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Der Bericht Wipos über die Königswahl Konrads II. von 1024 - Intention und historiographisches Verständnis

Título: Der Bericht Wipos über die Königswahl Konrads II. von 1024 - Intention und historiographisches Verständnis

Trabajo Escrito , 2006 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Diplom-Kauffrau Katja Kremendahl (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Viel wurde bisher über die Realitätstreue und Faktengenauigkeit von Quellen diskutiert. Aber, obwohl sich die Königswahlforschung mit der Königserhebung 1024 beschäftigt hat, ist Wipos Bericht nicht annähernd so ausführlich behandelt worden wie z. B. Widukinds Bericht zur Thronerhebung Heinrichs I. So findet man folglich nur wenige Ansätze, die über die inhaltliche Auseinandersetzung mit Wipos Bericht und dessen Wahrheitsgehalt hinausgehen. Wipos Intention und sein historiographischer Hintergrund sind eher stiefmütterlich beleuchtet worden, was umso bedeutsamer erscheinen mag, da gerade dieser Blickwinkel die Bedeutung des Berichts für die heutige Forschung bestätigen könnte.
Im Gegensatz zur Königswahl Heinrichs I., bei der wir aus mehreren Quellen, insbesondere drei Hauptquellen, schöpfen können, steht uns als Basis zur Rekonstruktion der geschichtlichen Ereignisse während der Wahl Konrads II. nur Wipos Bericht, die Gesta Chuonradi, als Hauptquelle zur Verfügung. Aus diesem Grund ist es umso unerlässlicher, Gehalt und Verlässlichkeit des Berichts zu prüfen. Mittel zur Analyse werden die Herausarbeitung von Intention und historiographischem Verständnis sein, denn die Historiographie gibt „uns nicht nur Informationen für die Ereignisgeschichte, sie ist auch selbst ein Stück Geschichte und will wie diese verstanden werden“. Ziel wird daher nicht sein, Wipos Bericht auf Realitätsgenauigkeit zu überprüfen, sondern herauszufinden, warum er ihn schrieb, wie er ihn schrieb, um die Aussagekraft des Berichts beurteilen zu können. Die Aufgabenstellung dieser Arbeit ist, im Anschluss an die vorbereitende Grundlagen-Erläuterung, der Versuch zur Integration der oben genannten Aspekte in die Diskussion über den Wert der Gesta Chuonradi.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung und Aufgabenstellung

2 Einordnung des Autors und des Werks

2.1 Wipo und sein Werk

2.2 Einordnung der Königswahl zu Kamba in die Königswahlen der Zeit

2.2.1 Königserhebungen im Mittelalter

2.2.2 Die Königserhebung bei Wipo

2.3 Erörterung ausgewählter Aspekte des Berichts

3 Untersuchung des Werkes auf die Intention und das historiographische Verständnis Wipos

3.1 Intention und Adressat der Gesta

3.2 Historiographisches Verständnis

3.2.1 Historiographisches Verständnis in einer (teil-)oralen Gesellschaft

3.2.2 Der Einfluss des historiographischen Verständnisses auf Wipos Bericht

4 Schlussbemerkung

Zielsetzung & thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Bericht Wipos über die Königswahl Konrads II. im Jahr 1024. Ziel ist es, die Intention des Autors und sein historiographisches Verständnis zu analysieren, anstatt die Realitätsgenauigkeit des Berichts auf den Prüfstand zu stellen, um somit die Aussagekraft der Gesta Chuonradi für die Forschung besser einordnen zu können.

  • Analyse der Intention Wipos bei der Darstellung der Königswahl.
  • Untersuchung des historiographischen Verständnisses in einer teil-oralen Gesellschaft.
  • Bedeutung der Idoneität der Kandidaten im Vergleich zum Erb- oder Wahlrecht.
  • Kontextualisierung des Berichts in der politischen Situation des 11. Jahrhunderts.

Auszug aus dem Buch

2.1 Wipo und sein Werk

Bevor wir uns eingehender mit dem Bericht über die Königswahl zu Kamba beschäftigen, müssen wir uns mit der Person und dem Werk Wipos auseinandersetzen. Wipo, den Kellner in seiner Biographie im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon als einen der „bedeutendsten Autoren im deutschen Sprachraum der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts“ bezeichnet, war wahrscheinlich schon unter Heinrich II. Hofkaplan, eine Stellung, die er bis zu seinem Tod während der Herrschaftszeit Heinrichs III. inne hatte. Als Quellen über sein Leben stehen uns nur seine Werke zur Verfügung, durch die wir auch wissen, dass er aufgrund seiner kränkelnden Konstitution dem Hof nicht ständig folgen konnte. Es gilt allerdings als gesichert, dass er sowohl 1024 an der Wahl zu Kamba als auch 1046 an der Kaiserkrönung Heinrichs III. teilnahm. Über ersteres Ereignis liegt uns somit ein Augenzeugenbericht vor. Dieser Umstand ist nicht zu vernachlässigen, insbesondere, da Berichte aus dieser Zeit oft nicht aus erster Hand, sondern durch mündliche Tradition überliefert, verfasst wurden.

Wipos Hauptwerk, die Gesta Chuonradi II. imperatoris, stellt laut Kellner ein „Musterbeispiel der dynastisch geprägten Historiographie dar“. Sie umfasst Ereignisse bis Mitte 1046 und übermittelt ein umfassendes Bild von Konrad II. und seiner Regierungszeit. Gewidmet ist die Gesta Chuonradi dem Thronfolger Konrads II., seinem Sohn Heinrich. Auf die Bedeutung dieser Tatsache wird im Weiteren näher eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung und Aufgabenstellung: Der Autor erläutert die bisher stiefmütterliche Behandlung von Wipos Bericht in der Forschung und setzt sich das Ziel, dessen Intention und historiographisches Verständnis zu analysieren.

2 Einordnung des Autors und des Werks: Dieses Kapitel stellt Wipo als Autor vor und bettet den Bericht über die Königswahl in den historischen Kontext der zeitgenössischen Thronfolgeregelungen ein.

3 Untersuchung des Werkes auf die Intention und das historiographische Verständnis Wipos: Hier wird der Kern der Untersuchung behandelt, wobei die Absichten Wipos und sein Verständnis von Geschichtsschreibung in einer teil-oralen Gesellschaft kritisch hinterfragt werden.

4 Schlussbemerkung: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Bericht trotz tendenziöser Elemente eine wertvolle Quelle für die Selbstinterpretation der politischen Verhältnisse im 11. Jahrhundert ist.

Schlüsselwörter

Wipo, Gesta Chuonradi, Königswahl 1024, Konrad II., Historiographie, Idoneität, Wahlrecht, Geblütsrecht, Mittelalter, salisches Königshaus, politische Intention, Teil-orale Gesellschaft, Heinrich III., Thronfolge, Quellenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Bericht des Chronisten Wipo über die Königswahl Konrads II. im Jahr 1024 unter Berücksichtigung von Intention und historiographischem Verständnis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Einordnung von Wipos Werk, das Spannungsfeld zwischen Erb- und Wahlrecht, die Bedeutung der persönlichen Idoneität der Kandidaten sowie das Geschichtsverständnis im 11. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist nicht, die Realitätsgenauigkeit des Berichts zu prüfen, sondern zu verstehen, warum und wie Wipo den Bericht verfasste, um seine Aussagekraft für die Forschung beurteilen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenorientierte Analyse, die Wipos Werk in den zeitgenössischen Kontext der Historiographie und der salischen Herrschaft einbettet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Untersuchung der Intention Wipos, der Adressierung an Heinrich III. sowie dem Einfluss des historiographischen Verständnisses in einer teil-oralen Gesellschaft auf die Darstellung der Ereignisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Wipo, Gesta Chuonradi, Königswahl, Historiographie und politische Intention charakterisiert.

Warum war für Wipo die Darstellung der Idoneität wichtiger als die Abstammung?

Wipo legte Wert auf die charakterliche Eignung der Kandidaten, um den jungen Thronfolger Heinrich III. für seine künftige Herrschaft zu erziehen und ein idealisiertes Vorbild zu schaffen.

Welche Rolle spielt die "Einstimmigkeit" (unanimiter) in Wipos Bericht?

Die Darstellung der Einstimmigkeit dient der Legitimation des neuen Königs Konrad II. und betont die Notwendigkeit der Einheit im Reich und innerhalb des salischen Hauses zur Konfliktvermeidung.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Bericht Wipos über die Königswahl Konrads II. von 1024 - Intention und historiographisches Verständnis
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Curso
Königswahlen im Mittelalter
Calificación
1,0
Autor
Diplom-Kauffrau Katja Kremendahl (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
21
No. de catálogo
V53954
ISBN (Ebook)
9783638492621
ISBN (Libro)
9783656801511
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bericht Wipos Königswahl Konrads Intention Verständnis Königswahlen Mittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplom-Kauffrau Katja Kremendahl (Autor), 2006, Der Bericht Wipos über die Königswahl Konrads II. von 1024 - Intention und historiographisches Verständnis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53954
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