In diesem Werk wird die Wirkung von Powernapping auf den menschlichen Organismus und die damit einhergehende Vereinbarkeit mit unserer Leistungsgesellschaft dargestellt. Statt sich dem Bedarf nach Ruhen bei eintretender Müdigkeit zu ergeben, zwingt die Gewohnheit dazu, den Schlafdruck zu unterbinden. Gerade in der patriarchisch geprägten Arbeitswelt ist es fraglich, ob ein kurzer Schlaf mit den Werten und der Unternehmenskultur vereinbart werden kann. Inwieweit diese Regeneration zu einer nachhaltigen und erfolgreichen Leistung führt, ist Ausgangspunkt folgender Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problembeschreibung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Powernapping
2.1 Entstehung und Herkunft
2.2 Notwendigkeit des Powernappings
2.3 Erfolgreiche Durchführung
3 Integration des Powernappings in den Arbeitsalltag
3.1 Wie Nichts-tun die Leistung im Unternehmen erhöht
3.2 Wertewandel in der Gesellschaft
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Powernapping als Instrument der betrieblichen Gesundheitsförderung, um trotz eines stigmatisierten Arbeitsumfelds die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter nachhaltig zu steigern.
- Bedeutung von Schlafmanagement und Regenerationsphasen
- Analyse der Notwendigkeit von Kurzschlaf im beruflichen Kontext
- Praktische Implementierung von Powernapping in den Arbeitsalltag
- Überwindung gesellschaftlicher Vorurteile durch einen Wertewandel
- Wirtschaftliche Auswirkungen und Potenziale für den Unternehmenserfolg
Auszug aus dem Buch
2.1 Entstehung und Herkunft
Der Begriff Powernapping ist im allgemeinen Sprachgebrauch mit den Worten Schlaf, Erholung und Nickerchen gleichzusetzen und setzt sich aus den zwei Bestandteilen „power“ (engl. = Kraft) und „nap“ (engl. = Mittagsschlaf) zusammen. Die Entstehung ist den 80er Jahren im Silicon Valley zuzuordnen, als Programmierer aufgrund des aufkommenden IT Business Tag und Nacht zu arbeiten hatten (Vgl. Schütz 2008). Um nicht als faul oder minderleistend angesehen zu werden, hielten sie sich durch kurze Regenerationspausen über einen längeren Zeitraum wach und konzentriert (Vgl. Filoxenidis 2011, S. 232). Im Allgemeinen wird somit unter einem Powernap eine kurze Schlafperiode während des Tages verstanden (Vgl. Saletu; Saletu-Zyhlarz 2001, S. 256).
In Spanien heißt es Siesta und in vielen anderen Ländern ist eine Mittagsruhe Teil der Kultur und gehört sogar zu einer längeren Mittagspause dazu. Hierzulande dagegen ist das Nickerchen verpönt, da lediglich Kleinkinder und Senioren einen Mittagsschlaf halten. Undenkbar wäre es somit, wenn sich in ganz normalen Jobs Arbeitnehmer für eine Schlafpause zurückziehen würden. In der gesellschaftlichen Vorstellung hat eine kurze Erholung während Arbeitszeit noch keinen Platz, da ihr gesundheitlicher Nutzen verkannt wird (Vgl. Groll 2014).
In Japan hingegen gilt das Nickerchen zwischendurch (Inemuri) als Zeichen großen Fleißes, was eine völlig andere Einstellung zum Thema Schlaf und Arbeitsmoral im Vergleich zu der westlichen Welt widerspiegelt. Es ist somit ein Zeichen dafür, dass sich der betroffene Mitarbeiter in seiner Arbeit so sehr engagiert hat, dass er sogar am Tage einschläft und sich aufgrund seines Arbeitseifers erholen muss (Vgl. Zulley 2010).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Dilemma einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der natürlicher Erholungsbedarf oft unterdrückt wird, und definiert die Forschungsfrage zur betrieblichen Integration von Powernapping.
2 Powernapping: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft, die biologische Notwendigkeit sowie Methoden zur erfolgreichen Durchführung eines Kurzschlafs unter Berücksichtigung von Entspannungstechniken wie der progressiven Muskelrelaxation.
3 Integration des Powernappings in den Arbeitsalltag: Hier wird das Potenzial von Powernapping für die Produktivitätssteigerung untersucht und die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wertewandels in den Unternehmen thematisiert.
4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Stigmatisierung des Nickerchens, unterstreicht den gesundheitlichen Mehrwert für Mitarbeiter sowie Unternehmen und fordert eine gezielte Implementierung durch Führungskräfte.
Schlüsselwörter
Powernapping, Betriebliche Gesundheitsförderung, Leistungsfähigkeit, Regenerationspausen, Arbeitsalltag, Schlafmanagement, Unternehmenskultur, Wertewandel, Mittagsschlaf, Arbeitsgestaltung, Stressbewältigung, Gesundheit am Arbeitsplatz, Erholung, Produktivität, Zeitmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung von Powernapping in der modernen Arbeitswelt als Mittel zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit von Mitarbeitern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die biologischen Rhythmen des Menschen, die Bedeutung von Erholung, die aktuelle Stigmatisierung von Schlaf am Arbeitsplatz sowie Strategien zur betrieblichen Implementierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Powernapping als Bestandteil der betrieblichen Gesundheitsförderung den Unternehmenserfolg durch ausgeruhte und konzentrierte Arbeitskräfte positiv beeinflussen kann.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Chronobiologie, Arbeitspsychologie und zum Gesundheitsmanagement.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil werden neben der Herkunft des Konzepts die notwendigen Rahmenbedingungen für die Durchführung sowie Möglichkeiten zur Überwindung von Vorurteilen innerhalb der Unternehmenskultur diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die zentralen Schlagworte sind Powernapping, betriebliche Gesundheitsförderung, Leistungsfähigkeit, Unternehmenskultur und Regenerationspausen.
Wie wirkt sich die Einführung von Powernapping auf die Fehlerquote im Betrieb aus?
Laut den angeführten Studien können durch die gezielte Überbrückung des Mittagstiefs durch Kurzschlaf die Konzentration und Leistungsfähigkeit gesteigert und somit arbeitsbedingte Fehler und Unfälle am Nachmittag reduziert werden.
Warum ist die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson für das Powernapping relevant?
Diese Entspannungsmethode ist besonders für Personen hilfreich, die Schwierigkeiten haben, während der Arbeitszeit sofort „auf Knopfdruck“ abzuschalten, und dient als effektive Vorbereitung für einen erholsamen Kurzschlaf.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2019, Powernapping. Das kurze Nickerchen am Arbeitsplatz zur effektiven Leistungssteigerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540373