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Case Managements als Handlungskonzept bei Opiatabhängigen

Titre: Case Managements als Handlungskonzept bei Opiatabhängigen

Dossier / Travail de Séminaire , 2019 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Vera Metz (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Résumé Extrait Résumé des informations

Eine aktuelle Statistik schätzt die Anzahl von Opiatabhängigen in Deutschland auf insgesamt 166 000 Menschen. Es handelt sich hierbei um eine Substanz, die mit einem hohen Abhängigkeitspotenzial verbunden ist. Dies führt dazu, dass Individuen mit einer Opiatabhängigkeit oft jahrelang die psychoaktive Substanz konsumieren, ohne einen Ausweg aus der Sucht zu finden. Die Problematiken nach jahrelangem Konsum sind oft multidimensional. Neben der Suchtproblematik und den damit einhergehenden körperlichen Beeinträchtigungen sind die Klienten von komorbiden Krankheiten, psychischen Störungen und psychosozialen Problemlagen in vielen Lebensbereichen geprägt.

Durch die Verknüpfung aller Problembereiche wird die Unterstützungsleistung mehrerer unterschiedlicher Professionen gefordert, um eine angemessene und nachhaltige Suchthilfe für den Klienten gewährleisten zu können. Eine langfristige, nachhaltige Suchthilfe ist gezwungen, sich den Besonderheiten und individuellen Lebenslagen Opiatabhängiger anzupassen. Hinzu kommt, dass Abhängigkeitserkrankte oftmals mit den Möglichkeiten an Hilfsangeboten überfordert, nicht ausreichend informiert oder gehemmt sind, soziale Dienstleistungsangebote anzunehmen.

Ein Konzept, das diesen Anforderungen entspricht, ist der Handlungsansatz des Case Managements. Dessen Aufgabe ist es, ein individuelles, zielgerichtetes System von Hilfsstrukturen zu organisieren, zu kontrollieren und auszuwerten. Es handelt sich um ein individuelles Fallmanagement, das kein fest verankertes Konzept der Suchthilfe ist, sondern nur vereinzelt von Institutionen oder Einrichtungsbündeln umgesetzt wird. Daher zielt diese wissenschaftliche Arbeit auf die Beantwortung folgender Fragestellung ab: Welche Möglichkeiten bietet das Case Management in Bezug auf die vielfältigen Probleme und den daraus entstehenden Bedürfnissen langjährig Opiatabhängiger?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.EINLEITUNG

2.OPIATABHÄNGIGKEIT

2.1 ABHÄNGIGKEIT DEFINITION

2.2 OPIAT DEFINITION

2.3 URSACHEN DER OPIATABHÄNGIGKEIT

3. PROBLEMATIKEN OPIATABHÄNGIGER

3.1 KOMORBIDITÄTEN

3.2 PHYSISCHE PROBLEME

3.3 PSYCHOSOZIALE PROBLEMLAGEN

4. ZWISCHENFAZIT

5. CASE MANAGEMENT

5.1 CASE MANAGEMENT DEFINITION

5.2 GRUNDGEDANKEN DES CASE MANAGEMENTS

5.3 PHASEN DES CASE MANAGEMENTS

5.3.1 Intake

5.3.2 Assessment

5.3.3 Linking

5.3.4 Monitoring

5.3.5 Evaluation

6.SCHLUSSFOLGERUNG

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten des Case Managements als ein geeignetes Handlungskonzept, um den komplexen, multidimensionalen Problemlagen langjährig Opiatabhängiger in der Suchthilfe gerecht zu werden. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Möglichkeiten bietet das Case Management in Bezug auf die vielfältigen Probleme und den daraus entstehenden Bedürfnissen langjährig Opiatabhängiger?“

  • Multidimensionale Problematiken bei langjähriger Opiatabhängigkeit
  • Notwendigkeit einer ganzheitlichen und vernetzten Suchthilfe
  • Konzept und Phasen des Case Managements in der sozialen Arbeit
  • Rolle des Case Managers als Koordinator und Ansprechpartner
  • Anforderungen an die praktische Umsetzung in Suchthilfestellen

Auszug aus dem Buch

5.3.3 Linking

Nachdem die klärende und beratende Phase abgeschlossen ist, erstellt der Case Manager einen konkreten Hilfeplan, der eine Übersicht über alle in Frage kommenden Hilfsangebote, Institutionen und eingebundene Personen gibt. Dabei kann es hilfreich sein, auf bereits existierende Kooperationen zurückzugreifen, aber auch neue Netzwerkpartner mithilfe einer Netzwerkkarte zu erschließen.

Anschließend bereitet der Case Manager die Hilfeplankonferenz mit allen beteiligten Instanzen vor. Dabei handelt es sich nicht nur um Kooperationspartner, sondern auch um Familie und andere soziale Kontakte des Klienten (vgl. Wendt 2010: 150 ff.). Der Case Manager moderiert diese Konferenz. Während dieser Konferenz wird geplant, inwieweit sich die Unterstützung des Klienten praktisch gestalten lässt und schließt die spätere Aufgabenverteilung der Handlungsziele der jeweiligen Parteien mit ein. Dabei ist es wichtig, die unterschiedlichen Unterstützungsmaßnahmen aufeinander abzustimmen und festzuhalten. Jede Partei übernimmt Verantwortung zur Zielerreichung des Klienten (vgl. ebd.: 151). Der Hilfeplan wird als Schriftstück festgehalten, Vereinbarungen, Termine und Aufträge werden fixiert. Dies ist besonders wichtig, da oftmals „bei sozialen Problemen nicht erwartet werden kann, dass eine ins Auge gefasste Lösung eintritt.“ (Wendt 2010: 151) Auch eine konträre Arbeit der einzelnen Parteien wird somit verhindert. Dadurch, dass jede Partei den fertigen Hilfeplan zur Verfügung gestellt bekommt, hat jede Instanz die Möglichkeit, unklare Aufgabenverteilungen nachzuschauen und Missverständnisse zu vermeiden (vgl. Neuffer 2002: 97). Durch den Hilfeplan baut das Case Management ein Instrument ein, welches für mehr Struktur, Klarheit und Verantwortungsbewusstsein, bei allen Instanzen sorgt (vgl. ebd.: 98).

Zusammenfassung der Kapitel

1.EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Lebenssituation von Opiatabhängigen und die Unzulänglichkeiten herkömmlicher Suchthilfeangebote, was die Relevanz für alternative Handlungskonzepte wie das Case Management begründet.

2.OPIATABHÄNGIGKEIT: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Sucht und Opiate, erläutert die physiologische Wirkung der Substanzen und geht auf theoretische Ursachen der Abhängigkeitsentwicklung ein.

3. PROBLEMATIKEN OPIATABHÄNGIGER: Hier werden die multidimensionalen Schwierigkeiten, bestehend aus Komorbiditäten, physischen Folgeschäden und psychosozialen Problemlagen wie Kriminalität und soziale Exklusion, detailliert dargestellt.

4. ZWISCHENFAZIT: Das Zwischenfazit fasst die spezifischen Bedürfnisse der Klienten zusammen, die sich aus der komplexen Gesamtsituation ergeben, und unterstreicht die Notwendigkeit einer strukturierten Unterstützung.

5. CASE MANAGEMENT: Das Hauptkapitel führt das Konzept des Case Managements ein, erläutert dessen Definition, Grundgedanken sowie die fünf zentralen Phasen des Arbeitsprozesses.

6.SCHLUSSFOLGERUNG: Die Schlussfolgerung reflektiert, warum Case Management aufgrund der ganzheitlichen Betrachtung und der koordinierenden Rolle des Case Managers besonders geeignet ist, um auf die vielfältigen Bedürfnisse dieser Zielgruppe einzugehen.

7. FAZIT: Das Fazit resümiert die theoretischen Vorteile des Ansatzes, weist aber gleichzeitig auf die praktischen Herausforderungen hinsichtlich Ressourcenbedarf und Implementierung in bestehende Institutionen hin.

Schlüsselwörter

Opiatabhängigkeit, Case Management, Suchthilfe, Hilfeplanung, Kooperation, Vernetzung, psychosoziale Problemlagen, Komorbidität, Fallmanagement, Klientenbedürfnisse, Suchtberatung, soziale Exklusion, Hilfeplankonferenz, Gesundheitsversorgung, soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Case Managements als Handlungskonzept in der Suchthilfe für langjährig Opiatabhängige, um deren komplexe Problemlagen besser zu bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Beschreibung der Suchtproblematik, die Analyse der damit verbundenen physischen und sozialen Belastungen sowie die Darstellung des Case Managements als koordinierendes Modell.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, welche Möglichkeiten das Case Management bietet, um den vielfältigen Problemen und Bedürfnissen langjährig Opiatabhängiger gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Ausarbeitung und Literaturanalyse des Case-Management-Konzepts sowie dessen Bezugnahme auf fachwissenschaftliche Erkenntnisse zur Suchthilfe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die multidimensionalen Problematiken (Komorbiditäten, soziale Brüche) der Zielgruppe ausgeführt und anschließend das Konzept des Case Managements in seinen fünf Phasen (Intake, Assessment, Linking, Monitoring, Evaluation) erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Opiatabhängigkeit, Case Management, Suchthilfe, Vernetzung der Hilfesysteme und individuelle Hilfeplanung.

Warum wird gerade das Case Management als geeignet angesehen?

Aufgrund der ganzheitlichen Sichtweise und der Bündelung von Ressourcen durch einen zentralen Ansprechpartner können die verschiedenen Lebensbereiche der Klienten besser koordiniert werden.

Welche Rolle spielt der Case Manager für den Klienten?

Der Case Manager agiert als Lotse, Motivator und Übersetzer zwischen dem Klienten und den verschiedenen, oft unübersichtlichen Suchthilfestellen.

Was sind die größten Hürden bei der praktischen Umsetzung?

Herausforderungen sind der hohe Zeitaufwand, die notwendige finanzielle Ausstattung und die Bereitschaft der Institutionen zur vernetzten Zusammenarbeit.

Was schlägt die Autorin zur Verbesserung der Situation vor?

Die Autorin plädiert für eine gesetzlich verankerte, ganzheitliche Einführung des Case Managements in der psychosozialen Beratung, flankiert durch personelle und finanzielle Unterstützung.

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Résumé des informations

Titre
Case Managements als Handlungskonzept bei Opiatabhängigen
Université
University of Marburg
Note
1,0
Auteur
Vera Metz (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
22
N° de catalogue
V541065
ISBN (ebook)
9783346155788
ISBN (Livre)
9783346155795
Langue
allemand
mots-clé
Case Management Drogenabhängigkeit Opiatabhängigkeit Soziale Arbeit Rehapädagogik Drogenabhängig Hilfsangebote Abhängigkeit Case Manager psychosoziale Probleme physische Probleme psychische Probleme Niedrigschwelligkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Vera Metz (Auteur), 2019, Case Managements als Handlungskonzept bei Opiatabhängigen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541065
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