Die Entwicklung des Adoleszenzromans anhand von Hermann Hesses "Unterm Rad" und Paulus Hochgatterers "Wildwasser"


Seminararbeit, 2019
22 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Man muß jung sein, um große Dinge zu tun
1.2 Aufbau der Arbeit, Fragestellung

2 Kinder- und Jugendliteratur
2.1 Definitionsversuche
2.2 Realistische Kinder- und Jugendliteratur
2.3 Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur

3 Adoleszenz und Adoleszenzroman
3.1 Adoleszenz: Etymologie und Definition
3.2 Entwicklung des Adoleszenzromans

4 Im Zentrum des Adoleszenzromans: Hermann Hesse und Paulus Hochgatterer
4.1 Analysen zu Hermann Hesses Unterm Rad
4.2 Analysen zu Paulus Hochgatterers Wildwasser
4.3 Gegenüberstellung von Unterm Rad und Wildwasser

5 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Man muß jung sein, um große Dinge zu tun

„Man muß jung sein, um große Dinge zu tun“1 Mit diesem kurzen Zitat von Johann Wolfgang von Goethe über die Adoleszenz möchte ich diese Seminararbeit einleiten. Die Adoleszenz stellt meines Erachtens eine der wichtigsten Entwicklungsphasen eines Menschen dar. In der Humanwissenschaft und Entwicklungspsychologie wird grundsätzlich unterschieden zwischen früher Adoleszenz (auch: Pubertät, ca. 10-13 Jahre), mittlerer Adoleszenz (ca. 13-16 Jahre) und später Adoleszenz (ca. 16-20 Jahre). Alle drei Abschnitte, beginnend mit der Pubertät, stellen für die Jugendlichen eine Zeit dar, in der sie sich physisch-körperlich als auch psychisch-charakterlich stark verändern können. Während der mittleren Adoleszenz hin zur späten Adoleszenz kommt es vor allem bezüglich des Charakters zu einer Reifungs(end)phase; in dieser überwindet der Jugendliche seine zum Teil stark ausgeprägte Schüchternheit und beginnt seinen Körper zu erforschen, „große Dinge zu tun“ und dadurch Erfahrungen zu sammeln, um sich selbst besser verstehen zu können und letztendlich seinen Platz in der Gesellschaft zu finden2.

Vor allem der Aspekt „seinen Platz in der Gesellschaft zu finden“, was zum Teil unter harten Strapazen abläuft, ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Adoleszenz ein beliebtes Thema in der Filmindustrie und Literatur darstellt, woraus sich das Modell des Adoleszenzromans entwickelt hat. Der Adoleszenzroman behandelt als Schwerpunkt u.a. genau den oben erwähnten Aspekt, womit das Ende der sozialen Reifungsphase eines Menschen eingeleitet wird. Da die intensive Auseinandersetzung mit dieser Thematik von Werk zu Werk stark variiert, kann der Adoleszenzroman meines Erachtens weder eindeutig der Erwachsenenliteratur noch der Kinder- und Jugendliteratur zugeordnet werden, wobei der Hauptaspekt dieser Seminararbeit doch bei letzterem liegen soll.

1.2 Aufbau der Arbeit, Fragestellung

Die folgende Seminararbeit beschäftigt sich genauer mit dem Adoleszenzroman im 21. Jahrhundert. Den Ausgangspunkt stellt dabei die Gattung der Kinder- und Jugendliteratur dar, auf deren Definition und Entwicklung im zweiten Kapitel eingegangen wird. Ausgehend von der realistischen Kinder- und Jugendliteratur zu Beginn der Jahrhundertwende soll anschließend die problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur der 1970er Jahre thematisiert werden. Kapitel 3 setzt sich vermehrt mit dem Modell des Adoleszenzromans auseinander und soll dessen Charakteristika und mögliche Überschneidungen mit anderen Gattungen bzw. Genres klären. Den analytischen Schwerpunkt soll jedoch die Gegenüberstellung zweier paradigmatischer Leitlinien des Adoleszenzromans darstellen. Als erste Leitlinie fungieren dabei die Adoleszenzromane zu Beginn des 20. Jahrhunderts, worunter auch die Schulerzählungen bzw. Schulromane fallen, wofür ich als Primärliteratur Hermann Hesses Unterm Rad (1906) heranziehen werde. Dem gegenüber stelle ich den postmodernen Adoleszenzroman, der sich aus der problemorientierten Kinder- und Jugendliteratur der 1970er Jahre, auch bekannt als Kinder- und Jungendliteratur der Zweiten Moderne, herausgebildet hat und letztendlich in den 1990er Jahren seine Verwirklichung findet. Als Primärwerk dient Paulus Hochgatterers Roman Wildwasser, um auch einen Bezug zum Kanon des Seminars herzustellen. Gestützt werden die Analysen unter Bezugnahme einschlägiger theoretischer Literatur. Das Ergebnis dieser Entgegenstellung soll einerseits die Merkmale verdeutlichen, aber auch zeigen, inwiefern die Autoren neue Paradigmen der Kinder- und Jugendliteratur entwickelten und dabei die zeitliche Ebene berücksichtigt wurde. Im Verlauf dieser Seminararbeit soll letztendlich folgende Forschungsfrage geklärt werden:

Welche Merkmale zeichnen diese beiden Werke als Adoleszenzromane aus und inwiefern kann an ihnen die Entwicklung der Adoleszenzromane sowie die zeitliche Einordnung innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur verzeichnet werden?

2 Kinder- und Jugendliteratur

2.1 Definitionsversuche

Kinder- und Jugendliteratur kann etymologisch durch die folgenden beiden Begriffe beschrieben werden: „[D]urch das Medium Literatur“ und „durch die Zielgruppe Kinder und Jugendliche“3. Ewers zufolge kann Kinder- und Jugendliteratur bezüglich des ersten Aspekts „als ein Korpus von Texten“4 bezeichnet werden, die alle dieselben Merkmale aufweisen. In diesem Zusammenhang ist es jedoch wichtig festzuhalten, das unter den Begriff Korpus nicht nur schriftliche Texte fallen, sondern auch sämtliche akustische und audiovisuelle Medien wie Hörspiele, Kindertheater oder auf schriftliche Texte basierendes Kinderfernsehen (z.B. Die Biene Maya) zählen5.

Literatur mit der „Zielgruppe Kinder und Jugendliche“ (folglich: Kinder- und Jugendliteratur) eindeutig zu definieren erweist sich insofern als schwierig, da die Grenzen zur Erwachsenenliteratur bzw. zur Literatur für junge Erwachsene aufgrund der unzähligen Textsorten (allen voran der Adoleszenzroman) fließend verlaufen und eine eindeutige Abgrenzung somit nicht möglich ist6. Die Kinder- und Jugendliteratur selbst kann – obwohl sie gattungsspezifisch zumeist unter diesem Namen angeführt wird – in Kinderliteratur und Jugendliteratur getrennt werden. Wenngleich Altersempfehlungen stets von den einzelnen Büchern abhängig sind, können zumindest grob folgende Begrenzungen festgelegt werden: Kinderliteratur erstreckt sich bis zum zwölften Lebensjahr, Jugendliteratur in etwa vom dreizehnten bis zum sechzehnten Lebensjahr7. Somit erleichtert sich die Abgrenzung der Kinderliteratur von der Erwachsenenliteratur, da beispielsweise Mira Lobes Das kleine Ich bin ich eindeutig ersterem zuzuordnen wäre. Weitere Unterteilungen bzw. Klassifizierungskriterien fassen Franz & Meier zusammen: Formale Kriterien (Sachbuch, Bilderbuch, Comic), literarische Gattung (epische Langform, Erzählung, Kinderlyrik), Ursprung (Volkspoesie, Realitätstreue), Autorintention (Belehrung, Unterhaltung), Geschlechtsspezifik (Jungen- oder Mädchenbuch) sowie stoffliche Kriterien (Fantasy, Phantastik, Detektivgeschichten)8. Zu ergänzen wären diese um die sprachliche und inhaltliche Einfachheit.

Eine Definition im weiteren Sinne wäre, alles was Kinder und Jugendliche lesen, auch als Kinder- und Jugendliteratur zu bezeichnen. Nun könnte beispielsweise der Briefroman Die Leiden des jungen Werthers von Johann Wolfgang von Goethe dieser Definition zufolge als Kinder- und Jugendliteratur bezeichnet werden, da das Werk von der jugendlichen Leserschaft trotz des Verbots durch Erwachsene im 18. Jahrhundert mit großer Begeisterung gelesen wurde9. Betrachtet man allerdings die sprachliche Formulierung, die zeitliche Entstehung sowie das doch recht grauenvolle Ende des Romans, so kann bei diesem Werk nicht von qualitativer Literatur für Jugendliche in der Gegenwart gesprochen werden, weshalb die zuvor erwähnte Definition nicht zufriedenstellend ist. Was diese Definition jedoch recht gut verdeutlicht, ist die Problematik der Abgrenzung von Jugendliteratur zur Erwachsenenliteratur, wofür es bis heute keine eindeutigen Richtlinien gibt, da letztendlich die Reife der Jugendlichen entscheidend für deren Leseverhalten ist, womit letztendlich auch die Auswahl der Texte einhergeht.

Kinder- und Jugendliteratur im engeren Sinne meint jene Literatur, „die speziell für die junge Generation geschrieben wurde10. Diese Definition bedarf einer genaueren Betrachtung. Ewers spricht in diesem Zusammenhang von intentionaler und nicht-intentionaler Kinder- und Jugendliteratur. Ersteres bezeichnet jene Sammlung an Literatur, die nach der Meinung von Autoren, Kritikern, Verlegern, Erziehern, Lehrern gezielt für Kinder und Jugendliche geschrieben wurde, was mit der obigen Definition einhergeht. Dazu zählen u.a. Waldemar Bonsels Die Biene Maja oder Mira Lobes Das kleine Ich bin ich. Von nicht-intentionaler Kinder- und Jugendliteratur spricht man hingegen, wenn Werke ursprünglich nicht gezielt für diese geschrieben wurden, sich jedoch im Laufe der Zeit dazu entwickelt und mittlerweile als sanktioniert, d.h. als empfehlenswert, gelten. Beispiele dafür sind Daniel Dafoes Robinson Crusoe oder Jonathan Swifts Gullivers Reisen. Häufig kam es jedoch vor, dass intentionale Kinder- und Jugendliteratur bei der eigentlichen Zielgruppe nicht in Begeisterung ausartete, wie es bei überwiegend bei den Belehrungsbüchern während der Aufklärung der Fall war11.

Der Brockhaus definiert Kinder- und Jugendliteratur folgendermaßen:

Sammelbezeichnung für bildlich-literar. Werke, die von Kindern und Jugendlichen bevorzugt (gelesen) werden. Ältere Darstellungen beschränken den Begriff K.- u. J. auf die Bücher, die eigens für Kinder und Jugendliche geschrieben wurden12.

Aus den zuvor zitierten Definition und Beschreibungen kann folglich festgehalten werden, dass der Lauf der Geschichte erheblichen Einfluss darauf hat, was heutzutage üblicherweise als Kinder- und Jugendliteratur bezeichnet wird; dies wird auch durch die Definition im Brockhaus untermauert. Die Kinder- und Jugendliteratur ist zwar durch diverse Merkmale gekennzeichnet, lässt sich jedoch nicht eindeutig von der Erwachsenenliteratur trennen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sie sich ständig weiterentwickelt.

2.2 Realistische Kinder- und Jugendliteratur

Wie bereits im vorigen Kapitel erwähnt, unterliegt die Kinder- und Jugendliteratur einer jahrhundertelangen Entwicklung, die ihren Ursprung bereits im Mittelalter hat. Die von Geistlichen und Pädagogen erschaffenen Werke zu dieser Zeit als auch jene während der Aufklärung wiesen bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Joachim Heinrich Campe: Robinson der Jüngere) ausschließlich Erziehungscharakter auf13.

Eine Gegenbewegung zu diesen erzieherischen Werken der Aufklärung schuf die Romantik. Bedeutende Schriftseller und Volkskundler wie Ludwig Tieck, die Gebrüder Grimm sowie Achim von Arnim und Clemens Brentano vertraten andere Ansichten und verfassten unterhaltende Werke für Kinder und Jugendliche. Einen Höhepunkt erreichte die Kinder- und Jugendliteratur u.a. durch E.T.A. Hoffmann, der mit Werken wie Nußknacker und Mausekönig die Phantastik als neue Form und neues Strukturmerkmal in die Kinder- und Jugendliteratur einführte. Kinder- und Jugendliteratur als Unterhaltungszweck wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts anschließend vermehrt umgesetzt14.

Da die zu analysierende Primärliteratur jedoch nicht dem phantastischen Genre zuzuordnen ist und darüber hinaus zur Literatur des 20. Jahrhunderts zählt, soll nun ein größerer Fokus auf die realistische Kinder- und Jugendliteratur der Moderne gelegt werden.

Eine eindeutige Definition für das realistische Erzählen gibt es bis heute nicht, es gehen damit allerdings zwei Überlegungen einher. Mit realistischer Kinder- und Jugendliteratur können einerseits alle Texte gemeint sein, die in der realistischen Literaturepoche von Kindern und Jugendlichen gelesen bzw. explizit für sie verfasst worden sind (Anmerkung: Definition im weiteren bzw. engeren Sinne)15. Andererseits bezeichnet realistisches Erzählen auch jene Literatur, die „eine wirklichkeitsgetreue Darstellung gegebener Tatsachen […] ohne traumhaft-phantastische Elemente“16 aufweist. Kinder- und jugendliterarische Erzählungen der Moderne, also des Zeitraums von etwa 1890-1920, haben zumeist den prägenden Untertitel Eine wahre Geschichte, was somit eher für die zweite Definition spricht. Merkmale dieser realistischen Literatur sind u.a. die eindeutige Nennung von örtlichen Gegebenheiten (Städte, Bauwerke, Straßen, historische Personen und politische Parteien sowie Konflikte) sowie eine realitätsnahe Sprache, die zum Teil auch umgangssprachliche Markierungen aufweist17. Um die Jahrhundertwende herum entstand dann auch der sogenannte Schülerroman, worauf in Kapitel 3.2 genauer eingegangen wird.

Wenngleich die realistische Literatur eine wirklichkeitsgetreue Darstellung bezwecken wollte, mussten bei der Umsetzung dieser normativen Realität vor allem der kindliche Charakter und die kindliche Weltsicht berücksichtigt werden: Die realistischen Werke dieser Zeit unterlagen einer klaren Trennung von Gut und Böse und basierten auf einer strukturiert vernünftigen Ordnung18. Diese Überlegungen gingen so weit, dass es in der Kinder- und Jugendliteratur der Weimarer Republik zu einer „normenfreie[n] Abbildung menschlichen Lebens“19 kam; die kindlichen und zumeist männlichen Protagonisten agierten schlauer und geschickter als die Erwachsenen, woraus letztendlich die Darstellung eines idealisierten Kinderalltags frei von Autoritätsvorstellungen erwachsener Personen inmitten einer realistischen Welt resultierte. Als Paradebeispiel für die normenfreie Kinder- und Jugendliteratur dieser Zeit gilt Erich Kästners Emil und die Detektive (1929)20.

2.3 Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur

Zu einem starken Paradigmenwechsel innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur kam es während der 1970er und 1980er Jahre, was auch als zweite Moderne bezeichnet werden kann. Die in dieser Zeit entstandenen Werke befassten sich „mit nunmehr dominanten jugendlichen Problemfeldern“21 wie Liebe, Sexualität, Scheidung, Gewalt, Missbrauch, Alkohol- und Drogenkonsum sowie Ausgrenzung und Terrorismus. Diese Literatur basiert ebenfalls auf realistischen Grundgedanken, geht allerdings mit einer Enttabuisierung einher, was anhand der aufgezählten Themen erkennbar ist. Wegen der Auseinandersetzung mit diesen jugendlichen Problemfeldern entwickelte der sich der Begriff Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur, die in den 1990er Jahren ihre Höhepunkte erreichte. Charakteristisch für diese Werke waren vor allem die subjektive Sicht der jugendlichen Protagonisten anstatt der auktorialen Erzählperspektive sowie die Einführung von weiblichen Hauptfiguren22. Zu den Werken aus dieser Zeit zählen u.a. Peter Härtlings Ben liebt Anna oder Paulus Hochgatterers Wildwasser und Caretta Caretta.

3 Adoleszenz und Adoleszenzroman

3.1 Adoleszenz: Etymologie und Definition

Wie bereits eingangs in Kapitel 1 beschrieben, kann die Adoleszenz in frühe, mittlere und späte Adoleszenz unterteilt werden, wobei erstere gleichbedeutend ist mit der Pubertät, weshalb in der Erziehungswissenschaft auch oftmals von der Phase der Pubertät und Adoleszenz gesprochen wird. Der Ursprung des Wortes geht auf das lateinische Substantiv adolescentia bzw. das lateinische Verb adolescere zurück, was übersetzt Jugend bzw. heranwachsen bedeutet. Bei der Definition des Begriffes „ist ein Bezug zu den Disziplinen hergestellt, die sich mit jenen Phasen beschäftigen, die das Ende der Kindheit und den Übergang zum Erwachsenenalter anzeigen“23.

Die Adoleszenz kann somit als Reifungsphase eines Jugendlichen bezeichnet werden, in welcher die jugendliche Schüchternheit überwunden wird, da der eigene Körper und das Leben erkundet werden. Am Ende dieses Erkundungsprozesses steht die Selbstfindung, aus der zuvor jugendlichen Person wurde nun ein erwachsener Mensch, der seinen Platz innerhalb der Gesellschaft gefunden hat. Voraussetzung für die erfolgreiche Selbstfindung ist die Erfahrung, die sich die jugendliche Person aneignet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Johann Wolfgang von Goethe die Adoleszenz als eine Zeit beschreibt, in der man große Dinge tut24, was mit dem Erkundungsprozess und dem Sammeln von Erfahrungen gleichzusetzen ist. Wenngleich Goethes Zitat nicht mehr ganz der Gegenwart entspricht, da die jugendlichen Erfahrungen der Gegenwart nicht jenen im 19. Jahrhundert entsprechen, ist dennoch eines festzuhalten: Die Adoleszenz ist jene Phase eines Menschen, in welcher körperlich als auch charakterlich die meisten Veränderungen erfolgen und die spätere Lebensweise entscheidend geprägt wird, worin letztendlich das literarische Interesse liegt25.

[...]


1 Johann Wolfgang von Goethe: Zitate. Goethe, Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 1828. In: https://www.aphorismen.de/zitat/808 [Zugriff: 07.02.19].

2 Vgl. Markus Schwarz: Die drei Phasen des Jugendalters. In: Familie heute 2004/5, S. 1-3.

3 Kurt Franz & Bernhard Meier: Didaktische Aspekte der Kinder- und Jugendliteratur. In: Pädagogische Welt 1978/32, Heft 3, S. 154.

4 Heinz-Heino Ewers: Literatur für Kinder und Jugendliche. Eine Einführung. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag 2012, S. 14.

5 Vgl. Kurt Franz & Bernhard Meier: Didaktische Aspekte der Kinder- und Jugendliteratur, S. 154f.

6 Vgl. Heinz-Heino Ewers: Literatur für Kinder und Jugendliche. Eine Einführung, S. 13.

7 Vgl. Kurt Franz & Bernhard Meier: Didaktische Aspekte der Kinder- und Jugendliteratur, S. 154.

8 Vgl. ebd., S. 155.

9 Vgl. Gina Weinkauff & Gabriele von Glasenapp: Kinder- und Jugendliteratur. Paderborn: Schöningh Verlag 2010, S. 126.

10 Juliane Eckhardt: Leseförderung und literarische Bildung durch Kinder- und Jugendliteratur. In: Charis Goer & Katharina Köller (Hrsg.): Fachdidaktik Deutsch. Grundzüge der Sprach- und Literaturdidaktik. Paderborn: Friedrich Fink Verlag 2016, S. 258.

11 Vgl. Heinz-Heino Ewers: Literatur für Kinder und Jugendliche, S. 15f.

12 Brockhaus-Enzyklopädie: Stichwort „Kinder und Jugendliteratur“. Mannheim: F.A. Brockhaus GmbH 2001, S. 333.

13 Vgl. Gina Weinkauff & Gabriele von Glasenapp: Kinder- und Jugendliteratur, S. 33ff.

14 Vgl. ebd., S. 48-50, 60-63.

15 Vgl. ebd., S. 74.

16 Ebd., S. 75.

17 Vgl. ebd., S. 80ff.

18 Vgl. ebd., S. 78f.

19 Ebd., S. 79.

20 Vgl. ebd., S. 80.

21 Carsten Gansel: Zu Bildern jugendlicher Subkulturen in der zeitgenössischen problemorientierten deutschen Jugendliteratur. In: Johannes Janota (Hrsg.): Germanistik und Deutschunterricht im historischen Wandel. Tübingen: Niemeyer Verlag 1993 (=Vorträge des Augsburger Germanistentags 1991, Band 1), S. 206.

22 Vgl. Gina Weinkauff und Gabriele von Glasenapp: Kinder- und Jugendliteratur, S. 84f.

23 Carsten Gansel: Adoleszenz und Adoleszenzroman als Gegenstand literaturwissenschaftlicher Forschung. In: Zeitschrift für Germanistik 2004/14, Heft 1, S. 131.

24 Vgl. Johann Wolfgang von Goethe: Zitate. Goethe, Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 1828. In: https://www.aphorismen.de/zitat/808 [Zugriff: 07.02.19].

25 Vgl. Carsten Gansel: „Ach, ich bin so müde“ – Gesellschaftliche Modernisierung und Adoleszenzdarstellung in Hermann Hesses „Unterm Rad“. In: Gerhard Preyer (Hrsg.): Neuer Mensch und kollektive Identität in der Kommunikationsgesellschaft. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2009, S. 25.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die Entwicklung des Adoleszenzromans anhand von Hermann Hesses "Unterm Rad" und Paulus Hochgatterers "Wildwasser"
Hochschule
Universität Salzburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V535000
ISBN (eBook)
9783346124319
ISBN (Buch)
9783346124326
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterm Rad, Wildwasser, Jugendliteratur, Adoleszenzroman
Arbeit zitieren
Sandro Scharerweger (Autor), 2019, Die Entwicklung des Adoleszenzromans anhand von Hermann Hesses "Unterm Rad" und Paulus Hochgatterers "Wildwasser", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535000

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