Wettbewerbsvorteile durch die Verbesserung der Software-Usability


Seminararbeit, 2018

15 Seiten, Note: 2,0

F. A. Käsbauer (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärung
2.1 Usability
2.2 Forschungsdesign
2.3 Forschungsdurchführung

3 Verbesserung der Software-Usability
3.1 Aufbau und Organisation
3.2 Nutzerfeedback
3.3 Auswertung

4 Schluss

5 Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Möglichkeiten einer Beobachtung

Abbildung 2 Beobachtungsparameter im Usability-Test

Abbildung 3 Vereinfachte Darstellung eines Planungsprozesses

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Untersuchungsarten empirischer Forschung

Tabelle 2 Beispielfrage im Fragenkatalog

1 Einleitung

Wir leben heutzutage in einer immer schneller werdenden und kommunikationsaffinen Gesellschaft. Der starke Trend zum Austausch über das Internet mittels verschiedenster Kanäle ist überall zu beobachten (Fuhse 2018, S. 11). Viele Themengebiete rücken verstärkt in den Vordergrund. Die Informationstechnologie (IT) mit ihren vielseitigen Anwendungsbereichen ist nicht mehr wegzudenken. Vor allem die Entwicklung und der Gebrauch von Software gehört zum Standardrepertoire (Bohnet 2015). Dabei spielt auch die Interaktion mit Kunden und Nutzern eine entscheidende Rolle. Neben fachspezifischen Anforderungen muss die Software ebenso auf Bedienbarkeit und Nutzerfreundlichkeit aufbauen. Es reicht nicht mehr, sich lediglich auf Fachinhalte zu konzentrieren. Software muss auch für Laien verständlich sein (Bohnet 2015). Dies umfasst auch Ergonomie und eine angenehme Bedienung.

In diesem Zusammenhang wird man häufig mit der Usability konfrontiert. Die kundenfreundliche Bedienung ist für den Wettbewerb ein nicht zu vernachlässigendes Element. Für den Einen mag eine angenehme Benutzeroberfläche ein zusätzlicher Kaufgrund sein, für Andere eine obligatorische Mindestanforderung. Blickt man auf die Größe des Softwaremarktes von 23 MRD Euro in 2017 und einem weiteren Wachstum 2018 (Grimm und Stübinger 2018), so lohnt sich eine genauere Betrachtung.

Im Folgenden soll nun ein Konzept anhand eines Softwareunternehmens beschrieben werden, Usability im Rahmen der empirischen Forschung zu untersuchen. Um den Markterfolg eines Softwareprodukts zu untersuchen, soll vor Markteinführung eine Simulationsphase gestartet werden, in welcher die Usability überprüft und verbessert wird. Zunächst gilt es den Begriff Usability zu erörtern. Anschließend soll eine Übersicht zum Aufbau dieses empirischen Forschungsprojektes dargelegt werden. Es wird auf das Forschungsdesign- und schließlich auf die genaue Durchführung des Forschungsprojektes eingegangen. Am Ende soll sich eine klare Einschätzung zum Projekt herauskristallisieren.

2 Begriffserklärung

2.1 Usability

Zunächst gilt es den Begriff Usability zu definieren. So leitet sich Usability aus den beiden Wörtern „to use“ und „ability“ ab, welche mit „benutzen“ und „Möglichkeit“ übersetzt werden. Aus dem Englischen versteht man darunter die Nutzbarkeit und die Bedienbarkeit, des jeweiligen Objektes. Diese linguistische Interpretation unterscheidet sich von der Normdefinition des Begriffs. Die standardisierte Erklärung nach der DIN EN ISO 9241 Norm bezeichnet Usability noch differenzierter:

„Usability ist das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen. “ (DIN EN ISO 9241-129)

Die Definition nach der DIN EN ISO 9241 Norm liefert einen relativ industriellen Ansatz. So bezieht sich Usability hierbei auf Effektivität, Effizienz und dem konkreten Nutzen eines Produktes. Diese Herangehensweise stellt einen wirtschaftlicheren Standpunkt dar. Usability ist demnach eher ein Konstrukt zur Wertschöpfung und Gewinnerzielung.

Kombiniert man beide Ansätze im vorliegenden Kontext der Softwareentwicklung, so ergibt sich aus dem Begriff Usability eine übertragene Interpretation. Unter Usability kann man die Benutzerfreundlichkeit, die Bedienbarkeit - aber auch die Ergonomie und Gestaltungsebene einer Software verstehen. Der Benutzer muss mit der Software „umgehen“ können und sich wohlfühlen (Handbuch Usability 2007). Als Nutzer sollte man mit der Software schnell vertraut sein und kompromisslos interagieren können. Dieser Qualitätsanspruch muss bei der Programmierung und Entwicklung berücksichtigt werden, was beispielsweise auch Elemente der Benutzeroberfläche und Gestaltung betrifft. Man kann demnach sagen, eine Software besteht nicht nur aus den fachlichen Qualitätsmerkmalen, sondern auch aus der Usability – aus der Bedienbarkeit und Oberfläche, der Handhabung und Präsentation. Dies gilt es in den folgenden empirischen Schritten des Forschungsprojektes aufzuzeigen.

2.2 Forschungsdesign

In der empirischen Forschung geht es darum, neue Erkenntnisse und Wissen zu gewinnen. Es geht darum, Antworten auf offene Fragen zu finden, als auch bisherige Antworten auf Fragestellungen zu überprüfen. Das Aufstellen und die Korrektur von Hypothesen gehört zur gängigen Praxis (Bienefeld und Gausling 2017, S. 9). Um dieses Ziel in die Tat umzusetzen, muss sich der Forscher intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Das Forschungsdesign ist deshalb von oberster Wichtigkeit! Die Ausgangsbasis bildet das Thema der Forschung. Jetzt unterscheidet man in der Untersuchungsplanung, ob es sich um eine explorative-, deskriptive-, explanatorische- oder um eine Evaluationsforschung handelt. Bei der explorativen Forschung existieren zum Startzeitpunkt nur ungenaue oder keine Informationen. Sie dient vor allem auch der Hypothesenbildung. Die deskriptive Forschung hingegen beschreibt einen Gegenstand oder Sachverhalt in seinem Zustand. Explanatorische Projekte dienen der Vorhersage oder Erklärung durch die Prüfung von Theorien und Hypothesen. Zu guter Letzt bewerten Evaluationsprojekte Sachverhalte und Felder (Bienefeld und Gausling 2017, S. 11). Die Unterschiede der Untersuchungsarten sind in Tabelle 1 zusammengefasst.

Tabelle 1 Untersuchungsarten empirischer Forschung (vgl. Bienefeld und Gausling 2017, S. 11)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Neben den Untersuchungsarten kann beim Forschungsdesign zwischen einer quantitativen und qualitativen Methodik differenziert werden. Wie in Tabelle 1 aufgezeigt, ist die Herangehensweise abhängig von der Forschungsfrage. Die quantitative Methodik (z.B. einheitliche Fragebögen) eignet sich primär zur Klärung von Beobachtungszusammenhängen oder standardisierten Aussagen zu größeren Populationen.

Die qualitative Forschungsmethode richten sich insbesondere an subjektive, menschlichere Datenerfassung. Hierbei steht der einzelne Proband mehr im Vordergrund und das Ablaufschema ist individueller (Bienefeld und Gausling 2017, S. 21–22). Zentrale Merkmale sind die vorhandenen Informationen zum Forschungsstart. Der anschließende Teil befasst sich nun mit der Forschungsintervention.

2.3 Forschungsdurchführung

Zu diesem Zeitpunkt im Projekt müssen neue Erkenntnisse und Erfahrungen zum Forschungsgegenstand gefunden werden. Um diesen Informationsgewinn zu erreichen, bedient sich die empirische Forschung unter anderem aus Methoden der Beobachtung, Befragung oder Messungen (Bienefeld und Gausling 2017, S. 22). Zudem gibt es das Mittel der qualitativen Inhaltsanalyse (Schreier 2014, S. 3). Das oberste Ziel ist eine präzise Datenerhebung, welche möglichst vergleichbar und objektiv sein sollen. Man kann dies auch als Qualitätskriterium einer wissenschaftlichen Arbeit interpretieren. Die Phase der Durchführung setzt die richtige Auswahl der Erhebungsstrategie voraus. In der empirischen Forschung kann deshalb nicht immer identisch interveniert werden.

Bei der Beobachtung wird strukturiert vorgegangen. Man kann dabei zwischen verschiedenen Parametern differenzieren. Eine Beobachtung kann verdeckt- oder offen stattfinden. Wenn die Teilnehmer nichts von der Untersuchung wissen - diese zum Beispiel nicht angekündigt ist - handelt es sich um eine verdeckte Beobachtung. Man kann zwischen einer systematischen- oder unsystematischen Beobachtung unterscheiden. Agiert man nicht anhand eines bestimmten Schemas, ist der Charakter meist unsystematisch. Darüber hinaus kann der Beobachter entweder aktiv teilnehmen oder passiv handeln (Schweer 2017, S. 53–55). Die Beobachtung kann natürlich oder im künstlichen Rahmen stattfinden (Braun 2011, S. 10). Wichtig dabei ist vor allem außenstehende Störfaktoren auszublenden und den Fokus auf das zu beobachtende Objekt zu richten. Bei der Beobachtung ergibt sich ein Schema an Kombinationsmöglichkeiten, welches in Abbildung 1 aufgelistet ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Möglichkeiten einer Beobachtung (vgl. Braun 2011, S. 6)

Neben der Beobachtung bietet sich auch häufig die Befragung zur Informationsbeschaffung an. Die Befragung kann dabei mündlich oder schriftlich erfolgen. Das Interview dient der mündlichen Befragung und wird nach dem Strukturierungsgrad klassifiziert. Je nach Vorgabe des Fragenkatalogs kann ein Interview niedrig-, mittel-, oder hoch strukturiert sein. Ein Expertengespräch wäre demnach aufgrund des mäßig vorgegebenen Fragenkataloges wenig strukturiert. Hier dominiert der Experte, es sind wenig Fragen vorgegeben – wohingegen bei hoch strukturierten Befragungen ein klar festgelegter Fragenkatalog existiert. Abweichungen von diesem definierten Schema sind nicht vorgesehen. Von einer mittleren Strukturierung spricht man beim Leitfadengespräch. Hierbei gibt man dem Fragensteller mehr Spielraum beim Abhandeln des Fragenkataloges und beim Reagieren auf Antworten. Der Grad der Strukturierung richtet sich oftmals nach der Kompetenz der Gegenseite, so können bei wenig strukturierten Interviews leichter völlig neue Informationen gewonnen werden (Schweer 2017, S. 44–47).

Je geringer strukturiert ein Interview, desto wahrscheinlicher ist ein Abweichen von den Befragungszielen. Die Gefahr der Beeinflussung des Fragenstellers ist bei wenig strukturierten Befragungen grundsätzlich höher. Folglich sollte der Fokus auf Objektivität liegen. Unabhängig davon, ob es sich um eine mündliche oder schriftliche Befragung handelt, muss die Konzeption des Fragenkatalogs neutral sein. Der Befragte sollte sich frei äußern können. Eine verständliche Form sollte stets gewahrt- und vom Einfachen ins Schwere geleitet werden (Lang 2011, S. 6).

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Wettbewerbsvorteile durch die Verbesserung der Software-Usability
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V540186
ISBN (eBook)
9783346143754
ISBN (Buch)
9783346143761
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wettbewerbsvorteile, verbesserung, software-usability
Arbeit zitieren
F. A. Käsbauer (Autor), 2018, Wettbewerbsvorteile durch die Verbesserung der Software-Usability, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540186

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