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Die dissoziative Identitätsstörung aufgrund traumatischer Ereignisse. Ich bin wir

Title: Die dissoziative Identitätsstörung aufgrund traumatischer Ereignisse. Ich bin wir

Pre-University Paper , 2020 , 36 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anonym (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der dissoziativen Identitätsstörung. Im Rahmen meiner Arbeit werde ich das Krankheitsbild und die Ursachen näher erklären. Des Weiteren gehe ich auf die Diagnose und Behandlung ein, wobei auch die damit verbundenen Schwierigkeiten mit einbezogen werden.

Die dissoziative Identitätsstörung kennen viele nur aus Filmen wie "Split" oder aus dem berühmten Buch "Dr. Jekyll und Mr. Hyde". Die Krankheit ist eher als multiple Persönlichkeitsstörung bekannt. Im ICD-10 ist sie unter den neurotischen Störungen zu finden, weswegen diese Erkrankung im engeren Sinne keine Persönlichkeitsstörung ist. Von dieser äußerst seltenen Erkrankung sind 0,5-1 Prozent der Weltbevölkerung betroffen. Das sind rund 38–76 Millionen Menschen. Die dissoziative Identitätsstörung ist ein Beispiel dafür, wie sehr unser Gehirn uns in die Irre führen kann. Ebenfalls ist es interessant wie unser Körper auf ein Trauma reagiert und somit die Psyche schützt. Erleidet ein Kind sehr früh und vermehrt psychische oder physische Gewalt, können mehrere Persönlichkeiten entstehen, welche das Trauma verarbeiten. Diese Erkrankung ist ein Schutzmechanismus, geschaffen von unserem eigenen Verstand, um traumatische Erlebnisse der frühen Kindheit ertragen zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung: Dissoziation und Trauma

2.1 Dissoziation

2.2 Trauma

3. Krankheitsbild laut ICD-10 & DSM-5

3.1 Beschreibung der Krankheit laut ICD-10

3.2 Beschreibung der Krankheit laut DSM-5

4. Entstehung und Ursache

5. Persönlichkeiten

5.1 Persönlichkeitstypen

5.2 Wechsel der Persönlichkeiten

5.2.1 Auslöser für einen Wechsel

5.2.2 Anzeichen eines Persönlichkeitswechsels

6. Diagnostik

6.1 Diagnostischer Kriterienkatalog von Dell

6.2 Fragebögen und Interviews

6.2.1 FDS Fragebogen

6.2.2 SDQ-20

6.2.3 SKID-D

6.3 Komorbiditäten

6.4 Differenzialdiagnostik

6.4.1 Borderline-Persönlichkeitsstörung

6.4.2 Schizophrenie

7. Behandlung

7.1 Psychotherapie

7.2 EMDR

7.3 Medikamentöse Behandlung

8. Fallbeispiel

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit hat zum Ziel, das komplexe Krankheitsbild der Dissoziativen Identitätsstörung (DIS) verständlich zu machen, die Ursachen sowie diagnostische Verfahren aufzuzeigen und die Herausforderungen der Behandlung und Abgrenzung von anderen Störungsbildern zu erläutern.

  • Grundlagen zu Dissoziation und Trauma
  • Klassifizierung nach ICD-10 und DSM-5
  • Struktur von Persönlichkeitssystemen und Wechselprozessen
  • Diagnostische Methoden und Differenzialdiagnostik
  • Therapeutische Ansätze inklusive EMDR

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Auslöser für einen Wechsel

Auslöser werden auch „Trigger“ genannt und sind Dinge, welche die Betroffenen mit dem Trauma assoziieren. Auch hier gilt: Die Auslöser variieren von Person zu Person. Es gibt natürlich noch weitere Auslöser aber die folgenden sind diejenigen die am häufigsten auftreten.

Orte: Bestimmte Plätze, die mit dem Trauma assoziiert werden können eine Ursache für Persönlichkeitswechsel sein. Es muss nicht die exakt gleiche Stelle sein, auch die gleiche Art von Plätzen können triggern. Wenn das traumatische Ereignis zum Beispiel in einem Bus stattfand, können auch andere Verkehrsmittel als Trigger wirken.

Gerüche: Gerüche, die mit der Vergangenheit in Verbindung gebracht werden, können ebenfalls einen Persönlichkeitswechsel zur Folge haben. Der Geruch von Alkohol kann beispielsweise ein Auslöser sein, wenn die Betroffenen einen Elternteil mit Alkoholproblem haben.

Personen: Mitmenschen, die eine Ähnlichkeit mit der Person haben, welche das Trauma verursacht hat können bewirken, dass der Betroffene in eine andere Persönlichkeit switcht. Bereits eine ähnliche Stimme oder eine minimale Ähnlichkeit, wie ein Bart könnte einen Wechsel verursachen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Krankheitsbild der Dissoziativen Identitätsstörung, die Vorgehensweise der Arbeit und die Zielsetzung der Aufklärung über die seltene Erkrankung.

2. Begriffserklärung: Dissoziation und Trauma: Definition der zentralen Konzepte Dissoziation und Trauma als psychologische Schutzmechanismen und deren Abgrenzung zu Alltagsphänomenen.

3. Krankheitsbild laut ICD-10 & DSM-5: Gegenüberstellung und Erläuterung der diagnostischen Klassifizierungen der multiplen Persönlichkeitsstörung beziehungsweise Dissoziativen Identitätsstörung in den internationalen Standards.

4. Entstehung und Ursache: Analyse der Ursprünge der Störung, primär durch traumatische Ereignisse in der frühen Kindheit, sowie der Rolle von Komorbiditäten wie Substanzmissbrauch.

5. Persönlichkeiten: Detaillierte Betrachtung der verschiedenen Persönlichkeitstypen innerhalb eines Systems und der Dynamik des Wechsels zwischen diesen Anteilen.

6. Diagnostik: Vorstellung spezifischer Diagnoseinstrumente wie der Kriterienkatalog von Dell und verschiedener psychologischer Fragebögen sowie Abgrenzung zu anderen Krankheitsbildern.

7. Behandlung: Erörterung therapeutischer Maßnahmen, insbesondere Psychotherapie in Kombination mit EMDR, sowie ein Überblick über die ergänzende medikamentöse Behandlung.

8. Fallbeispiel: Darstellung des Lebenslaufs von Kim Noble zur Veranschaulichung der praktischen Auswirkungen und der langen Wegstrecke bis zur richtigen Diagnose.

9. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Erkenntnisse über die Komplexität der Störung, die Faszination des Schutzmechanismus Psyche und die Bedeutung der frühkindlichen Prävention.

Schlüsselwörter

Dissoziative Identitätsstörung, Trauma, Dissoziation, Persönlichkeit, ICD-10, DSM-5, Psychotherapie, EMDR, Trigger, Amnesie, Derealisation, Depersonalisation, Komorbidität, Diagnostik, Persönlichkeitswechsel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Dissoziativen Identitätsstörung (DIS), einer seltenen psychischen Erkrankung, bei der ein Mensch mehrere unterschiedliche Persönlichkeiten entwickelt, meist als Schutzreaktion auf schwere Traumata.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Definition von Trauma und Dissoziation, die klinische Beschreibung nach internationalen Standards, die Dynamik von Persönlichkeitswechseln (Switching), diagnostische Verfahren und moderne Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Krankheitsbild der DIS, das oft aus Filmen oder fehlerhafter Berichterstattung falsch bekannt ist, wissenschaftlich fundiert darzustellen und Betroffenen sowie Interessierten näherzubringen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit ist eine reproduktive wissenschaftliche Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung von aktueller Fachliteratur und gesicherten Internetquellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Krankheitsbildes, die Diagnosekriterien, die Beschreibung von Persönlichkeitstypen, Auslöser für Identitätswechsel und die verschiedenen Phasen der therapeutischen Behandlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Dissoziative Identitätsstörung, Trauma, Persönlichkeitsanteile (Alter), EMDR, Diagnostik, Amnesie und Schutzmechanismen.

Warum ist die Diagnose der Dissoziativen Identitätsstörung in der Praxis oft so schwierig?

Die Diagnose ist komplex, da Betroffene oft Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen aufweisen, die im Vordergrund stehen, und die Symptome der DIS häufig von den Patienten aus Scham oder Unwissenheit nicht explizit geschildert werden.

Welche Rolle spielt die EMDR-Therapie bei der Behandlung?

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) wird als Desensibilisierungsmethode in der zweiten Therapiephase eingesetzt, um traumatische Erinnerungen unterbewusst zu verarbeiten, ohne dass es zu einer emotionalen Überforderung oder einer erneuten Dissoziation des Patienten kommt.

Was lehrt uns das Fallbeispiel von Kim Noble?

Das Fallbeispiel verdeutlicht, dass eine erfolgreiche Diagnose oft Jahre in Anspruch nimmt, wie schwierig der Alltag mit zahlreichen Persönlichkeiten sein kann und dass trotz einer guten therapeutischen Unterstützung eine vollständige Heilung der DIS meist nicht möglich ist.

Wie unterscheidet sich die DIS aus Sicht des Autors von einer Schizophrenie?

Die zentrale Unterscheidung liegt darin, dass Menschen mit DIS wissen, dass ihre inneren Stimmen nicht real sind, während Menschen mit Schizophrenie diese als von außen kommend und dominant erleben, zudem treten bei der DIS Amnesien durch Identitätswechsel auf, die bei Schizophrenie fehlen.

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Details

Title
Die dissoziative Identitätsstörung aufgrund traumatischer Ereignisse. Ich bin wir
Grade
2
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
36
Catalog Number
V535295
ISBN (eBook)
9783346125156
Language
German
Tags
identitätsstörung ereignisse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Die dissoziative Identitätsstörung aufgrund traumatischer Ereignisse. Ich bin wir, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535295
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