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Resilienzförderung im schulischen Kontext

Eine qualitative Untersuchung der Konzepte der Deutschen Schulpreisträgerschulen

Titel: Resilienzförderung im schulischen Kontext

Bachelorarbeit , 2017 , 59 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bianca Butterweck (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Das Phänomen der Resilienz kann auf eine sechzigjährige Forschungstradition zurückblicken, erfährt im Kontext von Schule jedoch vergleichsweise wenig Berücksichtigung. Dabei ist es bedeutsam, dass gerade die jüngste Generation unserer Gesellschaft, die Kinder und Jugendlichen, resiliente Denk- und Handlungsmuster vermittelt bekommen, um zu lernen, wie sie aktuellen Widrigkeiten und Belastungen des Erwachsenenlebens standhalten können. Der Schule kommt dabei als einzige verpflichtende Bildungsinstitution eine tragende Rolle zu. Sie stellt eine Konstante im Leben der Kinder dar und hat dadurch die Möglichkeit kontinuierlich das Leben der Kinder, neben ihrem näheren Umfeld, mitbeeinflussen zu können. Aus diesem Grund ist es von Relevanz, die Resilienz mehr in das Zentrum der Schulforschung zu rücken.

In dieser Bachelorarbeit sollen die Möglichkeiten der Resilienzförderung in Schule und Unterricht am Beispiel der deutschen Schulpreisträgerschulen untersucht werden. Für die Untersuchung wurden die Schulkonzepte der Hauptpreisträgerschulen der Jahre 2014, 2015 und 2016 auf Resilienz fördernde Aspekte untersucht. Die Bedeutsamkeit einer Untersuchung dieser Schulen liegt darin begründet, dass sie einen Orientierungsrahmen für andere Schulen bilden. Weisen die Schulpreisträgerschulen Resilienz fördernde Möglichkeiten auf, so ist es wahrscheinlich, dass andere Schulen diese künftig auch für sich nutzbar machen werden.

Im Folgenden wird das Phänomen der Resilienz, mit dem Risiko- und Schutzfaktorenkonzept, sowie die Befunde aus der Resilienzforschung und verschiedene Resilienzansätze umfassend dargestellt. Auf dieser Grundlage wird Resilienz mit der Institution Schule in Bezug gesetzt und untersucht, welche Schutz- und Risikofaktoren in diesem Zusammenhang zugrunde liegen. Im Anschluss wird die Zielsetzung und Funktion des Deutsche Schulpreises beschrieben, sowie ein besonderes Augenmerk auf die Auswahlkriterien gerichtet. Abschließend werden die Schulprofile und -programme der einzelnen skizziert und ihre Konzepte auf Resilienz fördernde Möglichkeiten hin untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Resilienz

2.1. Annäherung an eine Definition

2.2. Klassifizierung der Belastungen

2.3. Anlage und Umwelt

2.4. Variabilität

3. Risiko- und Schutzfaktoren

3.1. Risikofaktoren

3.1.1. Definition

3.1.2. Kategorisierung

3.1.3. Einflussfaktoren

3.2. Schutzfaktoren

3.2.1. Definition

3.2.2. Kategorisierung

3.2.3. Einflussfaktoren

3.3. Wechselwirkung von Risiko- und Schutzfaktoren

3.4. Kritik am Risiko- und Schutzfaktorenkonzept

4. Der Begriff Coping und Coping-Strategien

4.1. Coping

4.2. Coping-Strategien

5. Resilienzmodelle

5.1. Vorstellung verschiedener Ansätze und Modelle

5.2. Das Kompensationsmodell

5.3. Das Herausforderungsmodell

5.4. Das Interaktionsmodell

5.5. Das Kumulationsmodell

6. Relevante Studien der Resilienzforschung

6.1. Die Salutogenese

6.2. Die Kauai-Längstschnittstudie

6.3. Die Mannheimer Risikokinderstudie

6.4. Die Bielefelder Invulnerabilitätsstudie

6.5. Gemeinsamkeiten der Forschungsbefunde

7. Schule – ein Schutz- oder Risikofaktor

7.1. Schule als Schutz- und Risikofaktor

7.2. Schule als Risikofaktor

7.3. Schule als Schutzfaktor

7.4. Schlussfolgerungen

8. Schulische Resilienzförderung

8.1. Gemeinsamkeiten der Begriffe Bildung und Resilienz

8.2. Kriterien schulischer Resilienzförderung

9. Der Deutsche Schulpreis

9.1.1. Weiteres Vorgehen

9.1.2. Zielvorstellungen

9.1.3. Entstehung

9.1.4. Auswahlkriterien

9.1.5. Auswahlverfahren

9.1.6. Vorjury und Jury

9.2. Qualitätsbereiche guter Schulen

9.2.1. Bedeutsamkeit für diese Arbeit

9.2.2. Leistung

9.2.3. Umgang mit Vielfalt

9.2.4. Unterrichtsqualität

9.2.5. Verantwortung

9.2.6. Schulleben, Schulklima und außerschulische Partner

9.2.7. Schule als Lernende Institution

10. Resilienz fördernde Möglichkeiten der Hauptpreisträgerschulen des Deutschen Schulpreises

10.1. Beschreibung des weiteren Vorgehens

11. Grundschule auf dem Süsteresch

11.1.1. Schulprofil

11.1.2. Schulprogramm

11.2.1. Leistung

11.2.2. Umgang mit Vielfalt

11.2.3. Unterrichtsqualität

11.2.4. Verantwortung

11.2.5. Schulleben, Schulklima und außerschulische Partner

11.2.6. Schule als Lernende Institution

11.2.7. Bewegungs- und Musikkonzept

12. Gesamtschule Barmen

12.1.1. Schulprofil

12.1.2. Schulprogramm

12.2.1. Leistung

12.2.2. Umgang mit Vielfalt

12.2.3. Unterrichtsqualität

12.2.4. Verantwortung

12.2.5. Schulleben, Schulklima und außerschulische Partner

12.2.6. Schule als Lernende Institution

12.2.7. Konzept zur Erhaltung der physischen und psychischen Gesundheit

13. Anne-Frank Realschule

13.1.1. Schulprofil

13.1.2. Schulprogramm

13.2.1. Leistung

13.2.2. Umgang mit Vielfalt

13.2.3. Unterrichtsqualität

13.2.4. Verantwortung

13.2.5. Schulleben, Schulklima und außerschulische Partner

13.2.6. Schule als Lernende Institution

13.2.7. Stärkung des schulischen Selbstkonzepts (in Bezug auf Naturwissenschaften)

14. Abschließende Betrachtungen als Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der schulischen Resilienzförderung am Beispiel der Hauptpreisträgerschulen des Deutschen Schulpreises der Jahre 2014, 2015 und 2016. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, inwieweit diese Schulen durch ihre spezifischen Konzepte zur Resilienzstärkung ihrer Schüler beitragen können.

  • Analyse des Resilienzkonzepts und der Risiko- bzw. Schutzfaktoren.
  • Untersuchung der Schule als potenzieller Schutzfaktor.
  • Evaluation der Konzepte der Preisträgerschulen anhand der Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises.
  • Identifikation von Strategien zur Förderung von Selbstwirksamkeit und Coping-Kompetenzen.
  • Reflektion der Rolle von Lehrkräften und Schulkultur in der Resilienzförderung.

Auszug aus dem Buch

2.1. Annäherung an eine Definition

Dem Begriff der Resilienz eine konkrete Definition zuzuordnen, ist ein kein einfaches Unterfangen, da das Thema Resilienz mittlerweile in den Fokus zahlreicher Disziplinen, vor allem der Psychologie, Pädagogik, Soziologie und Neurologie gelangt ist, und daher eine Vielzahl an verschiedenen Begriffsbestimmungen existent ist. Im Allgemeinen kann Resilienz definiert werden als eine Widerstandsfähigkeit, die es einem Individuum ermöglicht, schwierige und belastende Lebensumstände, positiv zu bewältigen. Der Terminus Resilienz lässt sich von dem lateinischen Wort resiliere ableiten, welches zurückspringen oder abprallen bedeutet (vgl. Kormann 2007, S. 188). Es lässt sich auch auf den englischen Begriff resilience zurückführen, welcher mit Elastizität, Spannkraft und Widerstandsfähigkeit gleichzusetzen ist (vgl. Fröhlich-Gildhoff/Rönnau-Böse 2015, S. 9).

Welter-Enderlin beschreibt Resilienz als Fähigkeit „Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für eine Entwicklung zu nutzen“ (Welter-Enderlin 2010, S. 13). Wustmann Seiler hingegen bezeichnet Resilienz als „eine psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken“ (Wustmann Seiler 2012, S. 18).

Durch den Vergleich dieser beiden Definitionen sind die unterschiedlichen Auslegungen des Ausdrucks der Resilienz bereits festzustellen: Die Definition Wustmann Seilers beschränkt Resilienz auf Kinder und Jugendliche, die altersentsprechende Entwicklungsaufgaben trotz des Vorhandenseins einer Entwicklungsgefährdung positiv bewältigen. Welter-Enderlins Begriffsbestimmung zeigt keine Restriktionen bezüglich des Alters resilienter Personen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit, Resilienzförderung als zentrales Element der Schulforschung zu etablieren und beschreibt das Vorgehen mittels Dokumentenanalyse der Konzepte deutscher Schulpreisträgerschulen.

2. Resilienz: Dieses Kapitel nähert sich einer Definition von Resilienz an, klassifiziert Belastungsfaktoren und thematisiert das Zusammenspiel von Anlage, Umwelt und der Variabilität resilienten Verhaltens.

3. Risiko- und Schutzfaktoren: Es werden die pathogene Perspektive von Risikofaktoren sowie die salutogenetische Sichtweise von Schutzfaktoren erläutert, inklusive ihrer Wechselwirkungen und der wissenschaftlichen Kritik an diesem Konzept.

4. Der Begriff Coping und Coping-Strategien: Das Kapitel definiert den Prozess des Copings im Kontext des transaktionalen Stressmodells und stellt verschiedene Bewältigungsstrategien wie aktive, defensive und emotionsregulierende Mechanismen vor.

5. Resilienzmodelle: Hier werden unterschiedliche theoretische Ansätze der Resilienzforschung vorgestellt, darunter das Kompensations-, Herausforderungs-, Interaktions- und Kumulationsmodell.

6. Relevante Studien der Resilienzforschung: Das Kapitel bietet einen Überblick über wegweisende Studien wie die Salutogenese, die Kauai-Längsschnittstudie und die Mannheimer Risikokinderstudie und fasst deren Kernerkenntnisse zusammen.

7. Schule – ein Schutz- oder Risikofaktor: Die Schule wird sowohl als potenzielle Quelle für Entwicklungsrisiken durch Selektionsdruck als auch als Chance für den Erwerb von Resilienz durch Bildung und Förderung analysiert.

8. Schulische Resilienzförderung: Das Kapitel beleuchtet die Gemeinsamkeiten von Bildung und Resilienz und definiert Kriterien für eine erfolgreiche schulische Resilienzförderung.

9. Der Deutsche Schulpreis: Nach der Entstehungsgeschichte des Preises werden die sechs Qualitätsbereiche guter Schulen detailliert erläutert, die als Grundlage für die spätere Untersuchung dienen.

10. Resilienz fördernde Möglichkeiten der Hauptpreisträgerschulen des Deutschen Schulpreises: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen bei der Analyse der drei ausgewählten Hauptpreisträgerschulen.

11. Grundschule auf dem Süsteresch: Das Schulprofil, das Programm und die Umsetzung der Resilienzförderung an dieser spezifischen Preisträgerschule werden detailliert dokumentiert.

12. Gesamtschule Barmen: Die Analyse konzentriert sich auf die pädagogischen Konzepte und Resilienzfaktoren dieser Gesamtschule, unter Berücksichtigung von Leistung, Vielfalt und Gesundheitsprävention.

13. Anne-Frank Realschule: Dieses Kapitel untersucht die Ansätze der Mädchenrealschule, insbesondere im Bereich kooperativen Lernens, Verantwortungsübernahme und des schulischen Selbstkonzepts.

14. Abschließende Betrachtungen als Resümee: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung schulischer Maßnahmen für die Resilienz und benennt Limitationen sowie zukünftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Resilienz, Schule, Resilienzförderung, Risiko- und Schutzfaktoren, Coping, Bildung, Deutscher Schulpreis, Selbstwirksamkeit, Inklusion, Schulentwicklung, Leistungsverständnis, Pädagogik, Dokumentenanalyse, Sozialverhalten, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Frage, wie Schulen durch ihre Konzepte und Strukturen aktiv zur Resilienzförderung ihrer Schülerinnen und Schüler beitragen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören das Verständnis von Resilienz, die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren im schulischen Kontext, das Konzept des Copings sowie die Qualitätsbereiche guter Schulen, wie sie vom Deutschen Schulpreis definiert werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand der Konzepte der Hauptpreisträgerschulen der Jahre 2014 bis 2016 zu prüfen, welche konkreten pädagogischen Ansätze erfolgreich zur Förderung resilienter Bewältigungsmuster genutzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Methode der Dokumentenanalyse, bei der bereits vorhandenes Material wie Literaturquellen, Internetquellen und Schulkonzepte systematisch ausgewertet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Resilienzkonzepte und -studien sowie einen empirischen Teil, in dem die Profile der Grundschule auf dem Süsteresch, der Gesamtschule Barmen und der Anne-Frank Realschule auf resilienzfördernde Merkmale hin analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Resilienz, Schule, Coping, Deutscher Schulpreis, Schutzfaktoren, Inklusion und Selbstwirksamkeit.

Welche Rolle spielt der Deutsche Schulpreis in dieser Arbeit?

Er dient als Rahmenwerk, da seine sechs Qualitätsbereiche (wie Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität) eng mit den Bedingungen korrelieren, die für eine resilienzfördernde Schulumgebung als essenziell gelten.

Was ist das Ergebnis der Analyse der untersuchten Schulen?

Alle drei Schulen zeigen, dass sie durch individuelle Förderung, Partizipationsmöglichkeiten und ein wertschätzendes Schulklima günstige Rahmenbedingungen schaffen, um die Selbstwirksamkeit und Bewältigungskompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Resilienzförderung im schulischen Kontext
Untertitel
Eine qualitative Untersuchung der Konzepte der Deutschen Schulpreisträgerschulen
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,3
Autor
Bianca Butterweck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
59
Katalognummer
V539461
ISBN (eBook)
9783346180025
ISBN (Buch)
9783346180032
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutschen eine kontext konzepte resilienzförderung schulpreisträgerschulen untersuchung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bianca Butterweck (Autor:in), 2017, Resilienzförderung im schulischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539461
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  59  Seiten
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