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Die Veränderung der Unternehmenskultur in Familienunternehmen

Title: Die Veränderung der Unternehmenskultur in Familienunternehmen

Bachelor Thesis , 2019 , 52 Pages , Grade: 3

Autor:in: Anna-Maria Salchegger (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die Unternehmenskultur eines Familienunternehmens wird meist unbewusst von Generation zu Generation gelebt und weitergegeben. Der wichtigste Treiber einer Unternehmenskultur ist das Verhalten der Führungspersönlichkeiten, denn diese haben eine Vorbildwirkung auf ihre Mitarbeiter. Da die Kultur in einem Familienunternehmen viele Jahre gelebt wird und auch gut funktioniert, wird meist nicht in Erwägung gezogen, etwas an der Unternehmenskultur zu verändern. Familienunternehmen planen Schritte, welche sie machen müssen, nicht im Vorhinein: Oft bleibt keine Zeit für derartige Aufgaben, da meist die operative Geschäftsführung und die strategischen Tätigkeiten bei einer Person liegen. Daher befasst sich diese Arbeit mit der Veränderung der Unternehmenskultur in Familienunternehmen. Die Wichtigkeit einer bewusst gelebten Kultur eines Unternehmens soll aufgezeigt werden. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die wichtigsten Treiber der Unternehmenskultur herauszuarbeiten, die Notwendigkeit einer Veränderung der Unternehmenskultur darzustellen und die Erkenntnisse aus der Theorie den Ergebnissen der Empirie gegenüberzustellen.

Im theoretischen Teil der Arbeit werden die Begriffe Kultur und Unternehmenskultur samt Treiber und Funktionen definiert. Die Kulturtheorie nach Pierre Bourdieu wird als Grundlage herangezogen und die Begriffe Habitus, Feld und die verschiedenen Arten von Kapital werden beschrieben. Die Notwendigkeit von Change Management in einem Unternehmen wird mithilfe einer Darstellung von einwirkenden Kräften auf ein Unternehmen aufgezeigt. Die Besonderheiten von Familienunternehmen werden anhand des Drei-Kreis-Modells nach Taguiri und Davis und des Familiness-Konstrukts verdeutlicht.

Im empirischen Teil dieser Arbeit wird mithilfe der Szenario-Technik eine Story erstellt, welche eine Situation eines Unternehmens, mit Bezug auf die Unternehmenskultur und auf den Veränderungsprozess in einem Familienunternehmen, darstellt. Diese Story wird Unternehmern vorgelegt und von diesen mit ihren Lösungsvorschlägen kommentiert.
Die daraus erlangten Forschungsergebnisse werden den Ergebnissen aus der Theorie gegenübergestellt und Übereinstimmungen bzw. Unterschiede werden erarbeitet.

Excerpt


Struktur der Arbeit

1.1. Einleitung und Problemstellung

1.2. Forschungsfrage

1.3. Zielsetzung

1.4. Theoretischer und praktischer Mehrwert

2. Begriffsdefinition Kultur

2.1. Die drei Ebenen von Kultur

2.2. Definition Unternehmenskultur

2.3. Treiber von Unternehmenskultur

2.4. Funktionen von Unternehmenskultur

3. Die Kulturtheorie von Pierre Bourdieu

3.1. Die Kapitalformen

3.2. Der Habitus

3.3. Der Feldbegriff

4. Change Management

5. Familienunternehmen

6. Quintessenz

7. Empirie

7.1. Szenario-Technik

7.2. Qualitative Einzelfallstudien

7.3. Aufbau der Story

7.4. Vorstellung der untersuchten Familienunternehmen

7.5. Auswertung und Interpretation der Untersuchung

8. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Veränderung der Unternehmenskultur in Familienunternehmen. Ziel ist es, die zentralen Treiber zu identifizieren, die für einen Kulturwandel notwendig sind, und dabei sowohl die theoretischen Grundlagen nach Pierre Bourdieu als auch die praktischen Herausforderungen des Change Managements in familiengeführten Betrieben zu untersuchen.

  • Unternehmenskultur in Familienunternehmen
  • Kulturtheoretische Ansätze nach Pierre Bourdieu
  • Herausforderungen des Change Managements
  • Analyse durch empirische Fallstudien und Szenario-Technik
  • Rolle von Führungspersönlichkeiten und Mitarbeiterbindung

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Habitus

„Wir lernen durch den Körper. Durch diese permanente, mehr oder weniger dramatische, aber der Affektivität, genauer gesagt dem affektiven Austausch mit der gesellschaftlichen Umgebung viel Platz einräumende Konfrontation dringt die Gesellschaftsordnung in die Körper ein“ (Audehm 2007, 54)

Als Habitus versteht man die Denk-, Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Beurteilungsschemata eines Individuums. Als Dispositionen bezeichnet Bourdieu gesellschaftliche Strukturen und Herrschaftsbeziehungen, welche im Habitus verankert sind. (Moebius; Quadflieg 2011, 58) Die innere Einstellung eines Menschen führt Bourdieu auf die Erfahrung, welche ein Mensch unter bestimmten Lebensbedingungen gemacht hat, zurück. Die Erfahrung dieser Existenzbedingungen spiegelt sich in den Wahrnehmungs- und Handlungs-Dispositionen eines Menschen wieder. Bourdieu beschreibt den Habitus als modus operandi, ein generierendes Prinzip, eine Art des Vorgehens oder Handelns. Der Habitus bringt regelhafte Improvisationen hervor, welche man auch als gesellschaftliche Praxis bezeichnen kann; und hat die Fähigkeit, in neuen Situationen neue Verhaltensweisen zu entwickeln. Bourdieu bezeichnet den Habitus auch als opus operatum, als verinnerlichte, inkorporierte Geschichte eines Individuums. (Krais; Gebauer 2002, 22) Verhaltensweisen wie Kleidungsstil oder Musikvorliebe kann man empirisch beobachten. Jedoch kann der Modus selbst, welcher eine Praktik generiert, nicht beobachtet werden. Auch bei den Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Denkschemata kann man nicht durch Beobachtung erkennen, welche Kriterien und Maßstäbe dafür herangezogen wurden. Es kann nur der „modus operandi“ durch konkrete Ausdrucksweise empirisch erfasst werden. Das Prinzip, welches diesem zugrunde liegt, kann man jedoch nicht direkt beobachten. Das heißt, der „opus operatum“ muss empirisch erfasst werden, damit man die Schemata rekonstruieren kann, aus welchen verschiedene Praktiken, Wahrnehmungen und Sichtweisen entstehen. (Barlösius, 126f)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Unternehmenskultur ein und beleuchtet die Herausforderungen, vor denen Familienunternehmen bei notwendigen Veränderungsprozessen stehen.

2. Begriffsdefinition Kultur: Hier werden theoretische Grundlagen zu Kultur und Unternehmenskultur, einschließlich deren Ebenen, Treiber und Funktionen, erarbeitet.

3. Die Kulturtheorie von Pierre Bourdieu: Der Abschnitt erläutert die zentralen Konzepte Kapital, Habitus und Feld, um menschliches Handeln und gesellschaftliche Strukturen zu verstehen.

4. Change Management: Dieses Kapitel behandelt die Notwendigkeit von Veränderungsprozessen in Unternehmen und die theoretischen Konzepte zur erfolgreichen Umsetzung.

5. Familienunternehmen: Es werden die Besonderheiten von Familienunternehmen, insbesondere das Drei-Kreis-Modell und das Familiiness-Konstrukt, detailliert beschrieben.

6. Quintessenz: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der theoretischen Auseinandersetzung zusammen.

7. Empirie: Hier wird die Untersuchungsmethodik, die Szenario-Technik sowie die qualitative Fallstudienanalyse vorgestellt und auf die befragten Unternehmen angewandt.

8. Conclusio: Das abschließende Kapitel beantwortet die Forschungsfrage und zieht eine Bilanz zur Veränderbarkeit der Unternehmenskultur in Familienunternehmen.

Schlüsselwörter

Unternehmenskultur, Familienunternehmen, Change Management, Pierre Bourdieu, Habitus, Mitarbeiterbindung, Wissensmanagement, Führung, Szenario-Technik, Fallstudien, Organisationswandel, Unternehmenserfolg, Kommunikation, Wertekultur, Unternehmensführung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmenskulturen in Familienunternehmen gestaltet sind und welche Mechanismen und Faktoren eine Veränderung dieser Kultur beeinflussen oder behindern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Unternehmenskultur, die soziologische Kulturtheorie von Pierre Bourdieu, Change Management-Konzepte und die spezifischen Dynamiken von Familienunternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die wichtigsten Treiber zu identifizieren, die vorhanden sein müssen, damit es in einem Familienunternehmen zu einer notwendigen Veränderung der Unternehmenskultur kommt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Forschungsmethode, bestehend aus der Szenario-Technik zur Entwicklung einer Beispielgeschichte und der anschließenden Durchführung von qualitativen Einzelfallstudien mit Geschäftsführern von Familienunternehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Bourdieu, Change Management, Familienunternehmen-Modelle) diskutiert und die Ergebnisse der empirischen Erhebung durch Fallbeispiele und Expertenmeinungen ausgewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmenskultur, Familienunternehmen, Change Management, Habitus und Mitarbeiterführung charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Begriff „Habitus“ in der Analyse?

Der Habitus nach Bourdieu dient als theoretisches Werkzeug, um zu erklären, warum Verhaltensweisen und Denkstrukturen in Unternehmen oft tief verankert sind und wie diese unbewusst den Veränderungsprozess beeinflussen.

Was ist das „Drei-Kreis-Modell“ in Bezug auf Familienunternehmen?

Das Drei-Kreis-Modell nach Taguiri und Davis beschreibt die Überschneidungen der drei Systeme Familie, Eigentum und Unternehmen und hilft dabei, die daraus resultierenden Rollenkonflikte und Einflüsse zu verstehen.

Warum sind Veränderungsprozesse in Familienunternehmen oft schwierig?

Aufgrund der meist operativen Überlastung der Geschäftsführer und der engen Verflechtung von familiären und unternehmerischen Interessen bleibt oft wenig Raum für eine strategische Planung und bewusste kulturelle Weiterentwicklung.

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Details

Title
Die Veränderung der Unternehmenskultur in Familienunternehmen
College
Fachhochschule Salzburg
Course
Business Development
Grade
3
Author
Anna-Maria Salchegger (Author)
Publication Year
2019
Pages
52
Catalog Number
V537290
ISBN (eBook)
9783346136886
ISBN (Book)
9783346136893
Language
German
Tags
Familienunternehmen KMU Unternehmenskultur Treiber für Veränderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna-Maria Salchegger (Author), 2019, Die Veränderung der Unternehmenskultur in Familienunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537290
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