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Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht - Anwendung textproduktiven Verfahrens und visueller Gestaltungsmöglichkeit bei der Besprechung eines Jugendromans in Jahrgangsstufe 5

Title: Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht - Anwendung textproduktiven Verfahrens und visueller Gestaltungsmöglichkeit bei der Besprechung eines Jugendromans in Jahrgangsstufe 5

Seminar Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Miriam Finke (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Der handlungs- und produktionsorientierte Unterricht ist einer der meistdiskutierten Ansätze in der aktuellen Deutschdidaktik - Diskussion und hat doch schon längst in den Lehrplänen und Schulbüchern Einzug gehalten. Diese Arbeit beschäftigt sich (im ersten Teil) mit der Beschreibung des Ansatzes und soll einen skizzenhaften Überblick über dessen Entstehungsgeschichte und seinen Stellenwert heute geben. Grundprinzipien und deren Umsetzung durch vielfältige und innovative Methoden schließen sich an. Des Weiteren soll deutlich werden, welche Ziele verfolgt werden, wo Vertreter selber die Chancen und Stärken ihres Ansatzes verortet sehen und wie sie die Hervorhebung bestimmter Zieldimensionen begründen. Nachdem die Grundgedanken dieser didaktischen Richtung genannt wurden, wird dann auf Akzentuierungen innerhalb der Ansätze einiger Hauptvertreter eingegangen. Dabei soll vor allem das jeweilige Spezifikum in der Theorie herausgestellt werden. Anschließend richtet sich der Blick auf Risiken und Gefahren des handlungs- und produktionsorientierten Ansatzes, wobei auf vorgebrachte Kritik von Seiten der Befürworter Stellung genommen wird. Letztlich beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Zusammenhang der PISA -Ergebnisse und dem handlungs- und produktionsorientieren Ansatz. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht dabei die Frage, ob diese Art der Unterrichtsgestaltung den Forderungen nach Fördermaßnahmen in bestimmten Bereichen der Lesekompetenz gerecht wird. Im zweiten Teil steht die Konzeption einer Unterrichtsstunde für die 5. Klasse eines Gymnasiums, die handlungs- und produktionsorientiert ausgerichtet ist. Den Schwerpunkt bildet die Gestaltung einer Textpassage im Jugendroman „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff und Stellenwert

3. Grundprinzipien und Grundmethoden

4. Möglichkeiten und Funktionen handlungs- und produktionsorientierter Verfahren im Literaturunterricht

5. Akzentuierungen in den Ansätzen einiger Hauptvertreter

6. Gefahren, Kritik und Gegenargumente

7. Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht im Kontext der PISA-Studie

7.1. Das Konzept der Lesekompetenz

7.2. Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht zur Förderung von Lesekompetenz nach PISA?!

8. Unterrichtsentwurf

8.1 Bedingungsanalyse

8.2 Didaktische Analyse

8.3 Lernziele

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht im Kontext aktueller didaktischer Anforderungen und der PISA-Studie. Das Hauptziel besteht darin, die theoretischen Grundlagen dieses Ansatzes zu beleuchten und deren Anwendungsmöglichkeiten durch einen konkreten Unterrichtsentwurf zum Jugendroman "Die Brüder Löwenherz" für die Jahrgangsstufe 5 zu veranschaulichen.

  • Grundprinzipien und Methoden des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
  • Diskussion von Chancen, Risiken und Kritikpunkten des Ansatzes
  • Zusammenhang zwischen handlungs- und produktionsorientiertem Unterricht und der Förderung von Lesekompetenz im Sinne von PISA
  • Praktische Konzeption einer Unterrichtsstunde: Weiterschreiben und Vergleich mit dem Originaltext
  • Didaktische Legitimation produktiver Verfahren zur Steigerung der Lesemotivation

Auszug aus dem Buch

8.1. Bedingungsanalyse

Die Schulklasse, in der fünf Stunden pro Woche Deutsch unterrichtet wird, ist mir seit Schuljahresbeginn bekannt. Sie umfasst 30 SchülerInnen, deren alters- wie auch geschlechtsspezifische Zusammensetzung sehr homogen ist. Die SchülerInnen der Klasse, die sich aus vier Grundschulen der näheren Umgebung zusammensetzen, kennen sich sehr gut und es herrscht ein angenehmes Klassenklima.

Die Leistungsbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit der SchülerInnen nimmt vor allem bei stark analytisch und kognitiv ausgerichteten Aufgabenstellungen sehr stark. Nur wenige SchülerInnen scheinen aus diesen größere Lernerfolge zu ziehen.

Bei kreativen oder interaktiven Arbeiten steigt die Bereitschaft zur Beteiligung am Unterrichtsgeschehen. Diskutiert wird offen und vertraut; Klassenregeln werden meistens eingehalten und Gruppen- und Partnerarbeiten sind gut durchführbar. Störend ist z.T. die dabei auftretende lautstarke Geräuschkulisse. Hausaufgaben werden je nach Umfang zufrieden stellend bearbeitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts in der aktuellen Deutschdidaktik ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2. Begriff und Stellenwert: Das Kapitel definiert den handlungs- und produktionsorientierten Ansatz als schülerzentrierte Gegenposition zur klassischen Textanalyse und betont dessen Verankerung in der aktuellen Lehrplanpraxis.

3. Grundprinzipien und Grundmethoden: Hier werden die Kerngedanken dargestellt, dass aktives Handeln intensivere Lernprozesse fördert und verschiedene Zugangsweisen zur Literatur notwendig sind, um unterschiedliche Begabungstypen zu erreichen.

4. Möglichkeiten und Funktionen handlungs- und produktionsorientierter Verfahren im Literaturunterricht: Dieses Kapitel erörtert die Potenziale der Verfahren für Leseförderung, Motivation und die Entwicklung des Fremdverstehens durch imaginative Vergegenwärtigung.

5. Akzentuierungen in den Ansätzen einiger Hauptvertreter: Es erfolgt eine Übersicht über die spezifischen theoretischen Schwerpunkte bedeutender Didaktiker wie Haas, Spinner, Menzel und Waldmann im Bereich produktiver Verfahren.

6. Gefahren, Kritik und Gegenargumente: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Einwänden gegen den Ansatz auseinander, insbesondere mit der Gefahr der Methoden-Verselbstständigung und der vermeintlichen Zerstörung der Autonomie des literarischen Werks.

7. Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht im Kontext der PISA-Studie: Hier wird untersucht, wie der Ansatz zur Behebung der durch PISA diagnostizierten Schwächen in der Lesekompetenz beitragen kann.

8. Unterrichtsentwurf: Der Entwurf konkretisiert eine Unterrichtsreihe zum Roman "Die Brüder Löwenherz" durch eine Bedingungs- und didaktische Analyse sowie die Festlegung von Lernzielen.

Schlüsselwörter

Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Deutschdidaktik, Literaturunterricht, Lesekompetenz, PISA-Studie, Lesemotivation, Textproduktive Verfahren, Schülerorientierung, Literarisches Verstehen, Didaktische Analyse, Die Brüder Löwenherz, Astrid Lindgren, Imagination, Fremdverstehen, Unterrichtsentwurf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts und prüft dessen Eignung zur Förderung der Lesekompetenz bei Schülern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des Ansatzes, die Positionen maßgeblicher Fachvertreter, die Auseinandersetzung mit fachdidaktischer Kritik und die praktische Anwendung in einem Unterrichtsentwurf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Mehrwert produktiver Verfahren für das Textverstehen und die Lesefreude aufzuzeigen und durch eine konkrete Unterrichtsplanung zu demonstrieren, wie Schüler aktiv und motiviert an Literatur herangeführt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die fachdidaktische Planung eines Unterrichtsentwurfs zur Anwendung der untersuchten Methoden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Grundprinzipien des Ansatzes, eine Diskussion der Fachpositionen und Kritikpunkte sowie eine Verknüpfung der Didaktik mit aktuellen PISA-Erkenntnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Lesekompetenz, Literaturdidaktik und Lesemotivation.

Warum wird im Unterrichtsentwurf der Roman "Die Brüder Löwenherz" verwendet?

Der Roman bietet durch seine märchenhaften Züge und die emotionalen Themen wie Tod, Mut und Liebe eine hohe Anschlussfähigkeit für produktive Verfahren in der 5. Klasse.

Welche Rolle spielt die Kritik an der "Verabsolutierung des Methodischen"?

Die Kritik dient als wichtige Korrektur: Sie mahnt an, dass Methoden kein Selbstzweck sein dürfen, sondern stets in Abhängigkeit von der Textbeschaffenheit und dem Lernziel begründet werden müssen.

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Details

Title
Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht - Anwendung textproduktiven Verfahrens und visueller Gestaltungsmöglichkeit bei der Besprechung eines Jugendromans in Jahrgangsstufe 5
College
University of Wuppertal
Course
Chancen und Risiken des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts
Grade
1.7
Author
Miriam Finke (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V53519
ISBN (eBook)
9783638489522
ISBN (Book)
9783656801863
Language
German
Tags
Handlungs- Unterricht Anwendung Verfahrens Gestaltungsmöglichkeit Besprechung Jugendromans Jahrgangsstufe Chancen Risiken Unterrichts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Finke (Author), 2005, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht - Anwendung textproduktiven Verfahrens und visueller Gestaltungsmöglichkeit bei der Besprechung eines Jugendromans in Jahrgangsstufe 5, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53519
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