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Welche Berufsrolle können akademisch qualifizierte Pflegekräfte in einem psychiatrischen Krankenhaus übernehmen? Erstellung eines Konzepts zur Einführung von fachführenden Pflegeexpert/innen

Título: Welche Berufsrolle können akademisch qualifizierte Pflegekräfte in einem psychiatrischen Krankenhaus übernehmen? Erstellung eines Konzepts zur Einführung von fachführenden Pflegeexpert/innen

Tesis de Máster , 2019 , 115 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Julia Schirner (Autor)

Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería
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Der Einsatz akademisch ausgebildeten Pflegepersonals im Sinne von Pflegeexperten*innen stellt in Deutschland noch immer die Ausnahme dar. Auch im Bereich der psychiatrischen Pflege fehlt es an Konzepten, Rahmenbedingungen und Tätigkeitsbereichen für akademisch qualifiziertes Pflegepersonal. Die vorliegenden Arbeit stellt folgende Forschungsfrage: Welche Berufsrolle können akademisch qualifizierte Pflegekräfte in einem psychiatrischen Krankenhaus wie der Evangelischen Lukas-Stiftung Altenburg in Zukunft übernehmen?

Anhand der ersten fünf Schritte des PEPPA-Frameworks von Bryant-Lukosius und DiCenso werden die Bedarfe für die Einführung einer neuen Berufsrolle erfasst und strukturiert. Dabei wird mittels einem Instrument zur Erfassung von Pflegesystemen zunächst die Organisation des Pflegedienstes dargestellt. Anschließend werden mit Hilfe eines Workshops ein Anforderungs- und Tätigkeitsprofil für die neue Berufsrolle aus Sicht der Pflegenden erfasst. Anhand des zuvor ermittelten Anforderungs- und Tätigkeitsprofils wird ein Grobkonzept als Teilschritt zur Implementierung akademischen Pflegepersonals in der Psychiatrie erstellt. Dabei wird zunächst auf die Einführung fachführender Pflegeexperten*innen im Rahmen einer dualen Führungsstruktur eingegangen. Das Tätigkeitsfeld der fachführenden Pflegeexperten*innen umfasst vor allem die individuelle fachliche Entwicklung der Pflegenden und eine Supportfunktion in schwierigen Pflegesituationen.

Mit dem Konzept zur Einführung von fachführenden Pflegeexperten*innen ist ein erster Vorschlag für die Implementierung akademischen Pflegepersonals in der Evangelischen Lukas-Stiftung Altenburg erarbeitet. Für die tatsächliche Umsetzung des Konzeptes gilt es jedoch zunächst einen strukturierten Gesamtumsetzungsplan zu erstellen und die neuen Anforderungen und Tätigkeitsprofile mit allen Berufsgruppen des multiprofessionellen Behandlungsteams abzustimmen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gegenstand der Arbeit

2.1 Relevanz des Themas

2.2 Fragestellung

2.3 Ausgangslage

2.3.1 Die Klinik

2.3.2 Der Pflegedienst

3 Stand der Forschung

4 Theoretischer Rahmen

4.1 Internationale Entwicklungen

4.2 Entwicklungen in Deutschland

4.2.1 Akademisierung des Pflegeberufes

4.2.2 Einsatz von akademisch ausgebildeten Pflegefachpersonen in Deutschland

4.3 Besonderheiten der Pflege in der Psychiatrie

4.3.1 Pflege in der Psychiatrie

4.3.2 Akademisch ausgebildete Pflegekräfte in der Psychiatrie

4.3.3 Pflegeforschung in der Psychiatrie

4.4 PEPPA-Framework

5 Methodik

5.1 Instrument zur Erfassung von Pflegesystemen

5.2 Workshop mit Fokusgruppen

6 Durchführung

6.1 Instrument zur Erfassung von Pflegesystemen

6.2 Workshop mit pflegerischen Leitungen und Pflegenden

7 Ergebnisse

7.1 Ergebnisse aus der Befragung mittels IzEP©

7.2 Ergebnisse aus den Workshops

7.3 Schwerpunkte der neuen Berufsrolle

7.4 Konzept

7.4.1 Zusammenfassung des Vorhabens

7.4.2 Ausgangslage

7.4.3 Ziele

7.4.4 Umsetzungsstrategie

8 Diskussion und Empfehlungen

9 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts zur Implementierung von fachführenden Pflegeexperten in der Evangelischen Lukas-Stiftung Altenburg. Dabei steht die Definition von Tätigkeitsfeldern für akademisch qualifizierte Pflegekräfte im Fokus, um den steigenden Anforderungen in der psychiatrischen Versorgung gerecht zu werden und die Pflegequalität nachhaltig durch Evidenzbasierung zu steigern.

  • Implementierung einer dualen Führungsstruktur im Pflegedienst.
  • Analyse der aktuellen Pflegesysteme mittels PEPPA-Framework und IzEP©.
  • Entwicklung eines Anforderungs- und Tätigkeitsprofils für akademische Pflegeexperten.
  • Förderung der fachlichen Entwicklung der Pflegenden und Support in schwierigen Pflegesituationen.
  • Optimierung der Versorgungsqualität durch wissenschaftlich fundierte Methoden.

Auszug aus dem Buch

Die Vorgehensweise der Autorin für die Erstellung des Konzeptes orientiert sich am PEPPA-Framework (siehe Kapitel 4.4) von Bryant-Lukosius und DiCenso.

Es handelt sich dabei um ein anerkanntes Modell zur Einführung einer neuer Berufsrolle im Sinne einer erweiterten Pflegepraxis (Bryant-Lukosius und DiCenso 2004).

Im ersten und theoretischen Teil der Arbeit werden zunächst der Gegenstand der Arbeit und die Fragestellung, sowie die Ausgangslage erläutert. Es folgt ein kurzer Blick auf die aktuelle Forschungslage in Bezug auf den Einsatz von akademisch qualifizierten Pflegekräften. Anschließend werden die internationalen Entwicklungen im Bereich der erweiterten Pflegepraxis dargestellt. Als konkretes „Best Practice Modell“ dient die Rolle von Pflegeexperten*innen in der Schweiz, bevor die Entwicklungen in Deutschland zur Akademisierung und den Einsatz akademischer Pflegefachpersonen sowie die Besonderheiten der psychiatrischen Pflege betrachtet werden. Der theoretische Teil schließt mit der Vorstellung des PEPPA–Frameworks, welcher als Handlungsleitfaden für die Implementierung einer neuen Berufsrolle und damit auch für diese Arbeit dient.

Im zweiten und empirischen Teil der Arbeit erfolgt zunächst die Vorstellung der verwendeten Instrumente. Anschließend wird die Durchführung der Erhebungen genauer beschrieben, bevor die Ergebnisse und die damit verbundenen Schlussfolgerungen für ein Konzept zur Implementierung akademischer Pflegekräfte vorgestellt werden.

Als Ergebnis der Arbeit ist das aufgestellte Grobkonzept zur Implementierung von fachführenden Pflegeexperten*innen zu betrachten. Es folgen die kritische Auseinandersetzung mit den angewandten Methoden und weiterführende Empfehlungen für die Pflegepraxis. Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel sowie die zunehmende Komplexität der Gesundheitsversorgung und leitet daraus die Notwendigkeit für akademisch qualifizierte Pflegekräfte in der Psychiatrie ab.

2 Gegenstand der Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Themas, stellt die Forschungsfrage sowie die Ausgangslage in der Klinik und dem Pflegedienst der Evangelischen Lukas-Stiftung Altenburg dar.

3 Stand der Forschung: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zum Einsatz von Pflegeexperten in Deutschland sowie die internationale Studienlage im Hinblick auf Patienten-Outcomes kritisch betrachtet.

4 Theoretischer Rahmen: Das Kapitel bietet Einblicke in internationale und deutsche Entwicklungen der Akademisierung, die Besonderheiten der psychiatrischen Pflege sowie das für die Arbeit leitende PEPPA-Framework.

5 Methodik: Die methodische Vorgehensweise wird beschrieben, insbesondere die Anwendung des IzEP© zur Ist-Analyse sowie die Durchführung von Workshops mit Fokusgruppen zur Bedarfsanalyse.

6 Durchführung: Dieser Abschnitt dokumentiert die konkrete Umsetzung der Erhebungsinstrumente und die Vorbereitung sowie Durchführung der Workshops mit pflegerischen Leitungen und Pflegenden.

7 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Befragung und der Workshops werden präsentiert, gefolgt von der Herleitung von Schwerpunkten für die neue Berufsrolle und dem daraus entwickelten Grobkonzept.

8 Diskussion und Empfehlungen: Hier erfolgt eine kritische Reflexion der angewandten Methoden sowie die Formulierung weiterführender Empfehlungen für die zukünftige Pflegepraxis in der Einrichtung.

9 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Zielsetzung, Vorgehensweise und die zentralen Erkenntnisse der Masterarbeit.

Schlüsselwörter

Psychiatrische Pflege, Akademisierung, Pflegeexperten, PEPPA-Framework, Pflegepraxis, Versorgungsqualität, Pflegemanagement, Rollenentwicklung, Evidenzbasierte Pflege, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Fachführung, Personalentwicklung, Evangelische Lukas-Stiftung Altenburg, IzEP©, Advanced Nursing Practice.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Implementierung einer neuen Berufsrolle für akademisch qualifizierte Pflegekräfte in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Evangelischen Lukas-Stiftung Altenburg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Akademisierung des Pflegeberufs, die Bedeutung der psychiatrischen Pflege, das Management von Pflegeorganisationen sowie die Etablierung einer erweiterten Pflegepraxis (Advanced Nursing Practice).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Ist-Analyse der Pflegeorganisation und der Erfassung von Bedarfen der Mitarbeitenden ein Grobkonzept zu entwickeln, das Tätigkeitsfelder für akademisch qualifizierte Pflegepersonen definiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin orientiert sich methodisch am PEPPA-Framework von Bryant-Lukosius und DiCenso. Ergänzend wird das "Instrument zur Erfassung von Pflegesystemen" (IzEP©) zur Ist-Analyse sowie ein Workshop-Verfahren zur Bedarfsermittlung genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen beleuchtet, die aktuelle Situation des Pflegedienstes analysiert, die durchgeführten Workshops dokumentiert und daraus ein konkretes Grobkonzept für die Einführung von fachführenden Pflegeexperten abgeleitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie psychiatrische Pflege, akademische Qualifizierung, Rollenentwicklung, Pflegemanagement, Versorgungsqualität und PEPPA-Framework.

Warum wurde gerade die Evangelische Lukas-Stiftung Altenburg als Fallbeispiel gewählt?

Da die Autorin eine konkrete Reorganisation des Pflegedienstes in dieser spezifischen Einrichtung zum Ziel hatte, dient die Klinik als Praxisbeispiel, um die theoretischen Konzepte der Akademisierung in ein betriebsspezifisches Grobkonzept zu überführen.

Welche Rolle spielt das PEPPA-Framework in diesem Konzept?

Es dient als strukturierter Handlungsleitfaden zur Einführung einer neuen Berufsrolle. Die Autorin hat die ersten fünf Schritte dieses Frameworks angewandt, um ein systematisches Vorgehen sicherzustellen.

Welche Funktion sollen die fachführenden Pflegeexperten in der Klinik einnehmen?

Sie sollen in einer dualen Führungsstruktur neben den pflegerischen Leitungen fungieren, die fachliche Entwicklung des Teams steuern, Forschungserkenntnisse in die Praxis transferieren und bei schwierigen Pflegesituationen unterstützen.

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Detalles

Título
Welche Berufsrolle können akademisch qualifizierte Pflegekräfte in einem psychiatrischen Krankenhaus übernehmen? Erstellung eines Konzepts zur Einführung von fachführenden Pflegeexpert/innen
Universidad
University of Applied Sciences Jena
Calificación
1,7
Autor
Julia Schirner (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
115
No. de catálogo
V539244
ISBN (Ebook)
9783346146168
ISBN (Libro)
9783346146175
Idioma
Alemán
Etiqueta
welche berufsrolle pflegekräfte krankenhaus erstellung konzepts einführung pflegeexpert/innen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Schirner (Autor), 2019, Welche Berufsrolle können akademisch qualifizierte Pflegekräfte in einem psychiatrischen Krankenhaus übernehmen? Erstellung eines Konzepts zur Einführung von fachführenden Pflegeexpert/innen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539244
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