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Energiewirtschaftliche Optimierungspotenziale für energieintensive Unternehmen

Wie können die Entgelte im Netzbereich reduziert werden?

Title: Energiewirtschaftliche Optimierungspotenziale für energieintensive Unternehmen

Research Paper (undergraduate) , 2018 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nikolaj Neidlinger (Author)

Energy Sciences
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In dieser Arbeit sollen die Optimierungsmöglichkeiten in Form von Entlastungen für energieintensive Unternehmen dargestellt werden, was diese von einer Abwanderung aus Deutschland und die daraus folgende Verlegung der Produktion ins Ausland abhalten soll. Des Weiteren wird auf die Möglichkeiten der Reduzierung von Netzentgelten eingegangen.

In der heutigen Zeit steht die Energiewirtschaft vor allem mit der Industrie in einem wichtigen Zusammenhang. Die Energiewende stellt eine grundsätzliche Änderung der Stromversorgungsstruktur dar. Der immer weiter ansteigende Strompreis wird für energieintensive Unternehmen durch Ausnahmereglungen abgemildert. Jene energieintensiven Unternehmen weisen eine deutliche Wichtigkeit für die deutsche Wirtschaft auf. Diese Wichtigkeit der energieintensiven Industrie wird anhand des jährlichen Umsatzes von rund 330 Milliarden Euro, welcher 18 Prozent des Umsatzes von dem gesamten verarbeitenden Gewerbes ausmacht, deutlich. Energieintensive Unternehmen schaffen rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland, womit diese einen erheblichen Beitrag zur Erhaltung des Wohlstandes dieses Landes beitragen.

Energieintensive Unternehmen finden sich in den Branchen Stahl, Papier, Nichteisen-Metalle, Glas, Chemie und Baustoffe wieder. Jene Unternehmen sind zu einem großen Teil unter dem Dach der EID organisiert, um ihre gemeinsamen klima- und energiepolitischen Positionen durchzusetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit

1.2 energieintensive Unternehmen

2 Darstellung der Entwicklung der unterschiedlichen energiewirtschaftlichen Optimierungspotenziale für energieintensive Unternehmen

2.1 Überblick

2.2 EEG Umlage

2.2.1 Besondere Ausgleichsreglung (BesAR)

2.2.2 Eigenstromprivileg

2.3 Stromsteuer

2.4 Konzessionsabgabe

2.5 KWKG-Umlage

2.6 Offshore-Haftungsumlage

2.7 Vergütung abschaltbarer Lasten (Umlage § 18 AbLaV)

2.8 Emissionshandel

2.8.1 Strompreiskompensation

3 Darstellung der Möglichkeiten zur Reduzierung der Entgelte im Netzbereich

4 Fazit

5 Berechnung der Beispielaufgabe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die energiewirtschaftlichen Optimierungspotenziale für energieintensive Unternehmen in Deutschland, um deren Wettbewerbsfähigkeit durch Entlastungen bei Strompreisen und Netzentgelten zu sichern und einer Abwanderung ins Ausland entgegenzuwirken.

  • Analyse staatlicher Entlastungsmechanismen wie EEG-Umlage und Stromsteuer.
  • Untersuchung von Umlagen im Bereich KWK, Offshore-Haftung und abschaltbare Lasten.
  • Betrachtung von Möglichkeiten zur Reduzierung der Netzentgelte nach § 19 StromNEV.
  • Evaluation des Emissionshandels und der Strompreiskompensation.
  • Praktische Berechnung von Netzentgelten anhand einer Beispielaufgabe.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Besondere Ausgleichsreglung (BesAR)

Die Besondere Ausgleichsreglung wurde im Jahr 2003 eingeführt und mehrfach reformiert. Sie stellt eine Entlastung von der EEG-Umlage für das produzierende Gewerbe dar. [WWW 03]

Den Umfang der Begrenzung der EEG-Umlage für Unternehmen, welche die Vorrausetzungen nach § 64 Abs.1 EEG 2017, regelt § 64 Abs.2 EEG 2017. Hier fällt die EEG-Umlage für die erste Gigawattstunde auch bei Unternehmen, die von der besonderen Ausgleichsreglung profitieren, in voller Höhe an. Dies wird als der sogenannte Selbsterhalt bezeichnet. Ab einem Verbrauch über 1 GWh, wird die Begrenzung der EEG-Umlage a priori auf 15 Prozent begrenzt, höchstens allerdings auf vier Prozent der Bruttowertschöpfung des jeweiligen Unternehmens, wenn die Stromkostenintensität des Unternehmens geringer als 20 Prozent ist. Bei Unternehmen die eine Stromkostenintensität von Minimum 20 Prozent aufweisen, ist die Summe der zu zahlenden EEG-Umlage auf maximal 0,5 Prozent der Bruttowertschöpfung beschränkt. Eine Ausnahme gibt jedoch der § 64 Abs.2 Nr.4 EEG 2017 für den Fall, dass aufgrund der Begrenzung bestimmte Werte unterschritten werden. [EEG 2017]

Im Jahr 2013 nutzten 1720 Unternehmen die Entlastung der besonderen Ausgleichsreglung. Unter dem Strich ergab die finanzielle Entlastung für die Unternehmen 4 Milliarden Euro. Eine Strommenge von 95.557 GWh wurde privilegiert. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2014 schon 2098 Unternehmen begünstigt. Hier betrug die finanzielle Entlastung der Unternehmen gar 5,1 Milliarden Euro,was eine deutliche Steigerung darstellt. [Uwer und Radbacher 2017]. Die EEG-Umlage für nicht privilegierte Endverbraucher im Jahr 2018 beträgt 6,792 Cent/KWh. [WWW 04] Für energieintensive Unternehmen ist die EEG-Umlage auf 0,05 ct/kWh begrenzt. [Konstantin 2017]

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die ökonomische Relevanz energieintensiver Unternehmen für den Standort Deutschland und definiert das Ziel der Arbeit, Optimierungsmöglichkeiten zur Kostensenkung aufzuzeigen.

2 Darstellung der Entwicklung der unterschiedlichen energiewirtschaftlichen Optimierungspotenziale für energieintensive Unternehmen: Dieses Kapitel gibt einen detaillierten Überblick über verschiedene Entlastungsmechanismen wie EEG-Umlage, Stromsteuer, KWKG-Umlage und den Emissionshandel.

3 Darstellung der Möglichkeiten zur Reduzierung der Entgelte im Netzbereich: Hier werden spezifische Strategien zur Senkung von Netzentgelten durch atypische, intensive oder singuläre Netznutzung gemäß StromNEV analysiert.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der untersuchten Entlastungsinstrumente für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zusammen.

5 Berechnung der Beispielaufgabe: Ein praktisches Anwendungsbeispiel demonstriert die Berechnung des Netzentgeltes für eine leistungsgemessene Abnahmestelle in der Niederspannung.

Schlüsselwörter

Energieintensive Unternehmen, EEG-Umlage, Strompreiskompensation, Netzentgelte, Stromsteuer, KWKG-Umlage, Offshore-Haftungsumlage, StromNEV, Emissionshandel, Energieeffizienz, Lastmanagement, Industriestrompreise, Energiewende, Produktionsstandort, Besondere Ausgleichsregelung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten zur Reduzierung von Energiekosten für energieintensive Unternehmen in Deutschland, um den Produktionsstandort angesichts steigender Strompreise zu sichern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind staatliche Entlastungsmechanismen (z.B. EEG-Umlage), regulatorische Rahmenbedingungen des Strommarktes und die Möglichkeiten zur Netzentgeltoptimierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über existierende Entlastungsmöglichkeiten zu geben, die energieintensive Industrien nutzen können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse aktueller gesetzlicher Regelungen und energiewirtschaftlicher Fachliteratur sowie einer rechnerischen Fallstudie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung verschiedener Entlastungsumlagen (Kapitel 2) und die spezifischen Ansätze zur Reduzierung von Netzentgelten (Kapitel 3).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Energieintensität, EEG-Privilegierung, Netzentgeltverordnung und Wettbewerbsfähigkeit charakterisiert.

Was bedeutet das "Leistung-Gegenleistung-Prinzip" im Kontext der Netzentgelte?

Es beschreibt, dass Unternehmen für eine netzdienliche Entlastung, etwa durch aktives Lastmanagement, mit individuellen, reduzierten Netzentgelten belohnt werden.

Warum ist das Jahr 2016 bei der Umlage für abschaltbare Lasten in der Grafik mit 0 Euro gekennzeichnet?

In diesem Jahr bestand keine gültige Rechtsgrundlage für diese Umlage, weshalb keine Kosten erhoben wurden.

Wie unterscheidet sich die atypische von der intensiven Netznutzung?

Die atypische Netznutzung basiert auf der Vermeidung von Lastspitzen während Hochlastzeitfenstern, während die intensive Netznutzung auf ein hohes Volumen bei gleichzeitig vielen Benutzungsstunden abstellt.

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Details

Title
Energiewirtschaftliche Optimierungspotenziale für energieintensive Unternehmen
Subtitle
Wie können die Entgelte im Netzbereich reduziert werden?
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
1,3
Author
Nikolaj Neidlinger (Author)
Publication Year
2018
Pages
19
Catalog Number
V535702
ISBN (eBook)
9783346128782
ISBN (Book)
9783346128799
Language
German
Tags
energiewirtschaftliche optimierungspotenziale unternehmen entgelte netzbereich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nikolaj Neidlinger (Author), 2018, Energiewirtschaftliche Optimierungspotenziale für energieintensive Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535702
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