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Legitimation von Migrationsfragen und Grenzziehungen durch die Bibel. Wie religiöse Gruppen mit kontroversen Auffassungen umgehen

Title: Legitimation von Migrationsfragen und Grenzziehungen durch die Bibel. Wie religiöse Gruppen mit kontroversen Auffassungen umgehen

Essay , 2018 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M. G. (Author)

Theology - Miscellaneous
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In meiner Ausarbeitung möchte ich aufzeigen, wie zwei verschiedene religiöse Gruppen ihre unterschiedlichen Auffassungen bezüglich Flucht- und generellen Einwaderungsfragen mit der gleichen Quelle, der Bibel, versuchen zu legitimieren. Die Rechtfertigung oder Hinterfragung von Grenzen und wie diese gezogen werden, soll im Mittelpunkt stehen. Hierfür werde ich exemplarisch vorgehen und die evangelische Kirchengemeinde St. Marien aus Winsen mit der eben bereits kurz erwähnten amerikanischen fundamentalistischen Gruppe "Evangelicals for Biblical Immigration" (EBI) vergleichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Amerika

Amerikas Migrationsgeschichte

„Evangelicals for Biblical Immigration“

Deutschland

Migartion in Deutschland – damals und heute

Evangelische Kirchengemeinde St. Marien in Winsen (Luhe)

Fazit: Auslegungssache?

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie zwei gegensätzliche religiöse Gruppen die Bibel als Grundlage nutzen, um ihre kontroversen Positionen zu Migrationsfragen, Grenzziehungen und dem Umgang mit Fremden zu legitimieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit religiöse Exegese zur Rechtfertigung von Inklusion oder Exklusion herangezogen wird.

  • Vergleich der Migrationsgeschichte und religiösen Deutungsmuster in den USA und Deutschland.
  • Analyse der argumentativen Strategien der „Evangelicals for Biblical Immigration“.
  • Untersuchung der pastoralen Praxis der Kirchengemeinde St. Marien in Winsen (Luhe).
  • Kritische Reflexion über biblische Texte und deren Interpretationsspielräume im Kontext von Flucht und Asyl.
  • Soziologische Betrachtung der Konstruktion von kulturellen Grenzen und "Fremdheit".

Auszug aus dem Buch

Evangelicals for Biblical Immigration

Im Gegensatz zu Europa, gilt Religion in den Vereinigten Staaten von Amerika eher als Brücke in die Gesellschaft: „Becoming American through Religion“ (ebd, 360-392). Sie sorge für soziale Anerkennung und Inklusion in die Gemeinschaft (ebd.). Die Evangelikalen in Amerika gelten eigentlich als eine Gruppe, die diese Brücke mit baut (Balmer 2003, 57). In der Theorie, wäre es demnach egal, welcher Religion man angehört und damit einhergehend von wo man kommt. Allerdings gibt es eine Organisation, die sich von der breiten evangelikalen Masse bezüglich Migrationsfragen abgrenzt (Rhodan 2013): Die „Evangelicals for Biblical Immigration“ oder auch kurz EBI.

Diese christlich fundamentalistische Gruppe Evangelikaler spricht sich gegen das Aufnehmen von Menschen aus, die keinen Mehrwert für die amerikanische Gesellschaft haben beziehungsweise keinen Beitrag leisten, der ihren Aufenthalt in irgendeiner Art und Weise legitimieren kann (Boling 2017). Als biblisches Beispiel für jemanden, der eben diesen Mehrwert für die Aufnahmegesellschaft hat, beziehen sie sich auf das Buch Ruth: Ruth ist mit ihrer Schwiegermutter Noomi von Moabit nach Israel gegangen, nachdem ihr Mann starb. Sie folgte ihr mit der Ansicht, dass Noomis Volk auch ihres und Noomis Gott auch ihrer sei (Rut 1, 16). In Israel arbeitete sie tüchtig, ließ sich nichts zuschulden kommen und hatte stets das Wohl ihrer Schwiegermutter im Sinne. Daraus könnte gefolgert werden, dass all jene Einwanderer, die zum Aufblühen der amerikanischen Wirtschaft mit harter Arbeit beitragen, willkommen sind. Allerdings widerspricht Kullberg, Gründerin der EBI, dem angeblichen Credo der Organisation, indem sie sagt, dass nun keine gute Zeit für eine Zunahme ausländischer Arbeit ist (Boling 2017).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, wie biblische Texte in aktuellen Migrationsdebatten zur Legitimierung gegensätzlicher Standpunkte verwendet werden.

Amerika: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Migrationsgeschichte der USA und die Rolle der „Evangelicals for Biblical Immigration“ bei der Exklusionsargumentation auf biblischer Basis.

Deutschland: Hier wird der historische Kontext der Migration in Deutschland erläutert und das Gegenbeispiel der Kirchengemeinde St. Marien in Winsen (Luhe) vorgestellt, die sich für eine inklusive Willkommenskultur einsetzt.

Fazit: Auslegungssache?: Das Fazit fasst zusammen, dass die Bibel keinen eindeutigen migrationspolitischen Leitfaden bietet, sondern einen erheblichen Interpretationsfreiraum lässt, der je nach gesellschaftlichem Interesse genutzt wird.

Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass die Art der Bibelauslegung stark vom Stellenwert des Fremden innerhalb der jeweiligen Glaubensgemeinschaft abhängt.

Schlüsselwörter

Bibel, Migration, Religion, Einwanderung, Exegese, Evangelicals for Biblical Immigration, Kirchengemeinde St. Marien, Flucht, Grenzen, Grenzziehung, Soziologie, Willkommenskultur, Identität, Integration, Normenkollisionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie religiöse Gruppen in den USA und Deutschland die Bibel nutzen, um ihre gegensätzlichen Ansichten zu Migration und Grenzziehungen zu legitimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rolle der Religion in der Migrationsdebatte, die biblische Exegese im Kontext von Flucht und Asyl sowie die soziologische Betrachtung von Inklusion und Exklusion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche Auffassungen bezüglich Flucht und Einwanderung durch die Auslegung derselben Quelle – der Bibel – rechtlich oder moralisch zu stützen versucht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine religionssoziologische Analyse, die auf einer vergleichenden Betrachtung von Fallbeispielen und relevanter Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Positionen der „Evangelicals for Biblical Immigration“ in den USA und stellt diese der integrativen Praxis der evangelischen Kirchengemeinde in Winsen gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bibel, Migration, Grenzziehung, Exegese, Religion und Willkommenskultur.

Wie unterscheidet sich die EBI in ihrer Argumentation von der Kirchengemeinde Winsen?

Während die EBI die Bibel nutzt, um Grenzen zu rechtfertigen und den Mehrwert von Einwanderern fordert, nutzt die Kirchengemeinde Winsen biblische Texte zur Sensibilisierung für Gastfreundschaft und zur Überwindung von kulturellen Ängsten.

Warum wird im Text auf die "Bill of Rights" und die Kolonialgeschichte Amerikas eingegangen?

Dies dient dazu, den historischen Kontext und die spezifische amerikanische Angst vor dem Verlust einer "core culture" zu verstehen, die die Argumentation gegen heutige Migranten maßgeblich beeinflusst.

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Details

Title
Legitimation von Migrationsfragen und Grenzziehungen durch die Bibel. Wie religiöse Gruppen mit kontroversen Auffassungen umgehen
College
University of Göttingen
Grade
1,7
Author
M. G. (Author)
Publication Year
2018
Pages
19
Catalog Number
V542855
ISBN (eBook)
9783346161840
ISBN (Book)
9783346161857
Language
German
Tags
auffassungen bibel grenzziehungen gruppen legitimation migrationsfragen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. G. (Author), 2018, Legitimation von Migrationsfragen und Grenzziehungen durch die Bibel. Wie religiöse Gruppen mit kontroversen Auffassungen umgehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542855
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