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Normative Heterogenität im Bildungssystem

Widerspruch in sich oder eine Zukunftsvision?

Título: Normative Heterogenität im Bildungssystem

Trabajo Escrito , 2020 , 14 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Mirella Waleczek (Autor)

Pedagogía - Inclusión
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Das Ziel dieser Arbeit ist der Versuch einer Darlegung des gesellschaftlichen Wandels. Dies soll vor dem Hintergrund einer voranschreitenden Inklusion in unserem Bildungssystem geschehen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Bedeutung der Heterogenität in unserer heutigen Gesellschaft gelegt. Folgend gilt es aufzuzeigen, wie sich die gesellschaftlichen Konstrukte in der Postmoderne wandeln und wie der Sammelbegriff Heterogenität in der Öffentlichkeit vermehrt diskutiert und auch gelebt wird. Unter Einbeziehung verschiedener Meinungen aus ausgewählter Fachliteratur, wird hierzu Stellung genommen.

Der Terminus "Heterogenität" wird u.a. im Duden erörtert und als ein bildungssprachlicher Begriff interpretiert, ohne jedoch die sprachliche Herkunft des Wortes zu benennen. Es wird die Bedeutung als Verschiedenartigkeit, Ungleichartigkeit, Uneinheitlichkeit im Aufbau, in der Zusammensetzung angegeben, ohne auf den schulpädagogischen Kontext hinzuweisen. Ebenso werden verschiedene Synonyme ohne jeglichen konzeptuellen Hintergrund genannt. Weiter ist hier wertungsfrei anzuführen, dass der Duden als das Wörterbuch - in der deutschen Bildungslandschaft – im Internet nicht barrierefrei zu erreichen ist. Die von der Dudenredaktion erklärte Heterogenität kann schon an Ort und Stelle den inklusiven Gedanken nicht leben, denn Menschen, vor allem jedoch Schülerinnen und Schüler mit eventuellen Sehbeeinträchtigungen können diese Plattform nach Heterogenität nicht befragen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Ziel der Arbeit und Problemstellung

2 Thesen und Begründung

2.1 Verschiedene ausgewählte Konzepte und Zugänge. Ein Überblick

2.1.1 Jürgen Budde

2.1.2 Norbert Wenning

2.1.3 Günther Schorch

2.1.4 Heinz Klippert

2.2 Werte und Normen. Heterogenität als neue Norm?

2.3 Rechtliche Verankerung

2.4 Kategorisierung von Heterogenität: Ausgewählte Betrachtungsweisen

2.4.1 Leistungsbedingte Heterogenität

2.4.2 Gesundheits- und körperbezogene Heterogenität

2.4.3 Soziokulturelle Heterogenität

3 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den gesellschaftlichen Wandel im Kontext der voranschreitenden Inklusion im Bildungssystem. Dabei wird analysiert, inwieweit der Begriff der Heterogenität als normative Zukunftsvision oder als bloßer Widerspruch in der heutigen Gesellschaft zu verstehen ist.

  • Bedeutung und Begriffsverständnis von Heterogenität
  • Theoretische Konzepte zur Differenz und Inklusion
  • Einfluss von Werten und Normen auf die gesellschaftliche Wahrnehmung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen von Diskriminierung und Gleichstellung
  • Kategorisierung von Heterogenität im schulischen Alltag

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Leistungsbedingte Heterogenität

Wenn bereits in den Grundschulen grundlegende Veränderungen im Hinblick auf die z.B. leistungsbedingte Heterogenität vorgenommen werden sollen, müssen zwingend entsprechende Förderkulturen und Fördermentalitäten in den Schulen wie auch bei den Lehrkräften hinzukommen. Da jedoch die deutschen Lehrer am meisten über Probleme mit der Heterogenität klagen, blockiert eine solche Skepsis Vieles, konstatiert Klippert.13

Er benennt am Beispiel vom finnischen Bildungssystem die nötigen Veränderungen, die von vornherein vorbereitend erledigt werden müssen, aber auch diese, die dauerhaft in unser gemeinschaftliches Gedankengut (somit auch in den Schulsystemen) implementiert werden müssen: Das ist das Zusammenspiel von Wertschätzung und Loslassen, von Beraten und Begleiten, von Fördern und Fordern. Wertschätzung und Respekt zwischen Lehrenden und Lernenden sind weithin selbstverständlich.14

Dagegen stellt Isabel Grewe fest, dass die leistungsbedingte Heterogenität vom deutschen Schulwesen als unzumutbar angesehen wird, wenn Kinder eine zu geringe Begabung oder zu schwache Leistungen aufweisen. Diese Kinder werden benachteiligt, indem sie schon in der Grundschule ausgesondert werden.15

Zwei verschiedene Paradigmen scheinen hier aufeinander zu prallen und wo ein lösungsorientierter Konsens entstehen sollte, entsteht Polemik, die die Schulkinder schlussendlich außeracht lassen wird, da das Förderliche nicht zu ihrem Wesen gehört.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ziel der Arbeit und Problemstellung: Die Einleitung legt den Fokus auf den gesellschaftlichen Wandel und die zentrale Bedeutung von Heterogenität innerhalb eines inklusiven Bildungssystems.

2 Thesen und Begründung: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene theoretische Konzepte zur Heterogenität, beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Werten und Normen, analysiert die rechtliche Lage und kategorisiert unterschiedliche Formen von Heterogenität.

3 Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel schließt mit der Erkenntnis, dass Kategorisierung ein inhärenter menschlicher Prozess ist, der sich jedoch durch die Anerkennung normativer Heterogenität in eine positive Zukunftsrichtung entwickeln kann.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Inklusion, Bildungssystem, Gesellschaftlicher Wandel, Normative Heterogenität, Differenz, Soziale Etikettierung, Diskriminierung, Grundschule, Pädagogik der Vielfalt, Werte und Normen, Leistung, Soziokulturelle Diversität, Fördermentalität, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Heterogenität in unserer heutigen Gesellschaft, insbesondere vor dem Hintergrund eines sich wandelnden, inklusiven Bildungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die theoretischen Ansätze der Heterogenitätsdebatte, die Bedeutung von Werten und Normen, rechtliche Grundlagen sowie konkrete Kategorisierungsformen von Vielfalt in der Schule ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es darzulegen, ob normative Heterogenität als ein in sich widersprüchliches Konstrukt zu betrachten ist oder ob sie als eine gelebte Zukunftsvision für unser Zusammenleben dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachtheoretische Arbeit, die auf der Analyse und Synthese ausgewählter Fachliteratur, pädagogischer Konzepte und soziologischer Standpunkte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung theoretischer Konzepte (Budde, Wenning, Schorch, Klippert), die Reflexion über gesellschaftliche Normen und eine differenzierte Betrachtung verschiedener Kategorien von Heterogenität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Inklusion, Heterogenität, gesellschaftlicher Wandel, Differenz, soziale Etikettierung und Pädagogik der Vielfalt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Grundschule?

Die Grundschule wird als Querschnitt unserer Gesellschaft identifiziert, in der das pädagogische Dauerproblem des Umgangs mit heterogenen Schülerschaften unmittelbar sichtbar wird.

Welche Bedeutung kommt dem Schubladendenken zu?

Das Schubladendenken wird als ein dem Menschen inhärenter Prozess beschrieben, wobei die Arbeit fordert, diesen durch die Erkenntnis „Anders sein ist normal“ positiv zu transformieren.

Welchen Einfluss haben rechtliche Rahmenbedingungen?

Gesetze wie das Grundgesetz, das Behindertengleichstellungsgesetz und das AGG bilden das Fundament, um Diskriminierungen entgegenzuwirken und die Implementierung von Inklusion strukturell zu unterstützen.

Wie unterscheidet sich leistungsbedingte Heterogenität von anderen Formen?

Während leistungsbedingte Heterogenität oft von selektiven Strukturen in der Schule als Belastung wahrgenommen wird, wird bei gesundheits- oder soziokulturell bedingter Heterogenität verstärkt die Gefahr der sozialen Etikettierung und Stigmatisierung hervorgehoben.

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Detalles

Título
Normative Heterogenität im Bildungssystem
Subtítulo
Widerspruch in sich oder eine Zukunftsvision?
Calificación
1
Autor
Mirella Waleczek (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
14
No. de catálogo
V542001
ISBN (Ebook)
9783346166005
ISBN (Libro)
9783346166012
Idioma
Alemán
Etiqueta
bildungssystem heterogenität normative widerspruch zukunftsvision
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mirella Waleczek (Autor), 2020, Normative Heterogenität im Bildungssystem, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542001
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