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Standortmuster und Standortentwicklungsdynamik in der Schiffbauindustrie

Title: Standortmuster und Standortentwicklungsdynamik in der Schiffbauindustrie

Seminar Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sven Börner (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Der weltweite Handel wächst und somit auch die Masse an zu transportierenden Gütern. Dank Globalisierung und neuen Wirtschaftswunderstaaten partizipiert der Schiffbau daran im besonderen Maße. Besondere Wettbewerbsfaktoren bestimmen dabei über Standortvor oder -nachteile. Die Seminararbeit beschäftigt sich ausschließlich mit dem internationalen Zivilschiffbau. Hierbei wird anhand der Länderanalyse die unterschiedliche Entwicklung einzelner Staaten dargelegt, wobei eine Beschränkung auf die führenden Schiffbaunationen stattfindet. Eine anschließende Unternehmensanalyse nimmt eine vertiefende Betrachtung der Schiffbauindustrie vor. Die engen Verflechtungen in der Produktionskette und die Auswirkungen der internationalen Arbeitsteilung auf die maritime Industrie finden hier genauso Eingang, wie ein Ausblick auf zukünftige Tendenzen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wettbewerbsfaktoren

3. Standortdynamik und Standortentwicklung im Schiffbau

3.1. Länderanalyse

3.1.1. Europa

3.1.1.1. Deutschland

3.1.2. Asien

3.1.2.1. Japan

3.1.2.2. Südkorea

3.1.2.3. China

3.2. Unternehmensanalyse

3.2.1. Werften

3.2.2. Zulieferindustrie

3.2.3. Reedereien

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Standortmuster und Entwicklungsdynamiken der internationalen zivilen Schiffbauindustrie. Ziel ist es, die Verlagerung von Produktionsanteilen nach Asien sowie die Wettbewerbsstrategien einzelner Nationen und Unternehmen vor dem Hintergrund globaler wirtschaftlicher Verflechtungen zu untersuchen.

  • Wettbewerbsfaktoren im internationalen Schiffbau
  • Ländervergleich der Schiffbaunationen (Europa vs. Asien)
  • Strukturanalyse der maritimen Wertschöpfungskette
  • Strategien der Zulieferindustrie und Reedereien
  • Herausforderungen durch technologischen Wandel und Globalisierung

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1. Japan

Japan als typischer Inselstaat, welcher eine lange Schiffbautradition hat, forcierte nach dem zweiten Weltkrieg seine Prioritäten im Schiffbau auf Handelsschiffe. Aufgrund seiner volkswirtschaftlichen Situation als bevölkerungsreiches und rohstoffarmes, aber hoch industrialisiertes Land, war es sehr stark auf den Ex- und Import von Gütern angewiesen. Dabei gab es keine intakte Zulieferindustrie, so dass die Werften gezwungen waren, viele Zulieferteile in Eigenregie herzustellen. So wurden noch bis in die 60er Jahre Maschinen, Ausrüstungen und Motoren selber produziert. In den nach folgenden Jahren fand eine immer stärkere Ausgliederung dieser Unternehmensteile statt. In den heutigen diversifizierten Maschinen -und Industriekonzernen stellen die japanischen Werften nur noch einen geringen Anteil. So war schon 1988 der durchschnittliche Umsatzanteil des Schiffbaus bei sechs der sieben größten Werftunternehmen auf 12% gesunken. Die Rezension der 80er Jahre und der steigende Konkurrenzdruck aus Südkorea veranlasste, die bis dahin größte Schiffbaunation, eine Kapazitätsreduktion vorzunehmen, welche mit Zusammenlegen von Werften und Arbeitsplatzabbau einherging. Die billigere Konkurrenz, welche auch aus politischen und strategischen Gründen mit Direktinvestitionen und Know-how unterstützt wurde, zwangen Japan zu ständiger Produktivitätssteigerung, welches sich in der starken Vernetzung der Werften mit den Zulieferindustrien, z.B. in der Anwendung von Just-in-Time -Abläufen, äußerte.

Dank hoher Produktivität und Innovationsfähigkeit der japanischen Schiffbauindustrie konnte sie bis heute eine führende Stellung behalten. Dabei sind vor allem die niedrigen Stückkosten und die hohe Arbeitsproduktivität dafür verantwortlich, welche auf die Leistungsfähigkeit japanischer Logistiksysteme zurück zuführen sind. Das heißt, dass die Abwicklung der Schiffbauprojekte, mit niedrigerem Arbeitseinsatz, weitaus kostengünstiger angeboten werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Bedeutung der Schiffbauindustrie und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf den Seeschiffbau ein.

2. Wettbewerbsfaktoren: Hier werden die entscheidenden Einflussgrößen wie Lohnkosten, Produktivität, Wechselkurse, Subventionen und Materialkosten analysiert.

3. Standortdynamik und Standortentwicklung im Schiffbau: Dieses zentrale Kapitel behandelt die globale Marktentwicklung durch eine detaillierte Länderanalyse sowie eine Analyse der Werftindustrie, Zulieferer und Reedereien.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Dynamik der Industrialisierung der Schwellenländer und die daraus resultierenden notwendigen strategischen Anpassungen der etablierten Schiffbaunationen zusammen.

Schlüsselwörter

Schiffbauindustrie, Standortdynamik, Länderanalyse, Wettbewerbsfaktoren, Globalisierung, Werften, Zulieferindustrie, Reedereien, Produktivität, Seeschiffbau, Wertschöpfungskette, Asien, Europa, Handelsschiffbau, Marktanteile

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Standortmuster und die Entwicklungsdynamik der zivilen Schiffbauindustrie im globalen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf Wettbewerbsfaktoren, länderübergreifende Marktanteilsverschiebungen sowie die Strukturen der Werft-, Zuliefer- und Reedereibranche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ursachen für die Verschiebung der Schiffbaukapazitäten nach Asien zu analysieren und die Wettbewerbsstrategien der führenden Nationen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive Länder- und Unternehmensanalyse basierend auf statistischen Daten und Branchenpublikationen vorgenommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Wettbewerbsfaktoren, eine tiefgehende Länderanalyse (u.a. Deutschland, Japan, Südkorea, China) sowie eine Analyse der maritimen Wertschöpfungskette.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schiffbauindustrie, Wettbewerbsfaktoren, Globalisierung, Wertschöpfungskette, Marktanteile und Standortdynamik.

Warum spielt die Zulieferindustrie eine so große Rolle?

Die Zulieferindustrie ist entscheidend, da sie mit 60-80 % einen Großteil der Wertschöpfung eines Schiffes ausmacht und für die Wettbewerbsfähigkeit der Werften essenziell ist.

Welche Rolle spielen die sogenannten „Chaebols“ für Südkorea?

Die Chaebols, große Unternehmenskonglomerate, sind maßgeblich für die südkoreanische Expansion im Schiffbau verantwortlich, da sie durch staatliche Unterstützung und Quersubventionierungen ihre Marktposition ausbauen konnten.

Wie reagiert Deutschland auf den internationalen Wettbewerbsdruck?

Deutschland hat sich von der Produktion von Standardtankern weitgehend zurückgezogen und spezialisiert sich stattdessen auf hochwertige Nischenprodukte wie Kreuzfahrt- und Spezialschiffe.

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Details

Title
Standortmuster und Standortentwicklungsdynamik in der Schiffbauindustrie
College
Martin Luther University
Grade
1,7
Author
Sven Börner (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V55529
ISBN (eBook)
9783638504515
ISBN (Book)
9783638773447
Language
German
Tags
Standortmuster Standortentwicklungsdynamik Schiffbauindustrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Börner (Author), 2005, Standortmuster und Standortentwicklungsdynamik in der Schiffbauindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55529
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