Diese Arbeit hat sich als Ziel gesetzt, die positiven, aber auch negativen Aspekte des Leistungssports darzustellen. Um auf wissenschaftliche Erkenntnisse einzugehen, wurden diverse Interviews mit Akteuren des Mountainbike Sports durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass gerade die jungen Sportler die Nachteile ihres Sports nicht ernst nahmen oder gar ganz ignorierten. Erst mit einem gewissen Alter wurden auch die negativen Auswirkungen ernst genommen.
Schlussendlich muss sich jeder Athlet im Klaren sein, dass diese Form des Sports eine große Herausforderung mit Höhen und Tiefen bedeutet, besonders in jungen Jahren. Solange sich die Jugendlichen freiwillig dem Leistungssport hingeben und sich nicht dazu genötigt fühlen, ist es jedem selbst überlassen, für welchen Weg er sich entscheidet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Leistungssport
2.2 Jugendliche
2.3 Mountainbiken
3. Empirischer Teil
3.1 Interviewpartner
3.2 Gesprächsleitfaden bzw. Fragebogen
4. Chancen und Risiken im Leistungssport
4.1 Perspektiven
4.2 Fitness
4.3 Verletzungen und Krankheiten
4.4 Auswirkungen auf die Psyche
5. Leben im Verbundsystem Schule und Leistungssport
5.1 Organisation
5.2 Ergebnisse der Interviews
6. Resümee
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die physischen und psychischen Auswirkungen des leistungsorientierten Mountainbikens auf Jugendliche. Ziel ist es, ein differenziertes Bild der Belastungen und Chancen zu zeichnen, indem wissenschaftliche Erkenntnisse mit empirischen Daten aus Interviews und persönlichen Erfahrungen des Autors verknüpft werden, um die Kontroverse um die Gesundheit und Entwicklung junger Leistungssportler zu beleuchten.
- Analyse der Definitionen von Leistungssport, Jugend und Mountainbiken
- Untersuchung der psychischen und physischen Chancen und Risiken im Jugendalter
- Empirische Erhebung durch Experten- und Athleteninterviews
- Evaluation der Doppelbelastung durch Schule und Leistungssport
- Reflexion über die Vereinbarkeit von sportlichem Ehrgeiz und gesundheitlicher Entwicklung
Auszug aus dem Buch
4.2 Fitness
Jeder Sportler, egal ob Profi oder Hobbysportler, will seinen Fitnesszustand verbessern. Die Athleten trainieren gezielt in den Bereichen Kraft, Ausdauer und Koordination, um sich in ihren Sportarten zu verbessern. Um jedoch im Mountainbiken erfolgreich zu sein, müssen die Jugendlichen schon sehr früh damit beginnen, ihre Ausdauer zu verbessern, denn diese dient im späteren Karriereverlauf als Grundgerüst für ein zielorientiertes Training, welches sich aus verschiedenen Einheiten von Kraft, Explosivität und Koordination zusammensetzt.
Für die Verbesserung der Ausdauer gibt es verschiedene Intensitätsbereiche, welche für ein effektives Training nötig sind. Diese fünf Bereiche werden durch einen Ausdauertest bis zur völligen Erschöpfung festgelegt und dienen als Ausgangspunkt. Die Einteilung dieser Herzfrequenzzonen erfolgt durch verschiedene Parameter, wie zum Beispiel Puls und Laktat.
Natürlich werden Alter, Geschlecht und Gewicht genauso berücksichtigt. Daraus ergeben sich verschiedene Abstufungen der Intensität, die von lockeren Einheiten bis zur völligen Verausgabung reichen. Durch konsequente körperliche Belastungen mit dem Schwerpunkt Ausdauer ist bereits bei Jugendlichen eine Zunahme der Sauerstoffaufnahmefähigkeit erkennbar. Nach mehrjährigem Training kann somit ein junger Sportler 70ml Sauerstoff pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Diese Werte kommen Spitzenathleten im Ausdauerbereich nahe. Es kommt zu einer Veränderung des Stoffwechsels im Gegensatz zu gleichaltrigen Jugendlichen. Die Zellleistung wird um ein Vielfaches verbessert, was zur Folge hat, dass sich die aerobe und anaerobe Schwelle verschieben. Untrainierte müssen Belastungen schon lange davor abbrechen, während die Nachwuchssportler zumeist erst die anaerobe Schwelle überschreiten. Dabei werden ATP und Kreatinphosphate besser ausgeschöpft, was wiederum einer Verbesserung der Schnellkraft zugutekommt. (vgl. Howald/Hahn, 1982, S. 42f.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Der Autor stellt seine persönliche Motivation dar, die Auswirkungen des Leistungssports Mountainbiken zu erforschen und die Forschungsfrage zur psychischen und physischen Belastung Jugendlicher zu begründen.
2. Definitionen: Es werden grundlegende Begriffe wie Leistungssport, die Lebensphase der Jugend und der Sport Mountainbiken wissenschaftlich sowie aus der eigenen Erfahrung heraus definiert.
3. Empirischer Teil: Dieses Kapitel erläutert die Methodik der offenen Interviews mit verschiedenen Akteuren der Szene und legt den Gesprächsleitfaden offen.
4. Chancen und Risiken im Leistungssport: Eine tiefgehende Analyse der medizinischen und psychologischen Aspekte, die den Leistungssport zwischen Gesundheitsförderung und Überlastungsgefahr einordnen.
5. Leben im Verbundsystem Schule und Leistungssport: Die Untersuchung des täglichen Zeitmanagements und der Belastung durch die Doppelrolle als Schüler und Athlet anhand eines Protokolls und weiterer Interviews.
6. Resümee: Die Zusammenführung der Ergebnisse zeigt, dass keine eindeutige Trennung zwischen gesund und ungesund möglich ist, sondern die individuelle Umgebung und der persönliche Umgang entscheidend sind.
Schlüsselwörter
Leistungssport, Mountainbiken, Jugendliche, Psychische Auswirkungen, Physische Auswirkungen, Trainingsbelastung, Doppelbelastung, Schule, Sportmedizin, Fitness, Verletzungsrisiko, Adoleszenz, Stressbewältigung, Leistungsdruck, Karriereplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die psychischen und physischen Folgen, die der leistungsorientierte Sport Mountainbiken auf Jugendliche hat, und beleuchtet die damit verbundenen Herausforderungen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Leistungssports, den Auswirkungen auf Gesundheit und Psyche, dem Fitnessaufbau sowie der Organisation des Alltags zwischen Schule und Training.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet, welche positiven und negativen Auswirkungen ein exzessives sportliches Engagement auf die Entwicklung von Jugendlichen hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor kombiniert theoretische Grundlagen aus Fachliteratur mit einem empirischen Teil, bestehend aus offenen Interviews mit verschiedenen Akteuren des Sports.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Chancen und Risiken in den Bereichen Fitness und Verletzungsanfälligkeit analysiert sowie die Schwierigkeiten der zeitlichen Vereinbarkeit von Leistungssport und Schulpflicht durchleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Leistungssport, Mountainbiken, Jugendliche, Doppelbelastung, psychische Auswirkungen, Leistungsdruck und Sportmedizin.
Inwiefern spielt der Faktor Zeit in der Arbeit eine Rolle?
Die zeitliche Ressource ist laut Autor die größte Herausforderung, da die Kombination aus Schule und intensivem Training kaum Freiraum für Erholung lässt, was das psychische und physische Wohlbefinden gefährden kann.
Welche Rolle spielt die Schule für die befragten Athleten?
Die Interviews verdeutlichen, dass die meisten Nachwuchssportler die Schule eher als Belastung empfinden, wobei der Autor hervorhebt, dass eine schulische Ausbildung für ein Leben nach dem Sport essenziell ist.
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- Anonym (Author), 2019, Der Leistungssport Mountainbiken. Physische und psychische Auswirkungen auf Jugendliche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538802