Zu Beginn dieser Trainingslehre wird zunächst die Beweglichkeit der Testperson überprüft. Basierend auf den Ergebnissen wird ein Plan für ein Beweglichkeits- und ein Koordinationstraining erstellt.
Zu Beginn einer Trainingsplanung, sowie zur Trainingssteuerung müssen in einer Anamnese verschiedene Parameter aufgenommen werden. Hierbei erhält der Trainer ein Bild über die aktuelle Situation, den Gesundheitsstatus und mögliche Wünsche der Person. Dies ist von großer Bedeutung, denn nur so kann gewährleistet werden, dass der Trainingsplan individuell auf die Testperson zusammengestellt wird, damit sie ihre Ziele bestmöglich erreichen kann. Aus datenschutzrechtlichen Gründen (DSGVO), wird die Testperson im folgenden Testperson oder Probandin genannt.
Die Testperson ist eine junge Dame, welche keine gesundheitlichen Einschränkungen aufweist. Da weder internistische noch orthopädische Probleme vorhanden sind und die Probandin sich zudem in keiner ärztlichen Behandlung befindet, ist sie körperlich voll belastbar. Demnach gibt es für die nachfolgende Testung und das Training keine Kontraindikationen.
Sowohl das allergische Asthma, als auch die damit verbundene Medikamenteneinnahme von Xusal, tangieren das Training der Probandin aktuell im September in nicht. Die früher ausgeübte Sportart Kunstturnen legt die Vermutung nahe, dass sie sowohl eine gute Beweglichkeit besitzt, als auch über eine gute koordinative Fähigkeit verfügt, welche aber durch den aktuell beruflich bedingten, rein sitzenden Alltag doch wieder eingeschränkt sein kann.
Inhaltsverzeichnis
1 PERSONENDATEN
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING
4 TRAININGSPLAN KOORDINATIONSTRAINING
5 LITERATURRECHERCHE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen individuellen Trainingsplan zur Verbesserung der Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit für eine Testperson zu erstellen, basierend auf einer fundierten Anamnese und wissenschaftlichen Testverfahren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch gezieltes Beweglichkeits- und Koordinationstraining spezifische Defizite ausgeglichen und sportliche Anforderungen im Alltag, wie etwa das Tragen von High Heels oder die sitzende berufliche Tätigkeit, kompensiert werden können.
- Anamnese und individuelle Leistungsdiagnostik
- Manuelle Beweglichkeitstestung nach Janda
- Strukturierung eines Beweglichkeitstrainings unter Berücksichtigung von Belastungsgefügen
- Entwicklung eines propriozeptiven Koordinationstrainings
- Evidenzbasierte Literaturrecherche zur Wirksamkeit von Dehnprogrammen
Auszug aus dem Buch
2 Beweglichkeitstestung
Die Testung vor dem Erstellen eines Trainingsplans, hat den Hintergrund das Beweglichkeitstraining exakt auf die Probandin mit ihren individuellen Zielen, Voraussetzungen und ihrer aktuellen Situation abstimmen zu können. Um diese Ausgangssituation zu definieren, testet man bei den fünf wichtigsten Hauptmuskelgruppen das ,,.. passive Bewegungsausmaß im Gelenk…‘‘ nach Janda (2000, S.253) und vergleicht die Ergebnisse der Probandin mit Referenzwerten. Daraus wird eine möglich geminderte Dehnbarkeit der Testperson zu Erkennen gebracht, worauf anschließend eine adäquate Auswahl der Dehnübungen, des Belastungsgefüges und der Dehnmethoden getroffen werden kann.
Um auf ein eventuell herrschendes Ungleichgewicht zwischen der rechten und der linken Seite zu eingehen zu können, erfolgt jeder dieser folgenden Tests bilateral.
In Tabelle 2 dargestellt werden zum einen die durchgeführten Testübungen. Zum anderen sind der Tabelle die Normwerte und die Ergebnisse der Probandin zu entnehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 PERSONENDATEN: Dieses Kapitel umfasst die Anamnese der Testperson, einschließlich körperlicher Daten, Trainingsmotiven, sportlicher Historie und gesundheitlichem Status, um die Basis für eine individuelle Trainingsplanung zu schaffen.
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG: Hier werden die durchgeführten manuellen Beweglichkeitstests nach Janda erläutert, die zur Identifikation von muskulären Dysbalancen und zur Ermittlung des Ist-Zustands der Dehnbarkeit bei der Probandin dienen.
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING: Dieses Kapitel leitet aus den Testergebnissen ein gezieltes Belastungsgefüge für das Beweglichkeitstraining ab und stellt die ausgewählten Dehnübungen methodisch begründet dar.
4 TRAININGSPLAN KOORDINATIONSTRAINING: Es wird ein propriozeptives Koordinationstraining konzipiert, das darauf abzielt, die Gleichgewichtsfähigkeit und Körperstabilität der Probandin durch verschiedene methodische Übungsblöcke zu verbessern.
5 LITERATURRECHERCHE: In diesem Teil werden zwei wissenschaftliche Studien analysiert, um die Effekte von verschiedenen Dehn- und Aufwärmprogrammen auf die sportliche Leistungsfähigkeit kritisch zu reflektieren.
Schlüsselwörter
Trainingsplanung, Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Janda, Propriozeption, Anamnese, Muskuläre Dysbalancen, Dehnmethode, Belastungsgefüge, Sportliche Leistungsfähigkeit, Körperwahrnehmung, Gleichgewichtstraining, Stretching, Leistungsdiagnostik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines individuell angepassten Trainingsplans für eine Testperson, der auf einer wissenschaftlichen Anamnese und Testverfahren basiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Beweglichkeitstraining, dem propriozeptiven Koordinationstraining sowie der Analyse wissenschaftlicher Literatur zur Wirksamkeit von Dehnung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Verbesserung der Beweglichkeit und Koordination der Probandin, um individuelle Defizite auszugleichen und eine optimale körperliche Verfassung für den Alltag und Sport zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Diagnostik verwendet?
Zur Bestimmung der Beweglichkeit wird die manuelle Beweglichkeitstestung nach Janda bei den fünf wichtigsten Hauptmuskelgruppen angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Anamnese, Beweglichkeitstestung, die detaillierte Planung des Beweglichkeits- und Koordinationstrainings sowie eine Literaturrecherche zu relevanten Studien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Trainingsplanung, Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Janda, Propriozeption, Anamnese und muskuläre Dysbalancen.
Warum spielt das Tragen von High Heels in der Trainingsplanung eine Rolle?
Das Tragen hoher Schuhe führte bei der Probandin zu einem Beweglichkeitsdefizit in der Wadenmuskulatur, das durch gezielte Dehnübungen kompensiert werden soll.
Welche Rolle nimmt das Balance-Board im Koordinationstraining ein?
Das Balance-Board wird genutzt, um die Untergrundsituation zu verändern und somit die Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit der Probandin koordinativ stärker zu fordern.
Warum wird im Rahmen der Arbeit eine Literaturrecherche durchgeführt?
Die Recherche dient dazu, die gewählten Dehnmethoden wissenschaftlich zu untermauern und die Auswirkungen von Dehnprogrammen auf die sportliche Leistungsfähigkeit, speziell beim Sprint, zu bewerten.
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- Larissa Salzmann (Author), 2019, Erstellung eines Beweglichkeits- und Koordinationstrainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539269