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Augustus und Herodes. Ein Tandem für ein ambitioniertes Projekt unter schweren Vorzeichen

Titre: Augustus und Herodes. Ein Tandem für ein ambitioniertes Projekt unter schweren Vorzeichen

Texte Universitaire , 2016 , 27 Pages , Note: 2.3

Autor:in: Anton Khananayev (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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In der vorliegenden Arbeit wird eine Reihe von Fragen beantwortet. Die wichtigste davon ist, wie das herodianische Klientelkönigtum im Gefüge des augusteischen Römischen Reiches funktionierte und welche Politik Augustus dabei verfolgte. Weiterhin soll untersucht werden, welche Legitimationsstrategien Herodes wählte, um seine Pflichten gegenüber Augustus zu erfüllen ohne in Konflikt mit seinen überwiegend jüdischen Untertanen zu geraten.

Auch wird geklärt werden, welche Gründe in diesem Zusammenhang dazu beitrugen, dass das Modell des herodianischen Klientelkönigtums nach Herodes´ Tod nicht mehr im Gesamtkonstrukt des Römischen Reiches funktionierte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herodes im augusteischen „Klientelkonstrukt“

2.1 Herodes als „einer unter Gleichen“ im strategischen Konzept

2.2 Das Klientelsystem im Gefüge des römische Reiches

2.3 Die Rechte und Pflichten Herodes`

3. Durch den Kaiser allein keine Stabilität

3.1 Die Struktur des Staates Herodes´

3.1.1 Die Öffentliche Verwaltung

3.1.2 Die Gerichtsbarkeit

3.1.3 Die Finanzverwaltung

3.2 Das Militär

4. Die Integration Judäas in die Pax Romana

4.1 Der Kaiserkult

4.1.1 Die Spiele zu Ehren des jungen Caesars

4.1.2 Baustiftungen für Augustus

4.1.2.1 Sebaste

4.1.2.2 Caesarea

4.1.2.3 Panteion

4.2 Herodes als Euerget im Rahmen des Kaiserkults

5. Herodes Augustus und die Juden

5.1 Die Pharisäer

5.2 Die Gründe für das Scheitern der Integration

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle des herodianischen Klientelkönigtums im augusteischen Römischen Reich und analysiert die Legitimationsstrategien des Herodes sowie die Gründe für das letztliche Scheitern dieses Integrationsmodells nach seinem Tod.

  • Das Klientelsystem im augusteischen Imperium Romanum
  • Die Verwaltungsstruktur und Machtausübung unter Herodes
  • Die Implementierung des Kaiserkults in Judäa
  • Das Spannungsfeld zwischen jüdischer Identität und hellenistisch-römischer Integration
  • Soziale und politische Ursachen für das Scheitern der herodianischen Herrschaft

Auszug aus dem Buch

2.1 Herodes als „einer unter Gleichen“ im strategischen Konzept

Als Herodes nach dem entscheidenden Sieg Octavians über Antonius in der Schlacht bei Actium nach Rhodos aufbrach, um den jungen Caesar von seiner unbedingten Treue zu Rom zu überzeugen, war er sich seiner Zukunft als jüdischer König nicht sicher. Es war zu befürchten, Octavian könnte zum alten republikanischen Grundsatz zurückkehren, wonach nur den Angehörigen bereits regierender Dynastien die Königswürde überlassen werden konnte. Eine Folge dieser Befürchtung war die Hinrichtung des Hyrkanos, des einzigen noch lebenden, männlichen Mitglieds der Hasmonäerfamilie.

Auf Rhodos erklärte Herodes vor dem neuen Machthaber Roms, er sei immer treu im Dienste zu Antonius´ gestanden und habe ihm stets geholfen den Besitz seiner höchsten Gewalt zu sichern. Zudem bekannte er offen, dass er Augustus im Kampf unterstützt hätte, wäre er nicht durch den Kampf gegen die Araber daran gehindert worden; außerdem habe er Antonius mit Bundesgenossen und Getreidelieferungen unter die Arme gegriffen. Ihm habe er aber auch den Rat gegeben, der einzige Ausweg aus der aussichtslosen Situation sei, Kleopatra zu töten, um mit Octavian Frieden zu schließen. Mit diesen Aussagen wollte Herodes offensichtlich seine grundsätzliche Zuverlässigkeit und Treue gegenüber Rom unterstreichen.

Er meinte zudem, dass das, was er an Zuverlässigkeit Antonius gegenüber gezeigt hatte, er nun auch gegenüber Octavian zeigen wolle. Die Behauptung, er habe Antonius geraten, Kleopatra zu beseitigen, sollte hervorheben, dass er stets die Interessen Roms im Auge behalten hatte, was genau in das Konzept des Octavian passte. Die beiden führenden Kriegsmächte seien nicht die Triumvirn, so Herodes, viel mehr handele es sich um einen Krieg zwischen dem römischen Volk und der ägyptischen Königin, die angeblich von Antonius zur Erbin von Provinzen des römischen Volkes bestimmt worden war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Ausgangslage nach der Schlacht bei Actium und formuliert die zentrale Fragestellung zur Funktionalität des herodianischen Klientelkönigtums.

2. Herodes im augusteischen „Klientelkonstrukt“: Dieses Kapitel analysiert das Klientelsystem Antonius', dessen Übernahme durch Octavian/Augustus sowie die rechtliche Stellung und Pflichten des Herodes als verbündeter König.

3. Durch den Kaiser allein keine Stabilität: Hier werden der Kontrollapparat, die administrative Struktur der Toparchien, die Gerichtsbarkeit und die Finanzverwaltung als Mittel zur Machtfestigung unter Herodes untersucht.

4. Die Integration Judäas in die Pax Romana: Das Kapitel behandelt die Spannungen zwischen jüdischer Kultur und Kaiserkult, illustriert durch Baustiftungen wie Sebaste und Caesarea sowie die Rolle des Herodes als Euerget.

5. Herodes Augustus und die Juden: Dieses Kapitel thematisiert das zerrüttete Verhältnis zu den Pharisäern, die Konflikte um den Kaiserkult und die sozialen sowie ökonomischen Ursachen für das Scheitern der Integration.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Klientelsystem zwar unter Herodes stabil funktionierte, jedoch durch die mangelnde Legitimität bei der jüdischen Bevölkerung und die Belastung durch die Politik des Kaiserkults nach seinem Tod in Instabilität mündete.

Schlüsselwörter

Herodes, Augustus, Klientelkönigtum, Judäa, Kaiserkult, Römische Geschichte, Pax Romana, Pharisäer, Tempelbau, Antike, Politische Legitimation, Integration, Verwaltung, Judentum, Machtstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das politische Modell des herodianischen Klientelkönigtums unter Augustus und wie Herodes versuchte, seine Herrschaft zwischen römischen Interessen und jüdischen Traditionen zu stabilisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Rolle des Klientelsystems, die Verwaltung und das Militär im Reich des Herodes sowie die Implementierung des Kaiserkults zur kulturellen Integration.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise des herodianischen Klientelkönigtums zu ergründen und die Gründe für das Scheitern dieses Modells unmittelbar nach dem Tod des Herodes zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse von antiken Primärquellen (vor allem Josephus) und die Auswertung moderner fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur zur römisch-jüdischen Geschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Strukturen des herodianischen Staates, die Auswirkungen des Kaiserkults auf die jüdische Bevölkerung und die Auseinandersetzungen mit einflussreichen Gruppierungen wie den Pharisäern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Herodes, Augustus, Klientelkönigtum, Kaiserkult, Integration, Pax Romana und das Spannungsfeld zwischen hellenistischer und jüdischer Identität.

Wie interpretierte Herodes seine Aufgabe als Klientelkönig?

Er sah sich als Garant für Stabilität und Ruhe, der das jüdische Volk durch materielle Wohltaten und Bauprojekte in das augusteische Imperium zu integrieren versuchte, auch wenn er dies gegen den Widerstand frommer Teile der Bevölkerung durchsetzen musste.

Welchen Einfluss hatte der Kaiserkult auf das Scheitern des Integrationsmodells?

Der exzessive Kaiserkult und die damit verbundenen Bauprojekte stießen bei der jüdischen Bevölkerung auf massives Unverständnis und religiösen Widerstand, was die soziale Unruhe verschärfte und letztlich zur Destabilisierung nach seinem Tod beitrug.

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Résumé des informations

Titre
Augustus und Herodes. Ein Tandem für ein ambitioniertes Projekt unter schweren Vorzeichen
Université
University of Tubingen  (Alte Geschichte)
Note
2.3
Auteur
Anton Khananayev (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
27
N° de catalogue
V541111
ISBN (ebook)
9783346204257
ISBN (Livre)
9783346204264
Langue
allemand
mots-clé
augustus herodes projekt tandem vorzeichen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anton Khananayev (Auteur), 2016, Augustus und Herodes. Ein Tandem für ein ambitioniertes Projekt unter schweren Vorzeichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541111
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Extrait de  27  pages
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