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Theatrales Philosophieren. Eine Möglichkeit zur motivierenden Textarbeit im Philosophieunterricht?

Titre: Theatrales Philosophieren. Eine Möglichkeit zur motivierenden Textarbeit im Philosophieunterricht?

Travail de Projet (scientifique-pratique) , 2018 , 27 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Didactique - Didactique générale, Objectifs de l'éducation, Méthodes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Fach Praktische Philosophie wird in der heutigen Gesellschaft immer noch vermehrt als ein "Laberfach", als "Gelaber", als eine brotlose Kunst, als eine Freizeitbeschäftigung oder Ähnlichem tituliert. Das Image der Philosophie wird mit verschiedenen, "nebensächlichen" Vorstellungen assoziiert, sodass dem Fach keine Ernsthaftigkeit zugeschrieben wird. Unter anderem auch erzeugt durch die Stellung des Faches in den Schulen: am schulischen Lernort ist der Philosophieunterricht oft als das Ersatzfach für den Religionsunterricht charakterisiert.

Diese Tatsache lässt sich bis in die 1980er Jahre, womöglich auch noch weiter, zurückverfolgen. Wolfgang Wieland (1980) machte schon 1980 in der Zeitschrift für Didaktik der Philosophie darauf aufmerksam, dass Absolventen trotz ausgezeichneter Leistungen aus dem Bereich der Philosophie nach ihrem Studium oftmals auf der Straße stehen würden. Wieland (1980) erkennt die Ursachen dafür in der Gesellschaft und im System, die der Philosophie keinen entsprechenden und würdigenden festen Platz zuschreiben würden. So lässt sich jedoch gegenwärtig in der Philosophie und ihrer Didaktik ein frischer Wind erkennen, der zwar nicht unbedingt neue Wege einschlägt, aber diese überarbeitet und um weitere Ideen und Perspektiven erweitert. Verschiedene Lebensformen, die in der Folge feste Rollenmuster aufweichen, regen auch die Schulen zu einem Umdenken an. Der Philosophieunterricht als solcher scheint nicht mehr ausreichend zu sein; vielmehr bedarf es eines sinn- und wertereflektierenden Unterrichts.

Dessen motiviert sollte mir mein Praxissemester gleichwertige Bestätigungen für eine derartig aufblühende Philosophiedidaktik liefern. Allerdings lautet mein erstes Fazit: Bestätigungen liegen leider noch nicht vor! Vielmehr hat es den Anschein, als seien die oben aufgeführten Thesen bezüglich der Philosophie doch tiefreichender verwurzelt als zunächst angenommen. Während meines Praxissemesters hatte ich die Gelegenheit, unterschiedliche Klassen bei unterschiedlichen Lehrerinnen und Lehrern während des Philosophieunterrichts begleiten zu dürfen. Ein reflektierter Rückblick bezüglich meiner subjektiven Erfahrungen lässt allerdings den Philosophieunterricht weniger als solchen als vielmehr eine Form des Deutschunterrichts charakterisieren und beschreiben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. ELEMENTE DER MOTIVATIONSFÖRDERUNG

3. EINBLICKE IN DEN PHILOSOPHIEUNTERRICHT

3.1 DIE STELLUNG DES TEXTES ALS MEDIUM IM PHILOSOPHIEUNTERRICHT

3.2 DIE DIDAKTIK DES THEATRALEN PHILOSOPHIERENS

4. FORSCHUNGSSTAND

5. IMPLEMENTIERUNG DES THEATRALEN PHILOSOPHIERENS IN DAS BERUFSFELD SCHULE

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des theatralen Philosophierens als Methode, um die Motivation im Philosophieunterricht zu steigern und eine handlungsorientierte Auseinandersetzung mit philosophischen Texten zu ermöglichen, wobei insbesondere die Herausforderungen der institutionellen Rahmenbedingungen an Schulen analysiert werden.

  • Analyse von Motivationsfaktoren im Unterricht
  • Die Rolle des Textes als zentrales Medium des Philosophieunterrichts
  • Methodische Grundlagen und Stufenmodell des theatralen Philosophierens
  • Strategien zur Implementierung handlungsorientierter Lernprozesse in den Schulalltag

Auszug aus dem Buch

Die Didaktik des theatralen Philosophierens

Die Didaktik des theatralen Philosophierens beabsichtigt, philosophische Texte im Philosophieunterricht mit entsprechend angemessenen theatralen Ausdrucksformen, wie beispielswiese Körperbildern, zu eröffnen. (Gefert 2007: 137) Allerdings wäre es fatal als auch didaktisch wahrscheinlich nicht begründbar, dass theatrale Philosophieren lediglich auf den theatralen Akt zu reduzieren. Vielmehr bildet das Zusammenspiel von argumentativ diskursiven Gesprächen über den philosophischen Text sowie die darauffolgenden theatralen Ausdrucksformen das Fundament dieser Didaktik. (ebd.: 139) Dementsprechend wird in diesem Kontext auch von einem „erweiterten Rationalitätsparadigma“ gesprochen, sodass Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen, Gedanken und Ideen auf zwei Ebenen der Rationalität, diskursiv und theatral- präsentativ, wiedergeben können. (Gefert 2003: 99f.) Auf diese Weise können die schon erwähnten komplexen und abstrakten Texte im Philosophieunterricht Stück für Stück ausgelotet werden, um in der Folge ein besseres Verständnis erzielen zu können. (Gefert 2007:139.)

Eine weitere zentrale Komponente bildet die Tatsache, dass das theatrale Philosophieren, mit Rückbezug auf Ernst Cassirer (1997) und Susanne Langer (1979), das Philosophieren selbst als einen „iterativen, unabschließbaren rationalen Deutungsprozess“ charakterisiert, um somit „vorgefundene Deutungen erneut deuten“ zu können. (Gefert 2003: 98f.) So zielt das theatrale Philosophieren darauf ab, dass Schülerinnen und Schüler durch diese Deutungsprozesse stets die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Bedeutungen des Textes entfalten zu können. (Gefert 2007: 139) Feste und fixierte Bedeutungen der Texte werden somit abgelehnt, gelockert als auch aufgelöst, um stattdessen subjektiv gewonnene Bedeutungen als jeweils einzelne Errungenschaften weiter verfeinern zu können. (Runtenberg 2016: 45)

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung skizziert das oft negative Image des Fachs Philosophie als "Laberfach" und identifiziert die Notwendigkeit handlungsorientierter Didaktik, um das Fach als sinn- und wertereflektierenden Unterricht lebendig zu gestalten.

2. ELEMENTE DER MOTIVATIONSFÖRDERUNG: Dieses Kapitel erläutert, wie handlungsorientierte Strategien und die intrinsische Motivation durch Selbsttätigkeit und den "Spaßfaktor" als Voraussetzung für erfolgreiches Philosophieren genutzt werden können.

3. EINBLICKE IN DEN PHILOSOPHIEUNTERRICHT: Es wird die historische Diskussion um das Verhältnis von Philosophieren und Philosophiegeschichte beleuchtet und der dialogisch-pragmatische Ansatz zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung herausgearbeitet.

3.1 DIE STELLUNG DES TEXTES ALS MEDIUM IM PHILOSOPHIEUNTERRICHT: Dieser Abschnitt analysiert das Spannungsfeld zwischen notwendiger Textarbeit und der Gefahr einer schülerfernen Inhaltsreduktion, die oft zu Desinteresse führt.

3.2 DIE DIDAKTIK DES THEATRALEN PHILOSOPHIERENS: Hier wird das spezifische Stufenmodell des theatralen Philosophierens vorgestellt, das durch die Verbindung von diskursiven und theatral-präsentativen Ausdrucksformen ein "erweitertes Rationalitätsparadigma" etabliert.

4. FORSCHUNGSSTAND: Der aktuelle Forschungsstand zeigt auf, dass empirische Studien zur Didaktik der Philosophie noch rar sind, bietet jedoch allgemeine methodische Ansätze zur Untermauerung des theatralen Philosophierens.

5. IMPLEMENTIERUNG DES THEATRALEN PHILOSOPHIERENS IN DAS BERUFSFELD SCHULE: Dieses Kapitel diskutiert die praktischen Hürden der Umsetzung, wie räumliche und zeitliche Kapazitäten, und schlägt Kleinformen oder Projekttage als Lösungsmöglichkeiten vor.

6. FAZIT: Das Fazit bestätigt das hohe Potenzial des theatralen Philosophierens zur Förderung von Eigenständigkeit und Toleranz und plädiert trotz bestehender systemischer Hürden für eine stärkere Integration in den Schulalltag.

Schlüsselwörter

Theatrales Philosophieren, Philosophieunterricht, Motivationsförderung, Handlungsorientierung, Didaktik, Textarbeit, Schulpraxis, Persönlichkeitsentwicklung, Projektarbeit, Rationalitätsparadigma, kreatives Lernen, Schülermotivation, Körperbilder, Intersubjektivität, Bildungsstandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Didaktik des theatralen Philosophierens und dessen Potenzial, den Philosophieunterricht lebendiger, motivierender und handlungsorientierter zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft motivationstheoretische Grundlagen mit der Fachdidaktik der Philosophie, der Rolle von Texten als Medium und der praktischen Implementierung theatraler Methoden an Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch theatrale Methoden die Motivation gesteigert und die starre Textarbeit im Philosophieunterricht aufgebrochen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse bildungswissenschaftlicher und fachdidaktischer Literatur sowie auf die Diskussion von Praxisberichten und institutionellen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert das Stufenmodell des theatralen Philosophierens, die Problematik der Textarbeit sowie praktische Umsetzungsstrategien wie Kleinformen der Projektarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Theatrales Philosophieren, Handlungsorientierung, Motivationsförderung, Philosophieunterricht und Didaktik.

Warum ist das theatrale Philosophieren für Schüler motivierend?

Es verbindet kognitive Arbeit mit kreativen und körperlichen Ausdrucksformen, was den "Spaßfaktor" erhöht und den Schülern mehr Raum für eigene Interpretationen lässt.

Wie gehen Schulen mit räumlichen und zeitlichen Hürden um?

Die Arbeit schlägt vor, auf elementarisierte Kleinformen innerhalb des Regelunterrichts auszuweichen oder Projekttage zu nutzen, um die starre Struktur der 45-Minuten-Taktung zu umgehen.

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Résumé des informations

Titre
Theatrales Philosophieren. Eine Möglichkeit zur motivierenden Textarbeit im Philosophieunterricht?
Université
University of Duisburg-Essen  (Fakultät für Bildungswissenschaften)
Cours
Projektwerkstatt: Theorie-Praxis-Projekt
Note
2,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
27
N° de catalogue
V542385
ISBN (ebook)
9783346151995
ISBN (Livre)
9783346152008
Langue
allemand
mots-clé
theatrales Philosophieren Textarbeit Philosophieunterricht Christian Gefert Motivation Motivationsförderung Didaktik des theatralen Philosophierens Handlungsorientierung Persönlichkeitsentwicklung
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2018, Theatrales Philosophieren. Eine Möglichkeit zur motivierenden Textarbeit im Philosophieunterricht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542385
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Extrait de  27  pages
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