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Der Prozess der Ursachenzuschreibung im Kontext der Leistungsbeurteilung. Handlungsempfehlungen für Führungskräfte

Título: Der Prozess der Ursachenzuschreibung im Kontext der Leistungsbeurteilung. Handlungsempfehlungen für Führungskräfte

Trabajo Escrito , 2020 , 32 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Daline Ostermaier (Autor)

Psicología - Psicología social
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Das Ziel dieser Arbeit ist zum Teil die Beleuchtung der sozialpsychologischen Hintergründe einer Mitarbeiterbeurteilung. Denn hinter jeder Leistungsbeurteilung steckt ein komplexer Prozess der Ursachenzuschreibung, welcher in dieser Arbeit mithilfe der Attributionstheorien veranschaulicht wird. Zusätzlich soll auf das Risiko verschiedener Urteilsverzerrungen aufmerksam gemacht werden, um schlussendlich Empfehlungen für eine objektivere und faire Leistungsbeurteilung zu formulieren.

Im Berufsleben wirkt sich die Leistungsbeurteilung auf die Entgeltentlohnung, die Weiterentwicklung und grundsätzlich auf den beruflichen Erfolg aus, sodass Fehler in der Beurteilung der Leistung gravierende Folgen haben können. Für Führungskräfte stellt die faire und möglichst objektive Bewertung also eine anspruchsvolle Herausforderung dar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Prozess der Ursachenzuschreibung

2.1 Soziale Wahrnehmung

2.2 Attribution und Attributionstheorien

2.2.1 Naive Handlungsanalyse nach Heider (1958)

2.2.2 Kovariationsmodell nach Kelley (1972)

2.2.3 Attributionsverzerrungen: Fehler beim Beurteilungsprozess

3. Leistungsbeurteilung

3.1 Definition

3.2 Ziele und Funktionen

3.3 Urteilsbildung und -qualität

3.4 Beurteilungsquellen: Beurteilung durch Vorgesetzte

4. Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen

5. Urteilsverzerrungen im Rahmen der Leistungsbeurteilung

5.1 Urteilstendenzen

5.2 Vermeidung von Beurteilungsfehlern – Handlungsempfehlung für Führungskräfte

6. Kritische Diskussion

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit beleuchtet die sozialpsychologischen Hintergründe von Mitarbeiterbeurteilungen, insbesondere den komplexen Prozess der Ursachenzuschreibung (Attribution), und untersucht das Risiko systematischer Urteilsverzerrungen, um daraus Handlungsempfehlungen für eine objektivere Leistungsbeurteilung abzuleiten.

  • Grundlagen der sozialen Wahrnehmung und Eindrucksbildung.
  • Analyse der Attributionstheorien nach Heider und Kelley.
  • Definition, Ziele und Funktionen der Leistungsbeurteilung.
  • Identifikation häufiger Urteilsfehler und Verzerrungen.
  • Praktische Handlungsempfehlungen für Führungskräfte zur Fehlervermeidung.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Kovariationsmodell nach Kelley (1972)

Harold H. Kelley knüpfte an Überlegungen Heiders an und stellte dessen Gedanken in Form des Kovariationsprinzips systematisch dar. Auch Kelley ist der Meinung, dass Menschen bestimmte Variations- und Kovariationsmuster verrechnen um an Attributionen zu gelangen. Diese Verrechnung gleicht einer statistischen Korrelationsanalyse. Denn die Kovariationstheorie erklärt, wie Menschen potentielle Ursachen einer beobachteten Handlung oder eines Ereignisses gegeneinander abwägen. Dazu sammeln Beobachter Daten über vergleichbare Fälle. Diesen Fällen ist gemein, dass stets ein Handelnder in einer spezifischen Situation in einer bestimmten Weise auf ein Objekt reagiert.

Um heraus zu finden durch welches Merkmal der Fall verursacht wurde, nimmt der Beobachter einen Vergleich über Personen hinweg, einen Vergleich über die Zeit hinweg und einen Vergleich über Entitäten hinweg vor. Als Ursache wird diejenige Person, Entität oder Situation interpretiert, welche mit dem beobachteten Effekt kovariiert.

„Der Effekt wird auf die Bedingung attribuiert, die vorhanden ist, wenn der Effekt auftritt, und die fehlt, wenn der Effekt nicht auftritt.“, drückt Kelley den Sachverhalt aus. Das bedeutet also, Kovariationen bzw. Korrelationen zwischen Effekten entscheiden über das Urteil eines Beobachters bezüglich der möglichen Ursachen eines Effekts.

Auch um die oben genannten externalen und internalen Gründe für Verhalten (Heider 1958) zu identifizieren sind die Vergleiche hilfreich. Diese Vergleichsaspekte lassen sich mithilfe der drei Informationsarten darstellen: Die Distinktheitsinformation gibt Aufschluss darüber, in welchem Maß sich die handelnde Person in verschiedenen Situationen gleich bzw. unterschiedlich verhält. Die Distinktheit ist niedrig, wenn sich der Beurteilte in mehreren Situationen gleich verhält, und deutet meist eine internale Attribution an. Von hoher Distinktheit spricht man, wenn die zu beurteilende Handlung eher einmalig und ungewöhnlich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Leistungsbeurteilung in einer Leistungsgesellschaft ein und benennt die Problematik der subjektiven Wahrnehmung bei der Bewertung.

2. Der Prozess der Ursachenzuschreibung: Dieses Kapitel erläutert die sozialpsychologischen Grundlagen der Eindrucksbildung sowie Attributionstheorien und diskutiert Attributionsverzerrungen.

3. Leistungsbeurteilung: Es werden Definitionen, Funktionen sowie Gütekriterien von Leistungsbeurteilungen dargelegt und die Rolle von Vorgesetzten als Beurteilungsquelle kritisch beleuchtet.

4. Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen: Hier erfolgt eine kompakte Wiederholung der wesentlichen Inhalte zu Attribution und Leistungsbeurteilung aus den vorangegangenen Kapiteln.

5. Urteilsverzerrungen im Rahmen der Leistungsbeurteilung: Das Kapitel kategorisiert verschiedene Urteilstendenzen (z.B. Milde- und Strengeeffekte) und liefert konkrete Handlungsempfehlungen zur Reduktion von Beurteilungsfehlern.

6. Kritische Diskussion: Es findet eine Reflexion über die Anwendbarkeit der theoretischen Modelle auf die Praxis statt und die Limitationen der Arbeit werden aufgezeigt.

7. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst und die Notwendigkeit für weitere praxisorientierte Forschung betont.

Schlüsselwörter

Leistungsbeurteilung, Attribution, Kausalattribution, Sozialpsychologie, Urteilsverzerrung, Kovariationsmodell, Korrespondenzverzerrung, Selbstwertdienlichkeit, Führungskräfte, Personalmanagement, Fehlertraining, Mildeeffekt, Strengeeffekt, Halo-Effekt, Leistungsgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sozialpsychologischen Hintergründe des Beurteilungsprozesses im beruflichen Kontext, mit einem Fokus auf Attribution und Urteilsfehlern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Attributionstheorien (insb. Heider und Kelley), die Grundlagen der Leistungsbeurteilung im Personalmanagement sowie die Entstehung und Vermeidung von Urteilsfehlern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Prozesse der Ursachenzuschreibung zu erläutern und Führungskräften Strategien zur Minderung von Urteilsverzerrungen an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse relevanter sozialpsychologischer Fachliteratur und psychologischer Lehrbücher.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung der Attribution, die Definition der Leistungsbeurteilung sowie die detaillierte Darstellung von Beurteilungsfehlern und entsprechenden Trainingsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Leistungsbeurteilung, Attribution, Urteilsverzerrung, Führungskompetenz und Personalpsychologie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Naive Handlungsanalyse von Kelleys Kovariationsmodell?

Während die Naive Handlungsanalyse nach Heider eher grundlegend zwischen internalen und externalen Ursachen unterscheidet, bietet Kelleys Modell ein statistisch anmutendes System zur systematischen Datenanalyse durch Konsensus-, Distinktheits- und Konsistenzinformationen.

Warum ist das Thema für Führungskräfte besonders relevant?

Da Beurteilungsfehler schwerwiegende Folgen für die berufliche Laufbahn der Mitarbeiter haben und die Entgeltentwicklung sowie Beförderung beeinflussen, tragen Führungskräfte eine hohe Verantwortung für eine objektive Leistungsbewertung.

Welche konkreten Trainingsmöglichkeiten werden gegen Beurteilungsfehler vorgeschlagen?

Die Autorin empfiehlt unter anderem Fehlertrainings zur Sensibilisierung, Frame-of-Reference-Trainings für einen gemeinsamen Bewertungsmaßstab sowie die systematische Dokumentation von Verhaltensbeispielen.

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Detalles

Título
Der Prozess der Ursachenzuschreibung im Kontext der Leistungsbeurteilung. Handlungsempfehlungen für Führungskräfte
Universidad
SRH - Mobile University
Calificación
1,3
Autor
Daline Ostermaier (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
32
No. de catálogo
V535525
ISBN (Ebook)
9783346124418
ISBN (Libro)
9783346124425
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ursachenzuschreibung Soziale Wahrnehmung Attributionstheorien Attribution Leistungsbeurteilung Urteilsverzerrungen Urteilstendenzen Beurteilungsfehler Kovariationsmodell nach Kelley Naive Handlungsanalyse nach Heider
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daline Ostermaier (Autor), 2020, Der Prozess der Ursachenzuschreibung im Kontext der Leistungsbeurteilung. Handlungsempfehlungen für Führungskräfte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535525
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