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Leistungsbewertung im Offenen Unterricht. Ändert sich mit der Lernkultur auch die Leistungskultur?

Título: Leistungsbewertung im Offenen Unterricht. Ändert sich mit der Lernkultur auch die Leistungskultur?

Trabajo Escrito , 2019 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anni Esweer (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer Abwendung vom klassischen Unterrichtsmodell, hin zum so genannten "Offenen Unterricht". Zunächst wird die Begrifflichkeit durch das Aufzeigen von Abgrenzungen inhaltlich präzisiert und eingerahmt. Auch die auffallende Nähe zu Merkmalen des schülerzentrierten Unterrichts wird dabei aufgezeigt. Anschließend wird Offener Unterricht auf seine motivational fördernden Aspekte hin dargestellt, welche als bedeutsam für den Schulalltag gesehen werden. Daran schließt sich das theoretische Themenfeld der Leistungsbewertung in der Schule an, bei welchem ebenfalls im Rahmen des Leistungsbegriffs aus pädagogischer Sicht die gegenwärtigen Veränderungen aufgezeigt werden. Mögliche Formen der Leistungsbewertung werden aufgezeigt, um die Frage beantworten zu können, ob Offener Unterricht Anspruch auf andere Bewertung stellt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend in einem Fazit dargestellt.

Wenn von Offenem Unterricht die Rede ist, ist schnell festzustellen, dass eine universelle Definition in der Literatur nicht zu finden ist. Dies ist nicht verwunderlich, da es auch den einen Offenen Unterricht nicht gibt. Stattdessen kann Offener Unterricht auf viele unterschiedliche Arten durchgeführt werden und unterschiedliche Interaktions- und auch Handlungsformen zulassen. In Offenen Unterrichtsformen ist das Schülerverhalten von Eigenständigkeit geprägt. Ebenso ist eine Orientierung hin zum Lernprozess mit seinen Erfahrungswerten und aktivem Handeln erkennbar. Hier ist ein erweiterter prozessori-entierter Lernbegriff anzunehmen, der neben dem inhaltlichen auf soziales und strategisches Lernen abzielt, bei dem vielfältige Methoden genutzt werden. Letztlich sind auch eine beson-dere Stellung der Lernorganisation und Raumnutzung zu erkennen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Offener Unterricht

2.1 Definitions- und Abgrenzungsversuch

2.2 Nähe zum schülerzentrierten Unterricht

3 Offener Unterricht aus Sicht der Motivationsforschung

4 Leistungsbewertung in der Schule

4.1 Der erweiterte Leistungsbegriff aus pädagogischer Sicht

4.2 Gütekriterien

4.3 Formen der Leistungsbewertung in der Schule

5 Leistungsbewertung im Offenen Unterricht

6 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Offenen Unterrichts und beleuchtet kritisch, inwiefern dieses Modell veränderte Anforderungen an die Leistungsbewertung in der Schule stellt. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob das tradierte Bewertungssystem beibehalten werden kann oder ob eine neue Leistungskultur erforderlich ist, die den Lernprozess und die individuelle Entwicklung stärker in den Fokus rückt.

  • Grundlagen und Definitionen des Offenen Unterrichts
  • Nähe zwischen offenem und schülerzentriertem Unterricht
  • Bedeutung der Motivationsforschung (Kompetenz, Autonomie, soziale Eingebundenheit)
  • Erweiterter pädagogischer Leistungsbegriff und dessen Kriterien
  • Methoden der Leistungsbewertung und Dokumentation

Auszug aus dem Buch

2.1 Definitions- und Abgrenzungsversuch

Wenn von Offenem Unterricht die Rede ist, ist schnell festzustellen, dass eine universelle Definition in der Literatur nicht zu finden ist. Dies ist nicht verwunderlich, da es auch den einen Offenen Unterricht nicht gibt. Stattdessen kann Offener Unterricht auf viele unterschiedliche Arten durchgeführt werden und unterschiedliche Interaktions- und auch Handlungsformen zulassen. Es handelt sich um eine „vielgestaltige Bewegung, in deren Verlauf die Wiederentdeckung reformpädagogischer Grundgedanken und Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Wochenplanarbeit und Projektarbeit einen besonderen Stellenwert einnimmt“ (Jürgens 2009, S. 49).

Damit scheint es sich um einen Oberbegriff zu handeln, der in unterschiedlicher Ausführung in der Praxis zu finden ist. Jürgens macht in diesem Kontext jedoch auf die Gefahr einer konturenlosen Verwendung des Begriffes aufmerksam, die zur Annahme führe, alles was nicht geschlossen sei, sei eben offen. Damit würde es sich bei Offenheit nur um ein Schlagwort handeln, dem durch seine Vielfältigkeit, jede Form der Eingrenzung fehle und deren Beforschung unmöglich bliebe (vgl. ebd., S. 16f.).

Dagegen spricht, dass sich in verschiedenen Aufzeichnungen immer wiederkehrende charakteristische Merkmale des Offenen Unterrichts finden lassen, sodass Aussagen wie, den Offenen Unterricht definieren zu wollen, sei ein Widerspruch in sich selbst, nicht zugestimmt werden kann (vgl. Grundschule 1988, S. 50f.). Viel mehr ergibt sich die Möglichkeit, aus verschiedenen Ansätzen, die sich wiederholenden Leitgedanken herauszuarbeiten, um die Herausbildung einer theoriegeleiteten Rahmenkonzeption des Offenen Unterrichts zu ermöglichen und damit nachprüfbare Beurteilungskriterien aufzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz einer neuen Lernkultur, die den Lernprozess statt trägen Wissensaufbaus in den Fokus rückt, und führt in die Fragestellung nach der passenden Leistungsbewertung ein.

2 Offener Unterricht: Dieses Kapitel arbeitet die Definitionsproblematik sowie charakteristische Merkmale des Offenen Unterrichts heraus und setzt ihn in Bezug zum schülerzentrierten Unterricht.

3 Offener Unterricht aus Sicht der Motivationsforschung: Hier wird dargelegt, wie Offener Unterricht die menschlichen Grundbedürfnisse nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit erfüllen kann, um die intrinsische Motivation zu fördern.

4 Leistungsbewertung in der Schule: Das Kapitel definiert den erweiterten pädagogischen Leistungsbegriff, erläutert diagnostische Gütekriterien und stellt verschiedene Methoden der Leistungsbeurteilung gegenüber.

5 Leistungsbewertung im Offenen Unterricht: Es wird untersucht, ob und wie die Forderung nach einer neuen Leistungskultur im Offenen Unterricht durch prozessorientierte Bewertungsmethoden wie Portfolios oder Selbstbewertung umgesetzt werden kann.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Offener Unterricht zwar anspruchsvolle Bedingungen an die Leistungsbewertung stellt, jedoch durch gezielte Adaption bestehender Methoden keine komplett neue Bewertungssystematik erforderlich ist.

Schlüsselwörter

Offener Unterricht, Leistungsbewertung, neue Lernkultur, Lernprozess, schülerzentrierter Unterricht, Motivationsforschung, Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit, pädagogischer Leistungsbegriff, Gütekriterien, prozessorientiertes Lernen, Selbstständigkeit, Handlungsorientierung, formative Diagnostik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Modulhausarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung des Offenen Unterrichts und der zentralen Herausforderung, wie Leistungen in einem solch flexiblen, schüleraktiven Umfeld adäquat beurteilt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Definition des Offenen Unterrichts, der psychologischen Motivationsgrundlagen nach Deci und Ryan sowie einer kritischen Analyse der schulischen Leistungsbewertungsmethoden.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin oder der Autor?

Das Ziel ist es zu klären, ob der Offene Unterricht zwangsläufig ein vollkommen neues Bewertungssystem erfordert oder ob bestehende pädagogische Methoden der Diagnostik durch eine veränderte Perspektive auf den Lernprozess angepasst werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Zusammenführung pädagogischer sowie psychologischer Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Offenheit, die Analyse motivationaler Aspekte und eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem erweiterten Leistungsbegriff, ergänzt um einen Vergleich gängiger Bewertungsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Offener Unterricht, Leistungskultur, Motivation, Autonomie, pädagogische Diagnostik und prozessorientiertes Lernen.

Wie definiert die Arbeit den „erweiterten Leistungsbegriff“?

Er wird als Abkehr von der rein ergebnisorientierten Zensurengebung verstanden; Leistung umfasst hierbei auch Lernwege, verwendete Strategien, den Umgang mit Fehlern sowie kooperatives und selbstständiges Handeln.

Warum ist die Motivationsforschung für das Thema relevant?

Sie liefert die theoretische Begründung, warum Offener Unterricht effektiv ist: Indem er Autonomie und Kompetenz fördert, steigert er die intrinsische Motivation, was wiederum eine spezifische, unterstützende Leistungsrückmeldung notwendig macht.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Leistungsbewertung im Offenen Unterricht. Ändert sich mit der Lernkultur auch die Leistungskultur?
Universidad
Bielefeld University
Calificación
1,0
Autor
Anni Esweer (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
18
No. de catálogo
V534868
ISBN (Ebook)
9783346142214
ISBN (Libro)
9783346142221
Idioma
Alemán
Etiqueta
offener unterricht leistungbewertung schule lernformen schülerzentrierter unterricht unterricht modene didaktik didaktik handlungsorientiert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anni Esweer (Autor), 2019, Leistungsbewertung im Offenen Unterricht. Ändert sich mit der Lernkultur auch die Leistungskultur?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/534868
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