Der Fokus der Arbeit liegt auf der Betrachtung, inwieweit der Einsatz der Methode „Lernen an Stationen“ auf der Grundlage des Kurzfilms „Quiero ser“ die Selbständigkeit der Lernenden fördert. Der Unterricht zu der Arbeit findet in einer 12. Klasse des Beruflichen Gymnasiums mit Fachrichtung Wirtschaft statt. In dem Kurs befinden sich 19 Schüler und drei Schülerinnen im Alter von 17 bis 20 Jahren, die seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 Spanisch als Unterrichtsfach (wöchentlich vier Unterrichtsstunden) haben.
Mithilfe geeigneter Indikatoren kann klar erkannt werden, inwiefern die Ziele und Kriterien erreicht worden sind. Deshalb wird die vorliegende Arbeit einen Fragebogen der Selbstevaluation als interne Evaluationsmethode auf Basis des Modells von Buhren und Rolff (1998) verwenden. Die Schüler werden zu unterschiedlichen Indikatoren ihres selbstständigen Arbeitens vor und nach dem Lernzirkel befragt. Ferner werden die Schüler noch offene Fragen beantworten, um weitere Schlussfolgerungen ziehen zu können. Die externe Evaluation wird durch die Erarbeitung von selbsterarbeiteten Stationen der Schüler gewährleistet.
Die Arbeit wird sich dabei wie folgt gliedern: Zuerst werden die Zielgruppe und im Besonderen deren Vorkenntnisse analysiert. Daraufhin folgt die Stoffanalyse. Im Anschluss wird die Einheit in den Lehrplan eingeordnet und die Lernziele werden erläutert. Darauf aufbauend wird im vierten Kapitel der theoretische Hintergrund der Methode „Lernen an Stationen“ und der Kurzfilm im Spanischunterricht beleuchtet. Daraufhin wird die Unterrichtsplanung detailliert beschrieben und jeweils eine Reflexion der gezeigten Unterrichtsstunde gegeben. Zum Abschluss folgt eine Beschreibung der Evaluationsverfahren, eine ausführliche Auswertung im Hinblick auf die Untersuchungsergebnisse und eine Schlussbetrachtung auf das Forschungsfeld.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung
2 Zielgruppenanalyse
3 Stoffanalyse
3.1 Thematische Einordnung in den Lehrplan und didaktische Entscheidungen
3.2 Leitidee und Kompetenzziele
4 Methodische Entscheidungen
4.1 Lernen an Stationen
4.1.1 Einsatz im Spanischunterricht
4.1.2 Rolle der Lehrkraft
4.2 Der Kurzfilm
5 Unterrichtsplanung
5.1 Überblick über die Unterrichtseinheit
5.2 Organisation des Stationenlernens
5.3 Einführung in die Methode „Lernen an Stationen“
5.3.1 Planung und Begründung
5.3.2 Durchführung und Reflexion
5.4 Die erste Doppelstunde „Quiero ser – los niños de la calle“
5.4.1 Planung und Begründung
5.4.2 Durchführung und Reflexion
5.5 Die zweite Doppelstunde „Quiero ser – análisis de la película“
5.5.1 Planung und Begründung
5.5.2 Durchführung und Reflexion
5.6 Die dritte Doppelstunde „Los proyectos sociales en México“
5.6.1 Planung und Begründung
5.6.2 Durchführung und Reflexion
5.7 Die vierte Doppelstunde „Los proyectos sociales en México y reflexión“
5.7.1 Planung und Begründung
5.7.2 Durchführung und Reflexion
6 Evaluation und persönliches Resümee
6.1 Evaluationsverfahren
6.1.1 Selbstevaluation der Schüler
6.1.2 Fremdevaluation durch die Lehrkraft
6.2 Auswertung
6.3 Kritische Betrachtung und Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Methode „Lernen an Stationen“ unter Einbeziehung des Kurzfilms „Quiero ser“ die Selbstständigkeit der Schüler im Spanischunterricht eines beruflichen Gymnasiums fördern kann, wobei der Fokus auf interner Selbstevaluation liegt.
- Förderung der Eigenverantwortung durch autonomes Lernen
- Einsatz von Kurzfilmen zur Motivationssteigerung und Landeskundevermittlung
- Umsetzung binnendifferenzierter Unterrichtsformen
- Anwendung interner Evaluationsmethoden zur Messung des Lernerfolgs
- Entwicklung und Erstellung eigener Stationen durch die Lernenden
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Einsatz im Spanischunterricht
Seinen Ursprung hat das Stationenlernen im Zirkeltraining, welches vor allem aus dem Sportunterricht bekannt ist. Das Stationenlernen ist in jedem Unterrichtsfach einsetzbar und dient dem selbstständigen Erarbeiten von Unterrichtseinheiten oder vertiefendem Üben. Die Schüler sollen nach ihren eigenen individuellen Voraussetzungen und ihrem persönlichen Rhythmus arbeiten, immer aktiv tätig sein, aber nur bis an ihre eigene Belastungsgrenze gehen (vgl. Stübig, 2004, S. 10).
Stübig (2004, S.11) erklärt weiter, dass die Einheit in „getrennt voneinander bearbeitbare Sinneinheiten“ zu trennen sei. Dieser Forderung wird in der vorliegenden Arbeit Rechnung getragen, indem es unterschiedliche, klar abgetrennte Themengebiete innerhalb der Unterrichtsreihe zu bearbeiten gibt. Weiterhin konstatiert er, dass das Anspruchsniveau in komplexere und weniger komplexere Aufgabentypen und unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten aufgearbeitet werden muss. Es werden auf den einzelnen Laufzetteln die jeweiligen Komplexitätsstufen angegeben, sodass dies jedem Schüler die Möglichkeit gibt, sich daran zu orientieren. Auch unterschiedliche Sinneskanäle werden stets berücksichtigt, sodass die Kompetenzen „Hören, Sehen, Schreiben und Sprechen“ stets angesprochen werden. Stübig (2004, S.11) fordert weiter, dass alle Arbeitsstationen mit schriftlichen Arbeitsaufträgen versehen werden und auch mögliche Hilfestellungen und Lösungen an geeigneter Stelle zur Verfügung stehen. Die Räume sollen so begehbar sein, dass die Stationen im Raum verteilt und von den Schülern in frei wählbarer Reihenfolge bearbeitet werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung: Einleitung in die Relevanz von Eigenverantwortung und selbstständigem Arbeiten in der heutigen Schullandschaft und Darlegung des methodischen Ansatzes.
2 Zielgruppenanalyse: Untersuchung der heterogenen Lerngruppe einer 12. Klasse eines beruflichen Gymnasiums und deren Vorkenntnisse.
3 Stoffanalyse: Einordnung der Unterrichtseinheit in den Lehrplan und Definition der angestrebten Sach-, Selbst-, Methoden- und Sozialkompetenzen.
4 Methodische Entscheidungen: Theoretische Fundierung der Methode „Lernen an Stationen“ sowie des Einsatzes des Kurzfilms im Spanischunterricht.
5 Unterrichtsplanung: Detaillierte Beschreibung der vier Doppelstunden, der Organisation und der schülerzentrierten Arbeitsphasen.
6 Evaluation und persönliches Resümee: Darstellung der internen und externen Evaluationsergebnisse sowie kritische Reflexion des Forschungsfeldes.
Schlüsselwörter
Lernen an Stationen, Selbstständigkeit, Spanischunterricht, Kurzfilm, Quiero ser, Eigenverantwortung, Selbstevaluation, Binnendifferenzierung, Fremdsprachendidaktik, Berufliches Gymnasium, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Schüleraktivierung, Unterrichtsplanung, Medienkompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht die Implementierung und Wirkung der Unterrichtsmethode „Lernen an Stationen“ in einem Spanischkurs der gymnasialen Oberstufe unter Nutzung eines Kurzfilms.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit verknüpft Fremdsprachendidaktik mit offenen Unterrichtsformen, Filmanalyse, der Förderung von Eigenverantwortung und der internen Evaluation von Lernprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Untersuchung, ob und wie die gewählte Methode die Selbstständigkeit der Schüler messbar fördert und zur Kompetenzentwicklung beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt einen Fragebogen zur Selbstevaluation der Schüler sowie eine begleitende Fremdevaluation durch die Lehrkraft, basierend auf pädagogischen Qualitätsmodellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Stoff- und Zielgruppenanalyse, die methodische Herleitung sowie eine detaillierte Dokumentation und Reflexion der vier Doppelstunden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lernen an Stationen, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Fremdsprachendidaktik und Selbstevaluation.
Warum spielt der Kurzfilm „Quiero ser“ eine so zentrale Rolle?
Er dient als authentisches Kulturprodukt, das sowohl landeskundliche Einblicke in Mexiko bietet als auch als motivierende Grundlage für die selbstständige Filmanalyse genutzt wird.
Wie wurde die Heterogenität der Klasse bei der Unterrichtsplanung berücksichtigt?
Durch das „Lernen an Stationen“ konnten unterschiedliche Lerntempi und Anforderungsniveaus durch Pflicht- und Wahlstationen binnendifferenziert abgedeckt werden.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei diesem Konzept?
Die Lehrkraft nimmt eine beratende Rolle ein und hält sich im Hintergrund, um die Schüler zur gegenseitigen Unterstützung und Selbstorganisation zu befähigen.
Zu welchem Schluss kommt die Autorin bei der Auswertung?
Die Selbstständigkeit konnte gesteigert werden, wobei jedoch Qualitätsunterschiede in der Schülerarbeit sichtbar wurden, was den Bedarf an schrittweiser Anleitung für leistungsschwächere Lernende unterstreicht.
- Quote paper
- Franziska Bonatz (Author), 2017, Die Methode "Lernen an Stationen" zur Verbesserung der Selbstständigkeit der Schüler im Spanischunterricht (12. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/544591