Operative Eingriffe sind für viele Patienten Situationen persönlicher Unsicherheit und Angst.
Im Zentrum für Entwicklung, Forschung und Fortbildung in der Pflege wollten Josi Bühlmann und Silvia Käppeli in ihrer Studie "Pfelegeschwerpunkte im Operationssaal" das pflegerische Wissen zur Situation der wachen Patienten im Operationsbereich erweitern und die Pflegepersonen für deren Erleben sensibilisieren.
Durch Befragungen der operieten Patienen mittels Fragebogen mit offenen und halboffenenFragen, sowie Beobachtungen durch das Pflegepersonal sollten Pflegeprobleme auf beiden Seiten aufgezeigt und dieses Erleben miteinander verglichen werden.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Hintergrund der Erhebungsmethoden Befragung und Beobachtung und beschreibt die Anwendung dieser Erhebungsmethoden am Beispiel der Studie "Pflegeschwerpunkte im Operationssaal" von Josi Bühlmann und Silvia Käppeli.
Die Wahl der Methoden wird kritisch diskutiert und Alternativen im Forschungsprozess werden vorgeschlagen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Hintergrund und Ziel der Arbeit
Fragestellung der Studie
1. Stand der Forschung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Forschungsmethoden
2.1.1 Qualitative Forschungsmethode
2.1.2 Quantitative Forschungsmethode
2.1.3 Vergleich zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden
2.2 Datenerhebungsmethoden
2.2.1 Schriftliche Befragung
2.2.2 Beobachtung
2.2.3 Beurteilung der Angemessenheit der gewählten Methoden
3. Ergebnisse
4. Diskussion und Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den theoretischen Hintergrund der Erhebungsmethoden Befragung und Beobachtung zu beleuchten und diese am Beispiel der Studie „Pflegeschwerpunkte im Operationssaal“ von Josi Bühlmann und Silvia Käppeli kritisch zu evaluieren, um schließlich ein alternatives Vorgehen zu diskutieren.
- Grundlagen qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden
- Methodik der schriftlichen Befragung und Beobachtung
- Anwendung und kritische Reflexion der Studienmethodik
- Vergleich von Patientenerleben und pflegerischer Wahrnehmung
- Ethische Aspekte und Verbesserungsmöglichkeiten der perioperativen Pflege
Auszug aus dem Buch
2.2.3 Beurteilung der Angemessenheit der gewählten Methoden
In der Studie „Pflegeschwerpunkte im Operationssaal“ von Josi Bühlmann und Silvia Käppeli wurde die schriftliche Befragung der Patienten am 1. postoperativen Tag über die Erlebnisse im OP durch die Beobachtungen des Pflegepersonals im OP nach einem strukturiertem Beobachtungsschema ergänzt. So konnten die jeweils subjektiven Aussagen objektiv verglichen werden.
Durch die offen und halboffenen Fragen des Fragebogens, wurde den Patienten die Möglichkeit gegeben ihre Erlebnisse so zu schildern, wie sie sie erlebt haben und sie mussten sich nicht auf vorgegebene Antworten festlegen.
Allerdings konnten Unklarheiten beim Ausfüllen des Fragebogens nicht beseitigt werden, da kein persönlicher Kontakt zum Befragten bestand. Des Weiteren konnte es zu Unklarheiten bei der schriftlichen Ausdrucksweise der Patienten kommen bzw. zu subjektiven Fehleinschätzungen durch einen unzufriedenen postoperativen Zustand.
Die Pflegepersonen dokumentierten ihre Beobachtungen, Maßnahmen sowie deren Wirkung bei der Betreuung der „wachen“ Patienten auf einem strukturierten Beobachtungsbogen, dessen Informationsgehalt dem der Pflegedokumentation entspricht.
„Will man quantitatives Datenmaterial bekommen, so muss die Beobachtung standardisiert sein. Sie sollte auch nicht teilnehmend sein (damit das Ergebnis so objektiv wie möglich ist).“ (Mayer 2001: 101)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es werden der Hintergrund der Studie, die Motivation der Forscherinnen sowie die zentrale Fragestellung zur Situation wacher Patienten im Operationssaal vorgestellt.
1. Stand der Forschung: Dieser Abschnitt bietet eine Literaturübersicht über relevante Studien zur intraoperativen Pflege und erläutert die Auswahl der betrachteten Quellen.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die methodischen Grundlagen der qualitativen und quantitativen Forschung sowie die spezifischen Datenerhebungsinstrumente Befragung und Beobachtung definiert.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten aus 56 dokumentierten Betreuungssituationen und analysiert die Übereinstimmungen bzw. Diskrepanzen zwischen Patientenangaben und pflegerischer Einschätzung.
4. Diskussion und Schlussfolgerung: Die Autorin reflektiert kritisch die gewählte Methodik, ordnet die Ergebnisse in den Kontext der Fachliteratur ein und bewertet die Glaubwürdigkeit der untersuchten Studie.
Schlüsselwörter
Pflegeforschung, Operationssaal, wache Patienten, Datenerhebung, Befragung, Beobachtung, Qualitative Forschung, Quantitative Forschung, Pflegeschwerpunkte, Perioperative Betreuung, Patientenerleben, Validität, Reliabilität, Pflegediagnosen, Erhebungsinstrumente
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Studie „Pflegeschwerpunkte im Operationssaal“ von Bühlmann und Käppeli und evaluiert die eingesetzten Methoden der schriftlichen Befragung und Beobachtung bei wachen Patienten während operativer Eingriffe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Methodik der Pflegeforschung, die Durchführung von Befragungen, der Einsatz systematischer Beobachtungen im klinischen Setting sowie der Vergleich unterschiedlicher Wahrnehmungen von Pflegeproblemen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die theoretische Darstellung der Erhebungsmethoden, deren praktische Anwendung in der genannten Studie zu beschreiben und eine kritische Diskussion über deren Angemessenheit zu führen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Grundlagenwerke zur Pflegeforschung und führt eine methodische Evaluation der von Bühlmann und Käppeli gewählten Vorgehensweise durch.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der Forschungsmethoden, eine detaillierte Erläuterung der Befragungs- und Beobachtungsinstrumente sowie eine anschließende Ergebnisauswertung der Zielstudie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Pflegeforschung, perioperative Betreuung, Befragung, Beobachtung, Pflegeschwerpunkte und die Validierung von Patientendaten.
Warum wird in der Studie eine Kombination aus Befragung und Beobachtung genutzt?
Die Kombination ermöglicht es, die subjektiven Aussagen der Patienten mit den objektiven oder fremdeingeschätzten Beobachtungen des Pflegepersonals zu vergleichen und so ein umfassenderes Bild der Pflegesituation zu erhalten.
Warum unterschätzen Patienten in der Regel die Anzahl ihrer Probleme im Vergleich zum Pflegepersonal?
Dies wird auf die unterstützende Begleitung zurückgeführt, die den Adaptationsprozess stärkt; die bloße Anwesenheit einer Pflegeperson kann die subjektive Belastung durch Stressoren wie Angst oder Ungewissheit mindern.
Warum wurde in der Studie auf Video- oder Tonbandaufnahmen verzichtet?
Der Verzicht war ethisch begründet, da die Patienten zum Zeitpunkt der Beobachtung noch nicht über die Untersuchung informiert waren und eine Aufzeichnung einen zu tiefen Einschnitt in die Privatsphäre bedeutet hätte.
- Quote paper
- Annika Mewitz (Author), 2006, Darstellung und Auswertung der Studie "Pflegeschwerpunkte im Operationssaal" und Evaluation der Erhebungsinstrumente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54140