfolgenabschätzung, Objektivität, Pluralisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historische und gegenwärtige Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf ihr Verhältnis zu Religion, ideologischen Überzeugungen und dem Umgang mit gesellschaftlichen Risiken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen der historische Konflikt zwischen Wissenschaft und Kirche, die Entwicklung des Szientismus, die Problematik von Nichtwissen in der Forschung sowie die gesellschaftliche Herausforderung durch den Kreationismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aus einer historischen Retrospektive zu klären, welche Erwartungen die Gesellschaft an die Wissenschaft richtet und wie diese Ansprüche angesichts der inhärenten Grenzen wissenschaftlichen Wissens neu bewertet werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine chronologisch aufgebaute Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze aus der Wissenschaftssoziologie und Wissenschaftstheorie miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Wandel vom naiven Fortschrittsoptimismus hin zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Nichtwissen und der Pluralisierung von Wissensformen im politischen und sozialen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Wissenschaft, Szientismus, Risiko, Nichtwissen, Kreationismus und die Wissensgesellschaft definieren.

Inwiefern hat die Wissenschaft ihre Autorität verloren?

Der Autoritätsverlust resultiert aus der Einsicht, dass wissenschaftlicher Fortschritt unvorhersehbare Nebenwirkungen mit sich bringt und die Wissenschaft nicht in der Lage ist, die komplexen Probleme der modernen Welt allein zu lösen.

Warum betrachten Kreationisten die Wissenschaft als Problem?

Sie sehen in der Wissenschaft einen Konkurrenten, der ihren Glauben an ewige, absolute Wahrheiten bedroht, und versuchen daher, ein eigenes, „wissenschaftlich“ anmutendes Weltbild als Alternative zu etablieren, um in einer komplexen Welt Sicherheit zu finden.

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Titre
Geschichte der Wissenschaften. Von der Entstehung der Wissenschaften in Abgrenzung zur Religion bis heute.
Sous-titre
Wissenschaft zwischen Ideologie und Irrtum: Können die Wissenschaftler unsere Ansprüche erfüllen?
Université
University of Applied Sciences Bremen
Cours
Politikwissenschaft
Note
1,0
Auteur
Sonja Lindenberg (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
22
N° de catalogue
V52544
ISBN (ebook)
9783638482264
ISBN (Livre)
9783656776307
Langue
allemand
mots-clé
Geschichte Wissenschaften Entstehung Wissenschaften Abgrenzung Religion Politikwissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sonja Lindenberg (Auteur), 2005, Geschichte der Wissenschaften. Von der Entstehung der Wissenschaften in Abgrenzung zur Religion bis heute., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52544
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Extrait de  22  pages
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